Veganismus

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Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus hervorgegangene Einstellung sowie Lebens- und Ernährungsweise. Der Veganismus lehnt nicht nur den Verzehr von Tierkörpern, sondern überhaupt jede Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ab.[1]

In einer repräsentativen Umfrage zu Ernährungsgewohnheiten der Deutschen identifizierten sich 2014 rund 88 % der Befragten als Fleischesser, rund 11 % bezeichneten sich als Vegetarier (inklusive Flexitarier) und rund 1 % als Veganer (inklusive Flexi-Veganer).[2]

Vegan lebende Menschen meiden entweder zumindest alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder aber die Nutzung tierischer Produkte insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Gegenständen des Alltags darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind.[3][4][5]

Vegan lebende Menschen können als mögliche Motive für ihre Lebensweise Argumente aus den Bereichen Tierethik, Tierrechte, Tierschutz, Umweltschutz, Gesundheit, Verteilungsgerechtigkeit, Welternährungsproblematik oder religiöse und/oder herrschaftskritische Ansätze nennen.

Begriff[Bearbeiten]

Logo der Vegan Society

Das Wort vegan geht auf den Engländer Donald Watson zurück, der 1944 die Vegan Society gründete, eine Abspaltung der englischen Vegetarian Society (Vegetarier-Gesellschaft).

Watson leitete − im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der Vegetarian Society − den Begriff des Vegetariers (engl.: vegetarian) nicht vom lateinischen vegetus („lebendig, frisch, kraftvoll“), sondern von englisch vegetable („Gemüse, pflanzlich“) ab. Der Verzehr von Milchprodukten und Eiern, wie von vielen Vegetariern praktiziert, entsprach nicht seinem Verständnis von Vegetarismus. Um jene Vegetarier zu bezeichnen, die auch Milchprodukte mieden, benutzte Watson zunächst den Terminus total vegetarian (deutsch in etwa: konsequenter, strenger Vegetarier). Als Abkürzung dafür prägte er dann aus dem Anfang und Ende von vegetarian die Wortneuschöpfung vegan (deutsch: Veganer), weil „Veganismus mit Vegetarismus beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[6]

Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ (deutsch: Vegetarier, der keine Butter, Käse und Milch isst) erläutert. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“ (deutsch: Eine Person, die tierische Produkte nicht isst oder nutzt).[6] Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.[7]

Das Adjektiv zum deutschen Wort Veganismus lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden – Die deutsche Rechtschreibung kennt sowohl das Adjektiv vegan als auch die Nomina Veganer und Veganerin.[8] Aktuelle Bedeutungswörterbücher der deutschen Sprache definieren den Veganer beziehungsweise die Veganerin als „Vegetarier, der vollständig auf tierische Produkte verzichtet“[9] oder als „Anhänger des Veganismus“.[10]

Verbreitung[Bearbeiten]

Nach der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 bezeichneten sich in Deutschland ca. 0,1 % der weiblichen Bevölkerung (jedoch keine Männer) als vegan, insgesamt ca. 40.000 Menschen.[11] Der Vegetarierbund Deutschlands (VEBU) schätzte im Jahr 2014 die Zahl der in Deutschland lebenden Veganer auf 1,2 Millionen.[12] Eine Studie der Universitäten Göttingen und Hohenheim zum Fleischkonsum in Deutschland kam 2013 zu dem Ergebnis, dass der Anteil vegan lebender Menschen in Deutschland unter 0,5% und damit unter 400.000 liege.[13] Nach einer Gallup-Umfrage lebten 1995 etwa 170.000 Menschen im Vereinigten Königreich vegan,[14] nach jüngsten Aussagen der Vegan Society mehr als 200.000 (2005).

Beweggründe[Bearbeiten]

Tierrechtsaktivist in einer Fußgängerzone hinter einem Stand mit der Aufschrift: „Fleisch ist Mord. Werde Veggie!“

Das Memorandum der Vegan Society von 1979 bezeichnet Veganismus als eine „Philosophie und Lebensart“, die versucht, „so weit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern“, was Menschen, Tieren und der Umwelt zum Vorteil gereichen soll.[15]

Historische Entwicklung[Bearbeiten]

Der Veganismus ging aus dem Vegetarismus hervor. Im deutschsprachigen Raum waren entsprechende Haltungen und Lebensweisen in der Gründerzeit innerhalb der Lebensreformbewegung und im Zusammenhang mit biozentrischen Ideen zu finden.[16] Speziell in Deutschland war der frühe Vegetarismus mit der damaligen Freikörperkultur-Bewegung und mit unterschiedlichen politischen Ansätzen verbunden.[17] Im anglophonen Raum hingegen waren pathozentrisch-utilitaristische Ansätze führend und entsprechende Strukturen unter elitären Strömungen der Linken wie in den Frauenbewegungen verwurzelt.[18][19]

Ethik und Tierrechte[Bearbeiten]

Peter Singer bei einer Vorlesung im März 2009

Tierethische Überlegungen sind heute ein fester Bestandteil der philosophischen Debatte zum Veganismus. Klassischerweise wird Peter Singers Buch Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere[A 1] aus dem Jahr 1975 als eine Zäsur gesehen, nach der die Diskussion um den Veganismus eine neue Qualität gewann. Singer argumentiert dort, es gebe keine moralische Rechtfertigung, das Leid eines Wesens, gleich welcher Natur es sei, nicht in Betracht zu ziehen. Spezielle „nichtmenschliche Tiere“ von diesem Gleichheitsprinzip[A 2] auszuschließen sei so willkürlich, wie Menschen anderer Hautfarbe, Kultur, Religion oder Geschlecht auszunehmen.[20]

Mittlerweile existieren diverse weitere Argumentationen, die mitunter einen von Singer grundverschiedenen Ansatz wählen. Die Veröffentlichungen bzw. Auseinandersetzungen zu Tierrechten bzw. Tierethik sind nach wie vor in hohem Maße kontrovers.

Einige Veganer verweisen auf die geistigen Fähigkeiten mancher Arten, die mit nicht unerheblicher Intelligenz und Leidensfähigkeit ausgestattet sind und ein komplexes Sozialverhalten zeigen.[21]

Ein pathozentrischer Ansatz, nach dem allen empfindungsfähigen Wesen ethische Berücksichtigung verdienen, wird hauptsächlich von Tierschützern vertreten. Ein weiteres ethisches Motiv bildet das Bestreben, vermeidbares Leid, das mit der Tierhaltung verbunden ist, durch Verzicht auf deren Produkte zu vermeiden.[22]

Der Philosoph Tom Regan schreibt gewissen Tieren aufgrund ihres Bewusstseins einen inhärenten Wert als Subjekte eines Lebens zu.[A 3][23]

Martin Balluch argumentiert für eine naturwissenschaftliche Kontinuität von Bewusstsein. Ausgehend von einer Kritik am Ansatz Singers[24] fordert er gewisse Grundrechte, deren zugrunde liegenden Interessen Voraussetzung für alle weitergehenden Interessen seien.[A 4][25]

Gemeinsam ist den meisten Argumentationen ein naturalistisches Moment, das aus gewissen, für einen Rechtsbegriff als relevant betrachteten, homologen (d. h. evolutionär kontinuierlichen) Eigenschaften eine Widerspiegelung im Moral- beziehungsweise Rechtsverständnis fordert. Oft konstituieren Tierrechtsargumente so auch gleichzeitig eine moralphilosophische Herleitung für Menschenrechte. Aufgrund der angeblichen naturwissenschaftlichen Unschärfe des Artbegriffs auf der Subjektebene könne allein aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art niemandem ein subjektives Recht zugeschrieben oder aberkannt werden. Der Begriff Speziesismus versucht diese Schlussfolgerung in eine Analogie zu anderen Formen der Diskriminierung zu stellen und zu kritisieren.

Umweltverträglichkeit[Bearbeiten]

Treibhausgasemissionen bei der Produktion für verschiedene Ernährungstypen in England[26]
Gruppe Emissionen pro Tag
[Kg CO2-Äquivalente]
Hoher Fleischverzehr (≥ 100 g/d) 7,19
Mittlerer Fleischverzehr (50–99 g/d) 5,63
Geringer Fleischverzehr (< 50 g/d) 4,67
Fischverzehr 3,91
Vegetarisch 3,81
Vegan 2,89

Laut Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) aus dem Jahre 2010 über die Umweltfolgen von Konsum und Produktion hat die Nahrungsmittelproduktion den größten Einfluss auf die Landnutzung. Die landwirtschaftliche Produktion von Biomasse, insbesondere die von tierischen Produkten, sei verglichen mit den meisten industriellen Prozessen ein ineffizienter Transformationsprozess. Tierische Produkte wie Fleisch und Milch erforderten im Allgemeinen mehr Ressourcen und verursachen höhere Emissionen als pflanzenbasierte Alternativen. Zusätzlich verursachten Obst und Gemüse außerhalb der Saison substanzielle Emissionen, wenn sie in Treibhäusern wachsen, tiefgefroren gelagert und durch die Luft transportiert werden. Der UNEP-Bericht erwartet, dass sich die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt wegen Bevölkerungswachstum und dem damit verbundenen steigenden Konsum von Tierprodukten in Zukunft noch erhöhen werden. Eine substanzielle Verringerung der Folgen sei nur mit einer weltweiten Umstellung der Ernährung möglich, weg von tierischen Produkten.[27]

Laut der Landwirtschafts- und Welternährungsorganisation FAO trägt die Viehhaltung erheblich zur Emission von Treibhausgasen bei (rund 18 % Anteil am menschlich verursachten Treibhauseffekt),[28] wofür in erster Linie Verdauungsprodukte verantwortlich sind (Exkremente sowie bei Wiederkäuern Methan). Dabei ist die extensive Tierhaltung Ursache für rund 12 % der weltweiten Entwaldung.[29]

Vegane Organisationen weisen darauf hin, dass eine nicht vegane Ernährung negative Folgen für die Umwelt habe und mehr Ressourcen (Wasser, Land, Luft, Energie und Naturfläche) benötige oder verschmutze als eine vegane.[30][31]

Antibiotikaresistenz[Bearbeiten]

Veganer argumentieren auch mit der Gefahr der Antibiotikaresistenz, die durch den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung steigt.

Welternährung[Bearbeiten]

Vegane Organisationen nehmen an, dass eine vegane Ernährung positive Folgen für die Welternährung habe.[30][31] Auf Grund der niedrigen Futterkonversionsraten der Tierproduktion wird angenommen, dass eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise in den Industrieländern die Ernährungssituation in den Entwicklungsländern signifikant verbessern könnte.

Dagegen wird angeführt, dass die Ernährung von Tier und Mensch nicht deckungsgleich ist. Insbesondere bei Wiederkäuern besteht die Nahrung zum Teil aus für den Menschen nicht verwertbarem Pflanzenmaterial (z.B. Gras), und viele Weiden- oder Wiesenflächen sind nicht anderweitig zur Lebenmittelerzeugung nutzbar. Dies gilt insbesondere auch für Flächen, welche am Hang liegen und sich nur für Weiden und nicht zum Ackerbau eignen, da sie sonst erodieren würden, und für Steppengebiete, welche sich grundsätzlich nicht zum Ackerbau eignen.

Laut Edward O. Wilson ergibt die aktuell landwirtschaftlich nutzbare Fläche bei ausschließlich vegetarischer Ernährung eine Kapazität der Lebensmittelversorgung für ca. 10 Milliarden Menschen.[32] Prognosen zufolge wird die globale Nachfrage nach tierischen Produkten insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern in Zukunft noch weiter ansteigen.[33][34]

Menschliche Biologie und Ernährung[Bearbeiten]

Weltweite Verteilung der Laktoseintoleranz

Einige Veganer[35][36] vertreten zudem die Ansicht, dass es nicht natürlich sei, die Muttermilch anderer Spezies zu trinken. Sie begründen das unter anderem damit, dass (je nach Quelle) 66 % bis 80 % der erwachsenen Weltbevölkerung aufgrund einer Laktoseintoleranz Milch nicht ohne Beschwerden verdauen können.

Die Laktosetoleranz ist darüber hinaus altersabhängig. Im Säuglingsalter können fast alle Menschen – gleich welcher Herkunft – Laktose im Darm durch das Enzym Laktase spalten. Für die Mehrheit geht diese Fähigkeit im späteren Alter verloren.[37]

Des Weiteren variiert die Prävalenz der Laktoseintoleranz im Erwachsenenalter von Region zu Region sehr stark: In Deutschland sind nur etwa 15 % betroffen.[38] Wissenschaftler fanden eine enge Bindung der Laktase-Persistenz bzw. Laktosetoleranz im Erwachsenenalter an die Ausbreitung der Milchwirtschaft im Europa der Jungsteinzeit. Die entsprechende evolutionäre Anpassung, eine bestimmte Punktmutation im MCM6-Gen, wird als Entwicklungsvorteil für die betroffenen Menschen gedeutet.[37]

Ob Argumente der „menschlichen Biologie“ grundsätzlich von Relevanz bei einer Bewertung des Konsums tierischer Produkte sind, stellen Verfechter eines Veganismus aus ethischen, herrschaftskritischen oder ökologischen Gründen in Frage.[39]

Kulturelle Kritik, Herrschaftskritik[Bearbeiten]

Historische Illustration der Großen Kette des Seins (1579) durch Didacus Valades in der Rhetorica Christiana. Die Illustration stellt die Welt in mehreren gottgegebenen Hierarchieebenen dar, an deren Spitze Gott selbst mit den Menschen und an deren Sockel die Pflanzen und Tiere stehen.

Viele vegane Autoren kritisieren dieses Bild einer Mensch-Tier-Beziehung als dogmatisch und durch Folgerungen aus der Evolutionstheorie widerlegt.[40] In der europäischen Aufklärung durch Descartes, Kant u. a. habe sich ein falsches Bild nicht-menschlicher Tiere weiter gefestigt.[A 5]

Herrschaftskritik fordert eine weitgehende Abschaffung von Herrschaftsverhältnissen, also der Ausübung von Macht. Von dieser allgemeinen Position ausgehend wird die Forderung nach Veganismus am Spezialfall der menschlichen Herrschaft über nicht-menschliche Tiere formuliert.[41]

Ein Beweggrund speziell für Rohkostveganer ist die Annäherung an einen Zustand von "Natürlichkeit" und "Ursprünglichkeit", den unsere entwicklungsgeschichtlichen Ahnen gelebt hätten, indem sie sich ausschließlich von Wildkräutern und Wildfrüchten ernährt hätten. Diese als "natürlich" konstruierte Ernährungsweise wird als Begründung für ihre jeweilige Diät herangezogen.

Formen des Veganismus[Bearbeiten]

Besondere Formen veganer Ernährung[Bearbeiten]

  • Bio-Veganismus beschränkt sich zusätzlich auf solche nicht-tierische Lebensmittel, die unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte produziert wurden. Das Konzept bioveganer Ernährung schließt die parallele Haltung von Tieren bei der landwirtschaftlichen Produktion pflanzlicher Lebensmittel aus.[42]
  • Frugane Ernährung beschränkt sich auf die Früchte von Nahrungspflanzen, da deren Verzehr nicht die Zerstörung der Pflanze zur Folge hat. Dazu gehören etwa Obst, Nüsse und Samen.[43]
  • Vegane Rohkost beschränkt sich auf die veganen Teile einer Rohkosternährung[44] (während Rohkost allgemein ebenso rohes Fleisch, Eier, Rohmilch usw. enthalten kann).[45]

Vermeidung tierischer Produkte[Bearbeiten]

Auch außerhalb des Bereichs der Ernährung werden tierische Produkte von vielen Veganern vermieden. Leder, Daunenjacken und -kissen und Ähnliches werden abgelehnt, Wollprodukte als Ursache für den frühen Tod und das Leid der Tiere beim Scheren angesehen.[46] Die Welt ohne Jagd und ohne Tierversuche stellt ein Ideal dar. Des Weiteren sind Haustierhaltung, Zoos und Vivarien, insbesondere Delphinarien und Zirkusse, Gegenstand der Kritik.

Gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung[Bearbeiten]

Nährstoffe[Bearbeiten]

  • Ballaststoffe: Die Ballaststoffzufuhr liegt bei Veganern deutlich über der teilweise zu geringen Zufuhr der Durchschnittsbevölkerung.[47] Die Aufnahme an Ballaststoffen übersteigt die Mindestaufnahmemenge hierbei sehr deutlich.[48][49][50]
  • Calcium: Nachteile durch den Verzicht auf tierische Nahrungsquellen wie Milch und Käse können bei unausgewogener veganer Kost hinsichtlich der Calciumzufuhr auftreten.[51] In Studien fiel die durchschnittliche Calciumzufuhr der untersuchten Veganer hierbei sehr deutlich unter die empfohlenen Richtwerte.[52][47][53] Neben dem Calciumgehalt von Nahrungspflanzen ist auch dessen Bioverfügbarkeit zu beachten. Oxalate und Phytate, welche ebenfalls als Bestandteile von Nahrungspflanzen zugeführt werden, können die Calciumresorption behindern. Andererseits muss sich – abhängig vom Protein- und Salzgehalt der veganen Ernährung – der calciuretische (die Calciumausscheidung über die Niere fördernde) Effekt nicht signifikant von dem bei einer omnivoren Ernährungsweise unterscheiden.[54] Um Mangelerscheinungen auszuschließen, wird der Verzehr von calciumreichem Mineralwasser, Grünkohl (ca. 220 mg Calcium pro 100 g), Brokkoli (ca. 110 mg pro 100 g), Sesamsamen (ca. 1000 mg pro 65 g), Haselnüssen, Sojabohnen sowie Tofu oder die Calciumsupplementierung empfohlen.
  • Cholesterin: Der Körper bildet Cholesterin in ausreichender Menge selbst und ist somit nicht auf die Zufuhr von außen angewiesen.[55] Cholesterine kommen nur in tierischer Nahrung vor, daher weist die vegane Ernährung eine vernachlässigbare Cholesterinaufnahme und durchweg günstige Werte in diesem Bereich auf. Im Vergleich hierzu nehmen Mischköstler eine vielfache Menge an Cholesterin auf und liegen teilweise über der von der DGE empfohlenen Höchstmenge.[53]
  • Eisen: Die durchschnittliche Eisenaufnahme sowohl der weiblichen, als auch der männlichen Veganer liegt in Studien regelmäßig über denen der Mischköstler. Hierbei überschreiten männliche Veganer im Durchschnitt die DGE-Mindestaufnahmemenge deutlich, wohingegen die weiblichen Veganer leicht unterhalb der empfohlenen Mindestaufnahme der DGE liegen.[47][53] Allerdings liegt der Eisenbedarf bei einer rein veganen Ernährung aufgrund niedrigerer Bioverfügbarkeit des pflanzlichen Eisens etwa 1.8-fach höher[52], womit ein für pflanzliche Kost entsprechend erhöhter Referenzwert vor allem von den weiblichen Veganern nach diesen Studien im Durchschnitt nicht erreicht wird. Ob sich der Eisenstatus von vegan ernährten Kleinkindern mit einer abwechslungsreichen Lebensmittelauswahl und dem Verzehr von Vollkornbrot als Grundlebensmittel sowie von Vitamin-C-reichem Obst und Gemüse von dem von omnivor ernährten Kleinkindern unterscheidet, ist aufgrund der unzureichenden Datenlage unklar. In veganen Gruppen mit religiös bedingter eingeschränkter Lebensmittelauswahl wurde neben anderen Nährstoffdefiziten allerdings auch Eisenmangel bei Säuglingen und Kleinkindern beschrieben (Jacobs und Dwyer 1988, James et al. 1985, Shinwell und Gorodischer 1982).[56]
  • Fettsäuren: Bei der Aufnahme der gesättigten, einfach-ungesättigten sowie mehrfach-ungesättigten Fettsäuren entsprechen in Untersuchungen Veganer am häufigsten den Empfehlungen der DGE[57], wohingegen Mischköstler im Gegensatz hierzu teils einen zu hohen Anteil gesättigter Fette sowie eine zu geringe Aufnahme mehrfach ungesättigter Fette aufweisen.[47][53] Die insgesamte Zufuhr ernährungsphysiologisch eher unerwünschter gesättigter Fettsäuren liegt bei veganer Ernährung in der Regel nur halb so hoch wie in der Durchschnittsbevölkerung.[58]
  • Jod: Veganer weisen in verschiedenen Untersuchungen häufiger eine zu geringe Jodzufuhr auf (Abdulla et al. 1981, Krajcovicova-Kudlackova et al. 2003). Die Jodzufuhr ist hierbei noch geringer als die ohne Supplementierung häufig ebenfalls zu geringe Jod-Aufnahme der Mischköstler.[59] Infolge eines schweren Jodmangels besteht die Gefahr des Kretinismus.[60]
  • Langkettige n-3 Fettsäuren: Die Zufuhr dieser Fettsäuren ist bei veganer Ernährung sehr gering.[61] Besonders Veganer tendieren zu niedrigeren EPA- und DHA-Blutwerten im Vergleich zu Nichtvegetariern.[52]
  • Magnesium: Die Zufuhr an Magnesium liegt bei Veganern deutlich über der teilweise zu geringen Zufuhr der Durchschnittsbevölkerung.[62][47][63]
  • Sekundäre Pflanzenstoffe / Antioxidantien: Die Carotinoidaufnahme korrelierte in Studien mit dem erhöhten Gemüse- und Obstverzehr.[64][65] Die hohen Zufuhrmengen an Carotinoide bei veganer Ernährung führte bei den untersuchten Studienteilnehmern in der Deutschen Vegan Studie zu entsprechend hohen Carotinoidkonzentrationen im Blutplasma.[65] Veganer wiesen in der EPIC-Studie 5-50-mal höhere Blutkonzentrationen an Isoflavonen auf als Mischköstler.[66][67] Bei Prostatakrebspatienten führte eine fettarme vegane Kost zu einer signifikant höheren Zufuhr von protektiven sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Lycopin.[68][69]
  • Vitamin B12: Der komplette Verzicht auf tierische Lebensmittel kann eine Unterversorgung mit Vitamin B12 bewirken und nach Aufbrauch des für mindestens 5-10 Jahre[70] ausreichenden Vitamin-B12-Speichers in der Leber zu Mangelerscheinungen führen. Ein 2009 veröffentlichtes Review von Studien zeigt geringere Vitamin-B12-Level und erhöhte Homocysteinwerte bei Vegetariern und insbesondere Veganern.[71] Entsprechende Mangelerscheinungen treten in Entwicklungsländern etwas weniger auf, da das Vitamin unter anderem über Pflanzen aufgenommen wird, die Verunreinigungen aus tierischen und menschlichen Fäkalien aufweisen. Letztere weisen einen verhältnismäßig hohen Vitamin-B12-Gehalt auf.[72] Ein Vitamin-B12-Mangel kann die Verfügbarkeit von Cobalamin verringern und seine Funktion stören. Während Symptome eines Mangels zunächst unspezifisch sind (Müdigkeit, Verdauungsprobleme, häufige Atemwegserkrankungen), treten sie später hämatologisch (perniziöse Anämie) und neurologisch auf. Hyperhomocysteinämie wird mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.[73] Bei Kleinkindern stillender Mütter, die sich vegan ernähren und deren Muttermilch arm an Vitamin B12 ist, kommt es ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel oder Vitamin-B12-Supplementierung bereits im zweiten Lebenshalbjahr zu gefährlichen Mangelsymptomen, die bis zu bleibenden neurologischen Schäden, verzögerter neurologischer Entwicklung sowie Apathie, Koma sowie hochgradiger Hirnatrophie reichen können.[74] Fälle neurologischer Schädigungen bei voll gestillten Säuglingen, deren Mütter sich vegan ernährten, sind in der medizinischen Literatur dokumentiert.[75][76][77] Ärzte raten schwangeren und stillenden Veganerinnen sowie deren Kindern dringend zur Nahrungsergänzung (Supplementierung). Aufgrund dieser Risiken sollten Vegetarier und insbesondere Veganer ihre Ernährung bzgl. Vitamin B12 streng planen, ihre Vitamin-B12-Level regelmäßig kontrollieren lassen und, falls notwendig, Vitamin B12 nahrungsergänzend aufnehmen.[71] Der höhere Folsäuregehalt pflanzlicher Kost kann hierbei hämatologische Symptome des Mangels maskieren und so die Entdeckung verzögern.
  • Vitamin D: Vitamin D kann bei ausreichender Sonnenexposition vollständig von der Haut gebildet werden.[78] Reicht die Sonnenexposition nicht aus, so ist eine Aufnahme über die Nahrung erforderlich. Vitamin D ist außer in Pfifferlingen (2,1 µg Vitamin D/100 g) und Champignons (1,9 µg/100 g) fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Aus Untersuchungen mit Kindern liegen Hinweise vor, dass letztlich ein Vitamin-D-Mangel bei makrobiotischer Ernährung im Vergleich zu anderen vegetarischen Ernährungsformen häufiger auftritt.[79] Eine Studie über die Auswirkung einer fettreduzierten, veganen Ernährung ergab ebenfalls eine zu geringe Aufnahme an Vitamin D.[80] Veganer liegen in Untersuchungen über die ausschließlich via Nahrung zugeführte Vitamin-D-Menge nochmals erheblich unter der bereits deutlich zu geringen Vitamin-D-Aufnahme der Mischköstler.[47][53][81] Der tatsächliche Vitamin-D-Status im Blutplasma untersuchter nordeuropäischer Veganer liegt durchschnittlich noch über den empfohlenen Referenzwerten der DGE[81], aber signifikant unter dem Status der Mischköstler.[82]
  • Vitamin E: Veganer nahmen in Studien wesentlich mehr Vitamin E auf als normale Mischköstler. Die sich vegan ernährenden Studienteilnehmer übertrafen hierbei die Mindestaufnahmemenge an Vitamin E, wohingegen die Mischköstler im Durchschnitt darunter lagen.[47][53]
  • Zink: Die Zink-Aufnahme untersuchter Veganer liegt in Studien unterhalb der von Mischköstlern.[47][53] Die gemessene Zink-Aufnahme lag hierbei für die Frauen durchschnittlich aber immer noch oberhalb der DGE-Referenzwerte.[53][47] Bei den Männern stellte eine Studie eine gemäß den DGE-Referenzwerten durchschnittlich ausreichende Zink-Aufnahme fest,[53] während in einer anderen Studie die Zink-Aufnahme der Männer im Schnitt zu gering war.[47] Die Bioverfügbarkeit von Zink in pflanzlicher Nahrung liegt hierbei allerdings noch unterhalb der Bioverfügbarkeit nicht-pflanzlicher Nahrung.[52] In einer Untersuchung einer Gruppe vegan ernährter Säuglinge einer religiösen Gemeinschaft (Black Hebrews) wurde neben weiteren Nährstoffdefiziten auch ein Zinkmangel beobachtet (Shinwell und Gorodischer 1982).[83]

Studien zu veganer Ernährung[Bearbeiten]

  • Adipositas: Newby et al. fanden 2005, dass Veganerinnen ein geringeres Risiko für Adipositas im Vergleich zu Mischköstlerinnen aufweisen.[84] Eine Querschnittsstudie mit 37.875 Erwachsenen ergab für Veganer den niedrigsten durchschnittlichen Body-Mass-Index.[85] Als mögliche Ursache hierfür wird die geringere Energiedichte der aufgenommenen Nahrung diskutiert.[52]
  • Bluthochdruck: Studien zeigten die niedrigsten Raten an Hypertonie unter den Veganern im Vergleich zu allen anderen untersuchten Gruppen.[86][87] Als mögliche Ursachen werden die Effekte verschiedener vorteilhafter Komponenten in pflanzlicher Nahrung gesehen, hierzu werden der hohe Anteil an Kalium, Magnesium, Ballaststoffen sowie ein günstiges Fettsäureprofil gezählt.[88]
  • Diabetes: In einer 5-monatigen randomisierten klinischen Studie führte eine fettarme vegane Ernährung bei 43 % der Personen mit Diabetes Typ 2 Erkrankung zu reduzierter Diabetes Medikation. Die Resultate übertrafen hierbei die Kontrollgruppe, welche sich nach dem Idealplan der Amerikanischen Diabetes Vereinigung ernährten.[89]
  • Herzerkrankungen: In einer Studie, welche Daten von 76.172 Teilnehmern aus 5 Studien auswertete, zeigte hinsichtlich des Sterberisikos wegen koronarer Herzerkrankungen gegenüber regelmäßigen „Fleischessern“ für Veganer ein um 26 %, für Ovo-Lacto-Vegetarier ein um 34 %, für Pescetarier ein um 34 % und bei den gelegentlichen „Fleischessern“ (<1mal/Woche) ein um 20 % reduziertes Risiko.[90] Ein möglicher Grund für den Nachteil gegenüber den anderen vegetarischen Ernährungsformen und gegenüber den fleischlosen Fischessern wird in einer häufig beobachteten unzureichenden Vitamin B12 sowie n-3 Versorgung gesehen.[73]
  • Osteoporose: In der EPIC-Studie hatten Veganer ein 30 % höheres Risiko für Knochenbrüche. Dieses erhöhte Risiko verschwand allerdings ab einer Mindestaufnahmemenge von mind. 525 mg Calcium pro Tag[91] (entspricht 53 % der nach DGE empfohlenen Aufnahmemenge für Erwachsene).[92] Der errechnete Durchschnitt an Calcium-Aufnahme bei veganer Ernährung liegt nach vorliegenden Untersuchungen zwar meist leicht oberhalb[47][53] von 525 mg, aber eine erhebliche Anzahl von Veganern nimmt dennoch weniger als 525 mg Calcium auf: in der EPIC-Studie wiesen 44,5 % der Veganer eine Calcium-Aufnahme von weniger als 525 mg auf.[91] Das zum Großteil über Sonnenexposition gebildete Vitamin D[78] spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau, hier weisen Veganer eine deutlich geringere Nahrungszufuhr auf als Mischköstler.[53][47] In Untersuchungen über den tatsächlichen Vitamin D Status im Blutplasma wiesen nordeuropäische Veganer in der EPIC-Oxford-Studie durchschnittlich zwar die niedrigsten, aber immer noch ausreichende Werte auf (55,9nmol/l).[82][81]
  • Thrombose und Arteriosklerose: Der chinesische Ernährungswissenschaftler Duo Li sieht in den niedrigen Omega-3-Fettsäure-Leveln, die in den Phospholipiden der Gewebemembranen von Vegetariern und insbesondere Veganern gefunden wurden, die Ursache für ein möglicherweise erhöhendes Risiko für Thrombose und Arteriosklerose. Seine Schlussfolgerung lautet, dass Veganer durch eine erhöhte Einnahme von Vitamin B12 sowie n-3 Fettsäuren ihr im Verhältnis zur fleischhaltigen Ernährung bereits generell niedrigeres Risiko für Thrombose und Arteriosklerose noch weiter reduzieren könnten.[73]

