Verfasserlexikon
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das Verfasserlexikon – Die deutsche Literatur des Mittelalters ist in seiner zweiten Auflage (²VL) das wichtigste Nachschlagewerk der Altgermanistik.
In ausführlichen, ausschließlich von Experten verfassten Artikeln werden Autoren, anonyme Werke und Werkgruppen unter Berücksichtigung der Textüberlieferung dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der deutschsprachigen Literatur des Hoch- und Spätmittelalters, berücksichtigt werden aber auch in Auswahl lateinische Schriften.
„Der Literaturbegriff des Verfasserlexikons umfasst neben der ‚schönen‘ Literatur auch wissenschaftlich-theoretisches und praktisches Gebrauchsschrifttum, z.B. theologische Traktate, Predigten, Gesundheitslehren, Rechts- und Geschichtsliteratur.“
– Akademienunion.de
Das konkurrenzlose Werk erschien von 1977 bis 2008. Es umfasst bisher zwölf Bände. Die ersten zehn Bände enthalten die Einträge zu Verfassern und anonymen Werken von A bis Z; Band 11 bietet Nachträge und Korrekturen, Band 12 ein Register aller der Handschriften. Die Bände 13 und 14 bieten weitere Register.
Seit 2005 erscheint unter der Herausgeberschaft Franz Josef Worstbrocks ein ergänzendes Nachschlagewerk zum Humanismus 1480–1520.
Die Zentralredaktion des von Kurt Ruh (Bände 1–8) und Burghart Wachinger (ab Band 9) herausgegebenen Werks ist an der Universität Würzburg angesiedelt. Das Verfasserlexikon wird verlegerisch betreut vom Verlag Walter de Gruyter Berlin.
Die erste Auflage, begründet von Wolfgang Stammler, fortgeführt von Karl Langosch, erschien in fünf Bänden 1933–1955 in Berlin.

