Vertrag von Paris (1303)

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Mit dem Vertrag von Paris, am 20. Mai 1303 zwischen Frankreich und England geschlossen, wurde der Frieden zwischen den beiden Ländern wiederhergestellt. Dieser Friede hielt bis 1337.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Gemäß dem Vertrag von Paris (1259) gab es eine Verpflichtung des amtierenden englischen Monarchen, bei jeder Thronbesteigung (sowohl in England, wie auch in Frankreich) seinem Lehnsherren zu huldigen. Eduard I. kam dieser Verpflichtung in den Jahren 1272 und 1285 nach; nicht ohne bei der Huldigung auch den französischen König an seine Verpflichtungen aus dem Vertrag zu erinnern. 1294 wurde der Vertrag gebrochen.[1]. 1294 besetzte Philipp IV. Guyenne und sprach Eduard I. die Herrschaft über dieses Land ab. Der englische König Eduard erklärte daraufhin Guyenne kurzerhand zum unabhängigen Allodgut und war zum Krieg entschlossen.

Der Vertrag und die Folgen[Bearbeiten]

Philipp IV. konnte Guyenne aber nur bis 1303 halten. Mit dem Vertrag von Paris bekam Eduard I. neben Guyenne auch die Städte Bordeaux und Bayonne zugesprochen. Der Lehnseid, den Eduard I. leisten sollte, wurde stellvertretend durch seinen Sohn Eduard abgelegt, der die Tochter Philipps Isabella heiratete[2].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die englischen Könige im Mittelalter, ISBN 3-406-49463-3. Seite 137.
  2. Dieter Berg: Die Anjou-Plantagenets. ISBN 3-17-014488-X. Seite 187.