Meinungen, Empfehlungen, Kritik[Bearbeiten]

Deutschsprachiger Raum[Bearbeiten]

Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit sieht aufgrund der sehr großen und kritischen Risiken einer Mangelernährung „in verschiedenen Lebensphasen“ (konkret: Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum und Alter) von einer generellen Empfehlung der veganen Ernährung für breite Bevölkerungskreise ab. Eine „vegane Ernährungsweise mit einer genügenden Zufuhr aller Nährstoffe (Ausnahme Vitamin B12, welches mit angereicherten Nahrungsmitteln oder Supplementen zugeführt werden sollte)“ sei möglich, setze aber ein „entsprechendes Ernährungswissen“ voraus.[93]

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfahl 1998 vegane Ernährung wegen damit verbundener Risiken für keine Altersgruppe und riet besonders für Säuglinge, Kinder und Jugendliche dringend davon ab.[94] 2006 äußerte Antje Gahl von der DGE gegenüber der Frankfurter Rundschau allerdings, dass sie glaube, eine vegane Kost könne den Nährstoffbedarf von gesunden Erwachsenen decken. Voraussetzung dafür seien jedoch „ein ausreichendes Ernährungswissen und eine wohlüberlegte Nahrungszusammenstellung.“ Ansonsten würden Mangelerscheinungen drohen.[95] 2011 erneuerte die DGE ihre Warnung vor veganer Ernährung im Säuglings- und Kindesalter: Die Wahrscheinlichkeit eines Nährstoffmangels sei umso größer, je stärker die Lebensmittelauswahl eingeschränkt wird und je weniger abwechslungsreich die Ernährung ist. Bei veganer bzw. makrobiotischer Ernährung bestehe das Risiko einer defizitären Zufuhr von Energie, Protein, langkettigen n-3 Fettsäuren, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Riboflavin, Vitamin B12 und Vitamin D. Auf die Zufuhr dieser Nährstoffe müsse besonders geachtet werden. Spezielle Kenntnisse der Lebensmittelauswahl und -zubereitung bzw. die Sicherstellung der Versorgung durch angereicherte Lebensmittel oder Supplemente sei hierfür erforderlich. Um das Risiko für Nährstoffdefizite gerade in den ersten Lebensjahren so gering wie möglich zu halten, empfiehlt die DGE eine Ernährung, die alle im Ernährungskreis aufgeführten Lebensmittelgruppen einschließt. Unter Beachtung einer ausreichenden Eisen- und Jodversorgung (ggf. mit Hilfe von Supplementen oder angereicherten Lebensmitteln sowie bei Eisen durch eine optimale Ausnutzung des Nicht-Hämeisens durch Kombination mit Vitamin C-reichen Lebensmitteln) sei auch eine ovo-lactovegetarische Ernährung möglich. Da sich mit dem Verzicht auf jegliche tierische Lebensmittel das Risiko für Nährstoffdefizite erhöht, hält die DGE eine rein pflanzliche Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit sowie im gesamten Kindesalter für nicht geeignet, um eine adäquate Nährstoffversorgung und die Gesundheit des Kindes sicherzustellen.[70]

Englischsprachiger Raum[Bearbeiten]

Die Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D., ehemals American Dietetic Association) und die Dietitians of Canada vertreten den Standpunkt, dass „gut geplante“ vegetarische Kostformen, vegane eingeschlossen, für jede Lebensphase „einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit, Jugendalter sowie für Leistungssportler“ geeignet, gesund und ernährungsphysiologisch angemessen sind. Die Ergebnisse eines evidenzbasierten Reviews hätten gezeigt, dass vegetarische Ernährung mit einem geringeren Sterberisiko durch koronare Herzerkrankung assoziiert ist. Vegetarier schienen zudem niedrigere Blut-Cholesterinwerte, niedrigere Blutdruckwerte und ein geringeres Risiko für Bluthochdruck sowie Diabetes Typ 2 zu haben. Des Weiteren tendierten Vegetarier zu einem niedrigeren Body-Mass-Index und geringeren Krebsraten. Vegetarische Ernährungsformen würden tendenziell einen niedrigeren Anteil gesättigter Fette und Cholesterin und höhere Gehalte an Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Vitamin C und E, Folsäure, Carotinoide sowie andere sekundäre Pflanzenstoffe aufweisen; dies könne das Risiko für chronische Erkrankungen reduzieren. Bei Veganern bestünde allerdings die Möglichkeit einer zu niedrigen Zufuhr an Vitamin B12, Calcium, Vitamin D, Zink und langkettigen n-3-Fettsäuren. Gegebenenfalls könnten Supplemente oder angereicherte Lebensmittel zur ausreichenden Nährstoffversorgung beitragen. Zur Deckung des Bedarfs an Vitamin B12 müssten Veganer regelmäßig angereicherte Nahrungsmittel oder Supplemente konsumieren.[52]

Der australische National Health and Medical Research Council verweist auf die A.N.D.-Bewertung und betrachtet wie diese ausgewogene vegetarische, einschließlich veganer Ernährungsweisen als gesund und ernährungsphysiologisch adäquat. Jene, die einer strikt vegetarischen bzw. veganen Ernährungsweise folgen, könnten die Ernährungserfordernisse erfüllen, solange die energetischen Bedürfnisse befriedigt und eine geeignete Vielfalt pflanzlicher Nahrungsmittel über den Tag verzehrt werden. Veganer sollten bei ihrer Lebensmittelauswahl auf eine adäquate Zufuhr von Eisen und Zink und die optimierte Resorption und Bioverfügbarkeit von Eisen, Zink und Calcium achten. Außerdem könne für Veganer die Supplementierung von Vitamin B12 erforderlich sein.[96]

Vegane Lebensmittel[Bearbeiten]

Definition und Abgrenzung[Bearbeiten]

Eine strenge Unterscheidung nicht-veganer Produkte von rein veganen ist aufgrund der vielfältigen Verwendung von Stoffen tierischer Herkunft schwierig. So dient Gelatine unter anderem zur Filtration von Weinen und Fruchtsäften, und ist des Weiteren in Medikamenten und Farbfilmen zu finden, Bäckereien verwenden tierische Fette etc. Daher bieten viele Vereinigungen Datenbanken und Listen von nichtveganen Inhaltsstoffen.

Das Europäische Parlament definiert in einem Entwurf: „Der Begriff ‚vegan‘ ist nicht auf Lebensmittel anzuwenden, bei denen es sich um Tiere oder tierische Erzeugnisse handelt oder die aus oder mithilfe von Tieren oder tierischen Erzeugnissen (einschließlich Erzeugnissen von lebenden Tieren) hergestellt wurden.“[97] (Entwurf für eine Abänderung der „Informationen der Verbraucher über Lebensmittel“, 16. Juni 2010)

Alternative Lebensmittel[Bearbeiten]

Für Gerichte, deren Rezeptur die Verwendung tierischer Bestandteile vorsieht, werden nach veganen Grundsätzen eine Reihe von Alternativen genutzt:[98]

Nach einer Marktanalyse im Auftrag von Plusminus stieg der Umsatz von rund 50 ausgewählten veganen Lebensmitteln zwischen 2012 und 2014 um fast 40 Prozent auf über 22 Millionen Euro. Darunter waren auch viele Fleischersatzprodukte wie „vegane Schnitzel“ und „vegane Entenbrust“.[100] 2014 testete die Verbraucherzentrale Hamburg 20 für Veganer ausgelobte Lebensmittel. Es handelte sich um vorgefertigte Lebensmittel, überwiegend als Ersatz für entsprechende Produkte tierischer Herkunft konzipiert. Im Vergleich wiesen die untersuchten Tierproduktalternativen auf pflanzlicher Basis bezüglich des Fett- und Speisesalzgehaltes zwar meist bessere Werte auf als die tierischen Pendants, aber zehn Produkte enthielten aus Sicht der Verbraucherzentrale immer noch einen zu hohen Anteil an Fetten, Salz und / oder gesättigten Fettsäuren. Außerdem wurden für viele der getesteten Fleisch-, Wurst- und Käsealternativen Aromen und Zusatzstoffe verwendet. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale wären die Herstellung oder ein „annehmbarer Geschmack“ in den meisten Fällen ohne einen größeren Einsatz von Zusatzstoffen nicht möglich.[101]

Veganismus und Jugendkultur[Bearbeiten]

Als Teil von Jugendkultur tritt Veganismus unter anderem im Rahmen der Straight-Edge-Szene in Erscheinung. Der gemeinsame Besuch von spezifischen Musikkonzerten sowie das gemeinsame Kochen spielen dabei eine Rolle.[102] Insbesondere der Hardcore-Szene wird ein verhältnismäßig hoher Veganeranteil zugeschrieben.[103]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wilfried Breyvogel (Hrsg.): Eine Einführung in Jugendkulturen. Veganismus und Tattoos. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-8100-3540-8.
  •  Angela Grube: Vegane Lebensstile. Diskutiert im Rahmen einer qualitativen/quantitativen Studie. ibidem, Stuttgart 2009, ISBN 3-89821-538-5.
  •  Angela Grube: Vegane Biografien. Narrative Interviews und biografische Berichte von Veganern. ibidem, Stuttgart 2010, ISBN 3-89821-988-7.
  •  Bernd-Udo Rinas: Veganismus. Ein postmoderner Anarchismus bei Jugendlichen?. Archiv der Jugendkulturen, Berlin 2012, ISBN 978-3-940213-71-6.
  •  Beate Schmitt: Ohne Milch und ohne Ei – Allergien und Laktose-Intoleranz. Rezepte und Praxistipps für den Familienalltag. 5. Auflage. Pala, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-89566-179-2.
  •  Thomas Schwarz: Veganer. In: Ronald Hitzler, Arne Niederbacher (Hrsg.): Leben in Szenen – Formen juveniler Vergemeinschaftung heute. 3., vollständig überarbeitete Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-15743-6.
  • Annika Waldmann, Jochen W. Koschizke, Claus Leitzmann, Andreas Hahn: German vegan study: Diet, life-style factors, and cardiovascular risk profile. In: Annals of nutrition & metabolism, Nov.-Dez. 2005, Band 49, Heft 6, S. 366–372.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: vegane Speisen – Sammlung von Bildern
 Commons: Veganismus – Sammlung von Bildern
 Wiktionary: Veganismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Eine Tierbefreiungsbewegung gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches praktisch nicht. Die Forderung nach der Befreiung der Tiere ist nach Singer als Metapher zu verstehen. Er fordert eine strikte Gewaltfreiheit (Vgl. Vorwort der 1990er-Ausgabe und P. Singer: Democracy and Disobiedence, 1974, Oxford University Press)
  2. Gleichheit versteht Singer nicht als deskriptive Gleichheit von Zuständen, sondern als präskriptive Norm zur gegenseitigen Behandlung. Formuliert ist es bei ihm als eine ethische „Pflicht der vergleichbaren Berücksichtigung vergleichbarer Interessen“.
  3. Zentral in Regans Philosophie ist das Subjekt eines Lebens-Kriterium (7.5), nach dem allen Tieren mit Präferenzen, Wünschen, Wahrnehmung, Gedächtnis, Gefühlswelt von mindestens Schmerz und Freude, der Fähigkeit aufgrund von Präferenzen Handlungen zu setzen, einer Psychophysikalische Identität (Kap 2), und ein Wohlbefinden (Kap. 3) unabhängig von außenstehenden Interessen eine Subjekteigenschaft zustehe. Nach Regan qualifiziere diese Subjekteigenschaft für ein wenngleich relatives, subjektives Recht (d. h. eine legitime Forderung im Sinne von John Stuart Mill). Aufgrund der als diskret vorausgesetzten Subjekteigenschaft könne dieses Recht kategorisch und für alle Subjekte gleichermaßen gültig zugesprochen werden. Wenngleich Regan unter gewissen Umständen eine Abwägung dieser Rechte zulässt, sei Fleischkonsum (9.1) und andere Verwertung tierischen Lebens (9.5) moralisch im Allgemeinen nicht zu rechtfertigen.
  4. Ausgehend und einer Charakterisierung von Bewusstsein durch hinreichende Kriterien folgend formuliert er ein deontologisches Argument, das durch die angeblich implizit gegebenen Interessen qua Bewusstsein arbeitet. Unabhängig von einer Interessengewichtung müssen seiner Ansicht nach gewisse Grundvoraussetzungen (mindestens Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit im Sinne Art. 3 AEMR) für die Erfüllung von (sekundären) Interessen gegeben sein. Indem man diese Voraussetzungen für jemanden fordere, müsse man sie qua eines Universalitätsprinzips für jeden, der dieselben Voraussetzungen erfüllt, mitfordern, und die formulierten „Grundrechte“ würden zu kategorischen Prinzipien.
  5. Der Vorwurf gegen Descartes besteht im Wesentlichen aus einer Mechanizismuskritik sowie seiner (seiner Zeit geschuldeten) Unkenntnis über nicht-menschliche Geisteszustände:

    „Der Hauptsitz der Seele liegt in einer kleinen Drüse mitten im Gehirn, von wo aus sie durch Vermittlung der (Lebens-)Geister, der Nerven und sogar des Blutes auf den übrigen Körper ausstrahlt … und die ganze Tätigkeit der Seele besteht darin, dass sie – einzig, weil sie etwas will – bewirkt, dass die kleine Drüse, mit der sie direkt verbunden ist, sich in der erforderlichen Weise bewegt, um die Wirkung zu erzeugen, die diesem Wollen entspricht.“

    (Argumentation aus T. Regan The Case for Animal Rights 1983 University of California Press)
    Kant selbst hat sich wenig explizit mit einer Mensch-Tier Beziehung beschäftigt. Moderne Kantianer verteidigen einen moderaten Speziesismus mit Versionen des Kategorischen Imperativs die der Reich der Zwecke- oder Autonomie-formel entsprechen würden. Julian Franklin etwa kritisiert diesen Ansatz, indem er anmerkt, diese Formulierungen bezögen sich auf die Quelle der Moral. Zwischen denjenigen Individuen, die von moralischen Urteilen betroffen sind und denjenigen, die sie erstellen, müsse man unterscheiden.
    (Vgl. J. C. Wolf: Argument pro und contra Tierrechte in Information Philosophie August 3/2008. Bezieht sich auf J. H. Franklin: Animal Rights in Moral Philosophy S. 176 Columbia University Press (2005)).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Veganismus In: Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 6. Auflage; Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2007.
  2. statista.com: Wie würden Sie auf Basis Ihrer typischen Ernährungsgewohnheiten Ihre Ernährungsweise am ehesten einstufen?
  3. Gary Francione in Gary Francione, Robert Garner: The Animal Rights Debate. Abolition Or Regulation? Columbia University Press, 2010, S. 62: “Although veganism may represent a matter of diet or lifestyle for some, ethical veganism is a profound moral and political commitment to abolition on the individual level and extends not only to matters of food but also to the wearing or using of animal products. Ethical veganism is the personal rejection of the commodity status of nonhuman animals, of the notion that animals have only external value, and of the notion that animals have less moral value than do humans.” Vorschau bei Google Books
  4. Margaret Puskar-Pasewicz, Cultural Encyclopedia of Vegetarianism. ABC-Clio, 2010, S. 242: “Vegans are divided into two subcategories: lifestyle vegans and dietary vegans. Lifestyle vegans eschew all animal products in their diet and life [...] Dietary vegans exclude animal products only from their diet.” Vorschau bei Google Books
  5. Vegetarian Times, Januar 1989, über Veganism: “Webster’s dictionary provides a most dry and limiting definition of the word vegan: ‘one that consumes no animal food or dairy products.’ This description explains dietary veganism, but so-called ethical vegans—and they are the majority—carry the philosophy further.” Vorschau bei Google Books
  6. a b Joanne Stepaniak, Virginia Messina: What's in a name? In: The Vegan Sourcebook, 2. Auflage, S. 2–3; McGraw-Hill Professional, 2000. ISBN 0-7373-0506-1 Volltext
  7. vegan In: Merriam-Webster Collegiate Dictionary, Merriam-Webster Incorporated 2005. Online
  8. Duden. Bd. 1. Die deutsche Rechtschreibung. 24. Aufl. 2006. S. 1064. Stichwörter: vegan, Veganer, Veganerin.
  9. Veganer In: WAHRIG.digital – Deutsches Wörterbuch, Wissen Media Verlag GmbH, Gütersloh/München 2002-2005.
  10. Veganer, Veganerin In: Duden – Deutsches Universalwörterbuch, Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2007.
  11. Nationale Verzehrsstudie II. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 2008, S. 98, abgerufen am 25. Juni 2014 (PDF; 2MB, Abbildung 7.31).
  12. Anzahl der Vegetarier in Deutschland. Vegetarierbund Deutschland, abgerufen am 25. Juni 2014.
  13. Fleischkonsum in Deutschland: Zahl der Vegetarier verdoppelt sich / genereller Trend zu weniger Fleisch. Universität Hohenheim, 22. Juli 2013, abgerufen am 25. Juni 2014.
  14. The Realeat Survey, 1984–1995. Conducted by Social Surveys (Gallup Poll)
  15. Memorandum of Association of the Vegan Society (PDF; 89 kB), Memorandum der Vegan Society, 20. November 1979
  16. Joachim Joe Scholz: Haben wir die Jugend, so haben wir die Zukunft. Die Obstbausiedlung Eden/Oranienburg als alternatives Gesellschafts- und Erziehungsmodell (1893–1926). (Bildungs- und kulturgeschichtliche Beiträge für Berlin und Brandenburg, Band 3). Berlin: Weidler, 2002, ISBN 3-89693-217-9
  17. Bernd Wedemeyer: Der neue Mensch: Körperkultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik – Kolwe Verlag Königshausen & Neumann, 2004 ISBN 3-8260-2772-8, e.g. S. 280
  18. H. Kean: Animal rights: Political and social change in Britain since 1800. Reaktion Books, 1998.
  19. Jason Hribal: „Animals are part of the working class“: a challenge to labor history. In: Labor History. 44, Nr. 4, 2003, S. 435. doi:10.1080/0023656032000170069. Abgerufen am 19. März 2010.
  20. Singer, Animal Liberation (Harper Collins Publishers 2002): S. 5–9 (Englisch), deutsch: Die Befreiung der Tiere, Hirthammer, München 1976.
  21. Günther Stolzenberg: Weltwunder Vegetarismus, München 1980, S. 164f.
    John Lawrence Hill: The Case for Vegetarianism, Lanham 1996, S. 52–67.
  22. Paul Amato/Sonia Partridge: The New Vegetarians, New York 1989, S. 31 ff. werten eine internationale Umfrage in englischsprachigen Ländern aus, bei der zwei Drittel der 320 befragten Vegetarier Begründungen dieser Art angaben. Solche Gründe werden auch in der einschlägigen populären Literatur häufig genannt und diskutiert, z. B. Helmut Kaplan: Warum Vegetarier?, Frankfurt 1989, S. 31 ff., 61 ff.
    Axel Meyer: Warum kein Fleisch? München 1990, S. 79 ff.
    vgl. auch Leitzmann (1996) S. 16–21; Vegetarisch leben, hrsg. Evangelische Akademie Baden, Karlsruhe 1999, S. 12 f., 23–25.
  23. Tom Regan: The Case for Animal Rights, University of California Press 1983.
  24. Kritik am Pathozentrismus (Version vom 13. August 2007 im Internet Archive), Martin Balluch 2007. Vgl. auch Martha C. Nussbaum, Belknap Harvard (2006): Frontiers of Justice – Disability, Nationality, Species Membership. Darin argumentiert sie, man könne politisch nicht verantworten, die Entscheidung darüber, was als gute oder schlechte Konsequenz einer Handlung zu gelten hat, gesellschaftlichen Institutionen der Gerechtigkeit zu überlassen.
  25. Balluch Kontinuität von Bewusstsein. Guthmann-Peterson 2003.
  26. Scarborough, Peter et al. 2014. “Dietary Greenhouse Gas Emissions of Meat-Eaters, Fish-Eaters, Vegetarians and Vegans in the UK.” Climatic Change: 1–14.
  27. UNEP (2010): Assessing the environmental impacts of consumption and production: Priority Products and Materials, A Report of the Working Group on the Environmental Impacts of Products and Materials to the International Panel for Sustainable Resource Management. Hertwich, E., van der Voet, E., Suh, S., Tukker, A., Huijbregts M., Kazmierczyk, P., Lenzen, M., McNeely, J., Moriguchi, Y.; S. 66, 75, 79, 82. ISBN 978-92-807-3084-5.
  28. FAO-Studie „Livestock's long shadow“ 2006. Kapitel 7, S. 271. [1]
  29. UNFCCC (2007). Investment and financial flows to address climate change. S. 81. [2] (PDF; 2,0 MB)
  30. a b Warum Vegan? PETA.de
  31. a b Why go vegan? The Vegan Society.
  32. Edward O. Wilson: The Future of Life. Abacus, 2003, ISBN 978-0-349-11579-5
  33. Christopher L. Delgado: Rising Consumption of Meat and Milk in Developing Countries Has Created a New Food Revolution. In: Journal of Nutritional Sciences. 133, November 2003, S. 3907S-3910S
  34. Robert A. Kanaly, Darryl Macer, Lea Ivy O. Manzanero & Sivanandam Panneerselvam: Energy Flow, Environment and Ethical Implications for Meat Production (PDF; 527 kB). Bangkok 2009 (Arbeitspapier der Arbeitsgruppe Ethics of Energy Technologies in Asia and Pacific (EETAP) der UNESCO).
  35. http://www.tier-im-fokus.ch/mensch_und_tier/donald_watson_vegane_bewegung/
  36. http://www.kthf.uni-augsburg.de/prof_doz/dfg-projekt/scheule/Leseraum/FrRempel.pdf
  37. a b Laktoseintoleranz: Milch-Verträglichkeit bei Erwachsenen entstand in Zentraleuropa In: Deutsches Ärzteblatt vom 28. August 2009 (Webseite).
  38. DGE: Lactosefreie Ernährung. In: DGE-Info vom 1. Oktober 2004 (Volltext).
  39. Tendenziell neigen Deontologen stärker zu dieser Position als Utilitaristen. Trotzdem weist Singer das Argument der „Natürlichkeit des Fleischessens“ in Animal Liberation zurück. Regan bezieht sich in The Case for Animal Rights in dieser Frage auf ihn. Gary L. Francione kritisiert in Rain without Thunder einige Organisationen des Vegetarismus/Veganismus dafür, das „Natürlichkeitsargument“ zu Gunsten des Veganismus umdeuten zu wollen, anstelle es als biologistisch zurückzuweisen.
  40. Steven Wise: Ratteling the Cage – Towards legal rights for animals (2000) Perseus Books.
    In der Publikation prägt Wise für hierarchisch-biologische Argumentationsmuster den Begriff der Aristotelischen Axiomatik
  41. Andre Gamerschlag: Intersektionelle Human-Animal Studies – Ein historischer Abriss des Unity-of-Oppression-Gedankens und ein Plädoyer für die intersektionelle Erforschung der Mensch-Tier-Verhältnisse, in: Chimaira – Arbeitskreis für Human-Animal Studies (Hg.): Human-Animal Studies. Über die gesellschaftliche Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen. Bielefeld: transcript Verlag, 2011. S.151-189.
  42. Biovegane Ernährung auf www.lebensmittellexikon.de
  43. Fruganismus, Fruitarismus auf www.lebensmittellexikon.de
  44. Vegane Rohkost auf www.lebensmittellexikon.de
  45. Rohkosternährung auf www.lebensmittellexikon.de
  46. Video auf petatv.com
  47. a b c d e f g h i j k l Davey et al.: EPIC–Oxford: lifestyle characteristics and nutrient intakes in a cohort of 33 883 meat-eaters and 31 546 non meat-eaters in the UK. May 2003, doi:10.1079/PHN2002430 PMID 12740075. (n=25.765)
  48. Appleby et. al.: The Oxford Vegetarian Study: an overview. Sep 1999, PMID 10479226
  49. Waldmann et. al.: German vegan study: diet, life-style factors, and cardiovascular risk profile. Nov-Dec 2005, PMID 16219987
  50. Claus Leitzmann und Markus Keller: Vegetarische Ernährung – Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2010, 2. Auflage, ISBN 978-3-8252-1868-3, S. 208
  51. Weaver CM, Plawecki KL: Dietary calcium: adequacy of a vegetarian diet. In: Am J Clin Nutr. 1994 May;59(5 Suppl):1238S-1241S. PMID 8172128 Volltext (PDF; 1,1 MB)
  52. a b c d e f W. J. Craig, A. R. Mangels; American Dietetic Association: Position of the American Dietetic Association: vegetarian diets. In: J Am Diet Assoc., Volume 109, Nummer 7, S. 1266-1282 (Juli 2009). PMID 19562864 Volltext (PDF; 644 kB)
  53. a b c d e f g h i j k Larsson et al.: Dietary intake and nutritional status of young vegans and omnivores in Sweden. July 2002, PMID 12081822.
  54. Weaver CM, Proulx WR, Heaney R.: Choices for achieving adequate dietary calcium with a vegetarian diet. In: Am J Clin Nutr. 1999 Sep;70(3 Suppl):543S-548S. PMID 10479229 Volltext
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  58. Claus Leitzmann und Markus Keller: Vegetarische Ernährung – Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2010, 2. Auflage, ISBN 978-3-8252-1868-3, S. 191
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  62. Claus Leitzmann und Markus Keller: Vegetarische Ernährung – Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2010, 2. Auflage, ISBN 978-3-8252-1868-3, S. 203
  63. Draper et al.: The energy and nutrient intakes of different types of vegetarian: a case for supplements? Jan 1993, PMID 8457537.
  64. Haldar et. al.: Influence of habitual diet on antioxidant status: a study in a population of vegetarians and omnivores. Aug 2007, PMID 17299498
  65. a b Waldmann et. al.: Dietary intakes and blood concentrations of antioxidant vitamins in German vegans. Jan 2005, PMID 15830918
  66. Claus Leitzmann und Markus Keller: Vegetarische Ernährung – Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2010, 2. Auflage, ISBN 978-3-8252-1868-3, S. 211
  67. Peeters et. al.: Variations in plasma phytoestrogen concentrations in European adults. May 2007, PMID 17449595
  68. Claus Leitzmann und Markus Keller: Vegetarische Ernährung – Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2010, 2. Auflage, ISBN 978-3-8252-1868-3, S. 160
  69. Dewell et. al.: A very-low-fat vegan diet increases intake of protective dietary factors and decreases intake of pathogenic dietary factors. Feb 2008, PMID 18237581
  70. a b Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.: Vegane Ernährung: Nährstoffversorgung und Gesundheitsrisiken im Säuglings- und Kindesalter. In: DGEinfo 04/2011 – Forschung, Klinik, Praxis, 11. Mai 2011.
  71. a b Ibrahim Elmadfa, Ingrid Singer: Vitamin B12 and homocysteine status among vegetarians: a global perspective. In: American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 89, Nr. 5, 2009, S. 1693S-1698S. PMID 19357223, PDF-Volltext.
  72. Über die therapeutische Bedeutung der verschiedenen Formen des Vitamin B12, Zeitschrift Journal of Molecular Medicine, Verlag Springer Berlin / Heidelberg, ISSN 0946-2716 (Print) 1432-1440, Heft 31, Nummer 43-44 / November 1953
  73. a b c Duo Li: Chemistry behind Vegetarianism In: J. Agric. Food Chem. 2011, 59, 777–784. PMID 21204526, doi:10.1021/jf103846u, PDF-Volltext.
  74. Koletzko, Feldl: Ausgewogene Substratversorgung durch Fleischverzehr In: Deutsches Ärzteblatt 1998; 95: A-606-611; Heft 11. Volltext
  75. T. Kühne, R. Bubl, R. Baumgartner: Maternal vegan diet causing a serious infantile neurological disorder due to vitamin B12 deficiency. In: European Journal of Pediatrics, Band 150, Nr. 3, 1991, S. 205–208.
  76. T. Lücke et al.: Mütterlicher Vitamin-B12-Mangel: Ursache neurologischer Symptomatik im Säuglingsalter. In: Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie, Band 211, Nr. 04, 2007, S. 157–161.
  77. F. Karakaya et al.: Nutritiv bedingter konnataler Vitamin B12-Mangel als Ursache von Krampfanfällen und Myoklonien im Neugeborenenalter. In: Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie, Band 210, Nr. S 1, 2006, S. P13.
  78. a b M. F. Holick: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. In: Am J Clin Nutr. Band 61 (3 Suppl), 1995, S. 638S–645S.
  79. Vegane Ernährung: Nährstoffversorgung und Gesundheitsrisiken im Säuglings- und Kindesalter Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
  80. Nutrient Adequacy of a Very Low-Fat Vegan Diet Journal of the American Dietetic Association, Vol. 105, September 2005, S. 1442–1446
  81. a b c http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1193
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  84. Newby et al.: Risk of overweight and obesity among semivegetarian, lactovegetarian, and vegan women. In: Am J Clin Nutr. 2005 Jun;81(6):1267-74.
  85. Spencer et al.: Diet and body mass index in 38000 EPIC-Oxford meat-eaters, fish-eaters, vegetarians and vegans. Jun 2003, PMID 12833118
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  92. http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=3&page=4
  93. Walter P., Baerlocher K., Camenzind-Frey E., Pichler R., Reinli K., Schutz Y., Wenk C. (eds.) Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung. (PDF) Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission. Bern, Bundesamt für Gesundheit, 2007. S. 55
  94. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.: Ist vegetarische Ernährung für Kinder geeignet? In: DGE-aktuell 14/98, 21. Juli 1998. Im Webarchiv (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive) (Abgerufen am: 14. März 2010)
  95. Walter Willems: Für vegane Ernährung gutes Ernährungswissen und Lebensmittelspektrum wichtig, Frankfurter Rundschau, 15. Dezember 2006
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  97. Begriff „vegan“ gesetzlich geschützt (Version im Webarchiv WebCite) In: europarl.europa.eu, Angenommene Texte, 16. Juni 2010, Informationen der Verbraucher über Lebensmittel, Abänderung § 175, Vorschlag für eine Verordnung, Artikel 35 – Absatz 6 a (neu), abgerufen am 27. Juni 2010
  98. Tierische Inhaltsstoffe und ihre Alternativen, Peta – Deutschland e. V.
  99. http://www.biokontakte.com/artikel/essen-trinken/loewenzahnhonig-selber-machen-loewenzahnhonig-rezept
  100. Boom-Geschäft "vegane" Produkte In: Plusminus, 30. April 2014.
  101. VZ Hamburg: Veröffentlichung Testbericht Verbraucherzentrale Hamburg, 8. April 2014. Produktbewertungen im Detail.
  102. Breyvogel, a. a. O. S. 131
  103. Calmbach, Marc, 2007: More than Music. Einblicke in die Jugendkultur Hardcore, Bielefeld, transcript. S. 243 f.
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