Velites

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Die Velites (Singular: veles, deutsch: Plänkler) waren eine Formation in der römischen Republik. Sie stand noch im ersten Treffen vor den Hastati und begann die Schlacht, meistens durch ein Geplänkel mit den feindlichen Speerwerfern.

Die Velites bestanden aus etwa 1.200 Mann, die einer Legion beigegeben und in der Schlachtordnung den einzelnen Manipeln zugeteilt wurden. Ihre Bewaffnung bestand aus einem spanischen Kurzschwert (gladius hispanicum), einer Kappe aus Leder oder Fellen, einer Anzahl (gewöhnlich sieben) Wurfspeeren (hastae velitares) und einem kleinen runden Schild (parma). Titus Livius berichtet, dass die Formation der Velites ab 211 v. Chr. während der Belagerung von Capua im Zweiten Punischen Krieg an die Stelle der älteren Rorarii traten. Nach der neuen Heeresordnung durch Marius Ende des 2. Jahrhunderts verschwand sie wieder.

Unter Kaiser Napoleon I. bestanden bei der französischen Kaisergarde mehrere als „Veliten“ (bzw. Vélites) bezeichnete Bataillone aus nicht altgedienten Soldaten, die erst nach einer Ausbildung in diesen Einheiten den vollen Gardestatus erhalten konnten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Friedrich Franz Ruperti: Handbuch der römischen Alterthümer. Band 2. Hahn, Hannover 1843. S. 92 f.