Verband der Beamten der Bundeswehr

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Verband der Beamten der Bundeswehr e. V.
(VBB)
VBB Logo.svg
Zweck: Gewerkschaft
Vorsitz: Wolfram Kamm
Gründungsdatum: 1956
Mitgliederzahl: ca. 22.000
Sitz: Bonn
Website: www.vbb-bund.de


Der Verband der Beamten der Bundeswehr e. V. (VBB) im Deutschen Beamtenbund (dbb) ist eine deutsche Gewerkschaft, die sich mit den Belangen der Beamten der Bundeswehr befasst.

Sitz des Verbandes[Bearbeiten]

Der VBB hat seinen Sitz in Bonn. Vorsitzender des Verbandes ist Wolfram Kamm.

Gliederung[Bearbeiten]

In Anlehnung an die dienstliche Organisation gliedert sich der VBB in neun Bereiche beziehungsweise Landesverbände und rund 200 Standortgruppen im Bundesgebiet und im Ausland:

  • Bereich I: Schleswig-Holstein/Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern (Bereichsvorsitzender: Peter Maschmeyer)
  • Bereich II: Niedersachsen/Bremen (Bereichsvorsitzender: Wolfhard Engler)
  • Bereich III: Nordrhein-Westfalen (Bereichsvorsitzender: Karl-Heinz Witthüser)
  • Bereich IV: Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland (Bereichsvorsitzender: Gerhard Bernahrndt)
  • Landesverband V: Baden-Württemberg (Landesvorsitzende: Karin Voit)
  • Landesverband VI: Bayern (Landesvorsitzender: Lothar Breunig)
  • Bereich VII: Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt/Freistaaten Sachsen und Thüringen (Bereichsvorsitzende: Astrid Bittkau)
  • Bereich VIII: Bundesministerium der Verteidigung (Bereichsvorsitzender: Ingo John)
  • Bereich IX: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), (Bereichsvorsitzender: Jakob Milles)

Aufgaben[Bearbeiten]

Die wichtigsten Aufgaben des Verbandes liegen im Bereich der mit der Modernisierung und Umstrukturierung der Bundeswehrverwaltung zusammenhängenden Fragen. Dabei sind im Rahmen der Besonderheiten jedes Verwaltungsbereichs folgende Punkte zu berücksichtigten:

  • Definition und Fortschreibung der Kernaufgaben,
  • Regelmäßige Aufgabenkritik unter Einbeziehung der Verwaltungsteile der Streitkräfte,
  • Entwicklung und ständige Anpassung von Aufgabenkatalogen aufgrund neuer Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften,
  • Überprüfung von Zuständigkeiten und weiterer Abschichtung von Aufgaben,
  • Koordinierung bereits eingeleiteter Rationalisierungsmaßnahmen,
  • Trennung zwischen strategischen und operativen Aufgaben,
  • Vorrang von interner Optimierung und Modernisierung vor Privatisierungsinitiativen,
  • Stärkung der Eigenverantwortlichkeit von Verwaltungseinheiten und von Mitarbeitern durch Zusammenführung von Fach- und Ressourcenverantwortung,
  • Beschleunigung von Verwaltungsverfahren, Vermeidung von Reibungsverlusten und Doppelarbeit,
  • Vereinfachung und Reduzierung von Verwaltungsvorschriften, von Melde- und Bereichspflichten,
  • Entwicklung von Leistungsanreizsystemen in Verbindung mit besserer Ressourcennutzung,
  • Entwicklung von Indikatoren und Standards für Leistungsmessung und Ergebniskontrolle,
  • Einführung von Budgets in einzelnen Bereichen,
  • Verstärkte Nutzung der Informations-Technik
  • Berufliche Perspektiven, Sicherstellung der künftigen Aufgabenadäquaten Personal- und Sachausstattung und eine ausreichende Nachwuchsgewinnung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bund der Beamten der Deutschen Bundeswehr im Deutschen Beamtenbund wurde 1956 gegründet. Dieser schloss sich mit dem Verband der Beamten der Deutschen Wehrverwaltung zum Verband der Beamten der Bundeswehr zusammen.

Satzungsgemäßer Zweck des 1960 gegründeten VBB ist die berufsständische Vertretung und die der berufspolitischen, rechtlichen und sozialen Belange seiner Mitglieder. Er tritt für ein modernes und leistungsorientiertes Berufsbeamtentum auf der Grundlage unserer Verfassung ein.

Der VBB ist die mitgliederstärkste Berufsorganisation der in der Bundeswehr tätigen Beamten. Er stellt im Hauptpersonalrat sieben von acht Mitgliedern der Beamtengruppe und in den Bezirkspersonalräten zurzeit 85 Prozent der Mitglieder der Beamtengruppen.

Organe der Verbandes[Bearbeiten]

Sein oberstes Organ ist der Bundesvertretertag; er tritt im Zeitraum von jeweils vier Jahren zusammen und bestimmt die Richtlinien für die Verbandspolitik. Dem Bundesvorstand gehören 30 Kollegen an; die Bundesleitung, von der die laufenden Geschäfte des Verbandes geführt werden, besteht aus sechs stimmberechtigten und zwei kooptierten Mitgliedern. Die Organe des Verbandes sind ständige Gesprächspartner des Bundesministeriums der Verteidigung, seiner Behörden und Dienststellen, der anderen Bundesministerien und der für ihre Arbeit wichtigen Ausschüsse des Parlaments.

Vorsitzende[Bearbeiten]

  • Georg Kreuzer 1960–1964
  • Heinrich Frahm 1964–1967
  • Georg Kreuzer 1967–1973
  • Lothar Beer 1973–1993
  • Thorolf Schulte 1993–2006
  • Wolfram Kamm seit 2006

Literatur[Bearbeiten]

  • 50 Jahre Verband der Beamten der Bundeswehr, Bonn 2006 (Hrsg.: VBB)
  • Die Zuständigkeit der Bundeswehrverwaltung für das Personalwesen der Bundeswehr, Rechtsgutachten von Prof. Dr. Heinrich Amadeus Wolff, Berlin 2011 (Hrsg.: VBB)

Weblinks[Bearbeiten]