Vellberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vellberg
Vellberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vellberg hervorgehoben
49.0877777777789.8816666666667375Koordinaten: 49° 5′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 31,89 km²
Einwohner: 4258 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74541
Vorwahl: 07907
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 089
Adresse der
Stadtverwaltung:
Im Städtle 28
74541 Vellberg
Webpräsenz: www.vellberg.de
Bürgermeisterin: Ute Zoll (parteilos[2])
Lage der Stadt Vellberg im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
Über dieses Bild
Vellberg, Lageplan mit Schloss, Kornkasten, Torturm und Tore.

Vellberg ist eine Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall im nordöstlichen Baden-Württemberg. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Vellberg liegt an der Bühler zwischen der Kreisstadt Schwäbisch Hall und der Stadt Crailsheim. Die Stadt hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.[3]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Vellberg mit der ehemals selbstständigen Gemeinde Großaltdorf gehören neben Vellberg zwölf weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Großaltdorf gehören das Dorf Großaltdorf und die Weiler Kleinaltdorf und Lorenzenzimmern sowie die abgegangenen Ortschaften Regenheresweiler und Steffensbach. Zur Stadt Vellberg im Gebietsstand vom 31. Dezember 1971 gehören die Stadt Vellberg, die Weiler Eschenau, Merkelbach, Schneckenweiler und Stöckenburg (Kirche und drei Wohnhäuser), der Gemeindeteil Talheim, die Höfe Hilpert (mit drei Wohnhäusern) und Rappolden (seit 1970 unbewohnt, seit 1986/87 steht nur noch eine Scheune) und die Häuser Dürrsching (Wohngebiet) und Hörgershof sowie die abgegangenen Ortschaften Birnbach und Hockenberg.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbarstädte und -gemeinden Vellbergs sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Ilshofen, Crailsheim, Frankenhardt, Obersontheim und Schwäbisch Hall. Alle gehören zum Landkreis Schwäbisch Hall.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Familie von Vellberg wird in einer Urkunde vom 3. Mai 1102 mit Heinrich von Vellberg erstmals erwähnt. Im Jahre 1500 erteilte Kaiser Maximilian die Marktrechte für Vellberg und bereits 6 Jahre später erhielt die Stadt das Stadtrecht zugesprochen. Ein erster Stadtbrand erfolgte am 21. Oktober 1901, gefolgt von einem zweiten Stadtbrand am 26. September 1902. Beide verursacht vermutlich durch Brandstiftung.[5]

Am 1. Januar 1972 wurde Großaltdorf eingemeindet.


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 gehören dem Gemeinderat 15 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte an, davon sind vier Frauen. Zusätzlich hat auch die Bürgermeisterin Sitz und Stimme in dem Gremium, dessen Vorsitzende sie ist.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeisterin von Vellberg ist seit dem 18. April 2010 Ute Zoll, die sich bei der Bürgermeisterwahl am 31. Januar 2010 gegen ihre Mitbewerberin Brigitte Kieser durchsetzen konnte. Sie löste den seit 1986 amtierenden Manfred Walter ab, der nicht wieder kandidierte.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau unter einem goldenen rechten Obereck ein silberner Adlerflügel.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den historischen Bauwerken der Stadt zählen das Untere Schloss, der Kanzleiturm, der Museumsgasthof Ochsen, die Ehemalige Zehntscheune, der Marktbrunnen, der Sixische Turm, das Natur- und Heimatmuseum, Hermann-Frank-Weg 1, das Fachwerkhaus Fiebich sowie der Torturm , Pulverturm und der Kraftturm, das Ganerbenhaus „Kammerer“, der ehemalige Geschützturm und Pömpelestor, das untere Zwingertor, der Kanonenturm, die Bastion, das alte Waschhaus, die alte Kaserne, das obere Schloss, das alte Amtshaus, die Stöckenburg mit St.-Martinskirche .[6]Andere Sakralbauten sind die nach dem Krieg wieder aufgebaute Bartholomäuskirche im Ortsteil Großaltdorf sowie die Laurentiuskirche im Ortsteil Lorenzenzimmern.

Museen[Bearbeiten]

Im Stadtgraben befindet sich das Heimatmuseum (im Winter geschlossen).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Jährlich am ersten Juliwochenende wird das Weinbrunnenfest gefeiert.
  • Am zweiten Dezemberwochenende wird alljährlich der Christkindlesmarkt abgehalten.

Vereine[Bearbeiten]

In Vellberg gibt es ein reges Vereinsleben. Neben dem Altenpflegeverein Vellberg gibt es den Fanfarenzug Vellberg, den Fischereiverein Vellberg, die Freiwillige Feuerwehr Vellberg (mit Jugendfeuerwehr), den Gesangverein Vellberg, den Hohenloher Hundefreunde Vellberg, den Kulturkreis Vellberg, den Landfrauenverein Vellberg, den Posaunenchor Vellberg, die Stadtkapelle Vellberg, den Turn- und Sportverein Vellberg und den Vellberger Tennisclub.

Bildung[Bearbeiten]

In Vellberg befindet sich eine Grund- und Hauptschule, in Vellberg-Großaltdorf eine Grundschule.

Ritter zum krummen Balken[Bearbeiten]

Dieser Orden wurde vom Kulturkreis Vellberg e.V. unter dem Leitspruch "Die Geschichte der Lüge ist so alt wie die Geschichte der Wahrheit, denn ohne Lüge gibt es keine Wahrheit" u.a. an Gerhard Raff, Manfred Rommel, Reinhold Würth und Hellmuth Karasek verliehen.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • August Halm (1869–1929), Komponist und Musikpädagoge, geboren im Teilort Großaltdorf

Literatur[Bearbeiten]

  • Hansmartin Decker-Hauff (Hrsg.): Vellberg, in Geschichte und Gegenwart Bd.I. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1984, ISBN 3-7995-7625-8 (Thorbecke), ISBN 3-921429-26-9 (Histor. Verein für Württemberg, Franken)
  • 900 Jahre Vellberg 1102–2002. Festbuch und Dokumentation. Stadt Vellberg, Vellberg 2002

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vellberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Jochen Korte: Vellberger haben Qual der Wahl. swp.de, 19. Januar 2010 (abgerufen am 15. April 2010)
  3. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 497–500
  5. Roland Bauer: Impressionen aus Hohenlohe: Ansichten aus Schwäbisch Hall und seiner Umgebung von Johann Friedrich Reik (1836-1904). Umschau/Braus, 1999, S. 180f.
  6. http://www.vellberg.de/index.php?id=216
  7. Kulturkreis Vellberg e.V.: Ritter zum krummen Balken