Verdrillmast

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Verdrillmast, Leitertausch farblich hervorgehoben

Ein Verdrillmast ist in der elektrischen Energietechnik ein Abspannmast, bei dem die Außenleiter eines Stromkreises auf dem Mast ihren Platz tauschen. Eine solche Verdrillung lohnt sich bei Freileitungen ab 110 kV, die länger als 20 km sind. Sie erfolgt nach einem bestimmten Schema, dem Verdrillschema.

Das Verdrillen ist deshalb notwendig, da zwischen dem Leiter und dem Erdboden eine Kapazität entsteht. Weiter vom Erdboden entfernte Leiter bilden eine geringere Kapazität aus als weiter unten hängende Leiter. Durch das Verdrillen versucht man, diese Kapazitäten je Außenleiter gleich zu halten. Wesentlich sind möglichst gleiche Leiterkapaiztäten zum Erdpotential unter anderem bei der Erdschlusskompensation, um die Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie zu erhöhen.

Eine Verdrillung kann auch im Spannfeld erfolgen, was aber in Deutschland nicht realisiert wird.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Réne Flosdorff, Günther Hilgarth: Elektrische Energieverteilung. 8. Auflage. Teubner, 2003, ISBN 3-519-26424-2.