Verbrauch

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Als Verbrauch wird die aufzehrende Verwendung eines Gutes bezeichnet. Der Begriff bedeutet, dass das Gut bzw. sein Wert durch eine Tätigkeit abnimmt, das heißt „verbraucht“ wird. Physikalisch gesehen verschwindet aber weder Materie noch Energie.

Es handelt sich um eine Nutzung, in deren Folge der Nutzen des Gutes durch Veränderung oder Umwandlung nicht mehr verfügbar, in anderer Form verfügbar oder in anderem Maße verfügbar ist. Da der Nutzen das Gut definiert, existiert auch das Gut anschließend nicht mehr, nicht mehr in gleicher Form oder in anderem Maße, sondern eine geringere Menge oder ein Folgeprodukt, welches weniger wertvoll, wertlos oder schädlich sein kann.

Derjenige, der das Gut verwendet, wird Verbraucher genannt, als Person, die das Gut auch erworben hat, auch „Konsument“. Verbraucher kann auch eine Maschine, beispielsweise ein Motor sein. Der auf eine einzelne Person bezogene Verbrauch wird umgangssprachlich als „Pro-Kopf-Verbrauch“ bezeichnet.

In der Betriebswirtschaft wird der Begriff Verbrauch nicht nur für die Nutzung von Vermögensgegenständen (Aktiva), sondern auch für die Verringerung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen (Passiva) im Zuge der Erfüllung der Verpflichtung verwendet. So werden beispielsweise die Versorgungszahlungen aus betrieblicher Altersversorgung als Verbrauch der Pensionsrückstellungen angesehen.

Eine Abschätzung, wie lange das Gut noch verfügbar ist, nennt man dessen Reichweite, insbesondere die

Mittlerer Verbrauch pro Jahr[Bearbeiten]

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Anhaltspunkte für Verbrauchswerte in Deutschland:

Endenergieverbrauchskennwerte bei Wohnungen und Gebäuden hängen stark, von der baulichen Qualität, bei Wohnungen der Lage im Gebäude (wie viele Flächen zur Außenluft gibt es) und dem Nutzerverhalten ab. Bei einer normalen Wohnnutzung wird eine Temperatur von 20-21°C unterstellt, wobei ungedämmte Ein- Zwei-Familienwohnhäuser i.M. oft niedrigere Temperaturen aufweisen. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen Nutzenergie (Heizung und Warmwasser) und der Endenergie, die an der Gebäudegrenze bezogen und bezahlt werden muss, also das was an der Gebäudegrenze "verbraucht" wird. Die Differenz zwischen Nutzenergie und Endenergie sind meist Anlagenverluste, die bei der Beheizung i.d.R. zwischen 10 und 30 % und bei der Warmwassererzeugung zwischen 5 und bis zu 90% liegen. Der Effizienzunterschied ist bei Stromdirektheizungen (z.B. elektrischer Durchlauferhitzer) wesentlich geringer als bei Anlagen mit großen Erzeuger, Stillstands- und Verteilverlusten (z.B. Warmwasserbereitung mittel zentraler Erzeugung über einen Heizkessel). Bei der Fernwärme entfallen zumindest die Erzeugungsverluste (ca. 5-30%).

Folgende Vergleichsgrafik zeigt eine Gegenüberstellung von Nutzenergien:

Der Bandtacho Energieausweis 2014[6] zeigt eine beispielhafte Gegenüberstellung von Endenergien, inkl. Warmwasser (Vergleichskennwerte Energieverbrauchsausweis für Wohngebäude gem. EnEV 2014):

Umrechnungsfaktoren Nutzenergie zu Endenergie (Heizung // Heizung mit Warmwassererzeugung):

Einheitenumrechnung: 1 m³ Gas = ca. 11 kWh 1 Liter Öl = ca. 10 kWh

Anhaltspunkte für Verbrauchswerte pro Jahr in Österreich liefert E-Control.[8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Wasserwirtschaft, abgerufen am 3. April 2014
  2. www.solaranlagen-portal.de Angaben zum Warmwasserverbrauch pro Person
  3. bei 40° Temperaturunterschied und 20-60 Litern/Tag, laut www.modernes-bad.com
  4. bei 40° Temperaturunterschied und 20-60 Litern/Tag, laut www.modernes-bad.com
  5. http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/4spalten;art735,4028348
  6. Bandtacho Energieausweis 2014 (PDF; 231 kB)
  7. EnEV 2014 (derzeitiger Stand) (PDF; 4,2 MB)
  8. www.e-control.at Verbrauch für Österreich