Veronika Windisch

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Veronika Windisch Shorttrack
Veronika Windisch (2014)
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 9. April 1982
Geburtsort Graz, Österreich
Karriere
Disziplin Short Track (500m, 1000m, 1500m, 3000m)
Verein AWZ
Nationalkader seit A
Status aktiv
Weltcup-Logo Platzierungen im Shorttrack-Weltcup
 Debüt im Weltcup 4. Februar 2000
 Gesamtweltcup 10. (03/04)
 1000-m-Weltcup 6. (06/07)
 1500-m-Weltcup 6. (06/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 1500 Meter 0 1 0
letzte Änderung: 6. Dezember 2008

Veronika Windisch (* 9. April 1982 in Graz, Steiermark) ist die bislang erfolgreichste österreichische Shorttrackerin.

Werdegang[Bearbeiten]

Von ihrem Bruder Philipp schon früh zu dem Sport gebracht, startete Windisch im Januar 1999 erstmals bei einem internationalen Großereignis, den Junioren-Weltmeisterschaften in Montreal. Hier gelang ihr über 1500 Meter der Einzug ins Halbfinale, wo sie jedoch als Dritte knapp ausschied. Als jüngste Teilnehmerin der Starter bei den Europameisterschaften des Jahres erreichte sie über 1000 Meter das Viertelfinale. Nachdem sie bis Anfang 2000 noch bei weiteren internationalen Rennen wie den Juniorenweltmeisterschaften an den Start gegangen war, wurde sie im Februar 2000 erstmals im Shorttrack-Weltcup eingesetzt. Bestes Ergebnis blieb zunächst die Halbfinalteilnahme über 1500 Meter bei der Europameisterschaft 2004. Nachdem sie in den Weltcups 2003/04, bei dem sie Gesamtweltcupzehnte wurde, und 2004/05 wieder gute Resultate und einige Top-10-Platzierungen erreicht hatte, gelang ihr auch bei der Europameisterschaft 2005 ein Finaleinzug und der siebte Rang über 1500 Meter. Kurz darauf schaffte sie auch bei der Winter-Universiade des Jahres den sechsten Rang über 3000 Meter.

Nach diesen Erfolgen wurde Windisch im Weltcup 2005/06 bei allen vier Stationen eingesetzt, im Gesamtweltcup erreichte sie den 17. Rang. Bei den Großereignissen konnte sie dagegen ihre Erfolge vom Vorjahr nicht wiederholen und schied frühzeitig aus. Der Winter 2006/07 wurde ihr bis dahin erfolgreichster, sie wurde Zweite beim 1500-Meter-Weltcup in Heerenveen. Auch über 1000 Meter gelang ihr bei der gleichen Station ein fünfter Rang, sodass sie sich in beiden Disziplinenweltcups am Ende der Saison auf einem sehr guten sechsten Rang platzieren konnte. Nur bei den Großereignissen erreichte sie erneut kein Finale, es gelangen ihr aber der neunte Platz über 1000 Meter bei der Weltmeisterschaft 2007 und drei Siege bei den Olympic Days in Dresden. Im Weltcup 2007/08 verteidigte Windisch ihre guten Resultate im Gesamtweltcup nicht und rutschte so auf einen Platz außerhalb der besten Zwanzig ab. Bei der Europameisterschaft 2008 wurde sie insgesamt Vierzehnte, bei der Weltmeisterschaft 23. In den Shorttrack-Weltcup 2008/09 startete sie mit einem zehnten Rang über 1500 Meter und setzte das Jahr mit Platzierungen um den 6. Platz konstant fort. Ab 2008 schloss sie sich einer internationalen Trainingsgruppe geleitet von Jeroen Otter in Calgary an. 2008 ist Windisch österreichische Rekordhalterin in sämtlichen Disziplinen (500m, 1500m, 1000m, 30000m und 3000-m-Staffel), außerdem wurde sie von 1999 bis 2008 Staatsmeisterin in der allgemeinen Klasse. Sie schaffte 2010 als erste Österreicherin dieser Disziplin die Teilnahme an den olympischen Spielen in Vancouver, wo sie allerdings nicht ihr volles Leistungspotential abrufen konnte.

2011 erreichte sie den zweiten Platz bei der Europameisterschaft. In der Saison 2012/2013 musste sie krankheits- und verletzungsbedingt vier von sechs Weltcups absagen und war nur bei den beiden kanadischen Wettkämpfen, bei der Europameisterschaft und der Weltmeisterschaft am Start. Bei der Europameisterschaft erreichte sie über 1500 m das Finale, wurde dann aber disqualifiziert. Über 500 m wurde sie 12. und über 1000 m kam sie im Halbfinale der besten Acht zu Sturz, brach sich die Speiche und erlitt zusätzliche Prellungen des Brustkorbs. Dennoch startete sie sechs Wochen nach dem Unfall bereits bei der Weltmeisterschaft in Ungarn, wo sie in den Vorläufen sehr knapp gegen spätere Medaillengewinner ausschied. Mit dem österreichischen Team nimmt sie an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi teil. Auf der 500 m-Strecke verpasste sie als Dritte ihres Vorlaufs das Viertelfinale. Über 1500m qualifizierte sie sich bis in das B Finale und erreichte den 11. Gesamtplatz.[1]

Während sie den Sport beim Bundesheer als Zeitsoldatin ausübt hat sie zusätzlich ein Studium der Sportwissenschaften abgeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Standard: Windisch verpasst Viertelfinale im Sprint, 10. Februar 2014