VfB Stuttgart

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VfB Stuttgart
Wappen des VfB Stuttgart
Voller Name Verein für Bewegungsspiele
Stuttgart 1893 e. V.
Ort Stuttgart, Baden-Württemberg
Gegründet 9. September 1893
Vereinsfarben weiß-rot
Stadion Mercedes-Benz Arena
Plätze 60.449
Präsident Bernd Wahler
Vorstand Bernd Wahler
Ulrich Ruf
Fredi Bobic
Trainer Armin Veh
Homepage www.vfb.de
Liga Bundesliga
2013/14 15. Platz
Heim
Auswärts
Erstligapositionen des VfB Stuttgart bis 2011
VfB-Team nach dem Bundesligaspiel gegen Werder Bremen am 9. Februar 2013 (1:4)

Der VfB Stuttgart, offiziell Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V., ist ein Sportverein im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Der VfB hat über 40.000 Mitglieder,[1] ist damit einer der größten Sportvereine Deutschlands und der größte Baden-Württembergs. Bekannt ist vor allem seine Fußballabteilung, deren erste Mannschaft bis auf zwei Spielzeiten stets Mitglied der Bundesliga war und fünfmal die Saison als Deutscher Meister beendete. Zudem gewann sie dreimal den DFB-Pokal. In der ewigen Tabelle der Bundesliga belegt die Mannschaft den vierten Platz.

Daneben unterhält der VfB Stuttgart Amateursport-Abteilungen. Sportler der Leichtathletik-Abteilung gewannen zahlreiche Titel und Medaillen.[2] Hockey bildet die zweitgrößte Abteilung des Vereins.[3] Im Faustball errang man um das Jahr 2005 mehrfach Deutsche Meisterschaften im Seniorenbereich.[4] Zudem existieren die Abteilungen für Fußballschiedsrichter und Tischtennis.[1] Darüber hinaus gibt es mit der VfB-Garde eine nichtsportliche Traditionsabteilung.

Die erste Fußballmannschaft des VfB bestreitet ihre Heimspiele in der Mercedes-Benz Arena im Neckarpark. Direkt neben diesem Stadion, hinter der Untertürkheimer Kurve, auf der gegenüberliegenden Seite des Fritz-Walter-Wegs, befindet sich das Vereinsgelände mit Robert-Schlienz-Stadion, Trainingsplätzen und dem Roten Clubhaus.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Um das Jahr 1865, als Fußball noch Rugby glich, trafen sich englische Schüler, unter ihnen William Cail,[5] wöchentlich zu einem Spiel in Cannstatt, wo wegen der internationalen Beliebtheit als Heilbad auch Internate entstanden waren.[6] Einheimische Schüler lebten die „englische Krankheit“ in den 1880er Jahren zum Ärger mancher Lehrer und Anwohner auf einer Wiese aus, wo später die Straßenbahnwelt Stuttgart entstand. Es entstanden viele Fußballvereine in Stuttgart, darunter im Jahr 1890 der Nordstern von Anwohnern der Alexanderstraße in Stuttgart-Mitte und der Cannstatter Fußballclub. Davon ermutigt, gründete eine auf dem Stöckach in Stuttgart-Ost übende Spielgemeinschaft im Jahr 1893 den Fußballverein Stuttgart. Im Jahr 1911 gab es 30 Vereine in Stuttgart.[7] Im Jahr 1912 entstand aus dem Cannstatter Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 der VfB Stuttgart.[8]

1893 bis 1912: Von den Anfängen zur Fusion[Bearbeiten]

Beide Vereine wurden hauptsächlich von Schülern, zumeist mit Wurzeln im kaufmännischen Bürgertum gegründet.[9]

FV Stuttgart[Bearbeiten]

Die erste Rugby-Mannschaft des FV 1894
Wappen des FV Stuttgart

Der Fußballverein Stuttgart wurde am 9. September 1893 im Gasthaus Zum Becher in der Kernerstraße gegründet und hatte 20 Gründungsmitglieder.[10]

Der Stuttgarter FV trug regelmäßig Trainingsspiele gegen den Cannstatter Fußball-Club aus.[11] Noch im Jahr 1893 wechselte Philipp Heineken, damals Sportler und Autor von Büchern über den Sport, später auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bunds und Funktionär im Reichsausschuss zur Vorbereitung auf Olympische Spiele, vom Cannstatter Fussballclub zum Stuttgarter Fussballverein und wurde dessen Mannschaftskapitän.[12] Der FV hatte seine Heimstätte auf der Stöckach-Eisbahn und zog 1894 auf den Cannstatter Wasen um. Schon im Jahr 1895 spielte der FV Stuttgart in der Schweiz.[13] Die Mannschaft setzte sich hauptsächlich aus Schülern der Stuttgarter Realschulen und Gymnasien zusammen und errang schnell erste Erfolge: 1909 wurde der FV Deutscher Vizemeister im Rugby, als die Mannschaft erst im Endspiel dem FC 1897 Hannover mit 3:6 Punkten unterlag.[14] Verschiedene Spieler kamen zu internationalen Einsätzen; so gewann Hugo Betting mit der ansonsten ausschließlich aus Frankfurter Spielern bestehenden deutschen Rugby-Auswahl bei den Olympischen Spielen 1900 die Silbermedaille.[15] Dennoch verlor Rugby gegenüber Fußball, damals Rugby Football gegenüber Association Football, zusehends an Boden. Das Spiel war vielen Zuschauern zu kompliziert. Nachdem die Militärverwaltung immer seltener dem FV Benutzungszeiten auf dem Cannstatter Wasen zugestand, mussten die Spieler immer öfter auf den Stöckachplatz ausweichen, bis dem Verein die Benutzung des Wasens schließlich endgültig untersagt wurde. Der FV warf deshalb dem Militärgouvernement vor, die Turnvereine, deren Sportart damals als disziplinierter bekannt war, zu bevorzugen. Nun konnten die Spieler nur noch auf dem schiefen Stöckachplatz spielen, der nach der Aussage vieler Spieler des FV damals offenbar völlig untauglich war. So pachtete der Verein von der Stadt ein Feld auf dem Adelsberg, welches beim FV als Rugbyfeld bekannt war.[16]

Nach einer Initiative junger Spieler im Jahr 1907 trat der Verein dem Süddeutschen Fußballverband bei.[17] Die Mannschaft wurde gleich der Süddeutschen B-Klasse zugeteilt, obwohl inzwischen auch eine C-Klasse existierte. Schon im zweiten Jahr wurde der FV ausgerechnet gegen den punktgleichen späteren Fusionspartner, den Kronen-Club Cannstatt, in einem Endspiel Bezirksmeister. Den Aufstieg erreichten die Fußballer nach einer Niederlage im Spiel um die Gaumeisterschaft gegen den FV Zuffenhausen nicht. Erst im folgenden Jahr gelang schließlich nach geltenden Bestimmungen der Aufstieg, da die Mannschaft Gaumeister und B-Südkreismeister wurde. Da der Verbandstag die Bestimmungen änderte und die Gründung einer neuen Südkreisliga als oberste Spielklasse Süddeutschlands beschloss,[18] war der Aufstieg nicht gesichert. Die entscheidenden Spiele entschied der FV nicht mehr allein für sich, denn vor den Aufstiegsrundenspielen gegen den FV Germania Beiertheim und den FC Mühlburg war die Fusion mit dem Kronen-Club Cannstatt bereits vollzogen.[19]

Kronen-Klub Cannstatt[Bearbeiten]

Die erste Fußballmannschaft des Kronen-Clubs 1898
Wappen des Kronen-Club Cannstatt

Im Cannstatter Fußballclub verlor der Fußball nach wenigen Jahren an Bedeutung,[11] und so bildete sich 1897 aus ehemaligen Mitgliedern dieses Vereins der Kronenklub.[20] Dort spezialisierte man sich zunächst auf den Fußball und trieb später auch Leichtathletik. Über den Namen des Vereins ist nichts bekannt.[21]

Nachdem der Süddeutsche Fußballbund den Kronen-Klub 1903 der unteren von zwei bestehenden süddeutschen Spielklassen zugeordnet hatte, spielte die Fußballmannschaft bereits 1904 um den Aufstieg in die erste süddeutsche Spielklasse, wo die Fußballer gegen die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers antraten. Der vorgesehene Schiedsrichter erschien zu diesem Spiel nicht, so dass sich der Verbandsschriftführer Scivessy bereit erklärte, das Spiel zu leiten. Der Kronen-Club gewann, doch wurde anschließend ein Wiederholungsspiel angeordnet, welches verloren wurde.[22]

In den kommenden Jahren spielte das Team in der B-Klasse oben mit, ohne je wieder ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg zu erreichen. Der Kronen-Klub Cannstatt besaß in Stuttgart-Münster einen eigenen Fußballplatz, der bis heute besteht. Inzwischen spielt dort der TSV Münster.

Fusion und Sieg im Entscheidungsspiel[Bearbeiten]

Wappen des fusionierten Vereins
Reklameschild des Hotels Concordia, in dem die Fusion durchgeführt wurde.
Die Aufstiegsmannschaft 1912

Für Ligaspiele war das Rugbyfeld auf dem Adelsberg wenig geeignet, so dass beim FV die Idee einer Fusion mit dem 1897 gegründeten Kronen-Klub Cannstatt aufkam. Da der Kronen-Klub sportlich nur begrenzte Aussichten hatte und der FV Stuttgart, der gerade gute Chancen hatte, den Aufstieg in die süddeutsche A-Klasse zu schaffen, über eine Mannschaft mit guter Perspektive verfügte, kamen sich die Verantwortlichen schließlich näher. Am 2. April 1912 vereinigten sich beide Klubs zum Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V., der dank der B-Südkreismeisterschaft des Stuttgarter FV gleich um die Qualifikation für die neue Südkreisliga antrat. Die Fusionsversammlung fand im Cannstatter Hotel Concordia statt.[23] Erster Vorsitzender wurde Wilhelm Hinzmann. Die ersten Pflichtspiele nach der Fusion bestritt der VfB Stuttgart in der Aufstiegsrunde zur Südkreisliga, für die sich der Verein als FV Stuttgart qualifiziert hatte. Am 25. August 1912 besiegte der VfB in seinem ersten Pflichtspiel nach der Fusion den FV Germania Beiertheim mit 4:3 und erreichte somit ein entscheidendes Spiel um den Aufstieg gegen den FC Mühlburg.[19] In diesem Entscheidungsspiel um den Aufstieg am 1. September 1912 in Karlsruhe-Durlach siegte der VfB gegen Mühlburg mit 1:0 durch einen entscheidenden Kopfballtreffer in den letzten Minuten von Copé Wendling.[19] Somit war der VfB von Anfang an erstklassig und spielte in der Südkreisliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse.

1912 bis 1933: Erster Weltkrieg und erste Titel[Bearbeiten]

Saison[24] Platz \varnothingZuschauer
1912/13 6/8
1913/14 7/7
1914/15 7/8
1919/20 5/10
1920/21 5/10
1921/22 2/8
1922/23 6/8
1923/24 1/7
2/5
1924/25 5/8
1925/26 2/8 7.400[25]
1926/27 1/10
5/6
10.111[25][26]
1927/28 3/9
4/8
4.230[25][26]
1928/29 3/8
5/8
5.142[25][26]
1929/30 1/8
5/8
11.375[25][26]
1930/31 4/8 4.833[25]
1931/32 2/10
8/8
7.375[26]
1932/33 3/10 5.688[25]

In den kommenden beiden Jahren spielte der VfB in der Südkreisliga nur um die unteren Plätze und war der Gefahr ausgesetzt wieder abzusteigen. Der Erste Weltkrieg brachte das Vereinsleben fast zum Erliegen. Am 1. August 1914 traf man sich zum letzten Mal zu einem Freundschaftsspiel. Nachdem die meisten Spieler und Verantwortlichen bereits ihre Einberufung erhalten hatten, gab es in der Altdeutschen Bierstube eine Abschiedsfeier. Der Rugby-Platz am Karl-Olga-Krankenhaus wurde dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt, das dort gleich ein Lazarett errichtete. Danach trafen sich vor allem Jugendliche am Münster-Platz. Nachdem der Präsident Wilhelm Hinzmann eingezogen worden war, kümmerten sich vor allem die nun Verantwortlichen Julius Lintz, der Hinzmann als Präsident vertrat und Ernst Grimm um die Jugendspieler. Erst im Oktober 1914 bekam der Verein wieder eine Elf zusammen. Nach einer Woche waren nur noch sieben Spieler verblieben. Der Verband schaffte nun die Pflichtrunde ab und führte Spiele um den Eisernen Fußball ein.

Für diese durfte man sich mit anderen Vereinen zu Kriegsmannschaften zusammenschließen, und so bildete der VfB kurzfristig mit dem FV Die Blauen Elf eine Mannschaft.[27] Ein Jahr später stellte der Verein, nach der Rückkehr von Verwundeten und Genesenden, schon wieder drei eigene Kriegsmannschaften. Am Ende des Jahres 1917 hatte der Klub sogar wieder fünf Mannschaften beisammen. Ernst Grimm stellte einen Kriegsausschuss zusammen, der den Verein am Leben hielt, obwohl drei Viertel der Mitglieder eingezogen waren. So verhinderte der Ausschuss die Umwandlung des Münster-Platzes, des einzigen verbliebenen Fußballplatzes, in ein Kartoffelfeld.[28] Wilhelm Hinzmann übernahm nach seiner Rückkehr einen intakten Verein; wenig später, 1918, übergab er seinen Posten an Gustav Schumm. Noch heute würdigt eine Ehrentafel, die 1925 enthüllt wurde, neunzig Gefallene aus den Reihen des VfB.

1923 wurde Karl-Adolf Deubler Präsident des Vereins, er hatte das Amt bis 1931 inne.

