Verena (Heilige)

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Die heilige Verena (* um 260 n. Chr.; † um 320 in Zurzach) gehört zu den meistverehrten Heiligen des ehemaligen Bistums Konstanz. Sie soll aus Theben am oberen Nil in Ägypten stammen und ist in Bad Zurzach (Tenedo) in der Krypta des Verenamünsters beigesetzt. Sie wird heute noch als Heilerin verehrt. Am 1. September wird ihr Gedenktag gefeiert.

zwischen 1138 und 1147: Zwiefalter Chorbuch aus dem Kloster Zwiefalten, Verena (rechts), Monatsbild September, Württembergische Landesbibliothek

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Gemäss dem dritten Kapitel der Vita Prior wurde Verena in Theben als Kind angesehener Eltern geboren. Sie sollen sie einem Bischof, dem Greise Chaeremon zur Taufe und Unterweisung im christlichen Glauben übergeben haben. [1]

Der Name des Bischofs Chaeremon war damals (um 888) dem Schreiber der Vita Prior, Abt (Kloster Reichenau) Hatto III. bekannt, da er bei Eusebius von Caesarea genannt wird. [2] Es könnte somit sein, dass der Name des Bischofs Chaeremon erst durch Hatto III. hinzugefügt wurde. Falls Verena wirklich durch den Bischof Chaeremon von Nilopolis getauft wurde, müsste sie vor seinem Märtyrertod 250 n. Chr. geboren worden sein. Damit wäre Verena nach dem Todesjahr 344, errechnet durch den letzten Propst des Verenastifts Johannes Laurentius Huber, mindestens 94 Jahre alt geworden.

Wanderschaft[Bearbeiten]

Verena soll nach dem Tode des Chaeremon mit anderen Christen nach Unterägypten gelangt sein, wo die Kaiser Diokletian und Maximian neue Soldaten ausgehoben und damit eine thebäische Legion gegründet haben sollen. Im Kapitel 4 der Vita Prior wird dann beschrieben, dass sie im Tross der Legion nach Mailand gelangt ist. Hier soll sie einige Jahre bei einem heiligen Manne Maximus geblieben sein und die Märtyrerstätten und Kerker der Heiligen besucht haben.

Als sie in Mailand vom Tod der weiter gezogenen Legionären gehört habe, sei sie nach Saint-Maurice (Agaunum) gereist. Ein Soldat der thebäischen Legion, Viktor, soll ihr Verlobter gewesen sein. In späteren Legendensammlungen wird dann beschrieben, dass Verena die Märtyrer der thebäischen Legion beerdigt hat.

Laut Kapitel 6 der Vita Prior zog Verena nach Solothurn (Salodorum) weiter und liess sich wiederum bei einem heiligen Manne nieder. Hier soll sie mit Fasten, Gebet und Psalmengesang die Tage verbracht haben. Im weiteren Text des Kapitels 6 schreibt Hatto III. wie sich eine christliche Jungfrau verhalten sollte. Er schliesst ab mit dem Hinweis, dass die heilige Verena sich in einer engen Höhle eingeschlossen hatte.

Will man der Legende Glauben schenken, kann Verena erst nach 285 nach Unterägypten gekommen sein, da Kaiser Diokletian Maximian erst 285 zum Cäsar und 286 zum Kaiser ernannte. Die Verknüpfung zur thebäischen Legion, deren historische Begebenheit umstritten ist, kann wegen der starken Verehrung der thebäischen Legion zur Zeit Hattos erfolgt sein. Es war im römischen Heer üblich, dass Frauen im Tross den Legionären folgten. Nach Speidel gab es vor 300 n. Chr. Legionen, deren Namen auf Theben weisen.[3]

Ebenso gab es bereits im 3. Jahrhundert Häuser für christliche Jungfrauen.[4] Verena könnte in Mailand in einem solchen Haus gelebt haben. Die Reisetätigkeit war zur römischen Zeit stark verbreitet, da die Römerstrassen recht gut ausgebaut waren. Somit widersprechen die damaligen Verhältnisse der Legende nicht.

Es ist aus heutiger Sicht schwierig, auf den Kern der Legenden der heiligen Verena und der Thebäischen Legion zu stossen, trotzdem liegt wohl ein Stück Wahrheit in den Texten.

Wirken[Bearbeiten]

Salodurum[Bearbeiten]

In einer Höhle in der nach ihr benannten Verenaschlucht soll sie sich durch den Verkauf ihrer Handarbeiten ernährt haben. Laut Legende heilte sie Blinde und Besessene. Dadurch hätten sich die Alamannen zum Christentum bekehrt, welche durch einen verbannten Priester aus Italien getauft worden wären. Im Kapitel 8 der Vita Prior ist zu lesen, dass Verena andere Jungfrauen um sich scharte. Im weiteren Text beschreibt Hatto III. noch ausführlicher als im Kapitel 6 das christliche Leben einer gottgeweihten Jungfrau.

Weil Verena so viele Leute anzog, soll sie vom ruchlosen Tyrannen der römischen Herrschaft inhaftiert worden sein. Laut dem 9. Kapitel der Vita Prior erschien ihr in der Nacht ein Jüngling, der sich als Mauritius offenbarte, und sie tröstete. Als der römische Tyrann von einem Fieber befallen worden sei, liess er Verena rufen, damit sie ihn heilen könne. Anschliessend sei Verena freigelassen worden, so dass sie zur Schlucht zurückgehen konnte.

Im 11. Kapitel wird dann das erste Wunder beschrieben:

Als Brot fehlte und Verena zu Gott um Hilfe betete, wurden auf einmal 40 Säcke Mehl am Eingang der Zelle vorgefunden. Nachdem Verena und die Jungfrauen von dem Mehl gegessen hatten, wuchs ihnen immer wieder neues Mehl aus den Zähnen. [1]

Zu Beginn der Vita Posterior steht, dass Verenas Ruf weiter wuchs und sie deshalb heimlich floh und zu einer Insel gelangte.[5]

Da die Alamannen erst ab dem 6. Jahrhundert auf der linksrheinischen Seite siedelten, konnte Verena keine Alamannen bekehren. Aus Unkenntnis wird Hatto III. die kelto-romanische Bevölkerung des 3. Jahrhunderts als Alamannen (Heiden) bezeichnet haben. Die Inhaftierung kann im Zusammenhang mit dem Edikt von 303 unter Diokletian und Maximian stehen.

Dass Verena vor den vielen Bewunderern floh und weiter die Aare herunter wanderte, ist vergleichbar mit der Flucht des heiligen Antonius.[4] Jedoch könnte sie im Zusammenhang mit dem Edikt auch aus Solothurn (Salodurum) nach der Freilassung vertrieben worden sein.

Rheininsel[Bearbeiten]

Auch auf die Rheininsel sollen bald viele Kranke, Blinde und Lahme gekommen sein, damit Verena ihnen half. Im dritten Kapitel der Vita Posterior ist beschrieben, wie eine Frau mit ihrem blinden und lahmen Sohn kam und um Hilfe bat. Verena soll sich in Kreuzform auf den Boden gelegt und bei Gott um Hilfe gebeten haben. Sogleich soll sich der Sohn erhoben haben und nach Hause gegangen sein.[5]

Die Beschreibung der Gebete der Verena erinnert stark an die Form des Mittelalters. »Vielleicht fusst ihre Kommunikation in der Schriftlichkeit des 11. Jh., wo das reine und gute Leben den Wundern oft sogar vorgezogen wird.« (Grafinger, 2007, Seite 71)[6]


Gründung des Klosters Zurzach[Bearbeiten]

Burgkapelle St. Verena und Mauritius, Bad Zurzach, (Kirchlibuck)

Zwischen 1010 und 1265 entstand aus einem benediktischem Kloster am Grabe der Hl. Verena das Chorherrenstift Zurzach. Der Bischof von Konstanz, Rudolf von Habsburg legte am 24. Dezember 1279 die Anzahl der Chorherren auf 9 fest und regelte den genauen Personalablauf. Im Jahr 1294 inkorporierte Bischof Heinrich II. von Klingenberg die Pfarrkirche Zurzach, in der der sich das Verenagrab befand. Sie unterstand bis dahin dem Landkapitel Regensberg. Die einstige Wirkungsstätte der Hl. Verena soll sich jedoch auf dem einstigen Gelände des Kastells Burg befunden haben. Hier befinden sich noch die Überreste des römischen Kastells Tenedo (modern ausgegraben). Aus einfachen Vorgängerbauten ist die Kapelle auf Burg entstanden.

Quellen[Bearbeiten]

Viten[Bearbeiten]

Hatto III, Abt des Klosters Reichenau (888–913) schreibt in dreizehn Kapiteln die Vita der heiligen Verena. Als Empfängerin wird Richardis angenommen. Sie erhielt 881 die kleine Abtei in Zurzach zur lebenslanger Nutzung bis zum Tode Karls III. Anschliessend kam die Abtei zum Kloster Reichenau. »Einer sittenhaften Belehrung gleich, erhält Richardis diesen Brief, der „sozusagen zum Ruhme der Jungfräulichkeit, exemplarisch dargestellt [wird] mit einer Lebensgeschichte der allerseligsten Jungfrau Verena von Zurzach, dort, wo die Kaiserin de facto Laienäbtissin war« (Grafinger, 2007, Seite 59)[6]
Wurde vermutlich durch einen Zurzacher Mönch im 11. Jahrhundert geschrieben. Die älteste bekannte Abschrift stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Text ist direkter, detaillierter und blumiger geschrieben. Die Vita Posterior ergänzt das Leben der Verena zwischen ihrem Leben in Solothurn und dem Tod in Zurzach der Vita Prior. Inhaltlich werden die Wunder und Verena als Dienerin Gottes dargestellt.[6]
  • Vita Sanctae Verenae in Versen
Dieses in leoninischen Hexametern verfasste Gedicht ist in einer Tegernseer Handschrift aus dem 11. Jahrhundert überliefert. In: Poetae Latini medii aevi 5,1.2: Die Ottonenzeit Teil 1/2. Herausgegeben von Karl Strecker unter Mitarbeit von Norbert Fickermann. Leipzig 1937, S. 95–100 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  • Mirakelbuch um 1010 von einem Zurzacher Mönch geschrieben. Es enthält Wundergeschichten von Wallfahrern.

Frühe Verehrung[Bearbeiten]

In Zurzach[Bearbeiten]

Anhand archäologischen Ausgrabungen und schriftlichen Quellen ist erwiesen, dass seit dem 5. Jahrhundert die heilige Verena in Zurzach verehrt und um Hilfe ersucht wird. Noch heute ist die Krypta des Verenamünsters von Zurzach ein Ort, an dem die Leute Kraft schöpfen können und die Verenaschlucht wird von Pilgern besucht.

In Salem[Bearbeiten]

Im Jahr 1137 bestand die Verenaverehrung in einer Kapelle an der Stelle des heutigen Münsters Salem.

Heiligenlegende[Bearbeiten]

Verena-Brunnen im Kurpark in Bad Zurzach

Die Inhalte der Vita Prior und der Vita Posterior wurden schon unter Leben beschrieben. Jedoch wurde immer wieder Verenas Leben weiter ausgeschmückt. So wird bei Attenhofer beschrieben, dass der Oberst Mauritius ein Verwandter der Eltern Verenas war und Verena die Erlaubnis erhielt mit der Legion nach Palästina zu reisen. Vor dem Aufbruch nach Mailand (Mediolanum) sollen sich auch Felix und Regula und Ursus und Viktor im Zelt des Mauritius getroffen haben.

Als Verena von Saint-Maurice nach Solothurn zog, soll sie auch bei Avenches (Aventicum) vorbeigekommen sein. Die Stadt soll sie von den Barbaren verwüstet vorgefunden haben. Auch der ruchlose römische Tyrann erhält einen Namen. Er soll ein römischer Landpfleger namens Hirtakus sein. Nachdem sich das Mehlwunder ereignete soll ihr auch der Teufel erschienen sein. Da er sich darüber ärgerte, dass Verena so viel betete, sei ihm ein schwerer Stein, den er nach Verena werfen wollte, auf den Fuss gefallen, so dass der Teufel seit dieser Zeit hinke. Attenhofer schreibt, dass Verena im Jahre 323 nach Zurzach (Tenedo) im Alter von 43 Jahren gekommen sei. In Zurzach soll Verena auch Kund vom Märtyrertod der Thebäer Felix und Regula erhalten haben. Verena ist laut Attenhofer im 64. Altersjahr verstorben. [7]

Solche Erweitertungen zeugen, wie auch die weitere Wundergeschichten, von einer aktiven Verehrung durch 1700 Jahre.

So soll ein Vasall des Herzogs von Burkhard Kirchengüter des Verenastifts geschenkt erhalten haben. Da dies Unrecht gewesen sei, soll der Herzog eine Verena-Prozession gesehen haben, die aus den Fenstern des Verenamünster schwebten. Anschliessend erstattete der Herzog die Güter an das Stift zurück. Als ein Bauer am Verenatag, anstatt zur Messe in den Wald ginge, um Bäume zu fällen, da seien seine Hände beim ersten Schlag erstarrt. Am Grab bereute dieser und damit gesundete er wieder. 1795 brach in Koblenz Feuer aus, viele Häuser und die Kapelle verbrannten. Nur das hölzerne Verenabild mit seinen Kränzchen und Votivkerzen blieb unversehrt.[7] Bis heute kommen weitere Geschichten und Wunder hinzu, die Gläubigen zählen die (allerdings erst in neuer Zeit) entdeckte Thermalquelle dazu, die für kranke Menschen Heilerfolge bringt.

Verena in der Kunst[Bearbeiten]

1505, Zürcher Veilchenmeister, Verena (rechts), Schweizerisches Landesmuseum
Die Barmherzigkeit der hl. Verena, Stuttgart (?), 1524
Verenaaltar im Salemer Münster
Verenafigur am Chorgestühl der Kirche St. Verena in Rot an der Rot

Die Popularität der heiligen Verena äussert sich auch in den vielfältigen Darstellungen. Sie wird oftmals mit offenen Haaren und Schleier dargestellt. Ihre Attribute sind Krug und Doppelkamm. Zeugnisse sind ab dem 12. Jahrhundert vorhanden.[8]

Ikonografie[Bearbeiten]

Darstellungen von 1100 bis 1300[Bearbeiten]

  • Die Heiligen Verena, Agnes und Caecilia: Stickerei auf einer Glockenkasel aus dem Kloster St. Blasien, heute in St. Paul im Lavanttal
  • Verena mit Knecht und Priester. Monatsbild September im Zwiefaltner Martryrologium (zwischen 1138 und 1147)
  • Heilige Verena, Initiale »U« im Stuttgarter Passionale, (Zwiefaltner Handschrift) (um 1150)
  • Verena als Geburtshelferin Marias, Glasmalerei aus dem „Anna-Fenster“ in der Klosterkirche des Kloster Königsfelden in Königsfelden (um 1330)
  • Verena-Siegel des Chorherrenstifts Zurzach (Anfang 14. Jahrhundert)

Darstellungen ab 1400[Bearbeiten]

Darstellungen ab 1500[Bearbeiten]

  • Die Heiligen Katharina und Verena, Badener Nelkenmeister (Thüring Meyerhofer?) um 1500, Schweizerisches Landesmuseum
  • Verena, Abbildung auf einem Altarblatt aus Bremgarten, vom Zürcher Veilchenmeister, 1505, Schweizerisches Landesmuseum
  • Abbildung auf dem Flügel eines Altars, Hans Baldung zugeschrieben, um 1515, Landesmuseum Münster
  • Flügelaltar ca. 1516 mit der geschnitzten Figur der heiligen Verena aus Lindenholz. Der Altar befand sich früher in der Verenakapelle in Herznach und ist heute in der historischen Sammlung des Kantons Aargau.
  • Verena-Fresko im Chorturm (hinter dem Altar) des Verenamünsters aus dem 15. Jahrhundert.
  • Verena-Skulptur aus Lindenholz, Ende 15. Jahrhundert. [9]
  • Schreinfigur der heilige Verena aus der Pfarrkirche St. Katharina in Klingnau aus Lindenholz, Anfang 16. Jahrhundert, heute im Schweizerisches Landesmuseum. [9]
  • Statue der heiligen Verena im Verenamünster in Zurzach aus dem 16. Jahrhundert.
  • Verena-Grabplatte in der Krypta im Verenamünster in Zurzach von 1613.
  • Verenaaltar im Salemer Münster aus Alabaster des Klettgaus
  • Verenafigur am Chorgestühl der Kirche St. Verena in Rot an der Rot

Moderne Darstellungen[Bearbeiten]

  • Verenabrunnen auf dem Münsterplatz in Zurzach von Erich Hauser aus dem Jahr 1983 und im Kurpark in Zurzach von Bettina Eichin aus dem Jahr 1990.
  • Koptische Ikone der heiligen Verena als Geschenk der koptischen Gemeinde von Port Said 2007 an die Pfarrei St. Verena, Bad Zurzach. Sie ist zusammen mit der Mauritius-Ikone im Verenamünster zu besichtigen.

Reliquien[Bearbeiten]

  • Verena-Arm
Reliquie der heiligen Verena (Knochenstück)
Reliquiar mit reichem Stein- und Emailschmuck aus dem 14. Jahrhundert aus dem Kirchenschatz des Verenamünsters.

