Vertrag von Huangpu

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Der Vertrag von Huangpu (chinesisch 黄埔條約 / 黄埔条约Pinyin Huángpǔ tiáoyuē) wurde am 24. Oktober 1844 zwischen Qing-China und Frankreich in dem Ort Huangpu, heute ein Stadtbezirk der Stadt Guangzhou, geschlossen und gehört in die Reihe der sog. Ungleichen Verträge.

Inhaltlich lehnt er sich eng an den Vertrag von Nanking mit England 1842 sowie den Vertrag von Wanghia mit den USA von 1844 an, beseitigt auch im Verhältnis zu Frankreich die bislang üblichen Handelsbeschränkungen und nimmt französische Staatsbürger von der chinesischen Justiz aus. Darüber hinaus wird ihnen das Recht zugestanden, bei Fehlen eines französischen Konsuls vor Ort die Hilfe diplomatischer Vertretungen anderer westlicher Staaten in China in Anspruch zu nehmen. Weiter wurde die Duldung der Tätigkeit katholischer Missionare festgeschrieben und insbesondere die hiergegen gerichteten, auf Kaiser Yongzheng zurückgehenden Edikte aufgehoben.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Traité de Whampoa – Quellen und Volltexte (französisch)