Verbandsgemeinde Wittlich-Land

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Wittlich-Land
Verbandsgemeinde Wittlich-Land
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Wittlich-Land hervorgehoben
49.9869446.889722Koordinaten: 49° 59′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 235,38 km²
Einwohner:

21.592 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 2 31 5008
Verbandsgliederung: 24 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.vg-wittlich-land.de
Bürgermeister: Christoph Holkenbrink (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Landkreis Vulkaneifel Trier Landkreis Trier-Saarburg Rhein-Hunsrück-Kreis Bernkastel-Kues Brauneberg Burgen (Hunsrück) Erden Gornhausen Graach an der Mosel Hochscheid Kesten Kleinich Kommen Lieser (Gemeinde) Lösnich Longkamp Maring-Noviand Minheim Monzelfeld Mülheim (Mosel) Neumagen-Dhron Piesport Ürzig Veldenz Wintrich Zeltingen-Rachtig Bausendorf Bengel (Mosel) Diefenbach (bei Wittlich) Flußbach Hontheim Kinderbeuern Kinheim Kröv Reil Willwerscheid Bettenfeld Dierfeld Eckfeld Eisenschmitt Gipperath Greimerath (Eifel) Großlittgen Hasborn (Eifel) Karl (Eifel) Laufeld Manderscheid Meerfeld Musweiler Niederöfflingen Niederscheidweiler Oberöfflingen Oberscheidweiler Pantenburg Schladt Schwarzenborn (Eifel) Wallscheid Berglicht Breit Büdlich Burtscheid (Hunsrück) Deuselbach Dhronecken Etgert Gielert Gräfendhron Heidenburg Hilscheid Horath Immert Lückenburg Malborn Merschbach Neunkirchen (Hunsrück) Rorodt Schönberg (bei Thalfang) Talling Thalfang Burg (Mosel) Enkirch Irmenach Lötzbeuren Starkenburg (Mosel) Traben-Trarbach Altrich Arenrath Bergweiler Binsfeld Bruch (Eifel) Dierscheid Dodenburg Dreis Esch (bei Wittlich) Gladbach (Eifel) Heckenmünster Heidweiler Hetzerath (Eifel) Hupperath Klausen (Eifel) Landscheid Minderlittgen Niersbach Osann-Monzel Platten (bei Wittlich) Plein Rivenich Salmtal Sehlem (Eifel) Morbach WittlichKarte
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Rathaus

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 24 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der Stadt Wittlich, die aber der Verbandsgemeinde nicht angehört.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Die Höhenlage des Wittlicher Landes reicht von 125 m bei Platten im Liesertal bis auf 448 m auf dem Kellerberg bei Dierscheid, der höchsten Erhebung der Südeifel, zu deren Landschaft der größere Teil des Verbandsgemeindegebietes gehört, während der kleinere Teil landschaftlich dem Moseltal zuzuordnen ist. Durch die Ausläufer der Eifelberge fließen die zwei Nebenflüsse der Mosel, Salm und Lieser.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Altrich 16,25 1.584
Arenrath 6,77 346
Bergweiler 13,24 872
Binsfeld 9,97 1.056
Bruch 8,63 453
Dierscheid 2,42 165
Dodenburg 3,84 105
Dreis 11,26 1.393
Esch 2,29 405
Gladbach 3,60 342
Heckenmünster 4,88 128
Heidweiler 10,29 186
Hetzerath 13,87 2.191
Hupperath 4,11 583
Klausen 9,22 1.314
Landscheid 30,20 1.958
Minderlittgen 8,19 657
Niersbach 12,82 685
Osann-Monzel 16,58 1.656
Platten 6,63 884
Plein 7,22 635
Rivenich 7,78 728
Salmtal 14,09 2.370
Sehlem 11,25 896
Verbandsgemeinde Wittlich-Land 235,38 21.592

(Einwohner am 31. Dezember 2011)

Geschichte[Bearbeiten]

Der größte Teil der Ortschaften des Wittlicher Landes stammt aus der fränkischen Siedlungsperiode des 6. bis 8. Jahrhunderts. Um die Jahrtausendwende findet man einzelne Orte im Besitz verschiedener Klöster und kleinerer Lehnsherrschaften. Im Bereich des Wittlicher Landes überschnitten sich die Herrschaftsbereiche des Erzbistums Trier und der Grafschaft Luxemburg, zwischen denen es wegen gegenseitiger Gebietsansprüche häufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Im Jahre 1146 fiel die Entscheidung, die den Bestand der Grenzen bis zum Ende des alten Reiches sicherte. Der Erzbischof baute die Burgen Obermanderscheid und Neuerburg bei Wittlich als Landesburgen aus, die ihm als Grenzsicherung gegen Luxemburg dienten. Nachdem die Erzbischöfe von Trier zu Anfang des 14. Jahrhunderts die Würde eines Kurfürsten erlangt hatten, fiel das Wittlicher Land in den Bereich von vier kurfürstlichen Ämtern: Wittlich, Manderscheid, Pfalzel und Bernkastel. Das Dorf Dreis gehörte der Abtei Echternach.

Der westliche Teil des Wittlicher Landes mit der Herrschaft Bruch gehörte zum Herzogtum Luxemburg. Dieser Bereich umfasste die Gemeinden Bruch, Dierscheid, Gladbach, Greverath, Heidweiler, Heckenmünster und Niersbach. Die Gemeinde Dodenburg zählte zur Herrschaft Scharfbillig.

Während der Zeit der französischen Annexion von 1794 bis 1814 gehörte das Wittlicher Land mit seinem größten Teil zum Département de la Sarre, im übrigen zum Département des Forêts. Unter preußischer Verwaltung bildete Wittlich im Regierungsbezirk Trier der Rheinprovinz einen eigenen Landkreis mit mehreren Bürgermeistereien.

1970 wurde die vergrößerte Verbandsgemeinde im Zuge einer Verwaltungsreform aus Teilen der ehemaligen Verbandsgemeinde Wittlich-Land, der Verbandsgemeinde Binsfeld sowie der Verbandsgemeinde Hetzerath gebildet.

Politik[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[2]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2009 8 16 4 8 36 Sitze
2004 8 18 2 8 36 Sitze
1999 10 20 6 36 Sitze

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die wirtschaftliche Struktur der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, früher geprägt durch Land- und Forstwirtschaft sowie den Weinbau, hat sich seit den 1960er Jahren Schritt für Schritt in Richtung auf verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verändert.

Durch die Flächennutzungsplanung der Verbandsgemeinde und entsprechende Bebauungspläne der Ortsgemeinden werden Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen und erschlossen. Dies geschieht schwerpunktmäßig in den im Regionalen Raumordnungsplan mit der besonderen Funktion „Gewerbe“ ausgewiesenen Ortsgemeinden Binsfeld, Hetzerath, Landscheid und Salmtal, im „Industriepark Region Trier“ sowie in den Ortsgemeinden Dreis, Klausen, Osann-Monzel und Sehlem im Rahmen der Eigenentwicklung.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Eifelautobahn (A 1/48) Koblenz - Trier ist Wittlich-Land aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz, dem angrenzenden Köln-Bonner Raum und dem Ruhrgebiet zu erreichen. Seit dem Jahr 2003 stellt die weitergebaute A 60 eine Verbindung über Bitburg nach Lüttich und Brüssel dar. Ein Netz von Landes- und Kreisstraßen sorgt für die Naherschließung. Die Bahnstrecke Koblenz-Trier hat Stationen in Wittlich, Salmtal, Sehlem und Hetzerath. Linienbusse im Verkehrsverbund Region Trier vervollständigen das öffentliche Personen-Nahverkehrs-Netz von der Kreisstadt Wittlich aus.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land wird touristisch auch als „Moseleifel“ bezeichnet.

Der Maare-Mosel-Radweg entstand auf der ehemaligen Bahntrasse Daun - Lieser mit der Fortführung nach Bernkastel-Kues. Der Radweg Wittlicher Senke verläuft zwischen Wittlich und Schweich durch das Gebiet der Verbandsgemeinde und der Salm-Radweg verläuft entlang der Salm zwischen Dreis und Klüsserath/Mosel.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verbandsgemeinde Wittlich-Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Verbandsgemeinderat