In den 1920ern stieg die Mitgliederzahl schnell über 1000 – vor allem Jugendliche waren im Verein aktiv. Allerdings erwies sich der Platz in Münster als ungeeignet für den VfB, da er fernab der Anhängerschaft gelegen war. Da das Rugbyfeld im Ersten Weltkrieg landwirtschaftlich genutzt wurde und ebenfalls als Spielfeld ausfiel, benötigte der Verein dringend einen Platz. Als der Exerzierplatz auf dem Cannstatter Wasen nach dem Krieg nicht mehr benötigt wurde, entstand die Idee einer Rückkehr nach Bad Cannstatt. 1919 wurde der Platz bei den drei Pappeln auf dem Cannstatter Wasen eröffnet.[28] Er blieb bis zur Eröffnung der heutigen Mercedes-Benz Arena 1936 Heimspielstätte des VfB. Nach Kriegsende versuchte der Verband sofort, den Spielverkehr wieder in geregelte Bahnen zu führen. So beschloss der Verbandstag die Gründung einer Württembergischen Liga mit acht Vereinen. Der VfB gehörte dieser Liga an, da er vor dem Krieg in der Südkreisliga ebenfalls erstklassig war. Bis 1922 spielte die Fußballmannschaft in dieser Liga immer oben mit, obwohl das Team nie Meister wurde. 1923 wurde dann vom Verbandstag ein neues Spielsystem eingeführt, welches eine neue Bezirksliga Württemberg/Baden als höchste Spielklasse vorsah.[29] Um sich für die höchste Spielklasse zu qualifizieren, hätte der VfB in der Saison 1922/23 unter den ersten vier Vereinen der Württembergischen Liga landen müssen. Dies gelang nicht, so dass die Mannschaft in der darauffolgenden Saison 1923/24 in der IL Klasse der neugegründeten Kreisliga antreten musste, wo der VfB sofort Kreismeister Cannstatts wurde und sich somit für die Aufstiegsspiele qualifizierte. Dort erreichte man im ersten Anlauf den Aufstieg in die Württemberg-badische Bezirksliga und damit die sofortige Rückkehr in die Erstklassigkeit. Im entscheidenden Spiel besiegten die Fußballer am 1. Juni 1924 den bereits qualifizierten SC Freiburg mit 5:3.

Durch die gute Jugendarbeit gelang dem VfB in der Zwischenkriegszeit der Aufbau einer erfolgreichen ersten Mannschaft, die mit Spielern wie Richard „Molly“ Schauffele (später u. a. Präsident der Stuttgarter Kickers) 1927 württembergisch-badischer Meister wurde. Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreichte die Mannschaft nicht. Im selben Jahr wurde vom Verbandstag in Mainz eine Aufteilung der jungen Bezirksliga in die Abteilungen Württemberg und Baden beschlossen. Ernst Blum wurde 1928 der erste deutsche Nationalspieler des VfB, als er unter Reichstrainer Otto Nerz gegen Dänemark debütierte.[30] Sowohl 1928 als auch 1929 erreichte der Verein die Trostrunde der Zweiten und Dritten der Bezirksligen. 1929 kam es zu einem Eklat: Durch Zuwendungen an die Spieler hatte der VfB gegen die Amateurstatuten verstoßen.[31] Den Spielern war schon damals bewusst, dass sie die Zuschauereinnahmen positiv beeinflussen konnten und waren der Meinung, dass ihnen ein Anteil daran zusteht. So war der Verein vorerst bereit, die Forderungen der Spieler zu erfüllen, doch mit der Zeit konnte es sich der Klub nicht mehr leisten, Spieler unter der Hand zusätzlich zu bezahlen. Nach einer Selbstanzeige wurde der Verein vom Verband mit einer hohen Strafe belegt. Die betreffenden Spieler wurden vom VfB nicht mehr berücksichtigt, weshalb der VfB als Abstiegskandidat galt. Dennoch gelang einer tiefgreifend verjüngten Mannschaft unter dem damaligen Trainer Lajos Kovács 1929/30 die Württembergische Meisterschaft und erreichte erstmals die Süddeutsche Meisterrunde, an der das Team 1932 allerdings erfolglos teilnahm.

1933 bis 1945: Unterstützung des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Saison Platz \varnothingZuschauer
1933/34 3/9
1/4
5.437[26]
1934/35 1/10
1/4
8.500[26]
1935/36 3/10 5.000
1936/37 1/10
1/4
7.500[26]
1937/38 1/10
3/4
7.090[26]
1938/39 2/10 6.857
1939/40 1/6
2/4
4.220[25][26]
1940/41 2/12 5.100[25]
1941/42 2/10
1942/43 1/10
1943/44 4/10

Die Zeit des Nationalsozialismus gehört zu den dunklen Kapiteln der Vereinsgeschichte. Auch beim VfB konnten einige der Verantwortlichen die sogenannten Demütigungen durch den Versailler Vertrag nur schwer akzeptieren.[16] Im Jahr 1919 kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geschriebenen Vereinslied erklang der Wunsch nach einem starken Deutschland; so steht im Text des Liedes in Bezug auf das deutsche Vaterland: … dass es neu und stark ersteh, dafür spielt der VfB! Der ehemalige Präsident Egon Reichsgraf von Beroldingen legte Wert auf die Feststellung: Der VfB hatte schon von jeher Deutschland auf dem Panier![16] Zudem pflegte der Verein schon immer gute Beziehungen zu militärischen Kreisen.[9]

Vom aufkommenden Nationalsozialismus versprachen sich viele beim VfB einen Neubeginn. Willig stellten die Vereinsoberen 1932 ihren damaligen Platz an den drei Pappeln für NSDAP-Kundgebungen zur Verfügung. Die Stadt kündigte dem VfB daraufhin sofort den Platz. Nach der Machtergreifung der NSDAP in Stuttgart wurde diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht. Der neue von der NSDAP eingesetzte Oberbürgermeister lobte den VfB als „schon vor dem Umbruch dem Nationalsozialismus wohlgesonnenen Verein“.[32] Die offiziellen Verlautbarungen der Vereinsführung ließen keinen Dissens zu den Zielen der NSDAP erkennen, diese Ziele wurden offenbar mitgetragen.[16]

Der damalige Vereinspräsident Hans Kiener war schon 1932 der NSDAP beigetreten und erklärte, der VfB sei ein Hort nationaler Gesinnung und eine Trutzburg gegen alles Undeutsche.[19] Kiener wurde von nun an Vereinsführer genannt und von oben mit kommissarischen Vollmachten ausgestattet. Auf Drängen des Reichssportführers und des Verbandes Wehrsport gab es im VfB nun auch einen SA-Sturm. Bereits 1933 nahm der VfB als einer der ersten Vereine des Deutschen Reichs die "Arisierung" vorweg und schloss sämtliche jüdischen Mitglieder aus,[33] selbst diejenigen, die große Verdienste um den Verein vorzuweisen hatten.[19]

„Uns einen nicht nur Spiele, nicht nur die Freud’ am Sport,
Was unsere Freundschaft bindet, das sagt ein ander Wort:
Wir wollen Kameraden sein, erprobt in Freud und Leid,
Es sei verbannt aus unsern Reih’n die Missgunst und der Neid
Die Parole heißt zum Wohl und aus Lieb zum Vaterland,
Ihm zur Ehr, immer mehr, stählen wir uns unverwandt
Und bei jedem frischen, frohen Spiel, denken wir an unser höchstes Ziel l
Dass es neu und stark ersteh’, dafür ‚spielt‘ der VfB!“

– Dritte Strophe des VfB-Lieds. Dem VfB gewidmet von Mitglied Wilhelm Ullrich.[34]
Melodie: O Deutschland hoch in Ehren

Neue Möglichkeiten eröffnete zusätzlich die 1933 zum Deutschen Turnfest errichtete Adolf-Hitler-Kampfbahn. Nachdem die Stadt das alte VfB-Gelände für das Cannstatter Volksfest benötigte, musste der Verein sich wieder eine neue Heimspielstätte suchen. Die weitgehende Identifikation mit den neuen Machthabern ermöglichte dem VfB nun eine kontinuierliche Fortentwicklung auf sportlichem Gebiet. Damals wurden Gauligen eingeführt, in denen die jeweiligen Gaumeister ermittelt wurden.

1933 wurde der Verein Süddeutscher Pokalmeister, 1935 wieder Württembergischer Meister. Somit waren die Fußballer erstmals für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Nachdem die Mannschaft die ersten beiden Gruppenspiele verloren hatte, schien die Situation aussichtslos zu sein. Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel gegen den direkten Konkurrenten SpVgg Fürth erreichte das Team noch das Halbfinale, wo der VfL Benrath bezwungen wurde. Und so drang der VfB zum ersten Mal bis ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft vor, in dem der Finalist in Köln den überlegenen Schalkern mit 4:6 unterlag. Doch auch als Vizemeister wurden die Spieler bei der Rückkehr nach Stuttgart von tausenden Fans gefeiert.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1935

1937 folgte die 3. Württembergische Meisterschaft und die Mannschaft qualifizierte sich erneut für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Nachdem die Fußballer die Gruppenphase souverän als Gruppensieger überstanden, unterlag der Klub im Halbfinale wieder dem FC Schalke 04 und siegte im Spiel um Platz 3 gegen den Hamburger SV. 1938 verteidigte der VfB den Württembergischen Meistertitel, schied jedoch diesmal schon in der Gruppenphase der Meisterschaftsendrunde als Gruppendritter aus. 1939 wurde das Team nur Württembergischer Vizemeister. Der Zweite Weltkrieg wirkte sich anders auf das Vereinsleben aus als der Erste Weltkrieg. Er hatte gravierende Auswirkungen auf das Vereinsleben. Sehr häufig war Stuttgart Ziel von Bombenangriffen. Auch das Vereinsgelände das VfB wurde schwer getroffen, nachdem viele Sprengladungen militärische Ziele, wie die anvisierte Eisenbahnlinie oder das Daimler-Benz-Werk, verfehlten. Doch trotz der Kraterlandschaft, in die sich die Heimat des VfB verwandelte, und obwohl Spieler und Vereinsfunktionäre immer öfter durch die Kriegshandlungen starben, konnten die Verantwortlichen das Vereinsleben erhalten.[35] 1939/40 wurde lediglich eine Kriegsmeisterschaft im engsten Rahmen ausgetragen, in der die Fußballer die Qualifikation für die Meisterschaftsendrunde am Ende nicht schafften. In der wieder regelmäßig laufenden Gauliga erreichte der VfB 1941 und 1942 die Vizemeisterschaft, wurde 1943 zum letzten Mal Gaumeister und schied in der Vorrunde der Deutschen Meisterschaft im K.-o.-System gegen TSV 1860 München aus, ehe im März 1945 die Gauliga Württemberg durch den Krieg endgültig zum Erliegen kam. Dem VfB verblieben immer genug Spieler, um ohne die Hilfe anderer Vereine Kriegsmannschaften zu stellen. Allerdings nutzte der Verein viele „Gastspieler“ sowohl aus dem Inland, als auch aus dem Ausland. Auch Spieler aus besetzten Ländern kamen freiwillig, da sie als Fußballer leichter Akzeptanz finden konnten. Unter ihnen waren prominente Spieler wie zum Beispiel Rudolf Gellesch.

Als der „Vereinsführer“ Hans Kiener 1944 durch einen Bombenangriff schwer verletzt wurde, übernahm nach dessen Evakuierung der zweite Vorsitzende Fritz Walter die Verantwortung.[35] Am 2. April 1945 bestritt der VfB das letzte Spiel vor Kriegsende, welches zwischenzeitlich wegen Fliegerangriffen unterbrochen werden musste.

Später versuchte Walter die offenkundige Nähe des Vereins zum NS-Regime zu relativieren und die Arisierung zu rechtfertigen, indem er erklärte: „Das hat man halt machen müssen, sonst wäre vielleicht der Verein am Ende gewesen.“[36] Offenkundig ist jedoch, dass der Verein dem Regime weit mehr als üblich und weit schneller als nötig entgegenkam, wodurch der Verein eine aktive Rolle in der Durchsetzung der nationalsozialistischen Agenda erlangte. So bezeichnete der Stuttgarter Historiker Nils Havemann, der sich intensiv mit der Rolle der Fußballvereine im Dritten Reich beschäftigte, den VfB neben dem FC Schalke 04, Werder Bremen und dem TSV 1860 München zu den vier nationalsozialistischen Vorzeigevereinen.[33][37]

1945 bis 1963: Wiederaufbau und Erfolge[Bearbeiten]

Saison Platz \varnothingZuschauer
1945/46 1/16 10.264
1946/47 6/20 11.658
1947/48 5/20 17.895
1948/49 6/16 13.600
1949/50 2/16 18.000
1950/51 4/18 13.353
1951/52 1/16
1/4
19.467
1952/53 2/16
1/4
20.067
1953/54 1/16
2/3
15.133
1954/55 13/16 13.933
1955/56 2/16
3/4
21.266
1956/57 4/16 17.167
1957/58 9/16 16.767
1958/59 5/16 16.100
1959/60 7/16 14.633
1960/61 7/16 11.000
1961/62 5/16 13.833
1962/63 6/16 19.447
Von 1949 bis 1994 (und seit Juli 2014) verwendetes Wappen des Vereins
Das erste Silberne Lorbeerblatt, das an eine Mannschaft verliehen wurde.

Der Zweite Weltkrieg stellte eine Zäsur für den Verein dar. Die eigenen Sportanlagen waren weitestgehend zerstört, viele Vereinsmitglieder waren im Krieg gefallen. Dem VfB-Torwart Ernst Schnaitmann gelang es, den Stadtkommandanten davon zu überzeugen dem VfB eine Spielgenehmigung zu erteilen. Gegen eine Cannstatter Auswahl trug der VfB Stuttgart am 15. Juli 1945 sein erstes Spiel nach Kriegsende aus.[38] Bereits am 13. Oktober 1945 wurde im Gasthaus Krone in Fellbach unter entscheidender Mitwirkung von VfB-Präsident Fritz Walter die Süddeutsche Oberliga gegründet. Auf dem Kohlenwagen musste der VfB-Verantwortliche Gustav Sackmann reisen, um über vorige Gaugrenzen und damalige Zonengrenzen hinweg für die Gründung der neuen Liga in Süddeutschland zu werben.[16] Es gelang dem VfB, in der am 4. November 1945 unter dem Vorsitz von Walter gestarteten Oberliga gleich die erste Süddeutsche Meisterschaft der Nachkriegszeit und damit auch die Amerikanische Zonenmeisterschaft zu gewinnen. Robert Schlienz war mit 42 Treffern zugleich erster Torschützenkönig der neuen Liga. Die Deutsche Meisterschaft wurde damals aufgrund der unterschiedlichen Bestimmungen in den verschiedenen Besatzungszonen nicht ausgetragen.

