Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) ist ein eingetragener Verein, der sich als Anlaufpunkt für die Reiter und Fahrer versteht, die das Reiten und Fahren vornehmlich im Gelände und auf Wanderritten betreiben und ein Interesse an einem artgerechten Umgang mit dem Pferd haben, und der Freizeitgestaltung mit dem Pferd gegenüber der Sportausübung den Vorrang einräumen. Die VFD ist nach der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) der zweitgrößte deutsche Reiterverband. Die VFD ist offen für Reiter aller Stilrichtungen und unterscheidet damit im Gegensatz zur FN oder der EWU nicht zwischen Dressur- und Westernreiterei.

Gegründet wurde die VFD 1973 als Initiative gegen eine Anfang der 1970er Jahre geplante starke Einschränkung des Reitrechts in Wald und Flur. Auch heute stellt die Lobbyarbeit gegen Reitverbote oder gegen Initiativen zur Einführung einer Pferdesteuer einen Tätigkeitsschwerpunkt der VFD dar (siehe Tätigkeitsschwerpunkte).

Organisation[Bearbeiten]

Die VFD ist in 14 Landesverbänden organisiert:

wobei der Verband mit Südtirol die deutschen Landesgrenzen überschritten hat.

Die Landesverbände sind zu einem Bundesverband zusammengefasst. Innerhalb der Landesverbände kann sich die regionale Gliederung unterscheiden, so existiert beispielsweise in Nordrhein-Westfalen nahezu für jeden Kreis bzw. jede kreisfreie Stadt ein regionaler Unterverband, während in Niedersachsen größere Gebiete zu Bezirksverbänden zusammengefasst sind. Die regionalen Gliederungen stellen die Anlaufpunkte für Mitglieder und Interessierte dar. Sie bieten meist regelmäßige Stammtische und Veranstaltungen an, die häufig auch Nicht-Mitgliedern offenstehen.

Die Bundesgeschäftsstelle sitzt in Twistringen.

Tätigkeitsschwerpunkte[Bearbeiten]

Die VFD versteht sich als Lobbyverband der Freizeitreiter und -fahrer und versucht deswegen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene Einfluss zu nehmen auf Gesetzesinitiativen und Verordnungen, die die Belange der Reiter und Fahrer betreffen. Dies können Änderungen sein im Wald-, Reit- und Jagdrecht, oder Abstimmungsprozesse bezüglich der Ausweisung von Reitwegen in einer Gemeinde.

Darüber hinaus versteht sich die VFD auch als Lobbyist der Pferde und setzt sich dementsprechend für einen artgerechten Umgang mit ihnen und artgerechte Formen der Pferdehaltung ein.

Die VFD bietet auch Ausbildungen unter anderem in den Bereichen Fahren, Voltigieren, Gelände- und Wanderreiten an.

Schließlich führen die zahlreichen Verbände der VFD von Reiterspielen über gemeinsame Kutschfahrten und Ausritte bis hin zu Turnieren die unterschiedlichsten Veranstaltungen für Pferd und Reiter durch.

Weblinks[Bearbeiten]