Vereinigte Großlogen von Deutschland

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Die Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) sind ein Zusammenschluss der fünf Großlogen der Freimaurer in Deutschland, die von der Vereinigten Großloge von England gemäß ihren Basic Principles of Grand Lodge Recognition als regulär anerkannt sind.

Die Freimaurer der VGLvD bekennen sich zu den auf Würde, Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen ausgerichteten Traditionen ihres Bundes. Die nach eigenen Angaben circa 470 Logen der VGLvD nehmen nur Männer auf (es bestehen aber freundschaftliche Beziehungen zur Frauen-Großloge von Deutschland). Es handelt sich bei den VGLvD um den größten freimaurerischen Großlogen-Dachverband in Deutschland. Großmeister der etwa 14.100 deutschen Freimaurer ist derzeit Prof. Dr. Rüdiger Templin.

Altgroßmeister[Bearbeiten]

  • Theodor Vogel (1958–1959),
  • Friedrich A. Pinkerneil (1959–1960 und 1962–1963),
  • Konrad Merkel (1960–1961),
  • Richard Müller-Börner (1961–1962),
  • Willi Schulz (1963–1965 und 1969–1970),
  • Werner Römer, (1965–1966 und 1968–1969),
  • Heinz Rüggeberg (1966–1968),
  • Hans Gemünd (1970–1971),
  • Hermann Kehlenbeck (1971–1972),
  • Friedrich Heller (1972–1975),
  • Walter Veit (1975–1976),
  • Hans Werner Schneider (1976),
  • Günther Gall (1976–1977),
  • Bernhard Rohland (1977–1978),
  • Jürgen Holtorf (1978–1985),
  • Ernst Walter (1985–1991),
  • Rainer J. Schicke (1991–1997),
  • Alfred F. Koska (1997–2003),
  • Klaus Horneffer (2003–2006),
  • Klaus-M. Kott (2006–2009).

Großlogen[Bearbeiten]

Zu den Vereinigten Großlogen von Deutschland gehören:

Weiterhin sind die beiden Johannislogen mit besonderen Aufgaben Jacob DeMolay zum flammenden Stern[1] (mit drei Deputationslogen) und Zur weißen Lilie[2] sowie die Forschungsloge Quatuor Coronati[3] den Vereinigten Großlogen von Deutschland unmittelbar unterstellt.

Konstitution[Bearbeiten]

1958 schlossen sich die am 19. Juni 1949 in der Frankfurter Paulskirche neu gegründete Vereinigte Großloge von Deutschland (die heutige Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)) und die ursprünglich 1770 entstandene Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLL FvD) zusammen zu den Vereinigten Großlogen von Deutschland, Bruderschaft der Freimaurer auf der Basis der Magna Charta der deutschen Freimaurer. Dieser Magna Charta traten 1970 die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ (GNML „3WK“), die Provinziallgroßlogen der Vereinigten Großloge von Deutschland Provinz Britischer Freimaurer (PR BRF) und die American Canadian Grand Lodge (ACPGL AF&AM) bei.

Die VGLvD vertreten die weltweit anerkannte deutsche Freimaurerei gegenüber ausländischen Institutionen (anderen Großlogen) sowie der deutschen Öffentlichkeit. Die Mitgliedsgroßlogen sind in ihren inneren Angelegenheiten sowie in der Lehrart autonom.

Im Gegensatz zu anderen Großlogen ist der Großmeister der VGLvD nur repräsentativ tätig. Entscheidungsgremium ist der Senat, der aus fünf Mitgliedern der GL AFuAMvD, drei Mitgliedern der GLLFvD und je einem Mitglied der anderen drei Großlogen besteht.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Berger, Klaus-Jürgen Grün (Hrsg.): Geheime Gesellschaft: Weimar und die deutsche Freimaurerei. Katalog zur Ausstellung der Stiftung Weimarer Klassik im Schiller-Museum Weimar 21. Juni bis 31. Dezember 2002. Hanser Verlag, München 2002, ISBN 3-446-20255-2.
  • Klaus Jürgen Grün: Philosophie der Freimaurerei. Eine interkulturelle Perspektive. Traugott Bautz Verlag, Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-329-7. (Interkulturelle Bibliothek 124)
  • Helmut Reinalter: Die Freimaurer. 4. Auflage. Beck Verlag, München 2004, ISBN 3-406-44733-3.
  • Tom Goeller: Freimaurer. Aufklärung eines Mythos. Berlin 2006, ISBN 3-89809-071-X.
  • Michael Kraus (Hrsg.): Die Freimaurer. Salzburg 2007, ISBN 978-3-902404-40-4.
  • Jahrbuch 2012 der Vereinigten Großlogen von Deutschland - Bruderschaft der Freimaurer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Loge Jacob De Molay zum flammenden Stern
  2. Loge Zur weißen Lilie
  3. Forschungsloge Quatuor Coronati
  4. Über die VGLvD

Weblinks[Bearbeiten]