Vergrämung
Vergrämung bzw. Vergrämen (aus der Jägersprache, Wortherkunft von Gram: ursprüngliche Bedeutung „Groll“, heute eher „Sorge“) bezeichnet das dauerhafte Vertreiben (Verscheuchen) oder Fernhalten von Wild – gewollt oder unabsichtlich (z. B. durch Lärmen oder weiße Kleidung im Revier). Vor allem Kormorane, Tauben, Marder, Maulwürfe und Wildkatzen werden gezielt vergrämt. Dabei werden angeborene Verhaltensweisen zur umweltneutralen Beeinflussung der anvisierten Wildtiere ausgenutzt, z. B. durch Vortäuschen natürlicher Feinde.
Eine analoge Bedeutung hat Vergrämen in der Bekämpfung von Ungeziefer und Schädlingen erhalten.
[Bearbeiten] Methoden
Die Vogelscheuche ist sehr bekannt, nach kurzer Zeit auch bei den Vögeln, und deshalb allein weit weniger wirksam als die Kombination mit gelegentlichen Abschüssen und weit sichtbar aufgehängten Kadavern. Moderne Mittel der Vergrämung:
- Elektrozäune sollen Wildschweine von Maisfeldern abhalten.
- Verstänkerungsmittel werden eingesetzt um Wildschweine zu vergrämen.
- Radios mit Bewegungsmeldern werden eingesetzt um Wildschweine zu vergrämen.
- Krähenklatschen werden eingesetzt um Raben und Krähen zu vergrämen.
- An Gebäuden und Bauwerken werden Taubenspikes oder Drähte zur Abwehr von Tauben angebracht.
- In Weinbergen werden druckluftbetriebene Knallgeräte verwendet.
- Ultraschall wird eingesetzt um Wühlmäuse oder Marder abzuwehren.