Veganismus

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Veganismus ist eine vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise, welche die Nutztierhaltung und den Konsum tierischer Produkte ablehnt. Der Veganismus beinhaltet eine weitreichende vegetarische Ernährungsweise, die sogenannte vegane Ernährung. Hierbei wird der Konsum von Fleisch, Milch, Eiern jeder Art, Gelatine und anderen tierischen Lebensmitteln wie Honig vermieden. Veganer achten auch bei Kleidung (Vermeidung von Leder und Wolle) und anderen Gegenständen des Alltags auf Tierproduktefreiheit, sowie Tierversuchsfreiheit (Waschmittel, Putzmittel, Kleinbildfilme, Kleber, Farben).

Laut der Internetseite veganwelt.de[1] gibt es in Deutschland zwischen 250.000 und 460.500 Veganer (etwa 0,3 %–0,5 % der Gesamtbevölkerung), in den USA etwa 0,9 %. Nach der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 leben in Deutschland 0,1 % der Frauen und 0,05 % der Männer vegan.[2] Nach einer Umfrage lebten 1995 etwa 170.000 Menschen Großbritannien und Nordirland vegan[3], nach jüngsten Aussagen der Vegan Society mehr als 200.000 (2005).

Inhaltsverzeichnis

Begriff

Logo der Vegan Society

Das Wort vegan geht auf den Engländer Donald Watson zurück, der 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society (Vegetarier-Gesellschaft) gründete. Ihn und eine Gruppe von Mitstreitern störte, dass der Begriff vegetarisch zunehmend als Abkürzung für ovo-lacto-vegetarische Ernährung gebräuchlich war. So erfand er aus dem Anfang und Ende von „vegetarian“ (englisch Vegetarier) ein neues Wort. Vor der Einführung des Begriffes Veganismus wurde dieser auch als Konsequenter oder Radikaler Vegetarismus bezeichnet.

Das Adjektiv zu Veganismus lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt nur den Begriff vegan.

Beweggründe

Tierrechtsaktivist in einer Fußgängerzone hinter einem Stand mit der Aufschrift: „Fleisch ist Mord. Werde Veggie!“

Laut Memorandum der Vegan Society versucht der Veganismus, „soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll“.[4]

Die meisten ethisch motivierten Veganer begründen ihre Lebensweise mit einer der verschiedenen Theorien der Tierrechte. Andere Veganer argumentieren mit ökologischen Motiven. Eine weitere Motivation ist die vermeintlich gesündere Ernährungsweise. In westlichen Ländern spielt eine spirituelle Motivation lediglich eine untergeordnete Rolle. Soziologisch untersucht sind die Motive nur in Ansätzen.[5]

Historisch ging der Veganismus aus dem Vegetarismus hervor. Im deutschsprachigen Raum waren entsprechende gesellschaftliche Strukturen in der Gründerzeit innerhalb der Landreformbewegung und im Zusammenhang mit biozentrischen Ideen zu finden.[6] Speziell in Deutschland war der frühe Vegetarismus damals mit der Freikörperkultur und sehr unterschiedlichen politischen Ansätzen verbunden.[7] Im anglophonen Raum hingegen waren pathozentrischutilitaristische Ansätze führend und entsprechende Strukturen unter elitären Strömungen der Linken wie in den Frauenbewegungen und Sufragetten verwurzelt.[8] Als relevante politische Kraft waren beide allenfalls sehr regional beschränkt.

Die Philosophien dieser frühen Ansätze unterscheiden sich von den modernen insofern, als dass zum einen die Forschung um die Geisteszustände nichtmenschlicher Tiere durch neue medizinische bildgebende Verfahren einige Erkenntnisse gewonnen hat,[9] andererseits das theoretische Umfeld der Tierrechte, die damals kaum explizit gefordert wurden,[A 1] einen erheblichen Wandel erfahren hat. Eine genaue Trennlinie zwischen der vegetarischen und der veganen Bewegung lässt sich weder in der chronologischen Entwicklung, noch in den heutigen Strukturen ziehen. Einige lehnen deshalb eine solche Trennung auch ab.

Ethik und Tierrechte

Peter Singer bei einer Vorlesung im März 2009

Klassischerweise wird in Peter Singers Buch Animal Liberation[A 2] von 1975 eine Zäsur gesehen, in dem die Diskussion um den Veganismus eine neue Qualität gewonnen hat. Darin argumentiert er, es gebe keine moralische Rechtfertigung, das Leid eines Wesens, gleich welcher Natur es sei, nicht in Betracht zu ziehen. Spezielle „nichtmenschliche Tiere“ von diesem Gleichheitsprinzip[A 3] auszuschließen sei so willkürlich, wie Menschen anderer Hautfarbe, Kultur, Religion oder Geschlecht auszunehmen.[10]

Mittlerweile sind diverse weitere Argumente erschienen, die mitunter einen von Singer grundverschiedenen Ansatz wählen. Wenngleich alle Veröffentlichungen in hohem Maße unter Philosophen kontrovers sind, sind doch tierethische Überlegung heute ein fester Bestandteil der philosophischen Debatte.

Gemein ist den meisten Argumenten ein naturalistisches Moment, das aus gewissen für einen Rechtsbegriff angeblich relevanten homologen, d.h. evolutionär kontinuierlichen, Eigenschaften eine Widerspiegelung im Moral- beziehungsweise Rechtsverständnis fordert. Oft konstituieren Tierrechtsargumente so auch gleichzeitig eine moralphilosophische Herleitung für Menschenrechte. Aufgrund der angeblich naturwissenschaftlichen Unschärfe des Artbegriffs auf der Subjektebene, könne allein aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art niemandem ein subjektives Recht zugeschrieben oder aberkannt werden. Dieser angebliche Fehlschluss wird als speziesistisch bezeichnet.

Einige Veganer verweisen auf die geistigen Fähigkeiten mancher Arten, die mit nicht unerheblicher Intelligenz und Leidensfähigkeit ausgestattet sind und ein komplexes Sozialverhalten zeigen.[11] Ein pathozentrischer Ansatz wird hauptsächlich von Tierschützern vertreten. Je nach Gewichtung der Relevanz einzelner herangezogener Präferenzen von Individuen kann so ein hinreichendes Argument für eine vegetarische Ernährung oder vegane Lebensweise folgen. Ein weiteres ethisches Motiv bildet das Bestreben, vermeidbares Leid, das mit der extensiven Tierhaltung verbunden ist, durch Verzicht auf deren Produkte zu vermeiden.[12] Der Philosoph Tom Regan schreibt gewissen Tieren wegen einer inneren Perspektive einen inhärenten Wert als Subjekte eines Lebens zu.[A 4][13] Martin Balluch argumentiert für eine naturwissenschaftliche Kontinuität von Bewusstsein. Ausgehend von einer Kritik am Ansatz Singers[14] fordert er gewisse Grundrechte, deren zugrunde liegenden Interessen Voraussetzung für alle weitergehenden Interessen seien.[A 5][15]

Eine Herrschaftskritik fordert eine weitgehende Abschaffung von Herrschaftsverhältnissen, also der Ausübung von Macht. Von dieser allgemeinen Position ausgehend wird die Forderung nach Veganismus am Spezialfall der menschlichen Herrschaft über nicht-menschliche Tiere formuliert.[16]

Die absehbare Zunahme an Tierproduktanteilen auf den Tellern in Entwicklungs- und Schwellenländern stellt neue Herausforderungen an die internationale Landwirtschaft.
Quelle der Grafik: FAO.

Ökologische Aspekte

Als problematisch werden die mit der Massentierhaltung verbundenen Umweltprobleme gesehen. Menschen, die eine sogenannte vegane Diät betreiben, um den Verbrauch finanzieller Mittel oder ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, weiten die Idee des ökologischen Vegetarismus auf alle Tierprodukte aus. Die fundamentalen Beweggründe zielen darauf ab, dass jedes zusätzliche Trophieniveau in einer Nahrungskette nur einen Bruchteil der verbrauchten Energie weitergibt. Daher würde eine Diät, die aus pflanzlichen anstatt aus tierischen Produkten bestünde, im Allgemeinen weniger Ressourcen verbrauchen und darüber hinaus indirekt weniger Schäden für die Umwelt verursachen.

Gidon Eshel und Pamela Martin, Wissenschaftler der University of Chicago, errechneten in einer Studie, für die Ernährung ohne tierische Produkte 1.485 Kg weniger CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr als die typische amerikanische Ernährung. Die Autoren meinen, dass sie einige umweltschädliche Faktoren der Viehwirtschaft nicht eingerechnet hätten, die mindestens ebenso hoch wären wie die Umweltprobleme durch den höheren Bedarf nach Pflanzen bei einer veganen Ernährung.[17] Das entspricht etwa dem pro-Kopf-Ausstoß durch Autoverkehr in Deutschland (etwa 1,3 t/Jahr CO2 2004).

Eine im Auftrag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) durchgeführte Studie schreibt der Viehwirtschaft mehr Treibhausgas-Ausstoß zu, als dem gesamten Transport- und Verkehrsbereich. Die Studie bezieht den Regenwaldverlust und die freigesetzten Treibhausgase bei der Verdauung und aus der Gülle mit ein, und beziffert den weltweiten Anteil am vom Menschen verursachten Ausstoß mit 18 %. Die Autoren zitieren darüber hinaus aus eine US-Studie, nach der eine stärker vegetarisch orientierte Ernährung bei gleich hohem Proteinanteil im Mississippi-Becken zu einer Halbierung des Land- und Düngemittelbedarfs führen könne.[18] Dem Worldwatch Institute zufolge liegen den Berechnungen der FAO falsche Voraussetzungen, wie die Nichtberücksichtigung der Emissionen durch die Atmung der Tiere, zugrunde. Die Treibhausgasemissionen seien daher höher als in der FAO-Studie zu beziffern und betrügen mindestens 32,564 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, was 51 Prozent der Gesamtemissionen entspräche. Eine effektive Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels müsse daher laut Worldwatch Institute den Ersatz tierischer Lebensmittel durch pflanzliche Alternativen mit einbeziehen. [19] Eine Studie der Netherlands Environmental Assessment Agency beziffert die hypothetischen volkswirtschaftlichen Kosten, die durch Veganismus bei der Bekämpfung der Folgen der globalen Erwärmung bis 2050 eingespart werden könnten, auf 20 Billionen US-Dollar.[20]

Die "Herstellung" sowie der Verbrauch von Fleisch und anderen Tierprodukten sind ebenso mit der Abholzung von Regenwäldern, Abbau von Ressourcen, der Luft- und Wasserverschmutzung, vermehrter Flächen- und Wasserverbrauch, Artensterben und anderen ernsthaften Umweltproblemen verbunden.[21]

Der Sachverhalt gewinnt insbesondere global zusehends an Relevanz und Brisanz, da sich zur Zeit die Konsumgewohnheiten vieler Menschen speziell in Entwicklungs- und Schwellenländern berechenbar zu einer Diät mit mehr Tierproduktanteilen hin ändern.[22] Die Folgen dieser Entwicklung sind vorerst noch unklar.

Kulturelle Kritik

Historische Ilustration der Großen Kette des Seins (1579) durch Didacus Valades in der Rhetorica Christiana. Die Ilustration stellt die Welt in mehreren gottgegebenen Hierarchieebenen dar, an deren Spitze Gott selbst mit den Menschen und an deren Sockel die Pflanzen und nichtmenschliche Tiere stehen.

Nick Fiddes argumentiert, Fleisch sei über seine Funktion als Nahrungsmittel als ein Symbol von menschlicher Herrschaft zu verstehen und führt dafür kulturhistorische Argumente ins Feld. Eine klassischerweise auf Aristoteles zurückgeführte Metapher der Großen Kette des Seins durchziehe die Geschichte des Fleischessens.[23] Viele vegane Autoren kritisieren dieses Bild einer Mensch-Tierbeziehung als dogmatisch und durch Folgerungen aus der Evolutionstheorie widerlegt.[24] In der europäischen Aufklärung durch Descartes und Kant et alii habe sich ein falsches Bild nicht-menschlicher Tiere weiter gefestigt.[A 6]

„dass die Pflanzen um der Tiere und die Tiere um der Menschen Willen da sind, die Zahmen sowohl zum Gebrauch als auch zur Nahrung und zum sonstigen Lebensbedarf, um Kleidung und Gerätschaften von Ihnen zu gewinnen. Denn wenn die Natur nicht zwecklos und vergebens tut, so ist hiernach notwendig anzunehmen, dass sie selber dies alles der Menschen wegen gemacht hat.“

Aristoteles: Politik (aus Rohwolt 1968)

Spirituelle/Religiöse Ansätze

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Janaismus, Hinduismus, Buddhismus und Adventisten unbelegt, mE ist das mit den janaistischen Mönchen auch ein Gerücht

Es gibt darüber hinaus ebenfalls Veganer, die aus spirituellen Gründen vegan leben. Motive können unter anderem Ansichten über die Seele von Tieren, die Sehnsucht nach einem stärkeren Einklang mit der Natur oder anderer Art sein. Die Gründe sind im wesentlichen deckungsgleich mit den spirituellen Beweggründen der Vegetarier.

Der Jainismus legt teilweise das Prinzip des Ahimsa soweit aus, dass die Mönche immer einen Besen mit sich führen, mit dem sie den Weg vor sich fegen, um nicht versehentlich ein Insekt zu zertreten. Die jainistischen Priester tragen ein Tuch vor Mund und Nase, um nicht versehentlich ein Insekt einzuatmen und dadurch zu töten. Selbst Pflanzen werden vom „Töten“ verschont: In bestimmten Lebensphasen werden nur Früchte verzehrt, die die Pflanzen „freiwillig“ hergeben. Von einem Elternteil wird dieses Verhalten nicht erwartet.

Im Hinduismus ebenso wie im Buddhismus gilt vegetarische Ernährung als ethisch überlegen, und einige Richtungen sind strikt vegan. Die Siebenten-Tags-Adventisten ernähren sich teilweise vegetarisch mit einer Bevorzugung des Veganismus.

Die neue religiöse Bewegung des Christentums Universelles Leben legt ebenfalls vegane Lebensweise aus ethischen und aus gesundheitlichen Gründen nahe. [25].

Kritik an den Beweggründen

Am stärksten umstritten sind Motive, die die eigene Gesundheit betreffen. Sie werden gesondert diskutiert.

Siehe Abschnitt: Gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung

Religiöse Ansätze werden stark kritisiert, was aber ob ihrer geringen Bedeutung nur einen geringen Teil der Veganer betrifft. Die Ansätze dazu sind von atheistischer Seite analog zur üblichen Religionskritik, von religiöser Seite analog zur Kritik an evangelikalen oder neureligiösen Bewegungen und Sekten.

Menschliche Biologie und „natürliche Ernährung“

Weltweite Verteilung der Laktoseintoleranz.

Biologisch gesehen ist der Mensch ein Omnivore (Allesfresser). Viele Veganer sind jedoch der Überzeugung, dass der Mensch biologisch eher einem sehr anpassungsfähigen Frugivoren (Fruchtfresser) als einem Allesfresser gleiche. Sie führen an, dass Körperbau, Zähne sowie Verdauungstrakt mehr denen von Frugivoren glichen. Die Fähigkeit, rohes Fleisch zu reißen, körperfremdes Cholesterin auszuscheiden und größere Mengen Harnsäure zu spalten, ist beim Menschen verglichen mit anderen Omnivoren eingeschränkt. Bis weit in das 20te Jahrhundert hinein war man der Ansicht, dass der Mensch der einzige omnivor lebende Primat sei.[23] Dies ist inzwischen widerlegt. Einige Affenarten fressen auch Fleisch, jedoch selten und in wesentlich geringeren Mengen als Menschen.[23][26]

Einige Veganer vertreten zudem die Ansicht, dass es nicht natürlich sei, die Muttermilch anderer Spezies sowie als Erwachsener überhaupt Milch zu trinken und begründen dies unter anderem damit, dass (je nach Quelle) 66 % bis 80 % der erwachsenen Weltbevölkerung wegen Laktoseintoleranz Tiermilch nicht ohne Beschwerden verdauen können. Die Prävalenz für die Laktoseintoleranz ist allerdings in Regionen mit langer Tradition in der Milchwirtschaft deutlich niedriger; in Deutschland liegt sie bei ca. 15 %.[27]

Demonstration des VGT gegen die Verhaftungen der Tierschutzcausa und den § 278 a (Kriminelle Organisation) in Wien (Juni 2009)

Veganismus, konfrontative Kampagnen und demokratiepolitische Bewertungsversuche

Hauptartikel Tierbefreiungsbewegung

In der politischen Willensbildung treten einige Anhänger des Veganismus mit konfrontativen Kampagnen auf. Man will dabei theoretisch Kulturen, die Achtlosigkeit gegenüber nichtmenschlichen Tieren beinhalten, durch sukzessive Verschiebung in der Gesetzgebung oder wirtschaftlich- gesellschaftlichen Praxis abschaffen. In dem österreichischen Tierschutzgesetz (2005) der deutschen Grundgesetzänderung (2002) und in England im Abwerben mehrer Geldinstitute von Huntingdon Life Sciences sieht man einige Erfolge. Zentrale Organisationen sind PETA (international), SHAC (England und Irland) und der österreichische Verein gegen Tierfabriken. Die Animal Liberation Front (international) wird teilweise als Fremdbezeichnung dazu gezählt, ihr Begriff als „Organisation“ ist aber umstritten.

Grundsätzlich schließen dabei alle Autoren Aktionen aus, die direkte Gefährdung von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren beinhalten. Im deutschsprachigen Raum ist auch kein Fall bekannt, der dieses Prinzip verletzt hätte. In den USA und England gab es Anschläge auf Personen, in Holland einen Mord, jeweils von Einzelpersonen, von denen sich die Verbände distanzierten.

Innerhalb dieses Spannungsfeldes gibt es viele Ansätze, die dem Veganismus Militanz und Radikalität unterstellen. Das FBI und das Department of Homeland Security sieht in der Tierrechtsbewegung eine Gefahr für die innere Sicherheit der Vereinigten Staaten, aufgrund von Eco-Terrorism.[28] Einige Autoren gehen davon aus, dass die Gesetzgebung zur inneren Sicherheit in vielen westlichen Staaten motiviert war, die Handlungsmöglichkeiten des Veganismus einzuschränken.[29]

Die Diskussion, inwiefern an eine als speziesistisch bezeichnete Gesellschaft pragmatische Zugeständnisse gemacht werden sollten, fasst man unter dem Begriff der Abolitionismusdebatte zusammen.

Einige Argumentieren darin, dass Verbesserungen im Tierschutz und Vegetarismus nicht nur wesentlich leichter erreichbar wären als ein Verständnis für die Argumentation von Tierrechtlern, sondern dass das öffentliche Problembewusstsein gemeinsam mit Tierschutzbestimmungen wachse. Andere kritisieren hingegen, dass dadurch die Möglichkeit der Vermittlung eines als gerecht empfundenen Umgangs mit Tieren marginalisiert werde. Leid werde so eher von einer Ausprägung auf Andere verlagert als abgeschafft. Das Paradigma der Fremdbestimmung tierlichen Lebens durch menschliche Interessen bliebe unberührt beziehungsweise würde sogar bestärkt.

Formen des Veganismus

Leitgedanke ist die Verminderung von Leid durch das Vermeiden von tierischen Produkten und Tiernutzung. Innerhalb dieses Rahmens sind eine Vielzahl individueller Lebens- und Ernährungsweisen möglich. Im Gegensatz zum Vegetarismus gibt es im Veganismus keine feststehenden, gebräuchlichen Begriffe (wie z. B. „Ovo-Lacto-Vegetarier“). Es existieren eingebürgerte Begriffe, z. B. „Pudding-Veganer“ für Veganer, die wenig auf ausgewogene Ernährung achten und großteils Fertiggerichte und Süßes bevorzugen.

Bei veganer Ernährung wird oft auf Honig verzichtet. Leder, Daunenjacken und -kissen und ähnliches werden abgelehnt, Wollprodukte als Ursache für den frühen Tod und Leid der Tiere beim Scheren angesehen.[30] Die Welt ohne Jagd und ohne Tierversuche stellt ein Ideal dar. Allgemein werden unter Veganern alle möglichen Verhaltensweisen auf Leidvermeidungsmöglichkeiten geprüft, so sind darüber hinaus Tierhaltung, Reiten, Zoos und Vivarien, insbesondere Delphinarien, Zirkusse und anderes Gegenstand der Kritik.

Veganismus und Jugendkultur

Allgemein sind Veganer in allen Bevölkerungsgruppen und -schichten vertreten. Veganismus tritt als Jugendbewegung unter Anderem im Rahmen der Straight Edge Bewegung in Erscheinung. Der gemeinsame Besuch von spezifischen Musikkonzerten wie das gemeinsame Kochen spielen eine Rolle. Sie gehe mit einem Stolz auf einen durch strikte Regeln gestylten Körper wie auch das Vorzeigen etwa von Tatoos als Lifestyle Declaration einher.[31] Künstler wie Bryan Adams, Goldfinger, Heaven Shall Burn oder Rise Against gelten als relevante Fürsprecher des Veganismus.

Einige spezielle Formen veganer Ernährung

  • Vegane Rohkost beschränkt sich auf die veganen Teile einer Rohkosternährung (während Rohkost allgemein ebenso rohes Fleisch, Eier, Rohmilch usw. enthalten kann).
  • Fruganismus/Fruitarismus[32] unterscheidet sich vom „klassischen“ Veganismus dadurch, dass nur die Früchte von Pflanzen gegessen werden, da deren Verzehr nicht die Zerstörung der Pflanze zur Folge hat. Dazu gehören etwa Obst, Nüsse und Samen. Der Frutarismus kann eher noch als Veganismus zu einer einseitigen Ernährung führen und dann die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.[33]
  • Biovegane Ernährung beschränkt sich auf Lebensmittel, die unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte produziert wurden. Insbesondere schließt das Konzept bioveganer Ernährung die Haltung von Tieren bei der landwirtschaftlichen Produktion der Lebensmittel aus und steht anderen Konzepten ökologischer Landwirtschaft entgegen.
  • Freeganismus (abgeleitet von engl. free für "frei" und vegan) ist die Absicht, den negativen Einfluss des Einzelnen auf die Umwelt, die Tierwelt und das menschliche Leben durch eine weitgehende Verweigerung der Teilnahme an einer kapitalistischen Volkswirtschaft zu verringern. Die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft soll durch Maßnahmen wie beispielsweise dem Containern boykottiert werden.

Vegane Lebensmittel

Commons Commons: Vegetarische Speisen
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hauptartikel: Vegetarische Küche

Eine strenge Unterscheidung nicht-veganer Produkte von rein veganen ist aufgrund der vielfältigen Verwendung von Stoffen tierischer Herkunft schwierig. So dient Gelatine unter anderem zur Filtration von Weinen und Fruchtsäften, und ist in Medikamenten und Farbfilmen zu finden, Bäckereien verwenden tierische Fette etc. Daher bieten viele Vereinigungen Datenbanken und Listen von nichtveganen Inhaltsstoffen und ihren Alternativen.[34] Verwendet werden etwa folgende Ersatzstoffe für ...

Fleisch
Avocado, Austernpilz, Seitan, Tempeh, Texturiertes Soja, Tofu, Yuba
Eier 
Sojamehl (in Gebäck als Bindemittel), Tofu (als „Rührei“), Avocado
Tiermilch
Getreidemilch, Hafermilch, Kokosmilch, Mandelmilch, Reismilch, Sojamilch
Käse
Nährhefe, veganer "Käse" aus Soja, Seidentofu; Seitan
Honig
Zuckerrübensirup, Agavensirup, Löwenzahnhonig, Kunsthonig („Invertzuckercreme“), Ahornsirup, Reismalz; Tempeh
Gelatine
Agar, Fruchtpektin, Johannisbrotkernmehl

Gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung

Vorhandensein und Gültigkeit von Studien

Vegane Kost bietet Vorteile gegenüber ovo-lakto-vegetarischer Ernährung und Mischkost bei Allergien gegen tierisches Eiweiß. Die im Zusammenhang mit Vegetarismus genannten Vorteile gelten im Wesentlichen auch für Veganer.[35]

Vermeidung von Mangelerscheinungen

Aufgrund des Verzichts auf Calciumquellen wie Milch und Käse sollte die fehlende Calziumzufuhr kompensiert werden, um Mangelerscheinungen auszuschließen. Darüber hinaus ist bei Veganern eine mögliche Unterversorgung mit Vitamin B12 besonders zu beachten. Der höhere Folsäuregehalt pflanzlicher Kost kann allerdings hämatologische Symptome des Mangels maskieren und so die Entdeckung verzögern.[36] Die Kinder stillender Mütter, die sich vegan ernähren und deren Muttermilch arm an Vitamin B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel meist bereits im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome. Dazu gehören eine verlangsamte oder rückläufige neurologische Entwicklung bis hin zur Apathie und zum Koma, hochgradige Hirnatrophie und bleibende neurologische Schäden. Ärzte raten schwangeren und stillenden Veganerinnen sowie deren Kindern dringend zu einer Vorbeugung (Supplementierung) mit Zusatzstoffen.[35] Verschiedene Studien, wie auch das Positionspapier der ADA, betonen die Bedeutung der rechtzeitigen Supplementierung.[36] Vitamin B12 wird durch Mikroorganismen hergestellt, die sich unter anderem in der Darmflora von Wiederkäuern finden.[37] Entsprechende Mangelerscheinungen treten in Entwicklungsländern etwas weniger auf, da das Vitamin unter anderem über Pflanzen aufgenommen wird, die Verunreinigungen aus tierischen und menschlichen Fäkalien aufweisen. Letztere enthalten verhältnismäßig hohe Vitamin B12 Gehalte.[38]

Standpunkte nationaler Ernährungsgesellschaften

Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit kommt im Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission aus dem Jahr 2007 zu dem Schluss, dass eine „veganische Ernährungsweise mit einer genügenden Zufuhr aller Nährstoffe (Ausnahme Vitamin B12, welches mit angereicherten Nahrungsmitteln oder Supplementen zugeführt werden sollte) möglich ist“. Es brauche jedoch „entsprechendes Ernährungswissen, um dieses Ziel zu erreichen“, weshalb von einer generellen Empfehlung der veganischen Ernährung für breite Bevölkerungskreise abgesehen werden müsse.[39]

Die DGE empfiehlt die vegane Ernährung in einer Stellungnahme aus dem Jahr 1998 wegen der damit verbundenen Risiken für keine Altersgruppe und rät besonders für Säuglinge, Kinder und Jugendliche dringend davon ab.[40]

Die American Dietetic Association vertritt zunächst den Standpunkt, dass vegetarische Kostformen, vegane eingeschlossen, insgesamt einen gesundheitlichen Nutzen in der Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen hätten. Auch eine „vernünftig geplante“ vegane Kost würde dem Nährstoffbedarf gerecht und sei für jede Lebensphase „einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät“ geeignet. Zum Ausgleich von Nährstoffdefiziten wird angeraten, künstlich angereicherte Lebensmittel und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.[36][41]

Literatur

  • Wilfried Breyvogel: Eine Einführung in Jugendkulturen. Veganismus und Tattoos. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005
  • Kath Clements: Vegan. Über Ethik in der Ernährung & die Notwendigkeit eines Wandels. Echo Verlag, Göttingen 1996, ISBN 3-926914-28-9
  • Angela Grube: Vegane Lebensstile. Diskutiert im Rahmen einer qualitativen/quantitativen Studie. ibidem-Verlag, Stuttgart 2006, 150 Seiten, ISBN 3-89821-538-5
  • Beate Schmitt: Ohne Milch und ohne Ei – Allergien und Laktose-Intoleranz. Rezepte und Praxistipps für den Familienalltag. Pala-Verlag, Darmstadt 2003
  • Arnold Wiegand: Vegan + Sport, Vegane Ernährung und Ausdauersport. Tipps für eine optimale Ernährung und Ausdauersport von einem Ausdauerprofi (Schwimmen bis 26 km, Laufen bis 162 km, Triathlon-Ironman). Verlag: BOD, Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-4129-1

Weblinks

Commons Commons: Veganismus – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Veganismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Wikibooks Wikibooks: Veganes Leben – Lern- und Lehrmaterialien

Fußnoten

Anmerkungen
  1. Eine Ausnahme von diesem allgemeinen Prinzip konstituiert das Werk des Briten Henry Salt (1851–1939) Animal Rights. (1892) Zu Zeiten seiner Veröffentlichung wurde es weitestgehend ignoriert. Es erfuhr erst posthum etwas breitere Beachtung.
  2. Eine Tierbefreiungsbewegung gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches praktisch nicht. Die Forderung nach der Befreiung der Tiere ist nach Singer als Metapher zu verstehen. Er fordert eine strikte Gewaltfreiheit (Vgl. Vorwort der 1990er Ausgabe und P. Singer: Democracy and Disobiedence, 1974, Oxford University Press)
  3. Gleichheit versteht Singer nicht als deskriptive Gleichheit von Zuständen, sondern als präskriptive Norm zur gegenseitigen Behandlung. Formuliert ist es bei ihm als eine ethische „Pflicht der vergleichbaren Berücksichtigung vergleichbarer Interessen“.
  4. Zentral in Regans Philosophie ist das Subjekt eines Lebens-Kriterium (7.5), nach dem allen Tieren mit Präferenzen, Wünschen, Wahrnehmung, Gedächtnis, Gefühlswelt von mindestens Schmerz und Freude, der Fähigkeit aufgrund von Präferenzen Handlungen zu setzen, einer Psychophysikalische Identität (Kap 2), und ein Wohlbefinden (Kap. 3) unabhängig von außenstehenden Interessen eine Subjekteigenschaft zustehe. Nach Regan qualifiziere diese Subjekteigenschaft für ein wenngleich relatives, subjektives Recht. (d. h. eine legitime Forderung im Sinne von John Stuart Mill) Aufgrund der angeblich diskreten Subjekteigenschaft, könne dieses Recht kategorisch und für alle Subjekte gleichermaßen gültig zugesprochen werden. Wenngleich Regan unter gewissen Umständen eine Abwägung dieser Rechte zulässt, sei Fleischkonsum (9.1) und andere Verwertung tierischen Lebens (9.5) moralisch im Allgemeinen nicht zu rechtfertigen.
  5. Ausgehend und einer Charakterisierung von Bewusstsein durch hinreichende Kriterien formuliert er ein deontologisches Argument, das durch die angeblich implizit gegeben Interessen qua Bewusstsein arbeitet. Unabhängig von einer Interessengewichtung müssen seiner Ansicht nach gewisse Grundvoraussetzungen (mindestens Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit im Sinne Art. 3 AEMR) für die Erfüllung von (sekundären) Interessen gegeben sein. Indem man diese Voraussetzungen für jemanden fordere müsse man sie qua eines Universalitätsprinzips für jeden, der dieselben Voraussetzungen erfüllt mitfordern und die formulierten „Grundrechte“ würden zu kategorischen Prinzipien.
  6. Der Vorwurf gegen Descart besteht im wesentlichen aus einer Mechanizismuskritik sowie seiner (seiner Zeit geschuldeten) Unkenntnis über nicht-menschliche Geisteszustände:

    „Der Hauptsitz der Seele liegt in einer kleinen Drüse mitten im Gehirn, von wo aus sie durch Vermittlung der (Lebens-)Geister, der Nerven und sogar des Blutes auf den übrigen Körper ausstrahlt ... und die ganze Tätigkeit der Seele besteht darin, dass sie – einzig, weil sie etwas will – bewirkt, dass die kleine Drüse, mit der sie direkt verbunden ist, sich in der erforderlichen Weise bewegt, um die Wirkung zu erzeugen, die diesem Wollen entspricht.“

    René Descartes: Traktat über die Leidenschaften, Art. 34 u. 41

    (Argumentation aus T. Regan The Case for Animal Rights 1983 University of California Press)

    Kant selbst hat sich wenig explizit mit einer Mensch-Tier Beziehung beschäftigt. Moderne Kantianer verteidigen einen moderaten Speziesismus mit Versionen des Kategorischen Imperativs die der Reich der Zwecke- oder Autonomie-formel entsprechen würden. Julian Franklin etwa kritisiert diesen Ansatz, indem er anmerkt, diese Formulierungen bezögen sich auf die Quelle der Moral. Zwischen denjenigen Individuen, die von moralischen Urteilen betroffen sind und denjenigen, die sie erstellen, müsse man unterscheiden.
    (Vgl. J. C. Wolf: Argument pro und contra Tierrechte in Information Philosophie August 3/2008. Bezieht sich auf J. H. Franklin: Animal Rights in Moral Philosophy S.176 Columbia University Press (2005))
Einzelnachweise
  1. http://www.veganwelt.de/inhalt/vegan/v-faq.html
  2. http://www.bmelv.de/cln_045/nn_885416/SharedDocs/downloads/03-Ernaehrung/NVS2/NVS__Ergebnisbericht,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/NVS_Ergebnisbericht.pdf
  3. The Realeat Survey, 1984–1995. Conducted by Social Surveys (Gallup Poll)
  4. Memorandum of Association of the Vegan Society, Vegan Society, 20. November1979
  5. Angela Grube leistet eine qualitative und quantitative Befragung. Breyvogel unter dem Stichwort „Jugendkultur“.
  6. Joachim Joe Scholz: Haben wir die Jugend, so haben wir die Zukunft. Die Obstbausiedlung Eden/Oranienburg als alternatives Gesellschafts- und Erziehungsmodell (1893–1926). (Bildungs- und kulturgeschichtliche Beiträge für Berlin und Brandenburg, Band 3). Berlin: Weidler, 2002, ISBN 3-89693-217-9
  7. Bernd Wedemeyer: Der neue Mensch": Körperkultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik – Kolwe Verlag Königshausen & Neumann, 2004 ISBN 3826027728, e.g. S. 280
  8. Hilda Kean, Animal Rights: Political and Social Change in Britain since 1800. Reaktion Books, 1998. ISBN 1861890141
  9. vgl. The Journal of Ethics Number 3 / September, 2007, Special issue on Animal Minds
    vgl. auch Balluch 2005
  10. Singer, Animal Liberation (Harper Collins Publishers 2002): S. 5-9 (Englisch), deutsch: Die Befreiung der Tiere, Hirthammer, München 1976.
  11. Günther Stolzenberg: Weltwunder Vegetarismus, München 1980, S. 164f.
    John Lawrence Hill: The Case for Vegetarianism, Lanham 1996, S. 52–67.
  12. Paul Amato/Sonia Partridge: The New Vegetarians, New York 1989, S. 31ff. werten eine internationale Umfrage in englischsprachigen Ländern aus, bei der zwei Drittel der 320 befragten Vegetarier Begründungen dieser Art angaben. Solche Gründe werden auch in der einschlägigen populären Literatur häufig genannt und diskutiert, z. B. Helmut Kaplan: Warum Vegetarier?, Frankfurt 1989, S. 31ff., 61ff.
    Axel Meyer: Warum kein Fleisch?, München 1990, S. 79ff.
    vgl. auch Leitzmann (1996) S. 16–21; Vegetarisch leben, hrsg. Evangelische Akademie Baden, Karlsruhe 1999, S. 12f., 23–25.
  13. Tom Regan The Case for Animal Rights 1983 University of California Press.
  14. Kritik am Pathozentrismus, Martin Balluch 2007.
    • Vgl auch Martha C. Nussbaum: (2006) , Belknap Harvard, Frontiers of Justice – Disability, Nationality, Species Membership; Darin argumentiert sie, man könne politisch nicht verantworten, die Entscheidung darüber, was als gute oder schlechte Konsequenz einer Handlung zu gelten hat, gesellschaftlichen Institutionen der Gerechtigkeit zu überlassen.
  15. Balluch Kontinuität von Bewusstsein Guthmann-Peterson 2003.
  16. Andre Gamerschlag, Tierrechte und Tierbefreiung – Einführende Untersuchung der Positionen und Methoden einer Geschwisterbewegung, Universität Hannover, Institut für politische Wissenschaft
  17. http://geosci.uchicago.edu/~gidon/papers/nutri/nutri3.pdf Diet, Energie and Globalwarming (eng. Ernährung, Energie und Globaleerwärmung) Mai 2005
  18. FAO-Studie „Livestock's long shadow“ zu den Umweltauswirkungen der Viehhaltung (2006)
  19. http://www.worldwatch.org/files/pdf/Livestock%20and%20Climate%20Change.pdf World Watch Magazine
  20. Netherlands Environmental Assessment Agency (en), Preseaussendung auf Pressetext.de.
  21. http://www.vegetarismus.ch/info/oeko.htm Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus: Ökologie und Fleischkonsum
  22. FAO
    FAO
  23. a b c Nick Fiddes: Meat – A natural Symbol (1993), Routledge, London (Zitiert in de: Fleisch - Symbol der Macht, zweitausendeins S. 36 ff ISBN 3-86150-019-1)
  24. Steven Wise: Ratteling the Cage – Towards legal rights for animals (2000) Perseus Books.
    In der Publikation prägt Wise für hierarchisch-biologische Argumentationsmuster den Begriff der Aristotelischen Axiomatik
  25. Video vom „Sender Neu Jerusalem“ Kapitel 4.3: „Ein emsiges Volk: Die Bienen
  26. J. Goodall: Chimpanzees on the Gombe Stream Reserve in Primate Behavior (1985), Holt, Rineheart & Winston
    Auch G. Teleki und R. Harding: Omnivourous Primates: Gathering and Hunting in Human Evolution (1981), Columbia University Presss, New York
  27. DGE: Lactosefreie Ernährung In: DGE-Info vom 1. Oktober 2004 Volltext
  28. FBI Bericht von 2002
    [1]
  29. B. Steven: Terrorists or Freedom Fighters?, 2004, Lantern Books. ISBN 159056054x
  30. Video auf petatv.com
  31. Breyvogel, a. a. O. S. 131
  32. Bartleby.com: frutarian (Wörterbucheintrag)
  33. Richard Rost, Hans-Joachim Appell: Lehrbuch der Sportmedizin; Köln: Deutscher Ärzteverlag, 2001; ISBN 3769170733; S. 132 (eingeschränkte Online-Version (Google Books))
  34. Tierische Inhaltsstoffe und ihre Alternativen, Peta – Deutschland e. V.
    Datenbank veganer Produkte bei rezeptefuchs.de
  35. a b Koletzko, Feldl: Ausgewogene Substratversorgung durch Fleischverzehr In: Deutsches Ärzteblatt 1998; 95: A-606-611; Heft 11. Volltext
  36. a b c American Dietetic Association, Dietitians of Canada: Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets. In: Journal of the American Dietetic Association; Volume 103, Nummer 6, S. 748–765. (2003) PMID 12778049 PDF-Volltext
  37. Physiologie der Haustiere, Wolfgang von Engelhardt, Gerhard Breves, Ausgabe 2, Verlag Georg Thieme Verlag, 2005 ISBN 3830410395
  38. Über die therapeutische Bedeutung der verschiedenen Formen des Vitamin B12, Zeitschrift Journal of Molecular Medicine, Verlag Springer Berlin / Heidelberg, ISSN 0946-2716 (Print) 1432-1440, Heft 31, Nummer 43-44 / November 1953
  39. Walter P., Baerlocher K., Camenzind-Frey E., Pichler R., Reinli K., Schutz Y., Wenk C. (eds.) Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung. (PDF) Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission. Bern, Bundesamt für Gesundheit, 2007.
  40. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.: Ist vegetarische Ernährung für Kinder geeignet? In: DGE-aktuell 14/98 vom 21. Juli 1998 Pressetext online
  41. Journal of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets (Volltext), Volume 109, Nummer 7, Seite 1266-1282 (Juli 2009)
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