Verne (Westfalen)

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51.6833333333338.566666666666798Koordinaten: 51° 41′ 0″ N, 8° 34′ 0″ O

Verne (Westfalen)
Höhe: 98 m ü. NN
Fläche: 16,29 km²
Einwohner: 2394 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 33154
Vorwahl: 05258
Karte

Lage von Verne (Westfalen) in Salzkotten

Verne (Westfalen) ist ein westlicher Stadtteil von Salzkotten in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Bürener Land. Es ist der älteste lebendige Marienwallfahrtsort Westfalens.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Verne liegt im östlichen Hellwegraum und gehört zum sogenannten Entenschnabel des Bürener Landes.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Im Nordwesten beginnend im Uhrzeigersinn grenzt Verne an die Salzkottener Stadtteile Schwelle, Thüle, Salzkotten und Upsprunge. Seine Südwestflanke begrenzt die Stadt Geseke im Kreis Soest, Regierungsbezirk Arnsberg.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten]

Zu Verne gehören auch Verner Holz, Enkhausen und Klein Verne.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Verne gehört schon seit dem frühen Mittelalter zum Gebiet des späteren Hochstifts Paderborn an der Grenze zum kurkölnischen Herzogtum Westfalen.

1802 verlor das Hochstift Paderborn mit der Besetzung durch Preußen seine staatliche Selbständigkeit, fiel aber bereits 1807 für wenige Jahre an das Königreich Westfalen und 1813 nach der napoleonischen Niederlage an Preußen zurück. Verne wurde der 1815 gegründeten Provinz Westfalen eingegliedert und kam durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden an den 1816 gegründeten Kreis Büren. Bei der Einteilung der Landkreise in Ämter kam Verne zum Amt Salzkotten, das 1859 mit dem Amt Boke zum Amt Salzkotten-Boke zusammengelegt wurde.

1954 entstand die Don-Bosco-Schule in Verne, die zu Salzkotten gehört.

Religionen[Bearbeiten]

Verne ist der älteste lebendige Marienwallfahrtsort Westfalens. Die Tradition gründet sich auf eine Wallfahrt, die ein Angehöriger des Verner Ministerialengeschlechts, der in der Legende den Namen Wilhard trägt, 1172 im Gefolge des Sachsenherzogs Heinrichs des Löwen ins Heilige Land (und/oder nach Rom) gemacht haben soll. Wohl von dieser Wallfahrt hat er das singuläre Reliquiar aus Buchsbaumholz mitgebracht, dessen Fassung auf dunklem Purpur ein goldenes geschlungenes Mäanderband zeigt, in dessen Felder sieben goldene Adler gemalt sind. Der Reliquienschatz ist im Lauf der Jahrhunderte angereichtert worden. Die ältesten Stücke sind noch ohne cedulae in byzantinische Seide verpackt und mit Sehnen verknotet. Mit diesen Reliquien wurde jährlich eine große Tagfahrt (ca. 30 km) nach Geseke veranstaltet, bei der sogar die Landes- und Bistumsgrenze überschritten wurde. Ca. 1220 wurde ein als temporäres Reliquiar gestaltetes romanisches Gnadenbild angefertigt, in dem die Reliquien heute dauerhaft eingeschlossen sind.

Eingemeindung[Bearbeiten]

Vor dem 1. Januar 1975 gehört damalige Gemeinde Verne zum Amt Salzkotten-Boke im Kreis Büren. Mit Inkrafttreten des Sauerland/Paderborn-Gesetzes an diesem Tage wurden die meisten Gemeinden des Amtes Salzkotten-Boke und somit auch Verne zur neuen Stadt Salzkotten zusammengelegt und kamen mit dieser zum Kreis Paderborn.[1] Rechtsnachfolgerin des aufgelösten Amtes Salzkotten-Boke und der Gemeinde Verne ist die Stadt Salzkotten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1818 993
1852 1158
1858 1095
1871 1228
1895 1308
1933 1456
1939 1489
1946 2179
1957 1995
1973 2250
1974 2251
2008 2465

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl[Bearbeiten]

Bei der letzten Kommunalwahl 2004 geben die Bürger Verne ihre Stimmen bei der Wahl zum Salzkottener Stadtrat wie folgt ab:

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Lothar Mäcker (Christlich Demokratische Union Deutschlands)

Wappen der Ortschaft Verne

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

  • Kath. Kindergarten St. Bartholomäus
  • Kath. Grundschule Marienschule
  • Förderschule Don-Bosco-Schule (Förderschwerpunkt Lernen) für die Städte Salzkotten (Schulträger) und Geseke

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Falke, Rüdiger Weinstrauch: Das Gnadenbild von Verne. Unerwartete Erkenntnisse einer westfälischen Wallfahrt. Selbstverlag des Kath. Pfarramts Verne, Verne 1997, ISBN 3-00-002412-3.
  • Albert Anton Stukenberg: Verne und sein Gnadenbild. Paderborn 1919. (Online: ULB Münster)
  • J. F. Hausknecht: Ueber Verne und sein Gnadenbild. Salzkotten 1877. (Online: ULB Münster)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verne (Westfalen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 321.