Musik[Bearbeiten]

Verena-Lieder
  • Verenalied I aus Zurzach
Musik: Mainz 1410
Text: Maria Luise Thurmair, 1983 (Der Text ist in der ersten und vierten Strophe sehr ähnlich dem unten aufgeführten Text.)
  • Verenalied II aus Zurzach
Musik: Joseph Frei
Text: Silja Walter
  • Verenalied
(Melodie: Gotteslob Nr. 222)
Melodie des Verena-Liedes
Vom Morgenlande kamst du her,
Verena, Frau aus Theben.
Trugst Christi Liebe über's Meer,
ein Zeugnis uns zu geben.
Heut' die Gemeinde auf dich schaut,
sich der Patronin anvertraut.
Heil'ge Verena, bitt' für uns.
Im Hunger teiltest du das Brot
und beugst dich zu den Armen.
Du halfst in vieler Krankheit Not,
verschenktest dein Erbarmen.
Kein Mensch ging ohne gutes Wort,
kein Armer ohne Hilfe fort.
Heil'ge Verena, bitt' für uns.
Verena, lass in uns die Kraft
des Glaubens neu entzünden,
dass Gott durch uns das Gute schafft,
wir seine Liebe künden.
In deinem glaubensstarken Sinn
sei Vorbild uns und Helferin.
Heil'ge Verena, bitt' für uns.

Patrozinien[Bearbeiten]

Die hl. Verena im Wappen der Gemeinde Stäfa
Kapelle St. Verena am Zugerberg

Am stärksten ist die Verehrung der Verena im ehemaligen Bistum Konstanz verbreitet. Insbesondere im Bistum Basel. Jedoch finden sich Verenapatrozinien und -reliquien auch in den Bistümern Regensburg, Bamberg und Chur.[8]

Sie ist ebenso präsent im Gemeindenamen Hausen ob Verena und in Gemeindewappen von Stäfa als Figur und von Herznach im Symbol des Kruges.

Verena ist bei der römisch-katholischen Kirche die Schutzpatronin der Fischer, der Haushälterinnnen, der Krankenpflegerinnen, der Müller und der Schiffer. Seit 2003 ist sie Co-Patronin des Bistums Basel.

Die Habsburger brachten die Verehrung der Hl. Verena auch in den Stephansdom Wien

Sie ist Patronin vieler Kirchen und Kapellen; siehe Verenakirche.

Gedenktage[Bearbeiten]

Der 1. September ist der Gedenktag der heiligen Verena. An diesem Tag treffen auch heute noch Pilger in Zurzach ein, um an der Verena-Messe teilzunehmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Reinle: Die heilige Verena von Zurzach. Holbein-Verlag (Ars docta, VI), Basel 1948 (bis heute massgeblich)
  • Johann Huber: Das Leben der heiligen Jungfrau Verena. 1878
  • Katrin Roth-Rubi, Hans Rudolf Sennhauser, Victorine von Gonzenbach, Gerd G. König, Verenamünster Zurzach. Ausgrabungen und Bauuntersuchung. vdf Verlag der Fachvereine (Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, 6), Zürich 2007.
  • Gertrud Erni: Verena von Zurzach eine Frau für uns heute 2009, ISBN 978-3-907038-50-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heilige Verena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hatto III.: Vita Prior. 888
  2. Albert Sennhauser, Hans Rudolf Sennhauser und Alfred Hidber (Hrsg.): Geschichte des Fleckens Zurzach Zurzach. 2004, ISBN 3-9522575-2-4
  3. Alexander Speidel: Die Thebäische Legion und das spätrömische Heer (*.pdf; 145 kB). Zugriff am 30. September 2007
  4. a b Hans Conrad Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001, ISBN 3-462-02982-7.
  5. a b Vita Posterior
  6. a b c Verena Grafinger: Die heilige Verena und die thebäische Legion. Diplomarbeit Universität Wien, Wien 2007.
  7. a b Edward Attenhofer: Das Büchlein der heiligen Verena. R+L Müller AG, Lenzburg.
  8. a b Adolf Reinle: Formen und Ausstrahlungen des Verenakultes im Mittelalter. In: Albert Sennhauser, Hans Rudolf Sennhauser und Alfred Hidber (Hrsg.): Geschichte des Fleckens Zurzach Zurzach. 2004, Seite 143-164, ISBN 3-9522575-2-4
  9. a b c Flühler-Kreis, Dione.; Wyer, Peter.; Stuppan, Donat.: Die Holzskulpturen des Mittelalters Band II: Altarretabel und Retabelfiguren Zürich. 2007, S. 318-322. ISBN 978-3-908025-69-6