Veronica Carstens

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Veronica Carstens 1949 mit ihrem Ehemann Karl Carstens
Veronica Carstens empfängt Frauen ausländischer Botschafter
Ihre Unterschrift

Veronica Carstens, geborene Prior, (* 18. Juni 1923 in Bielefeld, Provinz Westfalen; † 25. Januar 2012 in Bonn, Nordrhein-Westfalen[1]) war eine deutsche Ärztin und die Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens.

Leben[Bearbeiten]

Veronica Carstens wurde als jüngstes von vier Kindern eines westfälischen Diplom-Ingenieurs geboren, absolvierte in Bielefeld ihr Abitur und danach 1941 in Westrup ihren obligatorischen Arbeitsdienst. 1942 begann sie ein Studium der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, absolvierte ihr Physikum und arbeitete von 1944 bis 1945 als Lazarettschwester für das Deutsche Rote Kreuz. 1944 heiratete sie in Berlin-Tegel Karl Carstens, den sie 1943 kennengelernt hatte. Vorübergehend war sie Hausfrau, 1956 setzte sie ihr Medizinstudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn fort. 1960 schloss sie das Studium mit Staatsexamen und Promotion ab. Es folgte eine internistische Fachausbildung in Bonn-Beuel.

Anfang der 1960er Jahre war sie Mitbegründerin des Frauen- und Familiendienstes im Auswärtigen Amt. Von 1960 bis 1968 arbeitete sie als Assistenzärztin, 1968 gründete sie in Meckenheim eine internistische Fachpraxis, vornehmlich auf Homöopathie und Alternativmedizin ausgerichtet. 1972 wurde Veronica Carstens in das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim gewählt.

In ihrer Rolle als Gattin des Bundespräsidenten trat sie ab 1979 bescheiden und diszipliniert auf und wurde Schirmherrin der Deutschen-Multiple-Sklerose-Gesellschaft und der UNICEF-Deutschland, des Müttergenesungswerkes und Vorsitzende der Deutschen Altershilfe. 1982 gründete das Ehepaar Carstens die Karl und Veronica Carstens-Stiftung, 1983 die Fördergemeinschaft für Erfahrungsheilkunde Natur und Medizin. Seit 1992 war Veronica Carstens verwitwet. Nachdem sie sich 2009 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, lebte sie zuletzt in einem Sanatorium in Bonn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Birgit Hibbeler:Veronica Carstens. Engagement ohne Eitelkeit. Deutsches Ärzteblatt 109 (2012), S.235.
  • Friedrich Ludwig Müller: Veronica Carstens. [Nachruf]. In: Monumente. Magazin für Denkmalkultur in Deutschland. 22 Jg., Heft 2 / 2012, S. 58.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Veronica Carstens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dr. Veronica Carstens ist gestorben (rp online, 25. Januar 2012, gesichtet 25. Januar 2012)