Verbrauch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Verbrauch ist in der Wirtschaftswissenschaft die aufzehrende Verwendung eines Gutes, für personenbezogenen Verbrauch siehe Konsum, für Rechtliches Verbraucher. Der auf eine einzelne Person bezogene Verbrauch wird als Pro-Kopf-Verbrauch bezeichnet.

Aufzehrende Verwendung oder Nutzung meint, dass in deren Folge der Nutzen des Gutes durch Veränderung oder Umwandlung nicht mehr verfügbar, in anderer Form verfügbar oder in anderem Maße verfügbar ist. Da der Nutzen das Gut definiert, existiert auch das Gut anschließend nicht mehr, nicht mehr in gleicher Form oder in anderem Maße, sondern eine geringere Menge oder ein Folgeprodukt, welches weniger wertvoll, wertlos oder schädlich sein kann. Verbraucher kann also auch eine Maschine, z. B. ein Motor sein, der Energie in eine andere Form umwandelt. Der wirtschaftliche Wert kann insgesamt steigen.

In der Betriebswirtschaft wird der Begriff Verbrauch nicht nur für die Nutzung von Vermögensgegenständen (Aktiva), sondern auch für die Verringerung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen (Passiva) im Zuge der Erfüllung der Verpflichtung verwendet. So werden beispielsweise die Versorgungszahlungen aus betrieblicher Altersversorgung als Verbrauch der Pensionsrückstellungen angesehen.

Eine Abschätzung, wie lange oder weit das Gut noch verfügbar ist, nennt man dessen Reichweite. In einem Unternehmen ist das eine Frage der Logistik, für Rohstoffe, siehe Reichweite (Rohstoff), oft eine geopolitische. Für Fortbewegungsmittel bestimmen u. a. der Kraftstoffverbrauch die Reichweite als noch verbleibende Strecke.

Für viele Produkte ist bei Verkauf oder Vermietung das Nennen der Verbrauchsangaben gesetzlich vorgeschrieben, meist auch die konkrete Art und Weise der Nennung. Für die Ermittlung der Verbrauchswerte gelten dann genormte Messverfahren.

Siehe auch[Bearbeiten]