Vereinigung clubfreier Golfspieler

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Die Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) ist ein deutscher Sportverein für Golfer unter dem Dach des Deutschen Golf Verbandes. Sie ist eine vom DGV anerkannte Interessenvertretung aller clubfreien Golfspieler in Deutschland[1].

Ausgangslage[Bearbeiten]

Wer auf Golfplätzen mit gehobenem Niveau in Deutschland spielen möchte, muss entweder dort Mitglied sein oder eine Mitgliedschaft in einem anderen Club besitzen. Anders als in den USA gibt es kaum Plätze, die allen offenstehen. Weitere Voraussetzung zum Spielen ist eine sogenannte Platzerlaubnis, für die man einen Kurs belegt haben muss und in einer Prüfung ein Handicap von 54 ablegen muss.

Ziele[Bearbeiten]

Aufgabe der VcG ist es, an der Verbreitung des Golfsportes in Deutschland mitzuwirken und zu diesem Zweck wurde sie 1993 gegründet. Zum einen wird Interessenten ein kostengünstiger und flexibler Einstieg in das Golfspiel ermöglicht, Einstiegsbarrieren sollen abgebaut werden, um viele Menschen für den Golfsport zu gewinnen.[2] Gleichzeitig versteht sich die VcG auch als Heimat für Greenfee-Spieler und Gelegenheitsgolfer - also als Verein für diejenigen Golfspieler, die sich nicht an einen Club binden und stattdessen auf verschiedenen Anlagen gegen eine Spielgebühr, das Greenfee, spielen möchten.

Prinzip der VcG[Bearbeiten]

Für den Betrag von derzeit jährlich 195 Euro ist man in der VcG Mitglied. Man hat die Möglichkeit bei rund 700 Golfclubs in Deutschland gegen Gebühr, das sogenannte Greenfee zu spielen. (Stand Januar 2011)[3] Der finanzielle Aufwand für Einsteiger oder Greenfeespieler ist also vergleichsweise gering.

Berechtigung, im Ausland spielen zu dürfen Der VcG strebt an, sein Konzept auf Plätzen in Europa ebenfalls umsetzen zu dürfen.

Mitgliederzahlen[Bearbeiten]

Derzeit sind über 21.000 Golfspieler Mitglied in der VcG[3] (Stand: Januar 2011). Damit ist sie einer der größten Sportvereine Deutschlands. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 fanden mehr als 48.740 Sportler (Stand: Januar 2010) mithilfe der VcG den Einstieg in das Golfspiel. Manche Golfer wechseln nach einiger Zeit von der VcG in einen traditionellen Golfclub, denn für 'Vielspieler' ist eine Club-Mitgliedschaft günstiger, weil nicht bei jeder Runde Greenfee bezahlt werden muss. Dieser Wechsel in die Clubs ist durchaus beabsichtigt. Zugleich führt er aber dazu, dass die Zuwächse der Mitgliederzahlen der VcG geringer werden.

Abschlag Schule[Bearbeiten]

Aus den Mitgliedschaftsbeiträgen erwirtschaftete Gewinne werden z.T. in Förderprojekte investiert. Dies sind seit 1999 Abschlag Schule[4], "pay& play - Öffentlicher Kurzplatz für Jedermann" (2003-2005) [5] und "play golf, start living" [6] (2001-2003). Bislang investierte die VcG rund 12,5 Millionen Euro in Förderprojekte (Stand: 31. März 2009).[7]

Das Förderprojekt "Abschlag Schule" verfolgt das Ziel, Golf als Schulsport zu etablieren. Kinder und Jugendliche sollen so mit dem Golfsport in Kontakt kommen. Gleichzeitig soll Nachwuchs für den Vereinssport gewonnen und die Akzeptanz des Golfsportes erhöht werden. 1999 startete Abschlag Schule ausschließlich in den neuen Bundesländern. 2001 erfolgte die Ausdehnung auf das gesamte Bundesgebiet. Seit dem Start nahmen mehr als 57.000 (Stand 31. März 2009) Schüler daran teil. Grundsätzlich gibt es mehrere Fördermöglichkeiten im Rahmen des Projekts: Schnuppertage oder eine Projektwoche, Arbeitsgemeinschaft in der Schule oder eine Arbeitsgemeinschaft auf dem Golfplatz.[8] Fördermaßnahmen sind finanzielle Zuschüsse für den Transport zwischen Schule und Golfplatz, den Golfunterricht sowie für Material, insbesondere Leihschläger. Schüler, die durch Abschlag Schule mit dem Golf in Kontakt gekommen sind, haben die Möglichkeit in eigenen Turnieren erste Erfahrungen zu sammeln. 9.500 Kinder und Jugendliche in 510 Schulen nahmen im Jahr 2008 teil. Die teilnehmenden Schulen liegen im gesamten Bundesgebiet. Jeder vierte Jugendliche wird langfristig für die Nachwuchsarbeit der Vereine gewonnen.

Golf - dank Abschlag Schule - bei Jugend trainiert für Olympia aufgenommen: Ende März 2007 hat das Kuratorium der Deutschen Schulsportstiftung auf Empfehlung der Sportkommission der Kultusministerkonferenz beschlossen, die Sportart Golf ab sofort in das Standardprogramm von Jugend trainiert für Olympia aufzunehmen. JTFO gilt als größter Schulsportwettbewerb der Welt, an dem jährlich mehr als 900.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland teilnehmen. [9] Erst durch das Förderprojekt hat sich ein nahezu in allen Bundesländern stattfindendes Wettkampfsystem inklusive Landesfinalveranstaltungen etabliert - und damit die strukturellen Voraussetzungen (Magdeburger Kriterien) für die Aufnahme geschaffen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.vcg.de/fileadmin/Downloads/Clubs/02-2012_informiert.pdf, S. 4
  2. http://www.vcg.de/einsteiger/wer-wir-sind.html
  3. a b http://www.vcg.de/fileadmin/Downloads/PM_2011/110117_PM_VcG_erste%20Zahlen%202010.pdf
  4. http://www.vcg.de/einsteiger/wer-wir-sind/foerderprojekte.html
  5. http://www.vcg.de/einsteiger/wer-wir-sind/foerderprojekte/pay-play.html
  6. http://www.vcg.de/einsteiger/wer-wir-sind/foerderprojekte.html
  7. http://www.vcg.de/einsteiger/wer-wir-sind/foerderprojekte.html
  8. http://www.vcg.de/fileadmin/Bilder/Foerderprojekte/AS_Antrag_2008.pdf
  9. vgl. [1]

Weblinks[Bearbeiten]