Vettweiß
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Düren | |
| Höhe: | 158 m ü. NN | |
| Fläche: | 83,15 km² | |
| Einwohner: |
8948 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 108 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 52391 | |
| Vorwahlen: | 02424, 02425 (Ginnick), 02252 (Disternich, Sievernich) | |
| Kfz-Kennzeichen: | DN, JÜL | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 060 | |
| NUTS: | DEA26 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gereonstraße 14 52391 Vettweiß |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Kranz (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren | ||
Vettweiß ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Düren.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Gemeinde Vettweiß liegt im Südosten des Kreises Düren und grenzt mit einem kleinen Stück an den Rhein-Erft-Kreis sowie an den Kreis Euskirchen mit der Stadt Zülpich im Osten, im Südwesten und Westen an die Gemeinden Nideggen und Kreuzau, im Norden an die Gemeinde Nörvenich.
Vettweiß liegt in der Zülpicher Börde und grenzt an die Nordeifel. Mitten durch die Gemeinde fließt der Neffelbach, den ein Landschaftsschutzgebiet an beiden Ufern umrahmt.
Der höchste Punkt der Gemeinde liegt am Wasserturm Ginnick bei 231 m ü. NN, der tiefste am Neffelbach bei Gladbach bei 120 m ü. NN. Ihre Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 11 km, in Ost-West-Richtung 12,8 km.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Vettweiß besteht aus den elf Ortsteilen
- Vettweiß mit Kettenheim
- Froitzheim mit Frangenheim
- Ginnick
- Soller
- Jakobwüllesheim
- Kelz
- Lüxheim
- Gladbach mit Mersheim
- Müddersheim
- Disternich
- Sievernich
Religionen [Bearbeiten]
In der Gemeinde gibt es mehrere alte jüdische Friedhöfe:
- Jüdischer Friedhof (Gladbach)
- Jüdischer Friedhof (Lüxheim)
- Jüdischer Friedhof (Kelz)
- Jüdischer Friedhof (Kettenheim)
Ebenfalls gibt es zwischen Vettweiß und Jakobwüllesheim einen alten Friedhof, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist.
Neugliederungen [Bearbeiten]
Im Jahr 1932 wurden die Bürgermeistereien Froitzheim, Kelz, Sievernich und Füssenich zum Bürgermeisteramt Vettweiß zusammengeschlossen. Von der Bürgermeisterei Drove kamen Jakobwüllesheim und Soller dazu. Im Jahr 1947 kommt Juntersdorf zum jetzigen Amt Vettweiß hinzu.
Am 1. Juli 1969 entstehen aus den 13 Orten entstehen die drei Gemeinden Vettweiß, Müddersheim und Füssenich. Zum Amt Füssenich kommt Geich hinzu.[2] Am 1. Januar 1972 wird die Gemeinde Füssenich in die Stadt Zülpich eingegliedert. Die Gemeinde Vettweiß wird um die Gemeinde Müddersheim vergrößert.[3]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die 28 Sitze des Gemeinderats verteilen sich auf:
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
Wappen und Banner [Bearbeiten]
Der Gemeinde Vettweiß ist mit Urkunde des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 24. Mai 1967 das Recht zur Führung eines Wappens, Banners und Siegels verliehen worden.
Blasonierung: „In grün ein goldener (gelber) Schild mit einem schwarzen Löwen, darüber wachsend eine blau gekleidete Muttergottes mit Kind in goldenem (gelbem) Strahlenkranz.“ Das Wappen zeigt den Jülicher Löwen (Herzogtum Jülich) im kleinen Schild und die Mutter Gottes mit dem Kinde, Schutzpatronin des Ortes. Das Wappen ist einem Schöffensiegel des Jahres 1550 nachgebildet.
Beschreibung des Banners: „Grün mit dem Inhalt des Gemeindewappens im oberen Drittel.“[5]
Geschichte [Bearbeiten]
Besiedelt wurde das Gebiet bereits um 3000 v. Chr. Danach siedelten hier die Kelten, die Römer und später die Franken.
Vettweiß wird erstmals in einer gefälschten Urkunde im Jahre 989 erwähnt. Um 1215 bewohnte Ritter Otto von Wyss eine mitten im Ort gelegene Burg.
Der Ortsname entstand aus „vihsse“ (Dorf, Flecken, weiß) und dem vorangestellten Wort „Veseuniahenis“. Veseuniahenis, abgekürzt Vett, war die Schutzgöttin des Dorfes.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde gibt es etwa 110 denkmalgeschützte Bauwerke. Alte Vierseitenhöfe, Backsteinbauten und Fachwerkhäuser, aber auch die Burgen sind sehenswerte Bauten. Die alten Wassermühlen am Neffelbach werden heute nicht mehr betrieben.
Bei Vettweiß wurde ein Hemmoorer Eimer am Matronenstein gefunden.
Sehenswert sind:
- Antoniuskapelle (Müddersheim)
- Petronellakapelle Dirlau
- Burg Gladbach
- Burg Müddersheim
- Hallenburg Disternich
- Burg Sievernich
- Dreifaltigkeitskapelle (Vettweiß)
- Dreifaltigkeitskapelle (Jakobwüllesheim)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Gemeinde hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die B 56 und die B 477. Schnell erreichbar ist die A 1 bei Zülpich und die A 61 bei Erftstadt. Von Nord nach Süd durchquert die 2002 privatisierte Bördebahn die Gemeinde. Betreiber für regelmäßigen Güterverkehr von Düren nach Zülpich ist die Rurtalbahn, Personenverkehr bis nach Euskirchen an Wochenenden wird von einer Bürgerinitiative mit Fahrzeugen der Rurtalbahn betrieben. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Vettweiß ist in Privatbesitz.
Bildung [Bearbeiten]
In der Gemeinde gibt es drei Grundschulen, je eine in Vettweiß, Kelz und Müddersheim. Die Hauptschule befindet sich im Zentralort. Weiterführende Schulen gibt es in Düren, Kreuzau, Erftstadt und Zülpich. Sie sind gut durch den öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen.
Kindergärten gibt es in Vettweiß, Froitzheim, Gladbach, Disternich, Kelz und Jakobwüllesheim.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Henning John von Freyend (* 1941), bildender Künstler, lebt in Sievernich
- Linda Pfeiffer (* 1948), Schriftstellerin, lebt in Sievernich
- Martin Rehmann (* 1983), deutscher Spitzenkoch, aufgewachsen in Jakobwüllesheim
Sonstiges [Bearbeiten]
- In allen Ortsteilen bestehen Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß.
- Frank Fussbroich, der Sohn aus der Dokumentarserie Die Fussbroichs, wohnt in Vettweiß.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 4. Juli 2012. (Hilfe dazu)
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Kommunalwahlen am 30.08.2009 – Wahl der Räte der kreisangehörigen Gemeinden – Vettweiß. Abgerufen am 4. April 2013.
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Vettweiß, § 2. Abgerufen am 23. Dezember 2012 (PDF; 38 kB).
Weblinks [Bearbeiten]
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