Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt führt kein Wappen
Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt
Deutschlandkarte, Position der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt hervorgehoben
51.16666666666710.983333333333Koordinaten: 51° 10′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Fläche: 95,4 km²
Einwohner: 7144 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 16 0 68 5009
Verbandsgliederung: 8 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Bahnhofstraße 13
99634 Straußfurt
Webpräsenz: www.vgstraussfurt.de
Vorsitzender: Frank Deutsch
Lage der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt im Landkreis Sömmerda
Alperstedt Andisleben Beichlingen Bilzingsleben Büchel Buttstädt Buttstädt Eckstedt Ellersleben Elxleben Eßleben-Teutleben Frömmstedt Gangloffsömmern Gebesee Griefstedt Großbrembach Großmölsen Kölleda Großneuhausen Großrudestedt Günstedt Guthmannshausen Hardisleben Haßleben Henschleben Herrnschwende Kannawurf Kindelbrück Kleinbrembach Kleinmölsen Kleinneuhausen Kölleda Mannstedt Markvippach Nöda Olbersleben Ollendorf Ostramondra Rastenberg Riethgen Riethnordhausen (bei Erfurt) Ringleben (bei Gebesee) Rudersdorf Schillingstedt Schloßvippach Schwerstedt Sömmerda Sprötau Straußfurt Udestedt Vogelsberg Walschleben Weißensee Werningshausen Witterda Wundersleben ThüringenKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Verwaltungsgebäude der Verwaltungsgemeinschaft in Straußfurt

Die Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt im Landkreis Sömmerda wurde am 27. März 1993 gegründet.[2]

Verwaltungsstruktur[Bearbeiten]

Der Verwaltungsgemeinschaft gehörten zunächst die Gemeinden Gangloffsömmern, Henschleben, Schwerstedt, Straußfurt, Werningshausen und Wundersleben an.

Nach der Neugliederung der Thüringer Landkreise im Jahr 1994[3] kamen die Gemeinden Haßleben (12. Oktober 1994) und Riethnordhausen (1. Januar 1995) aus dem ehemaligen Kreis Erfurt-Land dazu.[4]

Der Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Straußfurt.

Geographie[Bearbeiten]

Die VG Straußfurt liegt zentral im Thüringer Becken und nahe am geografischen Mittelpunkt Deutschlands. Das Gebiet wird beherrscht vom Tal der Unstrut und ihren Zuflüssen. Die fruchtbaren Böden ermöglichen eine intensive Landwirtschaft auf ausgedehnten Feldern. Gebiete mit Nadel- und Mischwald, Auen, Wiesen, Trockenrasengebiete, kleinere stehende und fließende Gewässer und zum Teil bewaldetes Hügelland in der näheren Umgebung der Gemeinden bilden ein reizvolles, abwechslungsreiches Landschaftsbild.

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten]

Alle Mitgliedsgemeinden der VG sind mehrere Jahrhunderte alt. Meist entstanden sie um früh- oder hochmittelalterliche Klöster, Kapellen und Kirchen herum. Sehenswert sind z. B. die als „Thüringer Laterne“ bekannte Kirche von Riethnordhausen, die nach einem Brand im Jahr 1996 wieder aufgebaut wurde und die schön restaurierte Kirche von Gangloffsömmern mit ihren beeindruckenden Doppeltürmen.

Bereits vor dem Zusammenbruch der DDR wurde in den Gemeinden, teilweise durch tatkräftige Eigeninitiative der Bürger, die marode Infrastruktur im Rahmen der damaligen Möglichkeiten wenigstens notdürftig instand gesetzt und modernisiert. Nach der Wiedervereinigung wurden die meisten Dörfer zu wahren Schmuckstücken mit modernster Infrastruktur. Im Rahmen von Förderprogrammen entstanden in einigen Gemeinden komplett neue Wohngebiete, Eigenheimsiedlungen und Gewerbegebiete.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der wichtigste Industriebetrieb, die volkseigene Zuckerfabrik in Straußfurt, wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands zunächst von einem westdeutschen Unternehmen übernommen und bald darauf geschlossen. Die hoch entwickelten Betriebe der früheren LPG schlossen sich nach der teilweisen Reprivatisierung zu effizienten Agrargenossenschaften zusammen, die direkt und indirekt Arbeitsplätze für einen Großteil der Bevölkerung sichern. In den Gemeinden der VG entstanden zahlreiche kleine Privatunternehmen des Handwerks und des Handels. In den 1990er Jahren errichtete ein großer Handelskonzern sein Logistikzentrum für Thüringen bei Straußfurt, was der Region über die VG und den Kreis hinaus neue wirtschaftliche Impulse brachte.

Verkehr[Bearbeiten]

Die VG hat nahe Anbindung an die Bundesstraßen 4, 86 und 176, die sich in Straußfurt treffen. Die Bahnlinien Erfurt-Northeim und Straußfurt-Großheringen treffen sich ebenfalls dort.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Thüringer Verordnung über die Bildung der Verwaltungsgemeinschaft "Straußfurt" vom 16. Februar 1993 (GVBl S. 230)
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen, beschlossen am 16. August 1993 durch den Thüringer Landtag
  4. Thüringer Verordnung über die Erweiterung der Verwaltungsgemeinschaft "Straußfurt" vom 21. September 1994 (GVBl S. 1079)