Verdrillmast

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Verdrillung farblich hervorgehoben

Ein Verdrillmast ist in der elektrischen Energietechnik ein Abspannmast, bei dem die Außenleiter eines Stromkreises auf dem Mast ihren Platz tauschen (Verdrillung). Eine solche Verdrillung lohnt sich bei Freileitungen ab 110 kV, die länger als 20 km sind. Die Verdrillung erfolgt nach einem bestimmten Schema, dem Verdrillschema.

Das Verdrillen ist deshalb notwendig, da zwischen dem Leiter und dem Erdboden eine Kapazität entsteht, die Leitungsverluste bewirkt. Weiter vom Erdboden entfernte Leiter bilden eine geringere Kapazität aus als weiter unten hängende Leiter. Durch das Verdrillen versucht man, diese Kapazitäten je Außenleiter gleich zu halten. Auch gleichen sich Wechselwirkungen zwischen den Leitern und benachbarten Leitungssystemen (z. B. 16,7 Hz Bahnstromleitung) so aus.

Eine Verdrillung kann auch im Spannfeld erfolgen, was aber in Deutschland nicht realisiert wird. Ein Beispiel für eine Verdrillung im Spannfeld befindet sich bei Lund in Schweden (55° 41′ 47″ N, 13° 6′ 45″ O55.69638888888913.1125).

Verschiedene Verdrillschemata.

Beispiele[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]