Die Oberliga wurde bei den Fans schnell populär und so kam Geld in die Kassen des Vereins, der so die zerstörte Infrastruktur wieder aufbaute. Der VfB erlangte nun eine wichtige regionale Bedeutung, und für den VfB spielen zu können, wurde das Ziel von vielen Jugendlichen. Auch nach der Einführung des Vertragsspielerstatuts 1948 konnten die Spieler des VfB von den Bezügen, die ihnen ihre Spielerverträge bescherten, nicht leben, und so förderte der Klub bei den Spielern die Selbstständigkeit. So führte Robert Schlienz nebenbei ein Sportartikelgeschäft, Karl Barufka ein Spirituosengeschäft und Erich Retter eine Tankstelle.[16] Beim VfB versuchten die Verantwortlichen immer, den Spielern dabei zu helfen, Fußball und Beruf vereinbaren zu können.

In den folgenden Jahren tummelten sich die Fußballer zunächst nur im Mittelfeld der Oberliga und landete erst 1950 als Zweiter wieder weit oben in der Tabelle. Damals begann die erfolgreichste Ära des Vereins, der nun den Stadtkonkurrenten Stuttgarter Kickers endgültig als Nummer 1 in der Stadt ablöste. Die Süddeutsche Vizemeisterschaft berechtigte den VfB, an der K.-o.-Runde zur Deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Dort zog der VfB zum zweiten Mal in ein Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein, welches er in Berlin gegen Kickers Offenbach mit 2:1 gewann. Die erste Deutsche Meisterschaft des VfB war erreicht. Danach wurde dem VfB als erstem Fußballverein überhaupt von Bundespräsident Theodor Heuss das Silberne Lorbeerblatt verliehen.[39] Bei ihrer Ankunft am Stuttgarter Bahnhof wurde die Mannschaft euphorisch gefeiert und unter anderem von der Endspielelf von 1935 empfangen.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1950

Nachdem der Deutsche Fußball-Bund 1950 wieder Länderspiele austragen durfte, wurden schließlich Spieler vom damaligen Deutschen Meister, wie zum Beispiel Karl Barufka, berufen. 1951 verpasste der amtierende Meister die Endrunde der Meisterschaft als Vierter der Oberliga Süd knapp. Doch 1952 wurde der VfB wieder Süddeutscher Meister, nachdem die Mannschaft den 1. FC Nürnberg noch im letzten Spiel durch einen Sieg im direkten Duell abfing. Durch den Sieg in der Gruppenphase erreichte der VfB zum dritten Mal das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das der Klub in Ludwigshafen gegen den 1. FC Saarbrücken gewann. Die Mannschaft entsprach in weiten Teilen der Meistermannschaft von 1950. Mercedes-Benz stellte dem VfB damals Wagen zur Verfügung, mit denen die Mannschaft eine Rundfahrt durch die Region machte, wobei sie wieder euphorisch gefeiert wurde.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1952

In der kommenden Saison erreichte der VfB nach einem schwachen Saisonstart doch noch die Süddeutsche Vizemeisterschaft und bekam so die Chance, den Meistertitel zu verteidigen. Inzwischen war Erich Retter Nationalspieler geworden. Nachdem die Mannschaft diesmal nur knapp aufgrund des direkten Vergleichs in der Vorrunde nach einem Sieg im letzten Spiel gegen Borussia Dortmund den Gruppensieg holte, erreichte der Fußballmeister zum zweiten Mal in Folge das Endspiel. Karl Barufka war nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Dortmund nicht einsatzfähig im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern. Doch nach der blutigen Niederschlagung des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953 in Berlin wurde schon über eine Verschiebung des Spielorts nachgedacht. Der DFB hielt trotzdem am Berliner Olympiastadion als Austragungsort fest. Die Titelverteidigung gelang nicht, als das Team gegen den mit Stars aus der späteren Weltmeistermannschaft von 1954 gespickten 1. FC Kaiserslautern mit 1:4 unterlag. Ein Positiverlebnis hatte lediglich Karl Bögelein, der zu Beginn einen Elfmeter gegen die spätere Fußballlegende Fritz Walter hielt. Letzterer führte den FCK trotzdem zu einem deutlichen Sieg.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1953
DFB-Pokal von 1954

In der folgenden Saison wurde der VfB wieder Süddeutscher Meister. Jedoch schied der VfB diesmal in der Vorrunde der Deutschen Meisterschaft als Gruppenzweiter nach einer 1:3-Niederlage gegen Hannover 96 aus. Der Saisonhöhepunkt des Jahres 1954 war das Endspiel eines anderen Wettbewerbs. Zum ersten Mal erreichten die Fußballer das Finale des DFB-Pokals und trafen auf den 1. FC Köln. Erwin Waldner erzielte damals nach einer Vorlage von Robert Schlienz das entscheidende Tor an diesem Karsamstag. So wurde der VfB in dem Jahr zum ersten Mal DFB-Pokalsieger, in dem Deutschland zum ersten Mal Fußballweltmeister wurde.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1954

1955 rutschte der amtierende Pokalsieger in der Oberliga auf einen enttäuschenden dreizehnten Platz ab. Doch 1956 wurde der VfB Süddeutscher Vizemeister und erreichte wieder die Meisterschaftsendrunde, nachdem die Mannschaft in der Qualifikation zur Endrunde TuS Neuendorf bezwang. Diesmal schied das Team als Gruppendritter in der Gruppenphase aus. Es war die letzte Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde. 1956/57 begann der VfB die Saison mit guter Frühform, Schweinfurt 05 wurde 7:0, der Wiederaufsteiger Bayern München mit 5:0 besiegt, und Erwin Waldner war bis zu seinem Platzverweis gegen Augsburg der Garant des Erfolges. Danach kam die Tormaschine ins Stottern, und der VfB beendete die Saison auf Platz 4 der Oberliga. 1957 wurde die Einführung der Bundesliga und des Profifußballs beschlossen, und der VfB gehörte zu den Befürwortern. Er hatte nämlich zwei talentierte junge Nationalspieler verpflichtet, Rolf Geiger von den Stuttgarter Kickers und Rudolf Hoffmann von Aschaffenburg, die wegen Verstoßes gegen die Amateurregeln erst einmal gesperrt wurden. Am Ende der Saison 1957/58 hielt sich die Enttäuschung über den neunten Platz in der Oberliga in Grenzen. Zum zweiten Mal erreichte der VfB das Endspiel des DFB-Pokals, diesmal gegen Fortuna Düsseldorf. Gegen das Team um den späteren Bundestrainer Jupp Derwall gewann der Klub mit den beiden Neuzugängen, aber wieder erst in der Verlängerung durch den entscheidenden Treffer von Lothar Weise.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1958

In den kommenden Jahren spielte der VfB keine bedeutende Rolle im süddeutschen Fußball und landete bis zur Gründung der Bundesliga immer zwischen Platz fünf und Platz sieben. 1959/60 sah es zwar bis zum Sieg gegen den amtierenden Meister Eintracht Frankfurt so aus, als ob die Endrunde um die Meisterschaft erreicht werden könnte, aber dann begann der Absturz. Es war das Jahr, in dem Schlienz erstmals nicht mehr zum Einsatz kam. Georg Wurzer wollte die Mannschaft mit Talenten aus der eigenen Jugend verjüngen, mit der Folge von Leistungsschwankungen. 1959/60 gingen dann Trainer Wurzer, Erwin Waldner wechselte nach Zürich, und der neue Trainer Baluses versuchte es mit Kampffußball statt spielerischer Finesse. Als Ergebnis blieben die Fans aus, und es war fraglich, ob der VfB mit diesen Leistungen die Qualifikation zur Bundesliga erreichen würde. Vor der letzten Oberligasaison 1962/63 wechselte auch noch Rolf Geiger nach Italien, dafür besaß man mit Entenmann, Sieloff und Pfisterer eine namenlose, aber talentierte Läuferreihe. Die Saison wurde zur Zitterpartie, in der man zwischenzeitlich bis auf Platz 14 abrutschte und die Bundesligaqualifikation in weite Ferne geriet. Am Ende erreichten die Stuttgarter den sechsten Platz. Wegen der Zwölfjahreswertung war lange ungewiss, ob der VfB der neuen Bundesliga angehören würde. Erst ein Telegramm bestätigte am 6. Mai 1963 endgültig die Zugehörigkeit des VfB zur Bundesliga. Zuvor wurde von der Presse vermeldet: Karlsruhe (419 Qualifikationspunkte), Stuttgart (408) und Offenbach (382) sind als gleichwertig anzusehen, weswegen der diesjährige Tabellenstand ausschlaggebend ist.[19] Somit war es möglicherweise entscheidend, dass der VfB punktgleich aufgrund der besseren Tordifferenz 1962/63 in der Oberliga Süd einen Platz vor den Kickers Offenbach lag.

1963 bis 1976: Vom Gründungsmitglied zum Absteiger[Bearbeiten]

Saison Platz \varnothingZuschauer
1963/64 5/16 40.459
1964/65 12/16 31.167
1965/66 11/18 27.190
1966/67 12/18 30.558
1967/68 8/18 25.948
1968/69 5/18 21.440
1969/70 7/18 20.735
1970/71 12/18 18.654
1971/72 8/18 21.352
1972/73 6/18 15.185
1973/74 9/18 25.533
1974/75 16/18 26.504
1975/76 11/20 11.330

1963 zählte der VfB zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Mit Fritz Walter hatte der Verein damals einen Präsidenten, der keine finanziellen Risiken eingehen wollte und lieber auf ehrenamtliche Arbeitskräfte setzte als auf ein bezahltes professionelles Management und eine Mannschaft, die nur aus Vollprofis besteht. Dennoch konnte sich die Mannschaft, nachdem nun Profifußball erlaubt war, mit den Heimkehrern Rolf Geiger und Erwin Waldner verstärken. Dazu kam noch Hans Arnold aus Mannheim. In der ersten Bundesligasaison konnte so ein fünfter Platz erreicht werden. Doch nachdem die Fußballmannschaft sich bis 1968 nur noch im Mittelfeld befand, forderten immer mehr ein modernes Management beim VfB, welches sich bei den erfolgreichen Vereinen der Liga bereits bewährt hatte. Walter war dazu nicht bereit und so trat Hans Weitpert, der an der Spitze derer stand, die eine neue Einkaufspolitik forderten, dessen Nachfolge an. Es dauerte nicht mehr lange, bis mit Günter Sawitzki 1971 der letzte Spieler des VfB, der nebenbei einen Beruf ausübte, seine Karriere beendete.[16]

Prominente Trainer in den ersten Bundesligajahren waren Rudi Gutendorf, Albert Sing und Branko Zebec. Nachdem die Fußballer 1969 wieder Fünfter geworden waren, verloren die Stuttgarter in den folgenden Jahren den Anschluss zur Spitze und spielten die kommenden Jahre hauptsächlich im Mittelfeld der Liga. Nur 1973 erreichte die Mannschaft den UEFA-Pokal und konnte 1974 erstmals das Halbfinale erreichen. Dort schied der VfB gegen Feyenoord Rotterdam aus. Im April 1975 räumte Weitpert, der mit seiner offensiven Einkaufspolitik gescheitert war, seinen Präsidentenposten. Gerhard Mayer-Vorfelder wurde zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Mayer-Vorfelders vorige Aufgabe als Vorsitzender des Verwaltungsrats übernahm das bisherige Vorstandsmitglied Heinz Bandke. Der VfB befand sich zu dieser Zeit auf einem Abstiegsplatz. Am Ende der Saison stieg der VfB aus der 1. Liga ab. Zuvor war der VfB nur 1923/24 für eine einzige Saison zweitklassig gewesen.

Die folgende Saison wurde zu einem der schwächsten sportlichen Kapitel der VfB-Geschichte – der Verein belegte in der 2. Liga lediglich Platz 11. Den Tiefpunkt bildete das Heimspiel gegen den SSV Reutlingen 05 vor 1.200 Zuschauern, das mit 2:3 verloren ging.

1976 bis 1989: Aufstieg und Rückkehr an die Spitze[Bearbeiten]

Saison Platz \varnothingZuschauer
1976/77 1/20 22.689
1977/78 4/18 53.567
1978/79 2/18 41.297
1979/80 3/18 33.405
1980/81 3/18 30.073
1981/82 9/18 26.126
1982/83 3/18 27.526
1983/84 1/18 31.076
1984/85 10/18 22.648
1985/86 5/18 21.638
1986/87 12/18 20.699
1987/88 4/18 26.313
1988/89 5/18 26.895

Zur Saison 1976/77 verpflichteten Gerhard Mayer-Vorfelder und sein neuer Geschäftsführer Ulrich Schäfer Jürgen Sundermann als VfB-Trainer. Aus finanziellen Zwängen musste der VfB vor allem auf junge Spieler setzen. Mit dem damaligen Hundert-Tore-Sturm gelang dem VfB die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus. Dabei erzielte Ottmar Hitzfeld im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg sechs Treffer (Endstand 8:0). Dieser Rekord hat bis heute Bestand.

In der Saison 1977/78, der ersten Saison nach der Rückkehr in die Bundesliga, erreichte der VfB einen vierten Platz. Dabei stellte er mit einem Zuschauerschnitt von fast 54.000 einen fast 20 Jahre gültigen Bundesliga-Rekord auf. In den Folgejahren konnte sich der VfB in der Bundesligaspitze etablieren.

Spieler in dieser Zeit waren u. a. Hansi Müller, Karlheinz und Bernd Förster, Karl Allgöwer, Dieter Hoeneß, Hermann Ohlicher und Helmut Roleder. Bis 1980 qualifizierte sich die Mannschaft in jeder Saison nach dem Aufstieg für den UEFA-Pokal. 1979/80 erreichte das Team zum zweiten Mal das Halbfinale des UEFA-Pokals, als der VfB gegen Borussia Mönchengladbach nach einem 2:1-Heimsieg und einer 0:2-Niederlage auswärts knapp ausschied.

Trophäe für den Gewinn des Turniers zur Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux
Jürgen Klinsmann als Bundestrainer – seinen Durchbruch als Spieler hatte er beim VfB

Die Infrastruktur wurde zu Beginn der 1980er Jahre angepasst: 1981 bezog der VfB nach knapp zweijähriger Bauzeit sein neues Clubzentrum (Kostenaufwand damals: ca. 5,2 Millionen Euro). Nachdem der Verein 1982 auf den neunten Platz abrutschte, qualifizierten sich die Fußballer 1983 mit einem dritten Platz für den UEFA-Pokal. Im Sommer desselben Jahres nahm der VfB Stuttgart an dem Turnier der Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux teil und besiegte dort nach einem Halbfinalsieg gegen den FC Nantes den Gastgeber aus Bordeaux, der sich im Halbfinale gegen den FC Barcelona durchgesetzt hatte.[40] 1984 erreichte der Verein unter Trainer Helmut Benthaus seine dritte deutsche Meisterschaft. Nachdem die Mannschaft am 32. Spieltag punktgleich mit dem Hamburger SV an der Spitze lag, drohte ein Endspiel am 34. Spieltag im Neckarstadion gegen den HSV. Doch da der VfB selbst gegen Werder Bremen siegte und der HSV gegen Eintracht Frankfurt gleichzeitig unterlag stand fest, dass der HSV mit 5 Toren Vorsprung im direkten Duell in Stuttgart hätte gewinnen müssen, um Deutscher Meister zu werden. Der HSV erzielte lediglich in den letzten Minuten, als die VfB-Fans schon die Meisterschaft feierten, den 1:0-Siegtreffer. Erstmalig im Europapokal der Landesmeister vertreten, scheiterte der VfB in der ersten Runde gegen Levski Spartak Sofia.

1985 erreichte der VfB den 10. Platz. 1986 erreichte der Verein unter den Trainern Barić und Entenmann zum dritten Mal ein DFB-Pokal-Finale, das der FC Bayern München mit 5:2 gewann. Trotzdem trat der VfB als Fünfter der Bundesliga-Saison in der folgenden Saison nicht im UEFA-Pokal, sondern im Europapokal der Pokalsieger an, weil der FC Bayern als Meister bereits im Europapokal der Landesmeister spielte.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1986

1986/87 schied der VfB bei der ersten Teilnahme im Europapokal der Pokalsieger im Achtelfinale gegen Torpedo Moskau aus. Ende der 80er Jahre qualifizierte sich der VfB mit Spielern wie Buchwald, Jürgen Klinsmann, Sigurvinsson oder Immel und Trainer Arie Haan 1988 und 1989 wieder für den UEFA-Pokal. In die Chronik des Vereins eingegangen ist dabei vor allem das UEFA-Pokal-Finale von 1989 gegen den SSC Neapel. Auf Klinsmann musste die Mannschaft wegen einer Gelbsperre aus dem Halbfinale im Hinspiel verzichten. Nach einer fragwürdigen Schiedsrichterleistung hatte der VfB das Hinspiel in Neapel mit 1:2 gegen Napoli verloren. Beim 1:1 nahm Diego Maradona den Ball mit der Hand mit und der Handelfmeter zum 1:2 war ebenfalls nach einstimmiger Meinung der Fußballexperten nicht berechtigt. Zudem wurde Kapitän Guido Buchwald durch eine gelbe Karte für das Rückspiel in Stuttgart gesperrt. Der griechische Schiedsrichter Gerassimos Germanakos aus dem Hinspiel wurde danach von der UEFA gesperrt, was keine Auswirkungen hatte, da der Schiedsrichter ohnehin zurückgetreten war.[41] Ein 3:3 im Rückspiel reichte dann nicht mehr zum Titelgewinn.

Spieldaten der Endspiele um den UEFA-Cup 1989

1989 bis 2001: Von der Spitze in den Abstiegskampf[Bearbeiten]

Meistertrainer Christoph Daum
Saison Platz \varnothingZuschauer
1989/90 6/18 24.684
1990/91 6/18 28.987
1991/92 1/20 33.553
1992/93 7/18 26.872
1993/94 7/18 27.434
1994/95 12/18 30.547
1995/96 10/18 29.087
1996/97 4/18 38.661
1997/98 4/18 36.700
1998/99 11/18 29.034
1999/00 8/18 28.971
2000/01 15/18 24.124
Joachim Löw – ein weiterer Bundestrainer mit Wurzeln beim VfB
Zvonimir Soldo – Der Kapitän der „jungen Wilden“ beendet seine Karriere
Saison Platz \varnothingZuschauer
2001/02 8/18 26.097
2002/03 2/18 31.251
2003/04 4/18 41.728
2004/05 5/18 38.350
2005/06 9/18 36.266
2006/07 1/18 45.439
2007/08 6/18 50.899
2008/09 3/18 51.979
2009/10 6/18 41.065
2010/11 12/18 39.041
2011/12 6/18 55.089
2012/13 12/18 50.054

1990 kamen Christoph Daum als Trainer und Dieter Hoeneß, der von Ulrich Schäfer die Aufgaben des Sportmanagers übernahm, zum VfB. 1992 wurde der VfB unter Daum unter anderem mit Guido Buchwald, Fritz Walter und Matthias Sammer zum vierten Mal Deutscher Meister. In einem Herzschlag-Finale setzten sich die Stuttgarter durch einen Treffer in der 86. Minute des letzten Spieltags (2:1-Sieg in Leverkusen) im Fernduell gegen Eintracht Frankfurt (1:2 bei Hansa Rostock) und Borussia Dortmund (1:0 beim MSV Duisburg) durch; Fritz Walter wurde Torschützenkönig. Der VfB war damals vor dem letzten Spieltag lediglich zweimal Tabellenführer gewesen. In der Folgesaison unterlief Trainer Daum in der ersten Runde des Europacups gegen Leeds United am 30. September 1992 ein folgenschwerer Fehler: Er wechselte mit Jovica Simanić einen damals nicht gestatteten vierten Ausländer ein. Das Spiel wurde gegen den VfB gewertet und der Verein schied, nach einem Wiederholungsspiel in Barcelona vor gerade einmal 15.000 Fans, bereits zum zweiten Mal in seiner Geschichte, in der ersten Runde des Europacups der Landesmeister aus. Damit verpasste der VfB die Teilnahme an der Champions League. In den kommenden drei Jahren qualifizierte sich die Mannschaft nicht mehr für den Europacup und schaffte es wie schon 1984 zunächst nicht, sich als Meister an der Spitze zu halten. Nachdem der Verein sich im Dezember 1993 von Meistertrainer Daum trennte, entließ Gerhard Mayer-Vorfelder zusammen mit dem Daum-Nachfolger Jürgen Röber im April 1995 auch den Manager Dieter Hoeneß.

Unter Rolf Fringer spielte in der Saison 1995/96 erstmals das so genannte Magische Dreieck zusammen, das aus den Spielern Krassimir Balakow, Giovane Élber und Fredi Bobič bestand. Dennoch wurde der VfB nur Zehnter und so legte der VfB Fringer keine Steine in den Weg, Schweizer Nationalteamtrainer zu werden. Erst unter Joachim Löw, der von Fringers Co-Trainer zum Interimstrainer und schließlich zum Cheftrainer wurde, knüpfte der VfB wieder an frühere Erfolge an. Das „Magische Dreieck“ sorgte in der Bundesliga für Furore und gewann 1997 durch einen 2:0-Sieg im Finale in Berlin gegen den damaligen Regionalligisten Energie Cottbus den DFB-Pokal. Dabei erreichte das Team im Viertelfinale nur durch das Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg das Halbfinale, wo die Mannschaft den Hamburger SV mit 2:1 bezwang. Von den 78 Bundesliga-Saisontoren 1996/97 schossen Bobic, Elber und Balakov alleine 49, nur 10 weniger als die gesamte Mannschaft in der Vorsaison erzielte. Doch so schnell das Magische Dreieck sich einspielte, so schnell trennten sich die Wege der Traumoffensive des VfB auch wieder. Die zwei entscheidenden Tore von Giovane Elber im Pokalfinale waren seine beiden letzten für den VfB, er wechselte zum FC Bayern München.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1997

Ein Jahr später stand der VfB im Finale des Europapokals der Pokalsieger, das er in Stockholm unglücklich mit 0:1 gegen Chelsea London verlor, nachdem der eingewechselte Gianfranco Zola mit seinem ersten Ballkontakt das entscheidende Tor erzielte. Danach ging mit Fredi Bobič der zweite Spieler des magischen Dreiecks, er wechselte zu Borussia Dortmund. Nur Krassimir Balakow blieb bis zu seinem Karriereende beim VfB.

Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1998

Doch trotz der Erfolge verlängerte der Verein unter der Leitung von Gerhard Mayer-Vorfelder, der im März 1998 Karlheinz Förster als neuen Sportdirektor eingestellt hatte, den am Saisonende 1998 auslaufenden Vertrag mit Löw nicht. Stattdessen wurde nun Winfried Schäfer verpflichtet. Vor allem bei den Fans war diese Entscheidung sehr unpopulär, da Schäfer vom Erzrivalen Karlsruher SC kam, wo er sich einen Namen gemacht hatte. Der Trainerwechsel erwies sich schnell als Fehler und so wurde Schäfer noch im selben Jahr wieder entlassen. Innerhalb eines Kalenderjahres wurden fünf Trainer beschäftigt (Joachim Löw, Winfried Schäfer, Wolfgang Rolff, Rainer Adrion und Ralf Rangnick).

Die folgenden Jahre brachten mehr sportlichen Misserfolg als Erfolg. Finanzielle Probleme, die vor allem auf die riskante Transferstrategie unter Gerhard Mayer-Vorfelder und seinem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Ulrich Schäfer zurückzuführen waren, wurden gegen Ende des 20. Jahrhunderts auch vereinsintern kritisch gesehen.[42][43] Schon allein der von Mayer-Vorfelder mit Dušan Bukovac ausgehandelte Rentenvertrag von Krassimir Balakow belastete den VfB. Dieser hoch dotierte Vertrag (geschätzte 3 Mio € Jahresgehalt) konnte durch das Ziehen einer Option von Balakow fristlos verlängert werden und wurde nach harten Verhandlungsrunden zwischen Mayer-Vorfelders Nachfolger Manfred Haas und Bukovac erst 2003 beendet. Zudem litt der Verein unter einigen teuren Einkäufen von Spielern, die gar nicht oder kaum für den Verein aufliefen. Beispiele sind Didi, Srgjan Zaharievski, Mitko Stojkovski oder Sasa Marković. Im Juni 1999 sprach der Aufsichtsrat des VfB Gerhard Mayer-Vorfelder das Misstrauen aus und kündigte an eine Wiederwahl des Präsidenten im folgenden Jahr nicht mitzutragen.[44] Der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Bandke, der seit Beginn der Präsidentschaft Mayer-Vorfelders dessen Entscheidungen meist mitgetragen hatte, etablierte im September 1999 mit Hansi Müller im Vorstand ein Gegengewicht zum Vereinspräsidenten.[45] Als Mayer-Vorfelder, kurz bevor er den Verein im Oktober 2000 wegen seiner anstehenden Aufgabe als Präsident des DFB freiwillig verließ, den Verein weiter finanziell ins Risiko stürzen wollte[46], setzten sich Hansi Müller und sein Vorstandskollege Karlheinz Förster, die stattdessen auf junge Spieler setzen wollten, gegen den scheidenden Präsidenten durch. Manfred Haas wurde im Oktober 2000 zum Nachfolger von Gerhard Mayer-Vorfelder gewählt.

Unter Trainer Ralf Rangnick wurde ein sportlicher Konsolidierungsprozess eingeleitet. Wegen Kompetenzstreitigkeiten untereinander traten der Sportdirektor Karlheinz Förster und sein Vorstandskollege Hansi Müller im Januar 2001 innerhalb von einer Woche zurück.[47] Das Erreichen des UEFA-Pokals durch den erstmaligen Gewinn des UI-Cups 2000 war nun eher ein Hindernis im Abstiegskampf. Nachdem der Verein im Februar 2001 auf den 17. Tabellenplatz abgestürzt war überzeugte Försters Nachfolger Rolf Rüssmann Trainer Ralf Rangnick davon das Traineramt zur Verfügung zu stellen.[48] Rangnicks Nachfolger wurde Felix Magath. Unter Magath schaffte der VfB am vorletzten Spieltag gegen Schalke 04 durch ein Tor von Balakow kurz vor dem Spielende den Klassenerhalt.

2001 bis 2013: „Junge Wilde“, Meisterschaft 2007 und zwei Pokalendspiele[Bearbeiten]

Aufgrund der finanziellen Engpässe musste der VfB wie Mitte der 1970er Jahre auf die eigene Jugend setzen – Spieler wie Andreas Hinkel, Kevin Kurányi, Timo Hildebrand oder Aljaksandr Hleb bildeten ein Team, das sich hervorragend entwickelte und in den Medien den Beinamen „die jungen Wilden“ erhielt. Der VfB qualifizierte sich 2002 über den UI-Cup für den UEFA-Pokal 2002/03. Im Oktober 2002 wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Bandke nach 27 Jahren in diesem Amt von Dieter Hundt abgelöst.[49] Am Ende der Saison 2002/03 war die Mannschaft überraschend Vizemeister hinter Bayern München und qualifizierte sich damit erstmals für die Champions League. Der Verein wurde wegen seiner für die Region wichtigen Bedeutung mit dem Hans-Peter-Stihl-Preis ausgezeichnet. In der Champions League Saison 2003/04 zeigte die Mannschaft ihre Klasse u. a. durch einen 2:1-Sieg gegen Manchester United, sowie durch das Erreichen des Achtelfinals. Dort war erneut der FC Chelsea Endstation, nachdem sich der VfB durch ein Eigentor von Fernando Meira im Hinspiel selbst um die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale brachte (0:1 zuhause, 0:0 auswärts).

