Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron
Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron hervorgehoben
49.8536.894Koordinaten: 49° 51′ N, 6° 54′ O
Basisdaten (Stand 2011)
Bestandszeitraum: 1970–2011
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 51,37 km²
Einwohner: 5588 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Bürgermeisterin: Christiane Horsch (CDU)
Lage der ehemaligen Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Die Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron war eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten vier eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der namensgebenden Gemeinde Neumagen-Dhron. Sie war nach der Bevölkerung mit knapp 5600 Einwohnern die kleinste Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz und wurde zum 1. Januar 2012 aufgelöst.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Minheim 5,39 481
Neumagen-Dhron 16,28 2.172
Piesport 19,60 1.898
Trittenheim 10,10 1.037
Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron 51,37 5.588

(Einwohner am 31. Dezember 2011)[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron war im Rahmen einer Funktional- und Gebietsreform durch das „Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 28. Juli 1970 mit Wirkung zum 7. November 1970 neu gebildet worden.

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Für Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollten. Die sogenannte „Freiwilligkeitsphase“ endete am 30. Juni 2012.[2]

Am 10. Februar 2011 beschloss der Verbandsgemeinderat die Auflösung der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron zum 1. Januar 2012. Die Auflösung der Verbandsgemeinde und die Eingliederung der zugehörenden Ortsgemeinden in die benachbarten Verbandsgemeinden wurde von den Gemeinde- und Verbandsgemeinderäten befürwortet. Am 22. März 2011 wurde der Fusionsvertrag unterzeichnet.

Das entsprechende „Landesgesetz über freiwillige Gebietsänderungen der Verbandsgemeinden Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues und Schweich an der Römischen Weinstraße im Rahmen der Kommunal- und Verwaltungsreform“ wurde am 26. September 2011 erlassen.[3] Dementsprechend wurden die Gemeinden Minheim, Neumagen-Dhron und Piesport zum 1. Januar 2012 in die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues eingegliedert, die Gemeinde Trittenheim wechselte dagegen in die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße und somit in den Landkreis Trier-Saarburg. Die Gemeinde Neumagen-Dhron behielt den Status Grundzentrum. Das Land gewährte aus Anlass der freiwilligen Neugliederung eine einmalige einwohnerbezogene Zuweisung in Höhe von 565.280 Euro.[3]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Neumagen-Dhron bestand zuletzt aus 22 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der hauptamtlichen Bürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FDP WGR Gesamt
2009 3 9 3 7 22 Sitze
2004 4 8 2 8 22 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • bis 1981 Ewertz
  • 1981 - 2001 Ferdinand Zenzen
  • 2001 - 2006 Hans-Werner Schmitt (parteilos)
  • 2007 - 2011 Christiane Horsch (CDU)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  2. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB)
  3. a b Landesgesetz über freiwillige Gebietsänderungen der Verbandsgemeinden Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues und Schweich an der Römischen Weinstraße im Rahmen der Kommunal- und Verwaltungsreform vom 26. September 2011
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Verbandsgemeinderatswahlen