Verkehrsberuhigung
Der Begriff Verkehrsberuhigung bezeichnet Maßnahmen zur Verdrängung des quartierfremden und Verlangsamung des verbleibenden motorisierten Verkehrs, um die Verkehrssicherheit und Qualität des Wohnumfeldes zu erhöhen.[1]
[Bearbeiten] Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
Die häufigste Form der Verkehrsberuhigung in Deutschland sind Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigte Bereiche, umgangssprachlich als Spielstraßen und in der Schweiz als Begegnungszonen bezeichnet. Oft werden die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen auch durch spezielle Fahrbahnmarkierungen oder bauliche Maßnahmen flankiert. Dabei wird die Fahrbahn oft künstlich verengt, zum Beispiel durch Fahrbahnteiler oder (meist versetzt angeordnete) Parkbuchten.
Häufig anzutreffen sind auch Hindernisse auf der Fahrbahn, die nur langsam überfahren werden können. Diese Bremsschwellen haben im Volksmund ganz unterschiedliche Namen erhalten, wie „Krefelder Kissen“ bzw. „Berliner Kissen“, „Kölner Teller“, „Drempel“ oder „schlafender Polizist“ (auch als „liegender Polizist“ bekannt).
Beim Shared Space führt die gemeinsame Nutzung des gesamten Straßenraums durch Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge zu einer Verkehrsberuhigung, ohne dass Geschwindigkeitsbegrenzungen angeordnet werden müssen.