Ven (Insel)

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Ven
Lage der Insel Ven
Lage der Insel Ven
Gewässer Öresund
Geographische Lage 55° 54′ 29″ N, 12° 41′ 53″ O55.90805555555612.69805555555645Koordinaten: 55° 54′ 29″ N, 12° 41′ 53″ O
Ven (Schonen)
Ven
Länge 4 km
Breite 2,2 km
Fläche 7,6 km²
Höchste Erhebung 45 m
Einwohner 370
49 Einw./km²
Hauptort Kyrkbacken
Karte
Karte

Ven (dänisch: Hven) ist eine schwedische Insel im Öresund zwischen der dänischen Insel Seeland und Schonen. Sie liegt 4,3 km vor der schwedischen Küste nordwestlich von Landskrona und gehört zur Provinz Skåne län, darin zur Gemeinde Landskrona. Bis 1959 war sie unter dem Namen Sankt Ibb eine selbständige Gemeinde.

Stjerneborg
Hafen von Kyrkbacken
Kirche St. Ibbs

Die Insel entstand etwa 4.500 Jahre v. Chr. und besteht aus einem bis zu 40 Meter hohen Plateau mit einer grasbewachsenen Steilküste (Vens backafall) als Naturreservat. Die Insel beherbergt eine artenreiche Flora, unter anderem wächst hier die Rosen-Malve.

Ven ist 760 Hektar (7,6 km²) groß und hat etwa 370 Einwohner, die in vier Dörfern leben:

  • Bäckviken (Ost)
  • Tuna By (nördl. Zentrum)
  • Norreborg (Nord)
  • Kyrkbacken (West, mit Kirche St. Ibb)

Auf der Insel befinden sich mehrere Hotelanlagen, eine Jugendherberge (Vandrarhem), ein Golfplatz sowie ein Campingplatz. Es bestehen täglich Fährverbindungen von und nach Landskrona (Ventrafiken). Im Sommer verkehren zusätzlich Fähren von und nach Råå und Dänemark. Die Insel wird in der Saison von zehntausenden Tagesausflüglern besucht. Aus diesem Grunde stehen allein 1200 Leihfahrräder bereit.

Ven wurde bekannt durch die astronomischen Beobachtungen und Forschungen Tycho Brahes, der 1576 mit der Insel belehnt wurde. Damals (bis zum Frieden von Kopenhagen[1]) gehörte die Insel noch zu Dänemark. Brahe ließ hier Uraniborg und die Sternwarte Stjerneborg errichten, deren Reste Anfang des 20. Jahrhunderts ausgegraben wurden.

Nach der Insel sind die Asteroiden (379) Huenna und (1678) Hveen benannt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vertragstext – Frieden von Kopenhagen (schwedisch), Institut for Kultur og Samfund, Aarhus Universitet, Dänemark, abgerufen am 9. Juni 2013