Vebjørn Rodal

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Vebjorn Rodal, 2010

Vebjørn Rodal (* 16. September 1972 in Rennebu) ist ein ehemaliger norwegischer Mittelstreckenläufer, der auf seiner Spezialstrecke, dem 800-Meter-Lauf, 1996 Olympiasieger wurde.

Karriere[Bearbeiten]

Rodal hatte seinen ersten großen internationalen Auftritt bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, schied aber im Halbfinale aus. Seine erste internationale Medaille gewann er zwei Jahre später bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki, als er die Silbermedaille hinter dem Italiener Andrea Benvenuti gewann. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1995 in Göteborg gewann er die Bronzemedaille.

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta profitierte er von der Abwesenheit von Wilson Kipketer, der kurz zuvor von Kenia nach Dänemark emigriert war, aber von seinem Heimatland keine Starterlaubnis für diese Olympischen Spiele bekam. Rodal nutzte seine Chance und gewann die Goldmedaille in der olympischen Rekordzeit von 1:42,58 Minuten, vor dem Südafrikaner Hezekiél Sepeng (Silber) und dem Kenianer Frederick Onyancha (Bronze). Die ersten vier Läufer kamen alle unter eine Zeit von 1:43 Minuten; es war eines der schnellsten 800-Meter-Rennen überhaupt. Daraufhin wurde er zu Norwegens Sportler des Jahres gewählt, gewann die Stiftung-Morgenbladet-Goldmedaille und den Fearnleys olympiske ærespris.

Mit der Siegerzeit liegt Rodal auf Rang 9 der ewigen Weltbestenliste (Stand: Oktober 2009).

Bei der WM 1997 in Athen wurde er Fünfter, bei der WM 1999 in Sevilla schied er im Vorlauf aus.

Rodal startete ebenfalls bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, schied aber auf Platz 8 liegend im Halbfinale aus.

Vebjørn Rodal ist 1,88 m groß und wog zu Wettkampfzeiten 78 kg.

Weblinks[Bearbeiten]