Verfluchtes Land

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Filmdaten
Deutscher Titel Verfluchtes Land
Originaltitel The Shepherd of the hills
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1941
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Henry Hathaway
Drehbuch Stuart Anthony
Grover Jones
Produktion Jack Moss
Musik Gerard Carbonara
Kamera W. Howard Greene
Charles Lang
Schnitt Ellsworth Hoagland
Besetzung

Verfluchtes Land (Originaltitel: The Shepherd of the Hills) ist ein US-amerikanischer Western von Henry Hathaway aus dem Jahre 1941 mit John Wayne in der Hauptrolle. Es ist die Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans The Shepherd of the hills von Harold Bell Wright. Der Film wurde vom 9. September 1940 bis 14. November 1940 gedreht und startete am 18. Juli 1941 im Verleih von Paramount Pictures in den US-amerikanischen Kinos. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Film am 7. Juni 1991 durch Universal Studios veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Ozark Mountains, Missouri eine wilde raue Berglandschaft, hier in dieser erbarmungslosen Gegend, verdingt sich der junge Matt Masters als Schwarzbrenner. Auf Matt liegt der Schatten einer schweren Kindheit. Als er noch ein Baby war, hat sein Vater ihn und seine Mutter im Stich gelassen. Sie lebten in einem solchen Elend, dass seine Mutter kurz darauf verstarb. Von dieser Bürde gezeichnet, hat Matt geschworen, eines Tages seinen Vater zu töten.

Auf der Suche nach einem Ort, wo er seinen Altersabend verbringen kann, kommt der freundliche Alte Daniel Howitt, in die gottverlassene Gegend rund um die Ozarks. Für ihn erweist es sich als glücklicher Umstand, dass er bei seiner Ankunft zuerst dem sympathischen Jim Lane und seiner attraktiven Tochter Sammy begegnet und nicht dem gramerfüllten Matt. Allerdings ist Jim angeschossen worden und droht zu verbluten, wenn er nicht sofort ärztliche Hilfe bekommt. Nur dem beherzten Eingreifen Daniels ist es zu verdanken, dass Jim überlebt.

Als Sammy ihrem Freund Matt von Daniels heroischer Tat berichtet, schaut dieser nur finster drein und im Laufe dieses Gesprächs entwickelt sich ein Streit, in dessen Verlauf Matt seine junge Freundin verstößt. Als sie davon rennt, denkt Matt nicht nur über sie, sondern auch über seine tote Mutter nach. Dass auf Jim geschossen wurde, erinnert ihn an seinen Schwur, den verhassten Vater bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zu erschießen.

In der Zwischenzeit gewinnt Daniel neue Freunde, indem er der schwerkranken Tochter einer Nachbarfamilie Sammys hilfts, wieder auf die Beine zu kommen. Daniel ist sehr wohlhabend, was sich zeigt, als er bei dem örtlichen Gemischtwarenhändler Corky einen größeren Scheck einlöst. Trotz Daniels Herzenswärme zeigt Matt ihm weiterhin die kalte Schulter.

Daniel, der noch auf der Suche nach seinem Alterswohnsitz ist, bietet 1000 US-Dollar für ein Grundstück namens Monain´ Meadow. Matts gehässige Tante Mollie, die jetzige Eigentümerin, möchte es gerne verkaufen. Als Matt davon erfährt, schlägt sein Misstrauen in Verärgerung um, denn dieses Land gehörte einst seiner verstorbenen Mutter. Er fordert den Besitzer mit vorgehaltener Waffe auf, die Gegend zu verlassen. Um Schlimmeres zu verhindern, schreitet der Sheriff Andy Beeler ein. Er verwarnt Matt und konfisziert seine Gewehrmunition.

Sammy beginnt sich um Daniels Wohlergehen zu sorgen – nicht nur wegen Matts Apathie, sondern auch, weil sie glaubt, das Land sei verhext. Matt schenkt der jungen Frau, um ihr Herz zurückzugewinnen, einen Spitzenkragen, verweigert Daniel jedoch weiterhin eine Freundschaft.

Zunehmend wird deutlich, dass die niederträchtige Mollie die Hauptschuld an Matts Verbitterung und Rachsucht auf den Vater trägt. Unglücklich, dass sich ihr Geliebter und ihr Freund nicht ausstehen können, stattet Sammy Daniel einen Besuch ab. Während dieses Besuches weiht Daniel Sammy in seine Lebensgeschichte und Geheimnisse ein. Und obwohl es anfangs unmöglich erschien, begräbt Matt das Kriegsbeil mit Daniel. Die beiden Männer verabreden sich zum gemeinsamen Fischen, wobei Matt den alten Mann vor dem Land warnt, von dem auch er glaubt, dass es verhext sei. Daniel seinerseits macht Matt klar, wie sehr Sammy ihn liebt und die beiden Männer sind auf dem besten Wege, Freunde zu werden.

Von nun an bemüht sich Daniel, das verstockte Bergvolk auf seine Seite zu ziehen. Er lädt Mollie und ihren behinderten Sohn Pete, ein Junge, der Daniel noch kurz zuvor mit einer Zwille beschoss, zu einem unterhaltsamen Nachmittag ein. Außerdem bezahlt er der blinden Greisin Becky eine Augenbehandlung, die ihr die Sehkraft zurückgibt. Als Becky ihr Augenlicht wiedererlangt hat, erkennt sie die Ähnlichkeit zwischen Matt und Daniel. Matt der daraufhin auch seinen Vater erkennt, will Rache nehmen und ihn erschießen. Pete will dies verhindern und rennt mit Matts Gewehr davon. Allerdings wird der von Mollie eingeholt und in einem Handgemenge mit ihr löst sich ein Schuss. Daniel, der verhindern will, dass Matt den gleichen Fehler wie er macht, schießt auf seinen Sohn.

Kritik[Bearbeiten]

„Routiniert inszeniertes Western-Drama mit soliden Darstellern, das packend unterhält.“

Lexikon des Internationalen Films

Medien[Bearbeiten]

Verfluchtes Land wurde auf 35 mm-Technicolor-Film gedreht und – mit einem Bildformat von 1,37:1 – auch 1941 in die Kinos gebracht.[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Verfluchtes Land ist, obwohl von Paramount Pictures produziert, seit 1958 im Besitz von Universal Studios
  • Für die deutsche Fernsehauswertung 1991, 50 Jahre nach seiner Entstehung, erfuhr der Film eine Synchronisation in deutscher Sprache.
  • bei Verfluchtes Land handels es sich um John Waynes erstem Farbfilm[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • George Carpozi: John Wayne Seine Filme – sein Leben Heyne Filmbibliothek, München 1984, ISBN 3-453-86071-3; S. 238
  • Peter Osteried: Das große John Wayne Buch. MPW, Hille 2010, ISBN 978-3-931608-99-6

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. o.A.: Technical Specifications for Verfluchtes Land. Auf: imdb.com. Abgerufen am 20. Oktober 2006 (online)
  2. Kuhna, Max (Hrg): Die grosse John Wayne DVD-Collection 18 Verfluchtes Land. DeAgostini, 2011, S. 1.