Verbandsgemeinde Puderbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Puderbach
Verbandsgemeinde Puderbach
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Puderbach hervorgehoben
50.5994497.611914Koordinaten: 50° 36′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Fläche: 95,68 km²
Einwohner: 14.622 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 1 38 5005
Verbandsgliederung: 16 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.puderbach.de
Bürgermeister: Volker Mendel (SPD)
Lage der Verbandsgemeinde Puderbach im Landkreis Neuwied
Neuwied Buchholz (Westerwald) Asbach (Westerwald) Windhagen Neustadt (Wied) Rheinbreitbach Unkel Bruchhausen (Landkreis Neuwied) Erpel Vettelschoß Linz am Rhein Kasbach-Ohlenberg Ockenfels Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied) Dattenberg Leubsdorf (am Rhein) Bad Hönningen Rheinbrohl Hammerstein (am Rhein) Leutesdorf Isenburg (Westerwald) Kleinmaischeid Großmaischeid Stebach Marienhausen Dierdorf Oberdreis Woldert Rodenbach bei Puderbach Ratzert Niederwambach Steimel Döttesfeld Puderbach Dürrholz Hanroth Raubach Harschbach Niederhofen Dernbach (Landkreis Neuwied) Urbach (Westerwald) Linkenbach Breitscheid (Westerwald) Waldbreitbach Roßbach (Wied) Hausen (Wied) Datzeroth Niederbreitbach Hümmerich Oberhonnefeld-Gierend Oberraden Straßenhaus Kurtscheid Bonefeld Ehlscheid Rengsdorf Melsbach Hardert Anhausen Rüscheid Thalhausen Meinborn Nordrhein-Westfalen Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Ahrweiler Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Marienhausen WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
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Die Verbandsgemeinde Puderbach ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 16 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Ortsgemeinde Puderbach.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Puderbach umfasst 16 Ortsgemeinden, bestehend aus 39 Ortschaften mit knapp 15.000 Einwohnern.

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Dernbach 5,48 1.025
Döttesfeld 5,85 595
Dürrholz 6,90 1.230
Hanroth 2,43 620
Harschbach 2,18 404
Linkenbach 5,43 452
Niederhofen 1,38 404
Niederwambach 6,88 442
Oberdreis 9,00 847
Puderbach 11,03 2.384
Ratzert 2,78 229
Raubach 7,83 1.937
Rodenbach bei Puderbach 6,62 671
Steimel 5,59 1.250
Urbach 11,26 1.543
Woldert 5,03 589
Verbandsgemeinde Puderbach  95,68 14.622

(Einwohner am 31. Dezember 2012)[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde entstand am 1. Januar 1968 im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform aus den gebietsmäßig deckungsgleichen und seit 1937 bestehenden einstmals eigenständigen Ämtern Puderbach und Niederwambach.

Bis etwa zum Jahre 1940 hatte das Gebiet einen rein landwirtschaftlichen Charakter. Infolge der geringen Bodenfläche herrschte der Kleinbesitz vor. Durch die Ansiedlung von Industriebetrieben und Veränderungen in der Landwirtschaft begann nach 1945 ein Strukturwandel, der bis heute nicht ganz zum Abschluss gekommen ist

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Puderbach; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 3.785
1835 5.244
1871 6.145
1905 6.325
1939 7.198
1950 8.083
Jahr Einwohner
1961 8.343
1970 10.224
1987 11.443
1997 14.300
2005 15.128
2012 14.622

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Puderbach besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU GRÜNE LINKE FWG Gesamt
2014 11 7 2 1 7 28 Sitze
2009 13 6 1 8 28 Sitze
2004 13 10 1 8 32 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Rot bordiert; gespalten durch eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine grüne Linde mit schwarzem Stamm; vorn in Silber vier rote Schrägbalken, belegt mit einem nach links gewendeten blauen Pfau; hinten in Rot schrägrechts hintereinander drei silberne Rauten.“

Das wiedsche Wappen mit Schrägbalken und Pfau verweist auf die frühere Zugehörigkeit des Verbandsgemeindegebietes zur oberen Grafschaft Wied; Puderbach war Sitz der Hohen Veste (hier im Sinne von Landgericht) im Nordteil der Grafschaft. Die drei Rauten, Wappen der Walpoden von der Neuerburg (jedoch Schwarz auf Silber), erinnern daran, dass diese vor 1329 im Kirchspiel Puderbach die Burg Reichenstein erbauten und sich danach Herren von Reichenstein nannten. Die Linde symbolisiert die Gerichtslinde der Hohen Veste, bezeugt in deren Weistum von 1553. Das Wappen ist rechtsgültig seit dem 12. Januar 1959 und nach einem Entwurf von Johannes Jacobi, Neuwied.

Kommunalpartnerschaft[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Puderbach pflegt seit 1970 eine Kommunalpartnerschaft mit dem französischen Kanton Barenton in der Normandie.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen