Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße
Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße hervorgehoben
49.826.7522222222222Koordinaten: 49° 49′ N, 6° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Fläche: 164,42 km²
Einwohner: 26.870 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 2 35 5006
Verbandsgliederung: 19 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Brückenstraße 26
54338 Schweich
Webpräsenz: www.schweich.de
Bürgermeisterin: Christiane Horsch (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße im Landkreis Trier-Saarburg
Luxemburg Saarland Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Trier Bescheid (Hunsrück) Beuren (Hochwald) Damflos Geisfeld Grimburg Gusenburg Hermeskeil Hinzert-Pölert Naurath (Wald) Neuhütten (Hochwald) Rascheid Reinsfeld Züsch Baldringen Greimerath (bei Trier) Heddert Hentern Kell am See Lampaden Mandern Paschel Schillingen Schömerich Vierherrenborn Waldweiler Zerf Kanzem Konz Nittel Oberbillig Onsdorf Pellingen Tawern Temmels Wasserliesch Wawern (Saar) Wellen (Mosel) Wiltingen Bonerath Farschweiler Gusterath Gutweiler Herl Hinzenburg Holzerath Kasel (bei Trier) Korlingen Lorscheid Mertesdorf Morscheid Ollmuth Osburg Pluwig Riveris (Gemeinde) Schöndorf (an der Ruwer) Sommerau (an der Ruwer) Thomm Waldrach Ayl Fisch (Saargau) Freudenburg Irsch (bei Saarburg) Kastel-Staadt Kirf Mannebach (bei Saarburg) Merzkirchen Ockfen Palzem Saarburg Schoden Serrig Taben-Rodt Trassem Wincheringen Bekond Detzem Ensch Fell (Mosel) Föhren Kenn Klüsserath Köwerich Leiwen Longen Longuich Mehring (Mosel) Naurath (Eifel) Pölich Riol Schleich Schweich Thörnich Trittenheim Aach (bei Trier) Franzenheim Hockweiler Igel (Mosel) Kordel (Eifel) Langsur Newel Ralingen Trierweiler Welschbillig ZemmerKarte
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Blick von Schweich moselabwärts

Die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße liegt nordöstlich von Trier an der Römischen Weinstraße und hat über 26.000 Einwohner. Zur Verbandsgemeinde gehören die Stadt Schweich an der Mosel und die 18 selbstständigen Ortsgemeinden Bekond, Detzem, Ensch, Fell, Föhren, Kenn, Klüsserath, Köwerich, Leiwen, Longen, Longuich, Mehring, Naurath, Pölich, Riol, Schleich, Thörnich und Trittenheim.

Geographie[Bearbeiten]

Die Höhenlage der Verbandsgemeinde erstreckt sich von 114 Meter über NHN auf der Mosel bei Trittenheim bis auf 493 Meter über NHN bei Neu-Mehring.

Benachbarte Kommunen[Bearbeiten]

Benachbarte Kommunen sind (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden):

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Die Auflistung enthält die Wappen, die Gemeindenamen, die Gemarkungsflächen, beispielhaft die Einwohnerzahlen von 1950 sowie die aktuellen Einwohnerzahlen. Alle Spalten sind sortierbar.

Wappen und Gemeindename Fläche
(km²)
Einwohner
(1950)[2]
Einwohner
(31. Dezember 2012)[3]
Wappen Bekond 3,81 591 873
Wappen Detzem 5,56 658 570
Wappen Ensch 6,83 532 471
Wappen Fell 15,73 1.843 2.454
Wappen Föhren 9,79 1.903 2.691
Wappen Kenn 3,88 960 2.530
Wappen Klüsserath 11,70 1.239 1.087
Wappen Köwerich 2,31 375 331
Wappen Leiwen 12,71 1.360 1.540
Wappen Longen 0,97 135 92
Wappen Longuich 8,82 1.069 1.280
Wappen Mehring 22,37 1.774 2.293
Wappen Naurath (Eifel) 5,18 367 357
Wappen Pölich 3,20 331 470
Wappen Riol 6,31 688 1.221
Wappen Schleich 1,59 225 201
Wappen Schweich, Stadt 31,09 4.597 7.146
Wappen Thörnich 2,49 229 180
Wappen Trittenheim 10,10 1.389 1.083
Wappen VG Schweich an der Röm. Weinstr. 164,50 20.265 26.870

