Verwechselte Farben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Verwechselten Farben, auch gewechselte Farben, sind in der Heraldik eine besondere Art der Farbgebung.

Mehrere Varianten haben sich erfolgreich durchgesetzt. Eine Variante beruht darauf an der Teilungslinie den Farbwechsel durch Zweifarbigkeit in einem wappenschildfüllenden Heroldsbild oder einer gemeinen Figur zu verwenden. Eine andere Variante ist, dass hierbei die Farben der betroffenen Felder an der Teilungs- oder Spaltungslinie mit den Teilen des im entsprechenden Feld hineinragenden Teils des ungleichen Heroldsbildes in konträrer Art wechseln. Das heißt, die Schildfarbe des einen Feldes wechselt über die Trennlinie in den Teil des gleichen Heroldsbildes des anderen Feldes und umgekehrt. Ein völlig anderes Heroldsbild als in der Darstellung zuvor stellt die dritte Variante dar.

Der Begriff kann naturgemäß immer nur im Plural benutzt werden, denn mindestens zwei heraldische Farben, einschließlich der Metalle, sind immer betroffen. In älteren Wappenbriefen oder Dokumenten wird auch der Ausdruck geschränkte Farbe beziehungsweise verschränkte Farbe verwendet. Richtig wäre, den Begriff wechselnde Farbe oder abwechselnde Tingierung zu verwenden, denn es wird nichts verwechselt, sondern es werden Farben in abwechselnder Wahl verwendet. Aber der Begriff hat sich zum Leidwesen mancher Heraldiker in altertümlichem Deutsch (wie „vertauschen“) eingebürgert.

Die Symmetrie der Wappenbilder begünstigt verwechselte Farben, ist aber nicht Voraussetzung.[1] Fast jeder Wappenschnitt und jedes Heroldsbild sind geeignet. Diese Tingierungsart ist eine sehr einfache und wirkungsvolle Darstellung.

Beispiele[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verwechselte Farben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Unterschied zum Deutschen spricht man aber in der französischen Heraldik unterscheidend von de l'un à l'autre für symmetrische, und de l'un en l'autre für asymmetrische Farbwechslung, analog auch im Spanischen und Portugiesischen