Verkehrsgesellschaft Görlitz

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Die Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH (VGG) betreibt den Straßenbahn- und Omnibusverkehr in der sächsischen Stadt Görlitz an der Neiße.

[Bearbeiten] Geschichte

Der öffentliche Nahverkehr in der damals zur preußischen Provinz Niederschlesien gehörenden Stadt begann mit der Eröffnung einer normalspurigen Pferdebahnlinie vom Bahnhof zum Nikolaigraben am 25. Mai 1882. Das Netz wuchs bis zum Jahre 1896 auf drei Linien mit einer Gesamtlänge von fast 7 km an. Dann erwarb die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) das Unternehmen und baute es in eine elektrische Straßenbahn um, die am 23. August 1897 den Betrieb aufnahm. Dabei wurden wegen der engen Straßen im historischen Stadtkern die Gleise auf Meterspur umgespurt.

Am 1. Januar 1900 wurde die Allgemeine Lokal- und Straßenbahn-Gesellschaft in Berlin Eigentümer der Bahn, die sich ab 1923 Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke AG (ALOKA) nannte. Sie baute das Netz weiter aus, so dass es 18 km Strecken umfasste, auf denen zeitweise 5 Linien verkehrten. Im Jahre 1930 waren es noch drei Linien:

  • 1 Krankenhaus - Demianiplatz - Bahnhof - Schützenhaus - Leschwitz (10 km)
  • 2 Untermarkt - Demianiplatz - Bahnhof - Landeskrone (15 km)
  • 3 Rauschwalde - Kreisbahnhof - Demianiplatz - Laubaner Vorstadt - Moys (10 km)

Außerdem wurde am 1. Januar 1938 auch eine Omnibuslinie eröffnet.

Nach Kriegsende wurde die ALOKA enteignet. Die Straßenbahn Görlitz ging auf die Stadt über, die den Betrieb seit 30. Juni 1946 als VEB (K) Verkehrsbetriebe der Stadt Görlitz führte. Die Linie nach Moys wurde nicht mehr bedient, da die Neiße die neue Staatsgrenze bildet. Auch andere Teilstrecken wurden eingestellt, da man seit 1961 wieder stärker auf den Busverkehr setzte. Zeitweise drohte die Stilllegung des gesamten Straßenbahnbetriebes. Jedoch wurden in den 1980er Jahren auch wieder neue Strecken zu den Neubaugebieten im Norden der Stadt eingerichtet.

Nach der Wende gründete die Stadt die Stadtwerke Görlitz AG, die auch den Verkehrsbetrieb umfasste, der jedoch seit 1996 als Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH rechtlich selbstständig geworden ist. Nachdem die Stadt im Jahre 2001 ihre Aktienmehrheit an der Stadtwerke AG dem Konzern Veolia Environnement (damals Vivendi Environnement) übertragen hat, ging der Verkehrsbetrieb an dessen Tochtergesellschaft Veolia Verkehr (damals Connex) über, die in der Region Ostsachsen u. a. auch die Connex Sachsen GmbH betreibt.

[Bearbeiten] Aktueller Linienbetrieb

Seit 1. Juni 2007 bestehen folgende Straßenbahnlinien:

  • 2 Biesnitz/Landeskrone – Bahnhof/Südausgang – Demianiplatz – Königshufen/Am Wiesengrund (6,2 km)
  • 3 Weinhübel – Bahnhof/Südausgang – Demianiplatz – Königshufen/Am Marktkauf (7,0 km)

Seit 1. Juni 2007 bestehen folgende Stadtbuslinien:

  • A Demianiplatz - Landeskronsiedlung
  • B Klinikum/Virchowstraße - Demianiplatz - Bahnhof/Südausgang - Rauschwalde (Diesterwegplatz)
  • C Klingewalde (- Königshufen) - Demianiplatz - Stadthalle/Grenzübergang
  • D Schlauroth - Rauschwalde (Diesterwegplatz)
  • E Weinhübel - Hagenwerder - Tauchritz
  • F Weinhübel - Kunnerwitz - Klein Neundorf
  • N Rauschwalde (Diesterwegplatz) - Bahnhof/Südausgang - Demianiplatz - Königshufen/Am Wiesengrund (Nachtbuslinie)
  • P Postplatz - Realmarkt (Polen)

Verkehr tagsüber (Mo - Sa): Von Montag bis Samstag verkehren die Straßenbahnlinien 2 und 3 sowie die Stadtbuslinien A und B tagsüber im 20-Minutentakt. Die Linie C verkehrt gänzlich im Stundentakt. Die Linien D, E und F fahren zu unterschiedlichen Fahrplanzeiten. Zurzeit sind auf den Linien 2 und 3 sowie B je drei Umläufe im Einsatz, auf der Linie A zwei sowie bei der Linie C einer. Dabei verkehrt die Straßenbahnlinie 3 montags bis freitags stets in Doppeltraktion und die Linie B montags bis samstags als Gelenkbus.

Verkehr an Sonn- und Feiertagen tagsüber: An Sonn- und Feiertagen findet ein 30-Minutentakt auf den Linien 2 und 3 sowie B statt. An diesen Tagen sind diese drei Linien mit je zwei Umläufen im Einsatz. Die Linien A und C verkehren im Stundentakt mit je einem Umlauf. Die Linie D ist an diesen Tagen außer Betrieb und die Linie F verkehrt als Rufbus.

Abendverkehr: Ab etwa 19:30 Uhr beginnt der Abendverkehr bis Mitternacht. Die Linien 2 und 3 sowie N verkehren alle 30 Minuten. Die Linie 2 pendelt nur zwischen Landeskrone und Bahnhof/Südausgang. Am Bahnhof/Südausgang besteht Umsteigemöglichkeit zwischen diesen drei Linien. Die Linien 3 und N verkehren mit zwei Umläufen, die Linie 2 mit einem.

[Bearbeiten] Weblinks

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