2003 wurde Erwin Staudt neuer Präsident. Er wurde der erste hauptamtliche Präsident des VfB Stuttgart und trug mit seiner Mitglieder-Kampagne mit dem Titel „Wir packen Schalke“ entscheidend dazu bei, die Mitgliederzahl innerhalb von zwei Jahren mehr als zu verdreifachen. Zudem überzeugte er Rudi Häussler, direkt neben dem Gottlieb-Daimler-Stadion mit dem Carl Benz Center einen Multifunktionskomplex zu errichten. Vom Bau des Gebäudes profitierte der VfB als Hauptmieter wohl am meisten. Im Sommer 2004 wechselte Trainer Magath zum FC Bayern München, sein Nachfolger in Stuttgart wurde Matthias Sammer. Zwar erreichte der VfB in der Saison 2004/05 einen UEFA-Cup-Platz, allerdings verspielten die Fußballer mit einem kläglichen Saisonfinale eine deutlich bessere Platzierung. Daher trennte sich der Verein nach Saisonende von Sammer. Sein Nachfolger wurde im Sommer 2005 Giovanni Trapattoni.

Vor der Saison 2005/06 kam es zu großen personellen Wechseln beim VfB; Leistungsträger wie Kevin Kurányi (für etwa 7 Mio. zu Schalke 04), Philipp Lahm (war ausgeliehen von Bayern München) und Aljaksandr Hleb (wechselte für geschätzte 15 Millionen zum FC Arsenal) verließen den VfB, neu verpflichtet wurden u. a. Thomas Hitzlsperger (Aston Villa) und Jon Dahl Tomasson (AC Mailand). Durch die hohen Transfererlöse konnte der Verein zwar seine Verbindlichkeiten (die vor der Saison noch 8,21 Millionen Euro betrugen) deutlich reduzieren, doch hinkte die Mannschaft ihren eigenen sportlichen Ansprüchen hinterher. Anfang Februar 2006 trennte sich der VfB von Giovanni Trapattoni, dessen Taktik und Spielweise bei Fans und Spielern immer mehr in die Kritik geraten war.

Meistertrainer 2007: Armin Veh
Finanzvorstand Ulrich Ruf, Präsident Erwin Staudt und Maskottchen Fritzle mit der Meisterschale

Die Schwaben verpflichteten daraufhin Armin Veh als neuen Cheftrainer, der zu Beginn vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt als Übergangslösung bis zur Sommerpause bezeichnet wurde. Der Wunschkandidat des zur Winterpause als Manager verpflichteten Ex-Spielers Horst Heldt konnte sich dennoch als Trainer für die kommende Saison durchsetzen. Nach der sportlich enttäuschenden Saison 2005/06 gab es vor der Saison 2006/07 wieder einige tiefgreifende personelle Änderungen. Nach zehn Jahren beim VfB beendete Kapitän Zvonimir Soldo seine Karriere und nach 14 Jahren verließ Andreas Hinkel den Verein.

Wie schon in früheren Jahren macht der VfB teils aus der Not eine Tugend und setzte zur Saison 2006/07 wieder auf junge Spieler. Der Verein hat mit Mario Gómez, Serdar Taşçı und Sami Khedira einige Talente aus der eigenen Jugend in der Mannschaft. Da der VfB inzwischen zu den reicheren Vereinen der Liga gehört, konnte der Klub sich mit neuen Spielern wie z. B. Pável Pardo, Ricardo Osorio oder Antônio da Silva verstärken. Nach einem eher schwachen Saisonstart 2006/07 wurde Armin Veh vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hundt erneut kritisiert, worauf in den Medien Veh zunächst als Favorit auf die nächste Trainerentlassung gehandelt wurde. Jedoch gelang es dem VfB, mit einer sehr jungen Mannschaft wieder an die Erfolge der Jahre 2002 bis 2004 anzuschließen. Am 12. November 2006 übernahm der VfB mit einem 2:1-Sieg bei Hannover 96 erstmals seit fast zwei Jahren wieder die Tabellenspitze. Über den kompletten weiteren Verlauf der Saison hielt sich der Verein unter den ersten vier Vereinen der Bundesliga. Von den Medien bekam die Mannschaft aufgrund ihrer offensiven und erfolgreichen Spielweise den Beinamen „die jungen Wilden II“. Am vorletzten Spieltag der Saison übernahm der VfB zum zweiten Mal die Tabellenspitze und ging als Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung vor FC Schalke 04 in den letzten Spieltag. Der VfB gewann das letzte Heimspiel gegen Energie Cottbus mit 2:1 und wurde damit Deutscher Meister 2007.

Nach Siegen gegen Alemannia Aachen II, den SV Babelsberg 03, den VfL Bochum, Hertha BSC und den VfL Wolfsburg stand das Team um Armin Veh nach genau zehn Jahren wieder im Endspiel um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion. Dort verlor man am 26. Mai 2007 gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:2 nach Verlängerung.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2007

In der Champions League 2007/08 spielte der VfB gegen den FC Barcelona, Olympique Lyon und die Glasgow Rangers. Von den sechs Spielen in der Champions-League-Vorrunde gewann der VfB eines (3:2 im Heimspiel gegen die Glasgow Rangers). Aufgrund der weiteren fünf Niederlagen schied das Team als Gruppenletzter aus dem Europapokal aus. Parallel dazu durchschritt der VfB in der Bundesliga-Saison 2007/08 eine Talsohle. Als amtierender Deutscher Meister rutschte man nach einigen Niederlagen zu Saisonbeginn tief in die untere Tabellenhälfte und rangierte nach zehn Spieltagen mit lediglich 10 Punkten auf Platz 14 der Tabelle. Ab dem elften Spieltag arbeitete der VfB sich in der Tabelle weiter nach oben. Die Saison schloss der VfB als Sechster ab und konnte sich über den UI-Pokal für den UEFA-Pokal 2008/09 qualifizieren. Im DFB-Pokal schied der VfB im Viertelfinale zu Hause gegen den Vorletzten der 2. Bundesliga Carl Zeiss Jena durch ein 6:7 nach Elfmeterschießen aus.

Nachdem der VfB in der Saison 2008/09 nach dem vierzehnten Spieltag mit achtzehn Punkten auf dem elften Tabellenplatz stand, wurde der Trainer Armin Veh entlassen und durch Markus Babbel ersetzt. Unter Babbels Leitung belegte die Mannschaft in der Abschlusstabelle den 3. Platz, der zur Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League 2009/10 berechtigte. Im DFB-Pokal schied man im Achtelfinale durch eine deutliche 1:5-Heimniederlage gegen Bayern München aus. Im UEFA-Cup kam nach überstandener Gruppenphase das Aus gegen den Titelverteidiger Zenit Sankt Petersburg.

Der Abgang von Mario Gomez im Juni 2009 bedeutete den Verlust des besten Stuttgarter Torjägers der letzten Jahre. Um ihn zu ersetzen, wurde der russische Nationalstürmer Pawel Pogrebnjak verpflichtet. Zudem gelang es dem VfB, Aliaksandr Hleb nach vier Jahren, die er bei Arsenal London und dem FC Barcelona verbracht hatte, auf Leihbasis nach Stuttgart zurückzuholen. In der Europapokal-Saison 2009/10 setzte sich der VfB zunächst im August 2009 in der Playoff-Runde der Champions-League-Qualifikation gegen den rumänischen Vertreter FC Timișoara durch und zog dadurch zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren in die Gruppenphase der Königsklasse ein. Dort bekam man den FC Sevilla, die Glasgow Rangers und Unirea Urziceni als Gruppengegner zugelost. Der VfB Stuttgart wurde Gruppenzweiter und erreichte das Achtelfinale, in dem er Titelverteidiger FC Barcelona mit 1:1 und 0:4 unterlag. Der Pokalwettbewerb 2009/10 war für den VfB bereits im Achtelfinale beendet, als man gegen die SpVgg Greuther Fürth ausschied. Die Bundesliga-Saison 2009/10 verlief ähnlich wie die vorangegangene Saison 2008/09: Die Hinrunde war weitestgehend von enttäuschenden Leistungen geprägt. Nach dem 15. Spieltag, als der VfB fast auf einem Abstiegsrang stand, wurde Markus Babbel entlassen; sein Nachfolger wurde der erfahrenere Schweizer Christian Gross. In der Winterpause verließen Thomas Hitzlsperger, Ludovic Magnin und Jan Šimák den Verein, Cristian Molinaro wurde von Juventus Turin ausgeliehen. Als bestes Rückrundenteam konnte der VfB noch das obere Tabellendrittel erreichen und sich für die Teilnahme an der Europa League 2010/11 qualifizieren.

Zum Beginn der Bundesliga-Saison 2010/11 wechselte der Vorstand Sport Horst Heldt zum FC Schalke 04. Als Ersatz wurde der frühere VfB-Stürmer Fredi Bobič als Sportdirektor verpflichtet. Auch auf dem Platz kam es zu einem größeren personellen Umbruch: Den Abgängen Jens Lehmann, Sami Khedira, Aljaksandr Hleb, Ricardo Osorio und Roberto Hilbert standen als Neuverpflichtungen Christian Gentner, Mauro Camoranesi, Philipp Degen, Martin Harnik und Johan Audel gegenüber. Nach Angaben der Vereinsführung konnten die laufenden Personalkosten so um 15 Mio. Euro gesenkt werden. Nachdem der VfB nach den ersten 7 Spieltagen nur 3 Punkte einfahren konnte und somit den 18. Tabellenplatz belegte, wurde der Cheftrainer Christian Gross am 13. Oktober 2010 von seinen Aufgaben entbunden. Der bisherige Co-Trainer Jens Keller wurde danach neuer Cheftrainer.[50] Auch unter Jens Keller blieb der Erfolg aus, so dass er im Dezember 2010 ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden wurde. Neuer Cheftrainer wurde am 12. Dezember 2010 Bruno Labbadia, der die Mannschaft auf Platz 17 übernahm und mit ihr die Saison auf Platz 12 beendete.

Am 20. Mai 2011 gab Erwin Staudt bekannt, er stünde für eine weitere Amtszeit als Vereinspräsident nicht zur Verfügung. Darauf schlug der Aufsichtsrat Gerd E. Mäuser als einzigen Kandidaten für die Nachfolge Staudts vor. Zwei Tage später kündigte Helmut Roleder seine Gegenkandidatur an.[51] Ohne eine Satzungsänderung mit einer Mehrheit von 75 Prozent war es jedoch nicht möglich, gegen den Kandidaten des Aufsichtsrats anzutreten. Nachdem die entsprechenden Satzungsänderungsanträge abgelehnt wurden, wurde Gerd E. Mäuser auf der Mitgliederversammlung am 17. Juli 2011 mit einer Mehrheit von 58,7 Prozent zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. Auf derselben Mitgliederversammlung wurde ein Antrag auf die Abberufung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt durch eine Mehrheit von 65,3 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder auf die Tagesordnung gesetzt und scheiterte bei einer Befürwortung durch 50,7 Prozent an der erforderlichen Mehrheit von 75 Prozent.[52]

In der zum reinen Fußballstadion umgebauten Mercedes-Benz-Arena, deren Betrieb der Verein zum Beginn der Saison 2011/12 komplett übernahm,[53] und mit Neuzugängen wie William Kvist, Maza und Ibrahima Traoré erreichte der VfB zur Winterpause im Dezember 2011 22 Punkte. Nachdem der Verein im Januar 2012 Vedad Ibišević und Gōtoku Sakai verpflichtete, qualifizierte sich der VfB Stuttgart am Saisonende mit insgesamt 53 Punkten als Tabellensechster für die Playoffs der UEFA Europa League 2012/13.

Durch Siege gegen den SV Falkensee-Finkenkrug, den FC St. Pauli, den 1. FC Köln, den VfL Bochum und den SC Freiburg qualifizierte sich der VfB für das Endspiel des DFB-Pokals 2013, in dem man dem FC Bayern München mit 2:3 unterlag. Durch die Meisterschaft und damit verbundene Qualifikation für die UEFA Champions League des Finalgegners FC Bayern München stand dadurch auch die Teilnahme an der UEFA Europa League 2013/14 fest. In der Bundesliga belegten die Stuttgarter am Ende Platz zwölf. In der Europa League überstand man die Gruppenphase, schaltete dann den KRC Genk aus und schied im Achtelfinale gegen Lazio Rom aus.

Am 10. April 2013 erklärte der Präsident Gerd E. Mäuser nach weniger als zwei Jahren im Amt seinen Rücktritt zum 3. Juni 2013. Zugleich wurde Fredi Bobic als Vorstand Sport in den Vereinsvorstand berufen.[54] Am 17. Juni 2013 legte der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung nieder.[55] Am folgenden Tag wurde Hundts bisheriger Stellvertreter Joachim Schmidt von den verbliebenen Aufsichtsratsmitgliedern zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt.[56]

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2013

Seit 2013: Gegenwart[Bearbeiten]

Saison Platz \varnothingZuschauer
2013/14 15/18 50.498

Am 2. Juli 2013 schlug der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart Bernd Wahler den Mitgliedern zur Wahl zum Vereinspräsidenten bei der Mitgliederversammlung am 22. Juli 2013 vor.[57] Dort wurde dieser mit 97,4 % der Stimmen zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. Außerdem wurde beschlossen, dass das sogenannte Traditionswappen, das bereits von 1949 bis 1994 offizielles Vereinswappen war, zur Saison 2014/15 erneut zum offiziellen Vereinsemblem wird. Darüber hinaus wurde entschieden, dass dies auch in der Vereinssatzung verankert wird.[58] Nach einem Fehlstart mit drei Niederlagen an den ersten drei Spieltagen der Bundesligasaison 2013/14 trennte sich der VfB am 26. August 2013 von seinem Cheftrainer Bruno Labbadia[59] und ernannte noch am selben Tag Thomas Schneider, den bisherigen U-17-Trainer, zu seinem Nachfolger.[60] Im DFB-Pokal schied der VfB in der zweiten Runde mit einem 1:2 gegen den SC Freiburg aus, nachdem man in der ersten Runde den BFC Dynamo Berlin ausgeschaltet hatte.[61] Auch in der Europa League lief es nicht besser. Nach dem Überstehen der dritten Qualifikationsrunde gegen Botev Plovdiv, kam das Aus in den Playoffs gegen den HNK Rijeka.[62] Am 9. März 2014 wurde Trainer Thomas Schneider einen Tag nach dem 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig entlassen und durch Huub Stevens ersetzt. Zuvor war der VfB durch eine Serie von acht Niederlagen in Folge in Abstiegsgefahr geraten. Unter Stevens setzte sich der VfB von den Konkurrenten um den Abstieg ab, wodurch der Klassenerhalt und der 15. Tabellenplatz am vorletzten Spieltag feststand. Für Stevens, der nur einen Vertrag bis Saisonende besaß und diesen nicht verlängern wollte, wurde zur neuen Saison Armin Veh verpflichtet, der den Verein bereits von Februar 2006 bis November 2008 trainiert hatte und mit ihm 2007 Deutscher Meister geworden war.

