Verbandsgemeinde Grünstadt-Land

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land hervorgehoben
49.5594198.176682Koordinaten: 49° 34′ N, 8° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Fläche: 104,86 km²
Einwohner: 19.933 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 3 32 5003
Verbandsgliederung: 16 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Webpräsenz: www.gruenstadt-land.de
Bürgermeister: Reinhold Niederhöfer (SPD)
Lage der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land im Landkreis Bad Dürkheim
Bad Dürkheim Grünstadt Grünstadt Haßloch Meckenheim (Pfalz) Niederkirchen bei Deidesheim Ruppertsberg Forst an der Weinstraße Deidesheim Wattenheim Hettenleidelheim Tiefenthal (Pfalz) Carlsberg (Pfalz) Altleiningen Ellerstadt Gönnheim Friedelsheim Wachenheim an der Weinstraße Elmstein Weidenthal Neidenfels Lindenberg (Pfalz) Lambrecht (Pfalz) Frankeneck Esthal Kindenheim Bockenheim an der Weinstraße Quirnheim Mertesheim Ebertsheim Obrigheim (Pfalz) Obersülzen Dirmstein Gerolsheim Laumersheim Großkarlbach Bissersheim Kirchheim an der Weinstraße Kleinkarlbach Neuleiningen Battenberg (Pfalz) Neuleiningen Kirchheim an der Weinstraße Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Erpolzheim Bobenheim am Berg Bobenheim am Berg Dackenheim Dackenheim Freinsheim Freinsheim Herxheim am Berg Herxheim am Berg Herxheim am Berg Kallstadt Kallstadt Weisenheim am Berg Weisenheim am Berg Landkreis Alzey-Worms Worms Ludwigshafen am Rhein Frankenthal (Pfalz) Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Germersheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der Pfalz Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild
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Die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bad Dürkheim am Ostrand von Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 16 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden verbandsfreien Stadt Grünstadt. Diese ist inmitten der Verbandsgemeinde gelegen, ohne ihr anzugehören.

Lage und Geologie[Bearbeiten]

Das Verwaltungsgebiet der Verbandsgemeinde liegt im Nordosten der Pfalz ("Vorderpfalz") und hat Anteil an drei Landschaftstypen: Mittelgebirge, Grabenbruch und Tiefebene. Sie erstreckt sich vom nordöstlichen Pfälzerwald im Westen über den Nordteil der Deutschen Weinstraße bei Grünstadt, die im Hügelland des pfälzischen Weinbaugebietes verläuft, bis nach Dirmstein im Osten, wo die Rebenhänge in die Oberrheinische Tiefebene übergehen.

Geologisch besteht der Gebirgsanteil (der Pfälzerwald und seine Ränder Haardt und Leininger Sporn) überwiegend aus Buntsandstein, die ebenen Flächen aus jungen fluviatilen Sedimenten. Die gewaltige Senkungszone des Oberrheingrabens ist an der Erdoberfläche -- außer am Randbruch bei Battenberg und Bobenheim -- nicht zu sehen, kann aber geophysikalisch bis in etwa 20 km Tiefe nachgewiesen werden.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Battenberg (Pfalz) 5,45 415
Bissersheim 2,57 460
Bockenheim an der Weinstraße 11,24 2.119
Dirmstein 14,67 2.979
Ebertsheim 5,29 1.262
Gerolsheim 4,81 1.706
Großkarlbach 5,26 1.115
Kindenheim 8,96 1.016
Kirchheim an der Weinstraße 8,98 1.842
Kleinkarlbach 2,70 901
Laumersheim 4,86 898
Mertesheim 2,20 377
Neuleiningen 9,07 808
Obersülzen 3,52 642
Obrigheim 10,81 2.636
Quirnheim 4,45 757
Verbandsgemeinde Grünstadt-Land 104,86 19.933

(Einwohner am 31. Dezember 2012)[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land bildet zusammen mit der Stadt Grünstadt und der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim den größten Teil des historischen Leiningerlandes. Die Verbandsgemeinde ist auf der Grundlage des „Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 1. März 1972, das 22. April 1972 in Kraft trat, entstanden, bis dahin bestanden die aus der bayerischen Zeit (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen. Die Ortsgemeinden biehielten ihre politische Selbständigkeit.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 11.864
1835 14.226
1871 12.532
1905 13.039
1939 13.601
1950 16.262
Jahr Einwohner
1961 16.622
1970 16.885
1987 17.364
1997 19.568
2005 20.388
2012 19.933

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Grünstadt-Land besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden. Von 2004 bis 2014 gehörten dem Verbandsgemeinderat 36 Ratsmitglieder an.

Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 11 10 2 1 8 32 Sitze
2009 12 10 2 3 9 36 Sitze
2004 12 12 2 2 8 36 Sitze
1999 13 11 1 1 6 32 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Grünstadt-Land e.V.

Verwaltungsspitze[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Reinhold Niederhöfer (SPD), der in der Wahl vom 13. Juni 2010 mit 56,4 Prozent der Stimmen auf acht Jahre gewählt wurde.[4]

Seine Vorgänger waren Dieter Emmer (1972–1984), Werner Beyer (1984–1995) und Eugen Ackermann (1996–2010), alle ebenfalls SPD.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen gruenstadt-land.jpg

Das 1973 geschaffene Wappen ist in vier Segmente geteilt bzw. gespalten. Drei davon geben Auskunft über die regionalen Herrschaftsverhältnisse vom Mittelalter bis in die Gegenwart: Rechts oben auf blauem Grund symbolisiert ein nach rechts gewendeter silberner Adler mit roter Bewehrung das Leininger Adelsgeschlecht, links oben auf schwarzem Grund steht, nach rechts gewendet und ebenfalls rot bewehrt, der goldene Löwe der Pfalz (ohne die Kurkrone) als Zeichen der Zugehörigkeit zum Bezirksverband Pfalz, rechts unten liegt diagonal auf schwarzem Grund, mit der Spitze nach rechts oben zeigend, der silberne Schlüssel des Fürstbistums Worms. Links unten auf blauem Grund ist der heutige Haupterwerbszweig zusammen mit der geographischen Lage der Verbandsgemeinde und ihrer Struktur verschlüsselt: Eine goldene Weintraube mit zwei Blättern und 16 Beeren zeigt an, dass die Verbandsgemeinde in den beiden fruchtbaren Talauen von Eck- und Eisbach liegt und 16 Weinbau betreibende Gemeinden umfasst.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2014, Verbandsgemeinderat
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Wahl der Bürgermeister der Verbandsgemeinden