Vertrag von Neuilly-sur-Seine

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Bulgaria after Treatry of Neuilly-sur-Seine.png

Der Vertrag von Neuilly-sur-Seine, abgeschlossen am 27. November 1919, ist einer der Pariser Vorortverträge, die den Ersten Weltkrieg formal beendeten. Er wurde zwischen dem Königreich Bulgarien auf der einen und den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Britischen Reich, Frankreich, Italien und Japan sowie weiteren mit diesen Hauptmächten alliierten Staaten auf der anderen Seite geschlossen.

Inhalt des Vertrags[Bearbeiten]

Bulgarien musste nach den Bestimmungen des Vertrages folgende Gebietsabtretungen leisten:

Weiterhin waren Reparationen in der Höhe von 400 Millionen Dollar zu bezahlen, und die Armee wurde auf 20.000 Mann beschränkt.

Teil dieses Vertrags war eine Regelung zum Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und Bulgarien. Bulgarien und Griechenland unterzeichneten eine Konvention über die gegenseitige und freiwillige Emigration, die allerdings kein Rückkehrrecht vorsah. Es verließen 53.000 Bulgaren Griechenland und 39.000 Griechen Bulgarien (nach dem Ersten Weltkrieg waren insgesamt 46.000 Griechen aus Bulgarien ausgewandert).[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] (PDF; 296 kB) – According to the figures of the Mixed Commission, 53,000 Bulgarians, in addition to 39,000 who left Greece earlier, availed themselves of the agreement. The number of Greeks leaving Bulgaria after World War I was listed as 46,000, amounting to practically the entire Greek minority at the time.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erik Goldstein: The First World War Peace Settlements, 1919–1925. Longman, London u. a. 2002, ISBN 0-582-31145-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vertrag von Neuilly-sur-Seine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien