Verbandsgemeinde Maikammer

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Maikammer
Verbandsgemeinde Maikammer
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Maikammer hervorgehoben
49.3063888888898.1294444444444Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 8′ O
Basisdaten (Stand 2014)
Bestandszeitraum: 1972–2014
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Fläche: 39,73 km²
Einwohner: 8035 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 202 Einwohner je km²
Verbandsgliederung: 3 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Immengartenstraße 24
67487 Maikammer
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen
Lage der Verbandsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße

Die Verbandsgemeinde Maikammer war eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten drei eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Ortsgemeinde Maikammer.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Kirrweiler (Pfalz) 14,85 2.032
Maikammer 13,68 4.223
Sankt Martin 11,20 1.780
Verbandsgemeinde Maikammer 39,73 8.035

(Einwohner am 31. Dezember 2012)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Maikammer wurde im Rahmen der in den 1960er Jahren begonnenen rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform auf der Grundlage des „Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 1. März 1972, in Kraft getreten am 22. April 1972, neu gebildet.

Zum 1. Juli 2014 wurde die Verbandsgemeinde Maikammer aufgelöst und die Gemeinden in die Verbandsgemeinde Edenkoben umgegliedert.[1]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Maikammer; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][3]

Jahr Einwohner
1815 5.178
1835 5.420
1871 4.946
1905 6.369
1939 6.737
1950 7.543
Jahr Einwohner
1961 7.244
1970 7.108
1987 6.992
1997 7.949
2005 8.078
2012 8.035

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Maikammer bestand aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU  BL  FWG Gesamt
2009 5 13 3 3 24 Sitze
2004 5 13 3 3 24 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In von Silber und Blau achtfach geteiltem Schildbord in Silber ein blauer Pfahl, belegt mit einem silbernen Gemarkungszeichen in Form eines aufsteigenden Pfeils, dessen Schaft kreuzförmig endet, rechts ein blaues Kreuz, dessen Schaft oben hakenförmig linkshin umgebogen ist und links ein blaues Hufeisen mit abwärtsgekehrten Stollen“.

Es wurde 1977 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und enthält Elemente der Wappen der drei Ortsgemeinden.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Weinbau und die weinverarbeitenden Betriebe sind die dominierende wirtschaftliche Kraft in den verbandsangehörigen Gemeinden. Die Rebanbaufläche erstreckt sich östlich des Haardtgebirges auf einer Breite von etwa 8 km bis in die Rheinebene. Der Dienstleistungssektor ist aufgrund der fremdenverkehrlichen Entwicklung in den Gemeinden St. Martin und Maikammer besonders stark ausgeprägt. Arbeitsstätten sind hier hauptsächlich die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sowie die Einrichtungen des Handels. Im produzierenden Gewerbe dominiert die Firma Gillet mit etwa 1200 Beschäftigten, die teilweise auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde liegt. Ansonsten sind überwiegend Gewerbebetriebe mit ortsgebundener Struktur bzw. agrargewerblicher und baugewerblicher Ausprägung vorhanden (z. B. Weinkellereien, Kfz-Werkstätten, Baufirmen und sonstige Handwerksbetriebe und Versorgungsbetriebe).

Die Ortsgemeinde St. Martin ist anerkannter Luftkurort, die Ortsgemeinde Maikammer anerkannter Erholungsort und die Ortsgemeinde Kirrweiler anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesgesetz über die Eingliederung der Verbandsgemeinde Maikammer in die Verbandsgemeinde Edenkoben vom 20. Dezember 2013
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Verbandsgemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3