Vettweiß

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Vettweiß
Vettweiß
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Vettweiß hervorgehoben
50.7388888888896.5972222222222158Koordinaten: 50° 44′ N, 6° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Höhe: 158 m ü. NHN
Fläche: 83,15 km²
Einwohner: 8935 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52391
Vorwahlen: 02424, 02425 (Ginnick), 02252 (Disternich, Sievernich)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DN, JÜL
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 060
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gereonstraße 14
52391 Vettweiß
Webpräsenz: www.vettweiss.de
Bürgermeister: Josef Kranz (parteilos)
Lage der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren
Kreis Düren Nordrhein-Westfalen Rhein-Erft-Kreis Kreis Euskirchen Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Stadt Aachen Städteregion Aachen Belgien Heimbach Kreuzau Nideggen Vettweiß Düren Jülich Langerwehe Titz Merzenich Aldenhoven Hürtgenwald Nörvenich Inden Niederzier LinnichKarte
Über dieses Bild

Vettweiß ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Düren.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Vettweiß liegt im Südosten des Kreises Düren und grenzt mit einem kleinen Stück an den Rhein-Erft-Kreis sowie an den Kreis Euskirchen mit der Stadt Zülpich im Osten, im Südwesten und Westen an die Gemeinden Nideggen und Kreuzau, im Norden an die Gemeinde Nörvenich.

Vettweiß liegt in der Zülpicher Börde und grenzt an die Nordeifel. Mitten durch die Gemeinde fließt der Neffelbach, den ein Landschaftsschutzgebiet an beiden Ufern umrahmt.

Der höchste Punkt der Gemeinde liegt am Wasserturm Ginnick bei 231 m ü. NN, der tiefste am Neffelbach bei Gladbach bei 120 m ü. NN. Ihre Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 11 km, in Ost-West-Richtung 12,8 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Vettweiß besteht aus den elf Ortsteilen

Geschichte[Bearbeiten]

Neugliederungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1932 wurden die Bürgermeistereien Froitzheim, Kelz, Sievernich und Füssenich zum Bürgermeisteramt Vettweiß zusammengeschlossen. Von der Bürgermeisterei Drove kamen Jakobwüllesheim und Soller dazu. Im Jahr 1947 kamen Juntersdorf zum jetzigen Amt Vettweiß hinzu.

Am 1. Juli 1969 entstanden aus den 13 Orten die drei Gemeinden Vettweiß, Müddersheim und Füssenich. Zum Amt Füssenich kommt Geich hinzu.[2] Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Füssenich in die Stadt Zülpich eingegliedert. Die Gemeinde Vettweiß wurde um die Gemeinde Müddersheim vergrößert.[3]

Religionen[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es mehrere alte jüdische Friedhöfe:

Ebenfalls gibt es zwischen Vettweiß und Jakobwüllesheim einen alten Friedhof, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 55,97 % (2009: 61,4 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,4 %
24,7 %
14,9 %
4,0 %
3,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,51 %p
+5,11 %p
-6,11 %p
-2,69 %p
+1,27 %p

Die 28 Sitze des Gemeinderats verteilen sich auf:

  • CDU: 15 Sitze (-1)
  • BI: 5 Sitze (−1)
  • SPD: 6 Sitze (+3)
  • GRÜNE: 2 Sitze (±0)
  • FDP: 0 Sitze (-1)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Wappen und Banner[Bearbeiten]

Der Gemeinde Vettweiß ist mit Urkunde des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 24. Mai 1967 das Recht zur Führung eines Wappens, Banners und Siegels verliehen worden.

Blasonierung: „In grün ein goldener (gelber) Schild mit einem schwarzen Löwen, darüber wachsend eine blau gekleidete Muttergottes mit Kind in goldenem (gelbem) Strahlenkranz.“ Das Wappen zeigt den Jülicher Löwen (Herzogtum Jülich) im kleinen Schild und die Mutter Gottes mit dem Kinde, Schutzpatronin des Ortes. Das Wappen ist einem Schöffensiegel des Jahres 1550 nachgebildet.

Beschreibung des Banners: „Grün mit dem Inhalt des Gemeindewappens im oberen Drittel.“[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Besiedelt wurde das Gebiet bereits um 3000 v. Chr. Danach siedelten hier die Kelten, die Römer und später die Franken.

Vettweiß wird erstmals in einer gefälschten Urkunde im Jahre 989 erwähnt. Um 1215 bewohnte Ritter Otto von Wyss eine mitten im Ort gelegene Burg.

Der Ortsname entstand aus „vihsse“ (Dorf, Flecken, weiß) und dem vorangestellten Wort „Veseuniahenis“. Veseuniahenis, abgekürzt Vett, war die Schutzgöttin des Dorfes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde gibt es etwa 110 denkmalgeschützte Bauwerke. Alte Vierseitenhöfe, Backsteinbauten und Fachwerkhäuser, aber auch die Burgen sind sehenswerte Bauten. Die alten Wassermühlen am Neffelbach werden heute nicht mehr betrieben.

Bei Vettweiß wurde ein Hemmoorer Eimer am Matronenstein gefunden.

Sehenswert sind:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die B 56 und die B 477. Schnell erreichbar ist die A 1 bei Zülpich und die A 61 bei Erftstadt. Von Nord nach Süd durchquert die 2002 privatisierte Bördebahn die Gemeinde. Betreiber für regelmäßigen Güterverkehr von Düren nach Zülpich ist die Rurtalbahn, Personenverkehr bis nach Euskirchen an Wochenenden wird von einer Bürgerinitiative mit Fahrzeugen der Rurtalbahn betrieben. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Vettweiß ist in Privatbesitz.

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es drei Grundschulen, je eine in Vettweiß, Kelz und Müddersheim. Die Hauptschule befindet sich im Zentralort. Weiterführende Schulen gibt es in Düren, Kreuzau, Erftstadt und Zülpich. Sie sind gut durch den öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen.

Kindergärten gibt es in Vettweiß, Froitzheim, Gladbach, Disternich, Kelz und Jakobwüllesheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 97f.
  3.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. http://wahlen.kdvz-frechen.de/kdvz/kwew2014/05358060/index.htm
  5. Hauptsatzung der Gemeinde Vettweiß, § 2. Abgerufen am 23. Dezember 2012 (PDF; 38 kB).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vettweiß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien