Vechelde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Vechelde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Vechelde
Vechelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Vechelde hervorgehoben
52.26105555555610.37386111111174Koordinaten: 52° 16′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Peine
Höhe: 74 m ü. NHN
Fläche: 75,89 km²
Einwohner: 16.264 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38159
Vorwahlen: 05302
05300 (Alvesse, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Vallstedt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PE
Gemeindeschlüssel: 03 1 57 007
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hildesheimer Straße 85
38159 Vechelde
Webpräsenz: www.vechelde.de
Bürgermeister: Hartmut Marotz (SPD)
Lage der Gemeinde Vechelde im Landkreis Peine
Hohenhameln Lahstedt Lengede Vechelde Ilsede Peine Wendeburg Edemissen Landkreis Peine Niedersachsen Braunschweig Landkreis Gifhorn Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Hildesheim Region HannoverKarte
Über dieses Bild

Vechelde ist eine Gemeinde im Landkreis Peine in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Vechelde liegt im Übergangsbereich zwischen den Ausläufern des nördlichen Harzvorlandes und dem Norddeutschen Tiefland, linksseitig des Flusses Oker.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Peine Wendeburg
Nachbargemeinden Braunschweig
Lahstedt Lengede Salzgitter

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform in Niedersachsen bestand die damalige Gemeinde Vechelde lediglich aus dem heutigen Ortsteil Vechelde.

Am 1. März 1974 wurden im Zuge der Gebietsreform die 17 Ortschaften Alvesse, Bettmar, Bodenstedt, Denstorf, Fürstenau, Groß Gleidingen, Klein Gleidingen, Köchingen, Liedingen, Sierße, Sonnenberg, Vallstedt, Vechelade, Vechelde, Wahle, Wedtlenstedt und Wierthe zur neugeschaffenen Einheitsgemeinde Vechelde zusammengefasst.[2]

Zuvor bildeten die Orte selbstständige Gemeinden im Landkreis Braunschweig. Seit dessen Auflösung am 1. März 1974 gehören die Gemeinde und ihre Ortschaften zum Landkreis Peine.

Im Juli 2014 war Vechelde Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus Vechelde

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die 32 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

SPD CDU Grüne WVS FDP Gesamt Stand
2011 17 10 4 1 32 Sitze Kommunalwahl am 11. September 2011
2006 17 12 2 1 32 Sitze Kommunalwahl am 10. September 2006

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1998 Hartmut Marotz (SPD). Zum Nachfolger des zum 1. November 2014 ausscheidenden Bürgermeisters wählten am 6. Juli 2014 die Wähler der Gemeinde Ralf Werner (SPD).[3]

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten]

Wappen Vechelde

Das seit 1966 mit Genehmigung des braunschweigischen Ratspräsidenten verwendete Gemeindewappen stellt eine farbliche Abwandlung des ehemaligen Wappens der Familie von Vechelde dar. Schon bei diesem Wappen waren die drei goldenen Rosen auf einem schwarzen Schrägbalken zu sehen. Der Schildgrund war allerdings Silber.[4]

Am 12. Januar 1966 wurde der damaligen Gemeinde Vechelde das Recht verliehen, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen. Die Farbgebung Blau-Gold drückt die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landkreis Braunschweig aus. Die Entscheidung der zum 1. Januar 1974 neugeschaffenen Gemeinde, das Wappen fortzuführen, wurde am 31. Oktober 1975 bestätigt.

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Vechelde zeigt in blau einen goldenen Schrägbalken, belegt mit drei roten Rosen mit goldenen Butzen.[5]

Flagge: Die Flagge der Gemeinde Vechelde zeigt die Farben Blau und Gelb, in der Mitte das Wappen der Gemeinde Vechelde.[5]

Dienstsiegel: Das Dienstsiegel enthält das Wappen der Gemeinde Vechelde und die Umschrift „Gemeinde Vechelde, Landkreis Peine“.[5]

Wappen der ehemaligen Samtgemeinde

Neben dem Gemeindewappen gab es von 1968 bis zur Gebietsreform 1974 ein eigenes Wappen für die Samtgemeinde Vechelde, die aus einem Zusammenschluss der Ortschaften Bodenstedt, Denstorf, Fürstenau, Klein Gleidingen, Köchingen, Liedingen, Sopiental, Vechelade, Vechelde und Wedtlenstedt bestand.[4]

Blasonierung: In Gold ein blauer Wellenschrägbalken zwischen zwei roten Rosen mit goldenen Butzen. Der Wellenschrägbalken stellte eine Abwandlung des Balkens des Gemeindewappens dar und sollte die Lage der Ortschaften zu beiden Seiten der Aue und des Mittellandkanals darstellen.[6]

Beide Wappen gehen auf Entwürfe von Wilhelm Krieg zurück.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Vechelde unterhält Städtepartnerschaften mit[7]:

FinnlandFinnland Wappen von Valkeakoski Valkeakoski in Finnland, seit 1976
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Wappen von Biederitz Biederitz in Sachsen-Anhalt, seit 1990
PolenPolen Wappen von Niemodlin Niemodlin in Polen, seit 2006

Infrastruktur[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Vechelde besteht aus 13 Ortsfeuerwehren. Diese gliedern sich zurzeit in eine Schwerpunktfeuerwehr, zwei Stützpunktfeuerwehren und zehn Grundausstattungsfeuerwehren.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch einen Halt an der Bahnstrecke Hannover–Braunschweig besitzt die Gemeinde Anschluss zum Schienenpersonennahverkehr.

Durch den Osten des Gemeindegebietes führt in Nord-Süd Ausrichtung der Stichkanal Salzgitter, eine Bundeswasserstraße, die den Mittellandkanal mit den Hafenanlagen der Stadt Salzgitter verbindet.

Über die Bundesstraße 65 ist das Gemeindegebiet mit der Kreisstadt Peine verbunden. Die Bundesstraße 1 führt ostwärts nach Braunschweig, in west-südwestlicher Richtung führt sie nach Hildesheim.

Bildung[Bearbeiten]

Im Zentralort befinden sich Schulen der allgemeinbildenden Schulformen der Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule und Gymnasium), eine Grundschule für die Jahrgangsklassen 1 bis 4 und eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Das Schulgebäude der Orientierungsstufe Vechelde wurde 2004 zum Gymnasium umgestaltet.

Weitere Grundschulen und Niederlassungen der Grundschule Vechelde existieren in den Ortsteilen Bettmar, Sierße, Vallstedt und seit 1997 im Ortsteil Wedtlenstedt, dem nach dem Zentralort Vechelde zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde.

Grundschulen

  • Albert-Schweitzer-Schule, Grundschule mit Schulkindergarten, Vechelde
  • Grundschule Außenstelle Bettmar
  • Grundschule Außenstelle Sierße
  • Heinrich-Kielhorn-Schule, Vallstedt
  • Grundschule Löwenherz, Wedtlenstedt

Hauptschule

  • Albert-Schweitzer-Schule, Vechelde

Realschule

  • Realschule Vechelde, Vechelde

Gymnasium

  • Julius-Spiegelberg-Gymnasium, Vechelde

Förderschule

  • Albert-Schweitzer-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, Vechelde

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 268.
  3. Werner wird Nachfolger von Marotz. Peiner Allgemeine Zeitung, abgerufen am 7. Juli 2014
  4. a b c Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, Meyer Verlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 147/148.
  5. a b c § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Vechelde.
    Absatz 1 Satz 2 „Der Balken verläuft von links oben nach rechts unten.“ ist eine unheraldische Beifügung, die zur exakten Blasonierung nicht notwendig ist und deshalb hier fortgelassen wird.
  6. Wappen der Samtgemeinde Vechelde 1968 bis 1974 auf ngw.nl
  7. Partnerstädte der Gemeinde Vechelde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vechelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien