Velburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Velburg
Velburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Velburg hervorgehoben
49.23361111111111.673055555556492Koordinaten: 49° 14′ N, 11° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 175,65 km²
Einwohner: 5194 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92355
Vorwahl: 09182
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 167
Stadtgliederung: 49 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hinterer Markt 1
92355 Velburg
Webpräsenz: www.velburg.de
Bürgermeister: Bernhard Kraus (CSU)
Lage der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Pilsach Velburg Neumarkt in der Oberpfalz Seubersdorf in der Oberpfalz Sengenthal Pyrbaum Postbauer-Heng Parsberg Mühlhausen (Oberpfalz) Lupburg Lauterhofen Hohenfels (Oberpfalz) Freystadt Dietfurt an der Altmühl Deining Breitenbrunn (Oberpfalz) Berngau Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz Berching Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Roth Landkreis Schwandorf Landkreis Regensburg Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Kelheim Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Velburg ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Velburg liegt auf etwa 500 m Höhe auf halbem Weg zwischen Nürnberg und Regensburg im Oberpfälzer Jura. Die Altstadt wurde am westlichen Hang des Burgberges errichtet.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Velburg hat 49 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf Velburg

Das Dorf Altenveldorf war die Vorläufersiedlung der Stadt Velburg, die zwischen 1231 und 1285 entstand. Die ehemalige Burg Velburg war Ausgangspunkt für die Neugründung. Die genaue Entstehung der Burg liegt im Dunkeln, erstmals wurde sie 1129 genannt. Herren der Burg waren bis 1217 die Grafen von Velburg, darunter die österreichische Linie der Grafen von Clamm (Herren von Perg und Machland). Danach kam es zwischen 1271 und 1452 zur wechselnden Herrschaft über die Burg und das Siedlungsgebiet von Velburg.

1410 erhielt der Markt Velburg die Stadtrechte; um diese Zeit dürfte auch der Bau der Stadtbefestigung begonnen haben. Von den ursprünglich 13 Türmen der Ringmauer stehen nur noch zwei, der Nordturm und der sogenannte Kapsenturm. 1394 wurde erstmals ein Schulmeister in Velburg erwähnt. 1410 kam es zum ersten großen Brand in Velburg.

1505 wurde Velburg dem neu gebildeten Fürstentum Pfalz-Neuburg zugeteilt. Zwei Jahre später erhielt der Ritter Georg Wispeck für seine geleisteten Dienste Velburg als Geschenk. 1540, 1553 und 1574 gab es weitere drei große Brände. auch die Pest wütete dreimal in Velburg, 1564, 1574 und 1586.

Im Jahre 1574 starb das Geschlecht der Wispeck aus und Velburg fiel an Pfalz-Neuburg zurück. Im gleichen Jahr wurde die erste Pfarrei gegründet, bis dahin hatte Velburg zur Pfarrei Oberweiling gehört. Die ursprünglich einschiffige Pfarrkirche wurde wohl bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Sie wurde 1520 um ein nördliches Seitenschiff erweitert und von 1717 bis 1721 durch den Anbau des südlichen Seitenschiffes in eine dreischiffige Kirche umgebaut. 1713 kam es zum letzten Ausbruch der Pest in Velburg.

1803 entstand ein Rentamt (späteres Finanzamt) und 1807/08 eröffnete Joseph Ziegler die erste Apotheke in Velburg. 1808 kam es zur Neueinteilung der Kreise in Bayern, die nach Flüssen benannt wurden. Velburg gehörte zum Regenkreis, benannt nach dem Fluss Regen. 1838 wurde der Regenkreis in Regierungsbezirk Oberpfalz umbenannt. Ein Brief- und Fahrpostdienst wurde 1851 eingerichtet und 1862 bekam Velburg ein Bezirksamt. Zum Neubau des Rathauses kam es zwischen 1863 und 1865 und im Anschluss wurde 1866 das Vermessungsamt errichtet. 18 Jahre nach seiner Einrichtung wurde das Bezirksamt 1880 wieder aufgelöst. Die König-Otto-Tropfsteinhöhle wurde im Jahre 1895 entdeckt.

1907 wurde ein Ortstelefonnetz und 1921 ein Schwesternheim eingerichtet. 1929 wurde das Vermessungsamt, 1932 das Finanzamt (Rentamt) aufgelöst.

Mit der Auflösung des Landkreises Parsberg wurde Velburg am 1. Juli 1972 in den vergrößerten Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz aufgenommen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1970 wurden die im Jahr 1951 abgesiedelten und deshalb nur noch formal selbständigen Gemeinden Geroldsee, Griffenwang, Lutzmannstein und Pielenhofen eingegliedert. Am 1. April 1971 kam Reichertswinn hinzu. Deusmauer, Lengenfeld, Mantlach bei Velburg, Oberweiling und Prönsdorf sowie Gebietsteile von Ronsolden folgten am 1. Januar 1972. Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Ransbach kamen am 1. Juli 1972 hinzu.[3]

Die Stadt wuchs durch die Eingemeindungen auf eine Gesamtfläche von 176 km² mit 4200 Einwohnern.

Am 1. Mai 1978 wurden schließlich Günching und Teile der aufgelösten Gemeinde Oberwiesenacker eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Erster Bürgermeister: Bernhard Kraus (CSU)
  • Zweiter Bürgermeister: Klemens Meyer (CSU)
  • Dritter Bürgermeister: Bernhard Dürr (CSU)

Stadtrat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat:

(Stand: Kommunalwahl 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein widersehender, silbern gekrönter roter Löwe.

Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wurde 1969 geändert.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ruine der Burg Velburg
  • Ruine von Schloss Helfenberg
  • Ruine der Burgruine Adelburg bei Hollerstetten
  • Wallfahrtskirche Habsberg Maria Heil der Kranken
  • Pfarrkirche St. Mariä Geburt in Oberweiling
  • Stadtpfarrkirche St. Johannes-Baptist, dreischiffige Kirche deren ältester Bauteil im 13. Jahrhundert entstand.
  • Wallfahrtskirche St. Wolfgang, spätgotische Kirche und ehemals bedeutende Wallfahrt des Regensburger Bistumsheiligen St. Wolfgang
  • Wallfahrtskirche Herz Jesu (1770/1792) mit Eremitage, die einzige Herz-Jesu-Wallfahrtskirche in Bayern

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Velburg

Geotope[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet von Velburg befinden sich sieben vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

  • Die König-Otto-Tropfsteinhöhle bei St. Colomann (373H001)
  • Das Das Hohlloch bei St. Wolfgang (373H002)
  • Die Hohenberghöhle westlich Velburg (373H005)
  • Die Mantlacher Doline (373R001)
  • Der Schwammerl-Felsen westlich von St. Colomann (373R002)
  • Der Hohllochberg bei Velburg (373R003)
  • Die Dolomite am Burgberg der Ruine Velburg (373R004)

Siehe auch: Liste der Geotope im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • König-Otto-Tropfsteinhöhle mit der Adventhalle, öffentlich zugänglich vom 1. April bis 31. Oktober.
  • Hohlloch ist ein Grotten-/Höhlen-Komplex. In der größten Grotte finden Feste und Feiern statt.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

  • Naturbad in Altenveldorf
  • Erlebniswelt mit Klettergarten in Sankt Colomann (6 verschiedene Parcours, 1 Bambiniparcour)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Am Faschingssonntag findet der traditionelle Faschingszug in Velburg statt.
  • Das Bürgerfest wird alljährlich Ende Juli Anfang August veranstaltet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Velburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111104/203550&attr=OBJ&val=963
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 547.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 650.