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Schweich entstand durch das Landesgesetz zur Änderung kommunalverfassungsrechtlicher Vorschriften und zur Vorbereitung der Neugliederung der Gemeinden vom 16. Juli 1968, das die Umgestaltung der bisherigen Ämter zu Verbandsgemeinden bestimmte. Die Verbandsgemeinde Klüsserath wurde im Zuge der vom Land Rheinland-Pfalz durchgeführten Territorialreform 1969/1970 aufgelöst und die Gemeinden Klüsserath, Leiwen, Köwerich, Detzem, Thörnich, Ensch, Schleich, Pölich und Bekond kamen zur Verbandsgemeinde Schweich. Die amtlich verliehene Zusatzbezeichnung an der Römischen Weinstraße trägt die Verbandsgemeinde seit dem 1. Januar 1989.[4] Am 1. Januar 2012 wurde die Ortsgemeinde Trittenheim in die Verbandsgemeinde eingegliedert, sie gehörte zuvor der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron im Landkreis Bernkastel-Wittlich an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 9.227
1835 13.655
1871 15.320
1905 16.497
1939 19.015
1950 20.265
Jahr Einwohner
1961 21.304
1970 22.729
1987 23.154
1997 24.962
2005 25.800
2010 26.245

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Schweich besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 10 15 11 36 Sitze
2004 10 16 10 36 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Bernhard Becker, 1963 bis 1985, zunächst Amtsbürgermeister und später Bürgermeister
  • Harald Bartos, bis 1996
  • Berthold Biwer, 1996 bis 2011
  • Christiane Horsch, ab 2012

Kommunalpartnerschaften[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde unterhält Partnerschaften zum englischen Portishead (seit 1992), zum italienischen Murialdo (seit 1995) und zum polnischen Krokowa (Krockow, seit 1995).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zwischen Föhren, Hetzerath und Bekond befindet sich der 1992 ins Leben gerufene Industriepark Region Trier. Dort haben sich rund 120 Betriebe mit etwa 2200 Arbeitsplätzen angesiedelt. Die Größe des Gebietes beträgt etwa 2,4 Quadratkilometer. Auch Weinbau und Tourismus sind in der Verbandsgemeinde von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Solar-, Wind- und Wasserkraft werden in der Verbandsgemeinde intensiv genutzt. Die maximale Leistung aller installierten Photovoltaikanlagen (Stromerzeugung durch direkte Sonneneinstrahlung) betrug im Jahre 2010 circa 27 Megawatt. Die Leistung der Windkraftanlagen betrug im Jahre 2010 etwa 20 Megawatt.[7]

Ein Projekt in der Verbandsgemeinde ist die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerkes Rio auf den Gemarkungen Schweich/Longen/Mehring (am Hummelsberg) und Ensch (im Kautenbachtal) durch die Stadtwerke Trier mit einer vorgesehenen Leistung von 300 Megawatt.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Autobahn A 1 führt durch das Gebiet der Verbandsgemeinde und überquert bei Schweich die Mosel. Am Autobahndreieck Moseltal bei Longuich zweigt die A 602 nach Trier ab. Über die A 64 besteht eine Anbindung nach Luxemburg. Die B 53 führt entlang der Mosel von Trier über Schweich und Mehring nach Bernkastel-Kues und Alf.

Die Verbandsgemeinde ist ebenfalls angeschlossen an die Eisenbahnstrecke Trier-Koblenz. Es gibt Bahnhöfe in Schweich und Föhren. Rechts der Mosel verlief die Moselbahn (Kleinbahn), auf deren Trasse heute ein Teil des Mosel-Radweges verläuft. Der Radweg Wittlicher Senke führt von Schweich durch die Wittlicher Senke nach Wittlich und der Salm-Radweg verläuft entlang der Salm von Klüsserath nach Dreis.

Bei Föhren befindet sich ein Flugplatz mit dem Namen Trier-Föhren. Für die Personen-Schifffahrt auf der Mosel gibt es Anlegestellen in Schweich, Mehring, Klüsserath, Leiwen und Trittenheim.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
  3. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF-Datei; 2,03 MB), Seite 203
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Verbandsgemeinderatswahlen
  7. Berichterstattung im Trierischen Volksfreund
  8. Informationen bei den Stadtwerken Trier