Vera Rubin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vera Rubin (zweite von links)

Vera Cooper Rubin (* 23. Juli 1928 in Philadelphia, Pennsylvania) ist eine US-amerikanische Astronomin, die sich vorwiegend mit der Erfassung der Verteilung der dunklen Materie beschäftigt.

Vera Rubin wurde in Philadelphia geboren und wuchs in Washington, D.C. auf. Sie besuchte das Vassar College, die Cornell University und promovierte bei George Gamow an der Georgetown University. Schon in dieser Zeit beschäftigte sie sich mit der großräumigen Verteilung von Galaxien und den durch die Expansion des Kosmos überlagerten Bewegungen von Galaxienhaufen, noch heute wichtige Probleme der beobachtenden Kosmologie. Seit 1964 arbeitete sie an der Carnegie Institution of Washington. Mit den damals neuesten Spektrographen begann sie, die inneren Bewegungen von Galaxien bis in ihre schwachen äußeren Gebiete zu untersuchen.

Wenn die Masse von Galaxien wie die sichtbaren Sterne verteilt wäre, sollte die Umlaufgeschwindigkeit in den Außenbezirken von Spiralgalaxien mit zunehmender Entfernung vom Zentrum abnehmen. Stattdessen fanden Rubin und Mitarbeiter mit der Entfernung fast gleich bleibende Umlaufgeschwindigkeiten, mit typischen Werten um 200 km/s. Rubins Ergebnisse waren zusammen mit ähnlichen Resultaten aus Radiomessungen der 21cm-Linie des atomaren Wasserstoffs die stärksten Anzeichen für die Existenz dunkler Materie in normalen Galaxien.

Besondere Aufmerksamkeit hat Rubin der Rolle von Frauen in der Wissenschaft gewidmet. Ihr selbst war noch der Zugang zur Princeton University verweigert worden.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Vera Cooper Rubin in The History of Mathematics, Science, and Technology: A Culturally Affirming View (engl.)