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten]

A Der gelbe sechszackige und umrahmte Stern als Vereinswappen des FV Stuttgart wurde von 1893 bis 1909 verwendet.[63][64]
B Die Vereinsfarben des 1897 gegründeten Kronenclub Cannstatt sind schwarz-weiß-grün und nicht, wie dargestellt, rot-weiß-grün.[65][63]
C Das Württembergische Hirschgeweih auf gelbem Grund wurde erstmals 1909 durch die Leichtathleten des FV 93 verwendet und diente fortan als Vereinswappen. Das Wappen wurde vom VfB Stuttgart, zu dem sich der FV und der Kronenclub am 2. April 1912 zusammenschlossen, als Vereinswappen übernommen und bis 1949 verwendet. Die Vereinsfarben des VfB wurden auf rot und weiß festgelegt.[63]
D Das Vereinswappen mit der traditionellen VfB-Frakturschrift und der Jahreszahl 1893 wurde von 1949 bis 1994 als Vereinswappen verwendet. Die VfB-Frakturschrift selbst, die vom Kunstmaler und VfB-Spieler Hermann Stammler kreiert wurde, fand bereits ab 1924 Verwendung. Erstmals wurde diese 1924 auf dem Titelblatt der VfB-Vereinszeitung Nachrichten aus dem Leben und später auch auf Briefbögen verwendet.[63]
E 1994 wurde das Vereinswappen durch eine Vereinfachung der Frakturschrift, Begradigung der Umrandung des Hirschgeweihs sowie durch einen schwarzen Rahmen geändert.[63]
F 1998 wurde das Vereinswappen erneut verändert. Dabei wurde die Frakturschrift erneut vereinfacht, darunter das „V“ geöffnet, das Hirschgeweih erneut stark vereinfacht und die Gründungsjahreszahl 1893 durch den Stadtnamen Stuttgart ersetzt. Als Begründung für die erneute Veränderung wurde genannt, dass durch den Stadtnamen die Herkunft aus Stuttgart ausgedrückt werden soll, um die internationale und mediale Präsenz zu erhöhen.[63]
G Nachdem die 2010 gestartete Initiative mit dem Namen „Pro altes VfB-Wappen“, die von Ultragruppierungen federführend getragen wurde, 25.000 Unterschriften für die Wiedereinführung des Wappens, das von 1949 bis 1994 verwendet wurde, sammelte und Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen führte,[66][67] kündigte der Verein an, die Vereinsmitglieder über eine mögliche Änderung des Wappens abstimmen zu lassen. Auf der Mitgliederversammlung im Juli 2013 wurde mit einer Mehrheit von fast 80 Prozent die Wiedereinführung des alten, historischen Wappens zur Saison 2014/15 als das offizielle Wappen des VfB Stuttgart beschlossen und in der Satzung festgeschrieben.[58]

Geschichte der Spielbekleidung[Bearbeiten]

Heim[Bearbeiten]

1894
1911
1925/26
1950er
1953
1975/76
1976/77
1978/79
1979/80
1982/83
1983/84
1986/87
1989/90
1992–1994
1994–1996
1996–1998
Finale Europapokal der Pokalsieger
1998–2000
2000–2002
2002/03
2003/04
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13

1894 trug die Rugbymannschaft des Vorgängervereins FV Stuttgart 1893 ein weißes Trikot mit schwarzem Stern und schwarzer Hose.[68]

1911: Im Jahr vor der Fusion trug die Mannschaft des FV das württembergische Hirschgeweih auf der Brust.[69]

1925/26: Nach der Idee einiger Jugendspieler zierte ab 1925 an der rote Brustring das weiße Trikot. Der rote Brustring war ursprünglich durchgehend und ist bis heute das Symbol, das für den VfB Stuttgart steht und auch von den Fans auf den sogenannten Brustringfahnen verwendet wird.[70]

1950er Jahre: In den 1950er Jahren war das neu eingeführte Wappen mit VfB-Schriftzug und Jahreszahl 1893 auf dem Trikot zu sehen. Dieses Trikot trug die Mannschaft während der gewonnenen deutschen Meisterschaften 1950[71] und 1952[72] sowie in den Pokalfinals 1954[73] und 1958[74]

1953: Im verlorenen Meisterschaftsfinale trug die Mannschaft schwarze Hosen.[75]

1975/76: In der Zweitligasaison 1975/76 wurde auf den traditionellen Brustring auf dem Trikot verzichtet.[76]

Finale Europapokal der Pokalsieger 1998: Im Finale des Europapokal der Pokalsieger 1998 gegen den FC Chelsea wurden rote Stutzen getragen.[77]

Auswärts und Alternativ[Bearbeiten]

Auswärts
1989/90
Auswärts
1992–1994
Alternativ
1993–1995
Auswärts
1994–1996
Auswärts
1996/97
Alternativ
1996–1998
Auswärts
1997–1999
Alternativ
1998/99
Auswärts
1999–2001
Auswärts
2001/02
Auswärts
2002/03
Europapokal
2002/03
Auswärts
2003/04
Alternativ
2003/04
Alternativ
2004–2006
Auswärts
2006/07
Alternativ
2006/07
Auswärts
2007/08
Alternativ 1
2007/08
Alternativ 2
2007/08
Auswärts
2008–2010
Alternativ
2008–2010
Auswärts
2010–2012
Alternativ
2010–2012
Auswärts
2012/13
Alternativ
2012/13

2007/08: Das Alternativtrikot 1 wurde lediglich am 10. Spieltag (20. Oktober 2007) im Spiel beim Hamburger SV (4:1 für Hamburg) getragen, das Alternativtrikot 2 kam nur am 22. Spieltag (11. März 2008) im Spiel beim FC Energie Cottbus (0:1 für den VfB) zum Einsatz.

Fußballabteilung: Namen und Zahlen[Bearbeiten]

Meisterschaftserfolge[Bearbeiten]

Pokalerfolge[Bearbeiten]

DFB-Supercuperfolg[Bearbeiten]

Ligapokalerfolge[Bearbeiten]

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Kader der Ersten Mannschaft Saison 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Nationalität Name Geburtstag Spiele Tore Im Verein seit Vertrag bis
Torhüter
01 DeutschlandDeutschland Sven Ulreich 03.08.1988 148 0 1998 2017
17 DeutschlandDeutschland GriechenlandGriechenland Odisseas Vlachodimos 29.04.1994 0 0 2002 2017
22 DeutschlandDeutschland Thorsten Kirschbaum 20.04.1987 3 0 2013 2016
Abwehr
02 JapanJapan Gōtoku Sakai 14.03.1991 69 0 2012 2016
03 DeutschlandDeutschland Daniel Schwaab 23.08.1988 32 0 2013 2016
05 TunesienTunesien DeutschlandDeutschland Karim Haggui 20.01.1984 6 1 2013 2015
06 DeutschlandDeutschland Georg Niedermeier 26.02.1986 108 8 2009 2016
16 OsterreichÖsterreich Florian Klein 17.11.1986 0 0 2014 2017
24 DeutschlandDeutschland Antonio Rüdiger 03.03.1993 47 2 2011 2017
27 DeutschlandDeutschland Tim Leibold 30.11.1993 0 0 2013 2015
34 DeutschlandDeutschland Konstantin Rausch 15.03.1990 21 2 2013 2016
Mittelfeld
07 OsterreichÖsterreich DeutschlandDeutschland Martin Harnik 10.06.1987 126 42 2010 2016
08 DeutschlandDeutschland Moritz Leitner 08.12.1992 21 1 2013 2015
10 DeutschlandDeutschland Daniel Didavi 21.02.1990 18 1 2003 2016
11 EcuadorEcuador Carlos Gruezo 19.04.1995 8 0 2014 2018
13 SpanienSpanien Oriol Romeu 24.09.1991 0 0 2014 2015
18 SerbienSerbien Filip Kostić 01.11.1992 0 0 2014 2019
20 DeutschlandDeutschland Christian Gentner (C)Kapitän der Mannschaft 14.08.1985 160 20 2010 2016
21 TschechienTschechien Adam Hloušek 20.12.1988 0 0 2014 2018
23 TurkeiTürkei Sercan Sararer 27.11.1989 6 0 2013 2017
26 OsterreichÖsterreich Raphael Holzhauser 16.02.1993 23 0 2009 2015
39 DeutschlandDeutschland Robin Yalçın 25.01.1994 3 0 2009 2016
44 RumänienRumänien Alexandru Maxim 08.07.1990 40 8 2013 2017
Sturm
09 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vedad Ibišević 06.08.1984 72 33 2012 2017
19 DeutschlandDeutschland Timo Werner 06.03.1996 30 4 2002 2018
25 NorwegenNorwegen Mohammed Abdellaoue 23.10.1985 12 1 2013 2017
33 DeutschlandDeutschland Daniel Ginczek 13.04.1991 0 0 2014 2018
Stand: Saisonbeginn 2014/15

Für eine komplette Auflistung aller Spieler der ersten Mannschaft des VfB Stuttgart seit Vereinsgründung siehe Liste der Spieler des VfB Stuttgart.

Transfers[Bearbeiten]

Sommer 2014[Bearbeiten]
Zugänge Abgänge
Januar 2014[Bearbeiten]
Zugänge Abgänge

Trainer- und Betreuerstab der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Cheftrainer Armin Veh
Name Funktion
Trainerstab
Armin Veh Chef-Trainer
Reiner Geyer Co-Trainer
Armin Reutershahn Co-Trainer
Andreas Menger Torwarttrainer
Christos Papadopoulos Konditionstrainer
Medizinische Abteilung
Heiko Striegel Mannschaftsarzt
Raymond Best Mannschaftsarzt
Gerhard Wörn Physiotherapeut
Detlef Müller Physiotherapeut
Manuel Roth Physiotherapeut
Sonstige
Ralph Herkommer Betreuer
Michael Meusch Zeugwart
Kostas Papandrafillis Zeugwart

Die Jahrhundert-Elf[Bearbeiten]

Zum hundertsten Jubiläum der Fusion des FV Stuttgart und des Kronen-Klubs Cannstatt im Jahre 2012 wurde die „Jahrhundert-Elf“ gewählt.[78] Fans konnten ihre Favoriten wählen.

Pos Spieler Für VfB
aktiv
TW DeutschlandDeutschland Timo Hildebrand1 1999–2007
V DeutschlandDeutschland Karlheinz Förster 1975–1986
V DeutschlandDeutschland Günther Schäfer 1980–1997
V BrasilienBrasilien Marcelo Bordon 1999–2004
M BulgarienBulgarien Krassimir Balakow 1995–2003
M DeutschlandDeutschland Guido Buchwald 1983–1994
M DeutschlandDeutschland Karl Allgöwer 1980–1991
M DeutschlandDeutschland Sami Khedira1 2006–2010
M DeutschlandDeutschland Robert Schlienz 1944–1958
A DeutschlandDeutschland Jürgen Klinsmann 1984–1989
A BrasilienBrasilien Giovane Elber 1994–1997
Trainer DeutschlandDeutschland Joachim Löw 1996–1998

1 Spieler noch aktiv

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

VfB Stuttgart II
Stadion Gazi-Stadion auf der Waldau
Plätze 11.544
Trainer Jürgen Kramny
Liga 3. Liga
2013/14 15. Platz
Heim
Auswärts
Aljaksandr Hleb schaffte seinen Durchbruch bei den Amateuren
Andreas Hinkel, einer der „jungen Wilden“, spielte seit der D-Jugend beim VfB und ging später ins Ausland

Geschichte[Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart, die seit der Saison 2008/09 ebenfalls eine Profimannschaft ist, wurde bereits 1951 als Amateurmannschaft gegründet. Schon damals wollte der Verein einen Unterbau für die Lizenzspielermannschaft zum behutsamen Aufbau junger Spieler schaffen. Dieser Unterbau zählt mit für eine Amateurabteilung überdurchschnittlich vielen Titeln zu den erfolgreichsten Amateurabteilungen im deutschen Fußball.

Die Anfänge der zweiten Mannschaft des VfB waren alles andere als einfach; der Württembergische Fußball-Verband misstraute dem VfB, da damals viele Vereine versuchten, mit Hilfe von Amateurmannschaften Spielern Geld unter der Hand zukommen zu lassen. Und so durfte die Amateurmannschaft zunächst nur in der A-Klasse Stuttgart antreten, ohne die Chance aufzusteigen. Nachdem die Amateure in den Spielzeiten 1951/52, 1952/53 (damals mit 55:1 Punkten) und 1953/54 außer Konkurrenz überlegen Meister wurden, hatte der Verband ein Einsehen und ließ die Mannschaft in die zweite Amateurliga aufsteigen.[79]

Nach fünf Jahren in der zweithöchsten Fußballamateur-Spielklasse Deutschlands stiegen die VfB-Amateure schließlich in die erste Amateurliga auf. Unter Trainer Franz Seybold erreichte die Mannschaft 1960 überraschend den Titel "Württembergischer Amateurmeister", obwohl der Kader mehrheitlich aus Spielern bestand, die frisch aus der Juniorenelf (einer damals bestehenden Brücke zwischen A-Jugend und Amateurmannschaft) oder der dritten Mannschaft kamen. Sowohl die Juniorenmannschaft als auch das dritte Team wurden kurze Zeit später abgeschafft.

