Verena Krieger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Verena Krieger (* 18. Oktober 1961 in Erlangen) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und ehemalige Politikerin (Die Grünen).

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Oberstufenkolleg in Bielefeld studierte sie an der Universität Bochum Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie. Schon als Schülerin war sie in der Frauen- und Friedensbewegung aktiv, 1980 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Grünen. 1980 bis 1982 gehörte sie dem nordrhein-westfälischen Landesvorstand der Partei an.

1987 zog sie über die Landesliste in den Bundestag ein. Sie war die jüngste Abgeordnete der 11. Wahlperiode und ordentliches Mitglied des Ausschusses für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. Am 4. April 1989 legte sie ihr Mandat nieder, nachdem sie kurz zuvor (Parteitag in Duisburg am 3. bis 5. März 1989) neben Ralf Fücks und Ruth Hammerbacher zur Parteisprecherin (Vorsitzenden) gewählt worden war. Sie gehörte dem linken Parteiflügel (sog. Ökosozialisten) an und verließ 1990 gemeinsam mit großen Teilen dieses Flügels die Partei.

Sie wurde 1996 promoviert und habilitierte sich 2006 im Fach Kunstgeschichte. An der Universität Stuttgart lehrte sie als Privatdozentin, sie bekleidete auch mehrere Gast- und Vertretungsprofessuren. Von 2008 bis 2011 war sie Universitäts-Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 2011 ist sie Universitäts-Professorin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Werke[Bearbeiten]

  • Entscheiden. Was Frauen (und Männer) über den § 218 wissen sollten. 1987, ISBN 3-922144-68-3
  • Was bleibt von den Grünen? 1991 ISBN 3-922144-96-8 (formal falsche ISBN)
  • Von der Ikone zur Utopie. Kunstkonzepte der russischen Avantgarde. 1998, ISBN 3-412-07197-8, zugl. Dissertation Univ. Bochum 1996
  • Kunst als Neuschöpfung der Wirklichkeit. Die Anti-Ästhetik der russischen Moderne. 2006, ISBN 978-3-412-33605-9, zugl. Habilitationsschrift Univ. Bochum
  • Was ist ein Künstler? Genie – Heilsbringer – Antikünstler; eine Ideen- und Kunstgeschichte des Schöpferischen. 2007, ISBN 978-3-937111-13-1

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]