Vermarkung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den Begriff des Vermessungswesens; zum Rechtsbegriff siehe Abmarkung.

Unter Vermarkung (oder Stabilisierung) wird im Vermessungswesen bzw. der Geodäsie das dauerhafte Einbringen oder Anbringen einer Messmarke für einen Festpunkt oder sonstigen Vermessungspunkt verstanden.

Moderne Grenzabmarkung bei Windischleuba, Landesgrenze Thüringen-Sachsen
Bolzen (in den Niederlanden)

Im Gegensatz zur Vermarkung werden Grenzpunkte abgemarkt – auch wenn in einigen Bundesländern, Österreich und der Schweiz das technische Einbringen der Grenzmarken ebenfalls mit Vermarkung bezeichnet wird.

Weithin sichtbare klar definierte bauliche Elemente (sogenannte Hochpunkte) können Vermessungspunkte signalisieren; diese müssen folglich nicht vermarkt werden. Als Beispiele hierfür seien genannt:

Weitere Beispiele für dauerhafte Vermarkung:

Beispiele im Markscheidewesen:

Beispiele für eine nicht dauerhafte, zeitweilige Vermarkung:

  • Exzenter – bei sichttoten Räumen
  • Holzpflock mit Nagel – zum Beispiel für Absteckungen oder zum besseren Auffinden eines Messpunktes.
  • Karotte – ein Kunststoffkeil in Form einer Karotte, der in weichen Boden geschlagen und später wieder entfernt wird.

Beispiele für eine zeitweilige Signalisierung einer Vermarkung:

  • Fluchtstab – bei fast jeder Vermessung, auch im Lattenstativ (vorübergehend auf Messpunkten)
  • Mire (eine meist beleuchtbare Bezugsrichtung)


Siehe auch: Abmarkung, Absteckung