Viele Spieler wechselten aufgrund des Erfolges in die Lizenzspielermannschaft, so dass Seybold einen Neuaufbau starten musste. Dennoch wurden die VfB-Amateure in der Saison 1962/63 im Endspiel gegen den VfL Wolfsburg Deutscher Amateurmeister. Nach diesem Triumph wurden die VfB-Amateure in Stuttgart euphorisch empfangen.

In der folgenden Saison kam mit Willi Entenmann ein Spieler zu den Amateuren, der in der Zukunft noch viele wichtige Funktionen beim VfB und bei seinen Amateuren ausübte. Eben jener Entenmann war es, der die Amateure 1980, 17 Jahre nach dem ersten Titel, als Trainer erneut zum Deutschen Amateurmeister machte. Zuvor erzielte das Team 1974 mit dem Erreichen des Viertelfinales des DFB-Pokals einen weiteren Achtungserfolg.

Aufgrund der zunehmenden Beachtung der Bundesliga rückte das Amateurteam in den Folgejahren in der öffentlichen Wahrnehmung zusehends in den Hintergrund. Dennoch spielte die Mannschaft fast durchgehend in der obersten Amateurliga. Allerdings stiegen die Amateure 1988 von der Oberliga in die Verbandsliga ab. Doch Jochen Rücker führte die Mannschaft in die Oberliga zurück. Dort schaffte man zunächst nicht die Qualifikation für die neue Regionalliga, die 1994/95 startete. In der Saison 1997/98 gelang dann schließlich der Aufstieg in die Regionalliga. In der Saison 1999/2000 schafften es die VfB-Amateure mit Platz sechs, sich bei der Reduzierung der Regionalliga-Staffeln von vier auf zwei, für die neue Süd-Staffel zu qualifizieren.

In der Saison 2000/01 schlugen die Amateure die erste Mannschaft des damaligen Bundesligisten Eintracht Frankfurt in der ersten Runde des DFB-Pokals im Gottlieb-Daimler-Stadion mit 6:1.[80] Bis heute ist dies der höchste Sieg einer Amateurmannschaft gegen einen Bundesligisten im DFB-Pokal. Darauf wurde dem Amateurteam in der 2. Runde des DFB-Pokals die eigene Lizenzspielermannschaft zugelost, gegen die man mit 0:3 unterlag. Mittlerweile dürfen zweite Mannschaften von Proficlubs nicht mehr am DFB-Pokal teilnehmen. In der damaligen VfB-Amateurelf schlug die Geburtsstunde der jungen Wilden, einem Begriff, der zunächst durch eine Schlagzeile der Stuttgarter Zeitung („Die jungen Wilden schießen die Eintracht aus dem Pokal“) nach dem Triumph im DFB-Pokal geprägt, und später als Slogan auf den Mannschaftsbus der Amateure übernommen wurde. Das Team um Spieler wie Aljaksandr Hleb, Andreas Hinkel, Ioannis Amanatidis und Kevin Kurányi, die später mit der ersten Mannschaft des VfB in der Champions League spielten, erreichte in dieser Saison in der neuen Regionalliga Süd mit dem zweiten Platz eine Position, die erste Mannschaften zum Aufstieg in die 2. Bundesliga berechtigt hätten. Der Weggang der jungen Wilden in die Profimannschaft führte in der Folgesaison zu Platz 16 und somit zum Abstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Mit einem neuen jungen Team erreichten die VfB-Amateure den sofortigen Wiederaufstieg in der Saison 2002/03. In den Folgejahren schafften mit Mario Gómez, Serdar Taşçı, Sami Khedira und Andreas Beck wieder Spieler den Sprung in die erste Mannschaft. Diesmal verkraftete die zweite Mannschaft dies besser und spielte bis zum Ende der Saison 2007/08 in der obersten Amateurspielklasse, der Regionalliga. Seit der Saison 2008/09 spielt die zweite Mannschaft im Gazi-Stadion auf der Waldau, da die Spielstätten für die neue eingleisige 3. Profi-Liga höheren Anforderungen entsprechen müssen, die das vormals genutzte Robert-Schlienz-Stadion nicht erfüllt. Zur Saison 2011/12 wurde Jürgen Kramny neuer Trainer der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart.[81] Von der Saison 2010/11 bis zur Saison 2012/13 war der VfB Stuttgart II jeweils die bestplatzierte zweite Mannschaft in Deutschland.

Kader der Zweiten Mannschaft Saison 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Nat. Name
Torwart
1 DeutscherDeutscher GriecheGrieche Odisseas Vlachodimos
30 DeutscherDeutscher Benjamin Uphoff
31 DeutscherDeutscher Kenan Mujezinović
Abwehr
2 DeutscherDeutscher Steffen Lang
3 ÖsterreicherÖsterreicher RuanderRuander Philipp Mwene
4 DeutscherDeutscher Stephen Sama
5 DeutscherDeutscher Timo Baumgartl
15 DeutscherDeutscher Benjamin Kirchhoff
21 DeutscherDeutscher Marvin Büyüksakarya
16 DeutscherDeutscher Marvin Weiss
23 DeutscherDeutscher Tim Leibold
25 BrasilianerBrasilianer DeutscherDeutscher Daniel Vier
26 AustralierAustralier SerbeSerbe Miloš Degenek
Mittelfeld
6 ÖsterreicherÖsterreicher Francesco Lovrić
7 LitauerLitauer Gratas Sirgėdas
8 DeutscherDeutscher Timo Çeçen
10 DeutscherDeutscher Marvin Wanitzek
13 DeutscherDeutscher Simon Wilske
17 DeutscherDeutscher Tobias Rathgeb (C)Kapitän der Mannschaft
24 ÖsterreicherÖsterreicher Markus Obernosterer
28 TürkeTürke DeutscherDeutscher Burhan Soyudoğru
Angriff
9 DeutscherDeutscher Marco Grüttner
11 DeutscherDeutscher Pascal Breier
18 DeutscherDeutscher Felix Lohkemper
19 DeutscherDeutscher Fabian Eisele
20 US-AmerikanerUS-Amerikaner DeutscherDeutscher Jerome Kiesewetter
40 DeutscherDeutscher Erich Berko

Erfolge[Bearbeiten]

Jugendarbeit der Fußballabteilung[Bearbeiten]

Die A- und die B-Jugend des Vereins spielen in der U-19- bzw. der U-17-Bundesliga und somit in der jeweils höchsten deutschen Spielklasse. Beide Teams sind in ihrer Altersklasse jeweils deutscher Rekordmeister. Spieler wie Horst Köppel, Thomas Schneider, Andreas Hinkel, Thomas Brdarić, Michael Fink, Albert Streit, Mario Gómez, Hansi Müller, Karlheinz Förster, Gerhard Poschner und viele andere haben den Wechsel vom Amateur- oder Jugendfußball in den Profibereich beim VfB geschafft.

Geschichte[Bearbeiten]

Gustav Schumm – der Pionier der Jugendarbeit
Timo Hildebrand – vom jungen Wilden aus der Jugend zum Vizekapitän

Die Jugendarbeit beim VfB begann bereits im Jahre 1918 mit dem damaligen VfB-Präsidenten Gustav Schumm. Er entwarf ein Konzept, das von den Grundsätzen her noch heute Bestand hat; er legte die Einteilung in A-, B- und C-Jugend fest und sah erzieherische Maßnahmen vor.[82] Diese neue Einteilung und die systematische Betreuung beim VfB wurden schon schnell belohnt, als die Zeitung Stuttgarter Tagblatt einen Pokal für eine A-Jugend Runde stiftete, welche man als Vorreiter der Jugendstaffel bezeichnen könnte und die der VfB schließlich gewann.

Nach der Einführung der Deutschen Meisterschaft der A-Jugend 1969 gewann die Mannschaft des VfB bereits 1973 die erste Meisterschaft. 1980 unterstrich der VfB seine Vorreiterrolle mit dem Bau des nach dem ehemaligen Präsidenten Fritz Walter benannten VfB-Jugendhauses in Cannstatt. Dieses Fußball-Internat, welches die Voraussetzungen für Talente mitbringt, um Schule und Fußball unter einen Hut zu bringen, kann man als bundesweites Pilotprojekt bezeichnen, welches viele Nachahmer fand.[83] 1984 wurde man nach dem Gewinn der vierten A-Jugendmeisterschaft zum alleinigen Rekordmeister in dieser Altersklasse. In der B-Jugend konnte man 1986 die 1977 eingeführte Deutsche Meisterschaft erstmals gewinnen. In der Saison 2001/02 stand der VfB in allen drei Endspielen (Deutsche A-Jugendmeisterschaft, Deutsche B-Jugendmeisterschaft und DFB-Junioren-Vereinspokal), verlor aber jeweils das Finale.

Einen medienwirksamen Sieg hat die B-Jugend des VfB in einem Spiel gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen errungen, die mit 3:0 bezwungen wurde.[84] Durch den Bau des Carl Benz Center hat der Verein eine nahe dem Vereinsgelände gelegene Unterbringung der VfB-Jugendakademie ermöglicht.

Strategie[Bearbeiten]

Kernelemente der Stuttgarter Nachwuchsförderung sind klare Strukturen, Kontinuität bei den Jugendtrainern, die Möglichkeit unabhängige Entscheidungen zu treffen und Verhaltensregeln – das so genannte „ABC der VfB-Jugend“. Noch heute wird im Grunde ein Konzept verwendet, welches um 1990 von Helmut Groß und Ralf Rangnick entworfen wurde und von der E-Jugend bis zur Profimannschaft führt. Alle vier Wochen gibt es spezielle Schulungen für den Trainerstab und dreimal im Jahr werden die Jugendspieler bei einer Bewertung an den hohen Anforderungen gemessen, um Spieler individuell nach Stärken und Schwächen fördern zu können. Ziel ist, bei den Spielern einen starken Charakter zu fördern. Von der E- bis zur B-Jugend tritt der VfB mit zwei Mannschaften in den jeweiligen Verbandsrunden an. In der A-Jugend tritt der Verein nur mit einer Mannschaft an, um den Leistungsgedanken in den Vordergrund zu stellen. Dieser wird in der F-Jugend hingegen nicht so hoch angesiedelt, weshalb der VfB dort keine Mannschaft stellt und in diesem Bereich mit dem MTV Stuttgart kooperiert, der eine Kinderfußball-Akademie führt, in der VfB-Trainer mehrere Schulungen durchführen.

Der VfB kooperiert zudem mit kommerziellen Fußballschulen, anderen regionalen Fußballvereinen und dem offiziellen Kooperationspartner FC St. Gallen. Verbindungen mit dem Olympiastützpunkt Stuttgart und den Eliteschulen in der Umgebung, bei denen Schüler dreimal pro Woche zum Training freigestellt werden, macht der Verein sich zunutze. Für die besten Talente bietet der VfB sogar Ausbildungen zum Sport- und Fitnesskaufmann an. Es sind zwei Scouts fest angestellt, die neben den vielen Kontaktpersonen Talente möglichst früh melden. Die jährlichen VfB-Jugend- und -Talenttage dienen ebenfalls der Talentsichtung. Der Verein konzentriert sich zwar immer auf regionale Talente, aber nimmt vor allem ab der B-Jugend auch gerne Talente aus dem Ausland auf, die wie zum Beispiel Kevin Kurányi (der zwar deutscher Staatsbürger ist, aber mit 15 noch nicht Deutsch sprechen konnte) erfolgreich eingebunden werden können. 20 Prozent der Jugendspieler des VfB sind im Besitz einer ausländischen Staatsbürgerschaft.

Größte Erfolge[Bearbeiten]

A-Junioren

B-Junioren

C-Junioren

  • Süddeutscher C-Junioren-Meister 1981, 1984, 1986, 1992, 1996, 1997, 1998, 2000, 2001, 2007, 2008
  • Meister der C-Junioren Regionalliga Süd 2010
Präsidenten des VfB Stuttgart
Zeitraum Name
FV Stuttgart 93
1893–1894 Carl Kaufmann
1894–1908 Alexander Gläser
1908–1910 Julius Dempf
1910–1911 Fritz Hengerer
1912 Wilhelm Hinzmann
Kronen-Club Cannstatt
1897–1901 Hermann Schmid
1901–1905 Karl Hahn
1905–1908 Hans Bittner
1909–1910 Richard Reissner
1910–1912 Eugen Imberger
VfB Stuttgart
1912–1918 Wilhelm Hinzmann
1914–1918 Julius Lintz (in Vertretung)
1918–1919 Gustav Schumm
1919–1923 Egon Reichsgraf von Berlodingen
1923–1931 Karl-Adolf Deubler
1931–1932 Albert Bauer
1932–1944 Hans Kiener
1944–1968 Fritz Walter
1969–1975 Hans Weitpert
1975–2000 Gerhard Mayer-Vorfelder
2000–2003 Manfred Haas
2003–2011 Erwin Staudt
2011–2013 Gerd E. Mäuser
seit 2013 Bernd Wahler

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Vereinen hat der VfB seine Lizenzspielerabteilung bisher nicht aus dem Verein (VfB Stuttgart 1893 e. V.) ausgelagert.

Derzeit verfügt der Verein über eine Beteiligungsgesellschaft (die hundertprozentige Tochter VfB Stuttgart Beteiligungs-GmbH). Diese wurde vom damaligen Präsidenten Manfred Haas im Jahr 2000 angestoßen. Ziel der Beteiligungs-GmbH war es, dem Verein über ein Eigenkapitalmodell liquide Mittel zur Verfügung zu stellen. Dazu zahlte eine Reihe von stillen Gesellschaftern Kapital in die Beteiligungsgesellschaft ein, welches dann wiederum dem Verein zur Verfügung gestellt wurde (über dieses Konzept erwarb der Verein beispielsweise den Spieler Fernando Meira). Geschäftsführer der GmbH ist VfB-Vorstand Ulrich Ruf.

Als Anreiz für die stillen Gesellschafter wurde ein Großteil der Anteile eines zweiten Tochterunternehmens, der VfB Stuttgart Marketing GmbH auf die Beteiligungsgesellschaft übertragen. Letztere hält derzeit 75,5 Prozent der Anteile an der Marketing GmbH, 24,5 Prozent liegen beim Stammverein. De jure gehört der VfB damit zu den wenigen Bundesligisten, die ihre Marketingrechte nicht an externe Unternehmen veräußert haben. De facto fließen große Teile der Marketing-Einnahmen nicht an den Verein; zwischen Marketinggesellschaft und Beteiligungs-GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, so dass ein großer Teil der Einnahmen aus dem Marketing-Bereich direkt an die stillen Gesellschafter fließt. Geschäftsführer sind Rainer Mutschler und Jochen Röttgermann.

Mit der „VfB-Shop“ Vertriebs- und Werbe-GmbH verfügt der VfB noch über ein drittes Tochterunternehmen. Die Shop-GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Vereins. Sie wurde 1978 gegründet. Ihr Geschäftszweck besteht im Vertrieb von Fan- und Merchandising-Artikeln. Im März 2010 haben Rainer Mutschler und Jochen Röttgermann Ulrich Ruf als Geschäftsführer abgelöst.[85]

2006 gründete der VfB mit der VfB Reha-Welt GmbH eine weitere Tochtergesellschaft, deren Geschäftszweck in der medizinischen Versorgung und dabei insbesondere in Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen besteht. Diese Dienste bietet das Unternehmen nicht nur den VfB Spielern, sondern auch Dritten an. Der VfB hält an der Reha-Welt 60 Prozent der Anteile, die restlichen Anteile liegen zu gleichen Teilen bei den Ärzten Thomas Frölich und Udo Buchholzer. Geschäftsführer der Reha-Welt sind Stefan Heim und Markus Schmidt.

Organigramm VfB Stuttgart

Stadion und Infrastruktur[Bearbeiten]

Mercedes-Benz Arena

Die Mercedes-Benz Arena (1993–2008: Gottlieb-Daimler-Stadion, 1949–1993: Neckarstadion, zuvor Adolf-Hitler-Kampfbahn, nach dem Zweiten Weltkrieg für ein Jahr Century-Stadium) wurde 1933 erbaut. Sie liegt an der Mercedesstraße im Stadtbezirk Bad Cannstatt am Kreuzungspunkt zwischen der B 10 von Stuttgart nach Ulm und der B 14 von Stuttgart nach Nürnberg.

Die Vereinsführung einigte sich mit der Stadt Stuttgart auf einen Umbau des Stadions in eine reine Fußballarena. Der VfB Stuttgart ist als stiller Teilhaber an den Umbaukosten beteiligt und steuerte 26 Mio. Euro bei. Der Umbau begann im Mai 2009 und wurde mit der Einweihungsfeier am 4. August 2011 abgeschlossen.[86] Dabei wurde das Spielfeld tiefergelegt, zwei neue Tribünen hinter den Toren gebaut sowie die Haupt- und Gegentribühne erweitert. Unterhalb der Tribüne der Untertürkheimer Kurve wurde die Sporthalle Scharrena errichtet. Die Arena fasste vor Beginn der Umbauarbeiten 54.000, bei Nutzung mit Stehplätzen ca. 57.000 Zuschauer. Seit dem Umbau fasst sie 60.441 Zuschauer.

Ebenfalls in der Mercedesstraße befindet sich das VfB-Clubzentrum – ein Gelände mit 3500 m² Nutzfläche, in dem Geschäftsstelle/Verwaltung, Restaurant mit Nebenzimmer und Kegelbahn sowie der gesamte Sportbereich untergebracht sind. Auf dem Gelände des Clubzentrums liegt auch das Robert-Schlienz-Stadion, der Austragungsort von Spielen der Jugend- und Amateurmannschaften des VfB.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde zudem im Carl Benz Center die VfB-Welt gebaut. Darin ist ein großes Dienstleistungscenter (Ticketing, Sport Shop, VfB Marketing), die VfB-Jugendakademie, das Rehazentrum der VfB Reha-Welt, mehrere Restaurants, sowie Veranstaltungsräume für Sport- und Freizeitevents beheimatet. Auch ein VfB-Museum soll dort einziehen.

Auf der Stuttgarter Einkaufsmeile, der Königstraße, betreibt der Verein einen City-Shop, in dem Tickets sowie Merchandising-Produkte verkauft werden.

Zuschauer und Fans des VfB[Bearbeiten]

Saison Liga Dauerkarten
beim VfB[87]
Schnitt
beim VfB[88][89][90]
Schnitt
der Liga[91][90]
Saison 13/14 Bundesliga 50.498 43.500
Saison 12/13 Bundesliga 30.000 50.054 42.623
Saison 11/12 Bundesliga 30.000 55.089 45.116
Saison 10/11 Bundesliga 25.000 38.788 42.673
Saison 09/10 Bundesliga 25.000 41.065 41.802
Saison 08/09 Bundesliga 25.000 51.700 41.904
Saison 07/08 Bundesliga 25.000 50.899 38.612
Saison 06/07 Bundesliga 45.439 37.644
Saison 05/06 Bundesliga 16.874 37.270 38.191
Saison 04/05 Bundesliga 16.960 38.350 35.183
Saison 03/04 Bundesliga 15.600 30.953 35.048
Saison 02/03 Bundesliga 9.256 31.251 31.911
Saison 01/02 Bundesliga 9.314 26.097 31.047
Saison 00/01 Bundesliga 8.611 24.124 28.421
Saison 99/00 Bundesliga 9.500 28.971 28.920
Saison 98/99 Bundesliga 13.174 29.034 30.901
Saison 97/98 Bundesliga 14.782 36.700 31.112
Saison 96/97 Bundesliga 10.653 38.661 28.681
Saison 95/96 Bundesliga 9.227 29.087 29.107
Saison 94/95 Bundesliga 9.352 30.547 27.702
Saison 93/94 Bundesliga 9.609 27.434 26.100
Saison 92/93 Bundesliga 11.257 26.872 24.173
Saison 91/92 Bundesliga 10.148 33.553 22.634
Saison 90/91 Bundesliga 9.271 28.987 20.508
Saison 89/90 Bundesliga 8.746 24.684 19.765
Saison 88/89 Bundesliga 7.526 26.895 17.631
Saison 87/88 Bundesliga 6.510 26.313 18.646
Saison 86/87 Bundesliga 6.506 20.678 19.402
Saison 85/86 Bundesliga 6.003 21.638 17.665
Saison 84/85 Bundesliga 8.144 22.648 18.841
Saison 83/84 Bundesliga 7.081 31.076 19.340
Saison 82/83 Bundesliga 6.768 27.526 20.198
Saison 81/82 Bundesliga 8.526 26.126 20.524
Saison 80/81 Bundesliga 8.722 30.074 22.535
Saison 79/80 Bundesliga 8.887 33.405 23.026
Saison 78/79 Bundesliga 7.800 41.297 24.024
Saison 77/78 Bundesliga 5.125 53.567 25.937
Saison 76/77 2. Bundesliga 1.372 22.074 5.973
Saison 75/76 2. Bundesliga 2.202 11.634 6.076
Saison 74/75 Bundesliga   26.504 22.021
Saison 73/74 Bundesliga   25.533 20.566
Saison 71/72 Bundesliga   15.185 16.387
Saison 71/72 Bundesliga   21.352 17.932
Saison 70/71 Bundesliga   18.654 20.661
Saison 69/70 Bundesliga   20.735 19.979
Saison 68/69 Bundesliga   21.440 21.407
Saison 67/68 Bundesliga   25.948 20.090
Saison 66/67 Bundesliga   30.558 23.299
Saison 65/66 Bundesliga   27.190 23.185
Saison 64/65 Bundesliga   31.167 27.052
Saison 63/64 Bundesliga   40.959 24.624

Nachdem der VfB 1975 zum bisher einzigen Mal in die Zweite Liga abgestiegen war, begann der Verein, Dauerkarten zu verkaufen. Dieses Angebot nahmen viele Anhänger wahr, und so zog der Kern in die heutige Cannstatter Kurve um den A-Block herum um.

Nachdem die Fußballmannschaft 1977 in die Bundesliga zurückgekehrt war, bedeutete der in der Bundesliga-Saison 1977/78 aufgestellte Rekord von durchschnittlich über 53.000 Zuschauern pro Heimspiel bis zur Saison 1998/99 der höchste je in der Bundesliga gemessene Zuschauerschnitt. Der VfB zählte nun schon 120 offizielle Fan-Clubs. Doch wie bei anderen Vereinen auch, machten kleine, zahlenmäßig unbedeutend erscheinende rechtsradikale Gruppierungen der Vereinsführung Probleme, und so begann der Verein, in einer mit den Fan-Clubs gegründeten Interessensgemeinschaft Karteikarten über Fan-Club-Mitglieder anzulegen. Als nach der Aufstiegseuphorie Ende der 1970er Jahre der Erfolg ausblieb, sanken die Zuschauerzahlen wieder. Dadurch fielen die Interessensgemeinschaft und die meisten Fan-Clubs auseinander und nur die treusten Fans blieben.

Erst als die FIFA ankündigte, bis zum Jahr 2000 alle Stehplätze abschaffen zu wollen, und die Dauerkarteninhaber der Stehplätze bei ihrem Hilferuf gegen diese Entscheidung vom Verein unterstützt wurden, kamen sich der VfB und die Fans wieder näher.[92] Am 11. Juli 1990 wurde schließlich die Organisation Offizieller Fan-Club (OFC) geschaffen, die bis heute Bestand hat. Fan-Clubs, die sich der Organisation anschließen, bekommen sowohl Vergünstigungen und Privilegien, als auch Pflichten wie eine Clubsatzung mit einem deutlichen Bekenntnis zur Gewaltfreiheit, einer demokratischen Struktur, einer Mindestanzahl von zehn Mitgliedern und einem aktiven Clubleben.

So gewann der VfB noch im Jahr 1990 70 OFCs mit insgesamt rund 2.000 Mitgliedern für sich, und beim folgenden Umbau des Stadions blieb der A-Block mit seinen Stehplätzen erhalten. Seither gingen Gewaltaktionen bei den Fans auf ein Minimum zurück.

Erfolgsphasen wie die Deutsche Meisterschaft 1992 oder die Erfolge zu Zeiten des „magischen Dreiecks“ mit dem DFB-Pokal-Gewinn 1997 führten kurzfristig zu einem Anstieg der Zuschauerzahlen. Anfang 1997 begann die Fanszene, sich neu zu organisieren, als mit dem „Commando Cannstatt 1997“ (CC) die erste Ultras-Gruppierung entstand, die heute ein einflussreicher Bestandteil der Szene ist. Das Commando setzt auf eine Unterstützung der Mannschaft unter anderem mit Choreographien und Leuchteffekten und orientiert sich an italienischen Vorbildern. Anfangs gab es sowohl von Seiten anderer Fans, als auch vom Verein Berührungsängste. Der VfB warf dem Commando Cannstatt wegen des fünfzackigen Sterns auf dem Logo, der im Sommer 1997 verboten wurde, einerseits Nähe zur Rote Armee Fraktion und andererseits wegen der altdeutschen Schrift im Logo Rechtsradikalismus vor. Das Commando bekräftigte jedoch, dass diese Symbole für die Ultras-Gruppierung keine hintergründige Bedeutung hätten und die Gruppe zugleich keine politische Ausrichtung verfolge. Das Commando Cannstatt gilt als größte Ultras-Gruppierung in der Cannstatter Kurve.

Den größten Zuschauerboom nach der Wiederaufstiegseuphorie erlebte der VfB zu Zeiten der „jungen Wilden“, als ein Schnitt von 41.728 erreicht wurde – zwei Jahre zuvor hatte der Zuschauerschnitt noch 26.097 betragen. Zurückzuführen ist der Zuschauerboom auf die rasante sportliche Verbesserung der Mannschaft; hatten die Fußballer in der Saison 2000/01 erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert, so erreichte der VfB zwei Jahre später die Vizemeisterschaft und die Champions League.

Die Karten für die Champions-League-Vorrunde mit Gegnern wie Manchester United waren in Rekordzeit vergriffen, und so erkannte die Vereinsführung des VfB mit dem neuen Präsidenten Erwin Staudt ein bisher noch nicht ausgeschöpftes Potential an Fans in der Region. Der VfB initiierte eine Mitgliederkampagne, welche unter dem Motto „Wir packen Schalke“ den VfB zum zweitgrößten deutschen Verein machen sollte. In der Rangliste der größten deutschen Sportvereine erreichte der VfB zwar zeitweilig Platz 3, holte den FC Schalke 04 jedoch nie ein. Dennoch vervierfachte sich die Mitgliederzahl des VfB zwischen 2000 und 2005 von 7.000 auf 30.000 Mitglieder, weswegen die Mitgliederkampagne vom VfB als erfolgreich angesehen wird.

Der enorme Anstieg der Mitgliederzahl lässt sich unter anderem mit den Erfolgen des VfB in der Champions League erklären; wer 2004 beispielsweise eine Karte für das Achtelfinalspiel der Champions League gegen den FC Chelsea haben wollte, musste entweder Vereinsmitglied, OFC-Mitglied oder Dauerkarteninhaber sein.

Die Anzahl der offiziellen Fan-Clubs stieg rapide auf heute 265 an. Diese befinden sich hauptsächlich in der Umgebung, aber es gibt auch im restlichen Bundesgebiet und sogar im Ausland (z.B. Taiwan, Latri Kunda/Gambia und Südtirol) OFC. Zur besseren Koordination unter den VfB-Fans institutionalisierte sich 2001 auf Anregung des Vereinsvorstandes der Fan-Ausschuss als offizielles, in der Vereinssatzung legitimiertes Gremium des VfB. Der Fan-Ausschuss wird vom Vorstand eingesetzt und trifft sich alle fünf oder sechs Wochen. Er besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich aus allen Fanschichten des VfB zusammen; von Vereinsseite gehören dem Ausschuss die beiden Fanbeauftragten sowie Direktor Jochen Schneider an. Das Gremium soll im Dialog fanspezifische Themen ansprechen und helfen Lösungen zu finden. