Verbandsgemeinde Brohltal
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Ahrweiler | |
| Fläche: | 138,45 km² | |
| Einwohner: |
18.089 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 131 Einwohner je km² | |
| Verbandsschlüssel: | 07 1 31 5004 | |
| Verbandsgliederung: | 17 Gemeinden | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: |
Kapellenstraße 12 56651 Niederzissen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Johannes Bell | |
| Lage der Verbandsgemeinde Brohltal im Landkreis Ahrweiler | ||
Die Verbandsgemeinde Brohltal ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Der Verwaltungssitz befindet sich in der Ortsgemeinde Niederzissen. Die Verbandsgemeinde wurde 1970 gebildet.
Charakteristisch ist für das Brohltal der ihr den Namen gebende Brohlbach. Touristisch interessant sind der Laacher See, die Burg Olbrück und die Brohltalbahn, eine Museumsschmalspurbahn, die teilweise noch Dampffahrten anbietet.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Verbandsgemeinde Brohltal bildet zusammen mit den Verbandsgemeinden Vordereifel, Mendig und Pellenz die Vulkanische Osteifel, eine von drei Teilregionen in die sich die Vulkaneifel gliedert.
Verbandsangehörige Gemeinden [Bearbeiten]
| Ortsgemeinde | Fläche (km²) | Einwohner |
|---|---|---|
| Brenk | 3,08 | 181 |
| Burgbrohl | 10,62 | 3.156 |
| Dedenbach | 7,63 | 419 |
| Galenberg | 2,28 | 209 |
| Glees | 11,45 | 578 |
| Hohenleimbach | 10,17 | 369 |
| Kempenich | 11,91 | 1.871 |
| Königsfeld | 7,20 | 639 |
| Niederdürenbach | 6,82 | 1.008 |
| Niederzissen | 11,95 | 2.644 |
| Oberdürenbach | 6,94 | 602 |
| Oberzissen | 2,73 | 1.088 |
| Schalkenbach | 10,29 | 832 |
| Spessart | 8,72 | 740 |
| Wassenach | 6,16 | 1.128 |
| Wehr | 9,93 | 1.110 |
| Weibern | 10,56 | 1.515 |
| Verbandsgemeinde Brohltal | 138,45 | 18.089 |
(Einwohner am 31. Dezember 2011)
Geschichte [Bearbeiten]
Im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz, die in der Zeit zwischen 1965 und 1975 erfolgte, wurden bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal, zunächst mit Wirkung vom Oktober 1968 die bisherigen Ämter Burgbrohl und Kempenich im Landkreis Mayen und das Amt Niederzissen im Landkreis Ahrweiler in Verbandsgemeinden umgewandelt.[2]
Die Verbandsgemeinde Brohltal wurde im Rahmen des Achten Verwaltungsvereinfachungsgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz (8. VwVeinfG) vom 28. Juli 1970 mit Wirkung vom 7. November 1970 neu gebildet. Sie entstand aus Teilen des aufgelösten Landkreises Mayen mit den Gemeinden
- Brenk, Burgbrohl, Galenberg, Glees, Wassenach und Wehr (Verbandsgemeinde Burgbrohl),
- Engeln, Hohenleimbach, Kempenich, Spessart und Weibern (Verbandsgemeinde Kempenich),
sowie aus den zuvor schon zum Landkreis Ahrweiler gehörenden Gemeinden
- Dedenbach, Königsfeld, Niederdürenbach, Niederzissen, Oberdürenbach, Oberzissen und Schalkenbach (Verbandsgemeinde Niederzissen).
Die vorläufigen Verbandsgemeinden Niederzissen, Burgbrohl und Kempenich wurden gleichzeitig aufgelöst. [3][4]
In einer ersten Phase war am 7. Juni 1969 die Gemeine Burgbrohl aus den aufgelösten Gemeinden Burgbrohl, Niederoberweiler und Oberlützingen neu gebildet worden. Die Gemeinde Engeln wurde am 10. Juni 1979 in die Gemeinde Kempenich eingemeindet.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]
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Religion [Bearbeiten]
Die überwiegend katholische Bevölkerung gehört zum Bistum Trier, die evangelischen Christen gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland.[5]
Politik [Bearbeiten]
Verbandsgemeinderat [Bearbeiten]
Der Verbandsgemeinderat Brohltal besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]
| Wahl | SPD | CDU | FDP | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 8 | 12 | 2 | 10 | 32 Sitze |
| 2004 | 7 | 17 | 0 | 8 | 32 Sitze |
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bei der Wahl zum Bürgermeister wurde 2007 Johannes Bell (FWG) gewählt.
Wahlkreise [Bearbeiten]
Die Gemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde gehören zum Wahlkreis Remagen/Sinzig bei den Landtagswahlen und zum Wahlkreis Ahrweiler bei den Bundestagswahlen.
Infrastruktur [Bearbeiten]
Gemäß Landesplanung sind Burgbrohl und Niederzissen als Grundzentrum ausgewiesen.[5]
Behörden [Bearbeiten]
Die zuständigen Gerichte sind das Oberlandesgericht und das Landgericht in Koblenz sowie das Amtsgericht Sinzig. Alle Gemeinden sind der Polizeiinspektion Remagen zugeordnet. Die Verbandsgemeinde liegt im Finanzamtsbezirk Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die zuständige Industrie- und Handelskammer hat ihren Sitz in Koblenz.[5]
In Niederzissen ist eine KFZ-Zulassungsstelle des Landkreises Ahrweiler als Außenstelle eingerichtet.
Bildung [Bearbeiten]
In der Verbandsgemeinde stehen sieben Grundschulen in Burgbrohl, Kempenich, Niederdürenbach, Schalkenbach, Wassenach, Wehr und Weibern, eine Realschule plus in Niederzissen sowie eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Burgbrohl zur Verfügung. Weiterhin gibt es sechs katholische und drei kommunale Kindergärten.[7]
Fremdenverkehr [Bearbeiten]
Die Verbandsgemeinde liegt im Fremdenverkehrsgebiet Eifel/Ahr. Mit dem Prädikat Erholungsort sind die Gemeinden Kempenich und Wassenach versehen, die Gemeinden Burgbrohl, Glees und Niederzissen sind als Fremdenverkehrsorte ausgewiesen.[5]
Weinbau [Bearbeiten]
Burgbrohl und Niederdürenbach gehören zum Weinbaubereich Walporzheim im Weinbaugebiet Ahr.[5]
Literatur [Bearbeiten]
- Werner D´hein: Natur- und Kulturführer Vulkanland Eifel. Mit 26 Stationen der „Deutschen Vulkanstraße“. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3-935873-15-8.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Wolfgang Dietz: Kommunale Gebiets- und Verwaltungsreform am Beispiel der Verbandsgemeinde Brohltal, Heimatjahrbuch 1996 Landkreis Ahrweiler
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seiten 158, 173, 181
- ↑ Heinz Korbach: Verwaltungsreform im Landkreis Ahrweiler, Heimatjahrbuch 1972 Landkreis Ahrweiler
- ↑ a b c d e f Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Verbandsgemeinderatswahlen
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Eckdaten einzelner Schulen nach Schulstandort

