Vettweiß
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Düren | |
| Höhe: | 158 m ü. NN | |
| Fläche: | 83,15 km² | |
| Einwohner: |
8.975 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 108 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 52391 | |
| Vorwahlen: | 02424, 02425 (Ginnick), 02252 (Disternich, Sievernich) | |
| Kfz-Kennzeichen: | DN | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 060 | |
| NUTS: | DEA26 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gereonstraße 14 52391 Vettweiß |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Kranz (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren | ||
Vettweiß ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Düren.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Gemeinde Vettweiß liegt im Südosten des Kreises Düren und grenzt mit einem kleinen Stück an den Rhein-Erft-Kreis sowie an den Kreis Euskirchen mit der Stadt Zülpich im Osten, im Südwesten und Westen an die Gemeinden Nideggen und Kreuzau, im Norden an die Gemeinde Nörvenich.
Vettweiß liegt in der Zülpicher Börde und grenzt an die Nordeifel. Mitten durch die Gemeinde fließt der Neffelbach, den ein Landschaftsschutzgebiet an beiden Ufern umrahmt.
Der höchste Punkt der Gemeinde liegt am Wasserturm Ginnick bei 231 m ü. NN, der tiefste am Neffelbach bei Gladbach bei 120 m ü. NN. Ihre Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 11 km, in Ost-West-Richtung 12,8 km.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde Vettweiß besteht aus den elf Ortsteilen
- Vettweiß mit Kettenheim
- Froitzheim mit Frangenheim
- Ginnick
- Soller
- Jakobwüllesheim
- Kelz
- Lüxheim
- Gladbach mit Mersheim
- Müddersheim
- Disternich
- Sievernich
[Bearbeiten] Religionen
In der Gemeinde gibt es mehrere alte jüdische Friedhöfe.
→ Jüdischer Friedhof (Gladbach)
→ Jüdischer Friedhof (Lüxheim)
→ Jüdischer Friedhof (Kelz)
→ Jüdischer Friedhof (Kettenheim)
Ebenfalls gibt es zwischen Vettweiß und Jakobwüllesheim einen alten Friedhof, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist.
[Bearbeiten] Neugliederungen
Im Jahr 1932 wurden die Bürgermeistereien Froitzheim, Kelz, Sievernich und Füssenich zum Bürgermeisteramt Vettweiß zusammengeschlossen. Von der Bürgermeisterei Drove kamen Jakobwüllesheim und Soller dazu. Im Jahr 1947 kommt Juntersdorf zum jetzigen Amt Vettweiß hinzu. Am 1. Juli 1969 entstehen aus den 13 Orten entstehen die drei Gemeinden Vettweiß, Müddersheim und Füssenich. Zum Amt Füssenich kommt Geich hinzu.[2] Am 1. Januar 1972 wird die Gemeinde Füssenich in die Stadt Zülpich eingegliedert. Die Gemeinde Vettweiß wird um die Gemeinde Müddersheim vergrößert.[3]
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die 28 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
[Bearbeiten] Wappenbeschreibung
In Grün ein goldener Schild mit einem schwarzen Löwen, darüber wachsend eine blaugekleidete Muttergottes mit Kind in goldenem Strahlenkranz.
[Bearbeiten] Geschichte
Besiedelt wurde das Gebiet bereits um 3000 v. Chr. Danach siedelten hier die Kelten, die Römer und später die Franken.
Vettweiß wird erstmals in einer gefälschten Urkunde im Jahre 989 erwähnt. Um 1215 bewohnte Ritter Otto von Wyss eine mitten im Ort gelegene Burg.
Der Ortsname entstand aus „vihsse“ (Dorf, Flecken, weiß) und dem vorangestellten Wort „Veseuniahenis“. Veseuniahenis, abgekürzt Vett, war die Schutzgöttin des Dorfes.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde gibt es etwa 110 denkmalgeschützte Bauwerke. Alte Vierseitenhöfe, Backsteinbauten und Fachwerkhäuser, aber auch die Burgen sind sehenswerte Bauten. Die alten Wassermühlen am Neffelbach werden heute nicht mehr betrieben.
Bei Vettweiß wurde ein Hemmoorer Eimer am Matronenstein gefunden.
Sehenswert sind:
- Antoniuskapelle (Müddersheim)
- Petronellakapelle Dirlau
- Burg Gladbach
- Burg Müddersheim
- Hallenburg Disternich
- Burg Sievernich
- Dreifaltigkeitskapelle (Vettweiß)
- Dreifaltigkeitskapelle (Jakobwüllesheim)
→ Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Vettweiß
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die Gemeinde hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die B 56 und die B 477. Schnell erreichbar ist die A 1 bei Zülpich und die A 61 bei Erftstadt. Von Nord nach Süd durchquert die 2002 privatisierte Bördebahn die Gemeinde. Betreiber für regelmäßigen Güterverkehr von Düren nach Zülpich ist die Rurtalbahn, Personenverkehr bis nach Euskirchen an Wochenenden wird von einer Bürgerinitiative mit Fahrzeugen der Rurtalbahn betrieben. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Vettweiß ist in Privatbesitz.
[Bearbeiten] Bildung
In der Gemeinde gibt es drei Grundschulen, und zwar in Vettweiß, Kelz und Müddersheim. Die Hauptschule befindet sich im Zentralort. Weiterführende Schulen gibt es in Düren, Kreuzau, Erftstadt und Zülpich. Sie sind gut durch den öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen.
Kindergärten gibt es in Vettweiß, Froitzheim, Gladbach, Disternich, Kelz und Jakobwüllesheim.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Henning John von Freyend, bildender Künstler, lebt in Vettweiß-Sievernich
- Linda Pfeiffer, Schriftstellerin, lebt in Vettweiß-Sievernich
[Bearbeiten] Sonstiges
- In allen Ortsteilen bestehen Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß.
- Frank Fussbroich, der Sohn aus der Dokumentarserie Die Fussbroichs, wohnt in Vettweiß.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
[Bearbeiten] Weblinks
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