Vereinigtes Institut für Kernforschung
Das Vereinigte Institut für Kernforschung (russisch Объединённый институт ядерных исследований (ОИЯИ), englisch JINR Joint Institute for Nuclear Research) ist ein Kernforschungszentrum in Dubna, nahe Moskau in Russland gelegen. Es wurde 1956 gegründet, um ein gemeinsames Zentrum zur Erforschung der Eigenschaften von Materie für alle Beteiligten zu erhalten. 1957 ging der Teilchenbeschleuniger Synchrophasotron des Instituts in Betrieb.
Zu den Mitgliedsstaaten des Institutes zählen 18 Länder großteils aus dem ehemaligen Ostblock, und es gibt Zusammenarbeit mit 712 Instituten aus 57 Ländern, darunter auch Institute in Deutschland und den USA.
Das Institut ist für die Entdeckung der folgenden Elemente des Periodensystems bekannt: Rutherfordium (1964), Dubnium (1967), Seaborgium (1974), Ununquadium (Insel der Stabilität, 1999), Ununhexium (2001), Ununtrium (2004), Ununpentium (2004), Ununoctium (2006) und jüngst Ununseptium (2010)[1].
[Bearbeiten] Direktoren des Instituts
- Dmitri Iwanowitsch Blochinzew (1956-1965)
- Nikolai Nikolajewitsch Bogoljubow (1966-1988)
- Dezső Kiss (1989-1991)
- Wladimir Kadyschewski (1992-2005)
- Alexei Sissakjan (2006-2010)
- Michail Grigorjewitsch Itkis (seit 2010)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ 2010, ref. in Phys. Rev. Lett. 194,142502