Vernon (Vermont)

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Vernon
Vernon (Vermont)
Vernon
Vernon
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 1672
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Windham County

Koordinaten: 42° 46′ N, 72° 31′ W42.768333-72.51916797Koordinaten: 42° 46′ N, 72° 31′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 2206 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 43,9 Einwohner je km²
Fläche: 51,8 km² (ca. 20 mi²)
davon 50,2 km² (ca. 19 mi²) Land
Höhe: 97 m
Postleitzahl: 05354
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-74800

GNIS-ID: 1462234
Website: www.Vernon-VT.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Vernon[1] ist eine Gemeinde in Windham County im Bundesstaat Vermont in den Vereinigten Staaten. Sie hat 2.206 Einwohner (laut Volkszählung von 2010).[2] Vernon liegt am Westufer des Connecticut River im Dreiländereck der US-Bundesstaaten New Hampshire, Massachusetts und Vermont.

Das heutige Vernon ist einer der Bereiche Vermonts, die am frühesten besiedelt wurden. Im Zuge der Kolonialisierung des nordamerikanischen Kontinents wurde der Connecticut River als Verkehrsweg ins Landesinnere genutzt. Bereits 1672 wurden Teile des heutigen Vernons im Zuge des Massachusetts Grant zur Besiedlung freigegeben. Das Land gehörte damals zu Northfield, von dem es aber noch im selben Jahr wieder abgetrennt wurde: Massachusetts hatte versehentlich einige Landstücke zur Besiedelung freigegeben, die eigentlich zu New Hampshire gehörten. Zum Ausgleich wurden deswegen einige andere Flächen, die Equivalent Lands, in die Zugehörigkeit zu New Hampshire überführt. Der heute zu Vernon gehörende Bereich Northfields war Teil dieser Ausgleichsflächen.

1736 stellte Massachusetts einen weiteren Grand für das heute nicht mehr existente Fall Town auf; Teile davon bilden heute einen weiteren Bereich Vernons.

Die Areale wurden rasch durch Kolonisten besiedelt. Sie mussten aber gegen die einheimischen Indianer geschützt werden, die ihre hier befindlichen Jagdgründe verteidigten. Kurz nach der Ausrufung Northfields und der Errichtung des Fort Dummer wurden deshalb zwei bewaffnete Blockhütten eingerichtet, die den Siedlern zugleich als Rückzugsort bei Überfällen dienten: Bridgeman’s fort und Fort Sartwell. Bridgeman’s fort wurde mehrfach angegriffen, zuerst am 24. Juni 1746 durch 20 Indianer, aber unter Verlust zweier Siedler verteidigt. Ein Jahr später wurde das Fort aber erobert und niedergebrannt und 11 Frauen und Kinder, die sich dorthin geflüchtet hatten, nach Kanada entführt.[3] Fort Bridgeman wurde danach erneut aufgebaut, aber 1754 endgültig zerstört. Fort Saatfeld bestand dagegen bis 1835 und wurde dann abgerissen.

1753 wurde durch Benning Wentworth das Gebiet unter dem Namen Hinsdale offiziell zur Besiedlung durch Siedler aus New Hampshire ausgerufen. Das County lag zu beiden Seiten des Connecticut Rivers. Nach der Ausrufung der Selbständigkeit Vermonts (1777) und der Festlegung des Connecticut River als Grenzfluss wurden die Grenzen des Countys ein letztes Mal angepasst und sind bis heute gültig.

Auf Beschluss der Bewohner der Town wurde 1802 der bis dahin gültige Name Hinsdale in Vernon geändert.[4] Der Name wurde nach dem Landsitz George Washingtons gewählt, auf dem der drei Jahre zuvor verstorbene Staatsmann beigesetzt worden war.

Seit dieser Umbenennung gab es keine bemerkenswerten geschichtlichen Ereignisse in Veron. Die Gemeinde entwickelte sich, langsam und kontinuierlich anwachsend, zu einer landwirtschaftlich orientierten Ortschaft mit lancierendem Kleingewerbe. Auch die Bahnstrecke New London–Brattleboro, die entlang des Verlaufs des Connecticut Rivers errichtet wurde und 1849 Vernon erreichte, änderte daran nichts. Alle drei im Bereich der town eingerichtete Stationen sind inzwischen stillgelegt.

Seit 1972 liefert das am Fluss gelegene Kernkraftwerk Vermont Yankee Strom für Vermont und die angrenzenden Bundesstaaten New Hampshire und Massachusetts. Es handelt sich um das einzige Kernkraftwerk Vermonts und stellt zugleich den größten Arbeitgeber der town dar.

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Jonathan Hunt (1787-1832), US-Politiker und Abgeordneter im Repräsentantenhaus

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vernon im Geographic Names Information System des United States Geological Survey. Abgerufen am 18. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 2. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 68 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 2. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 92 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).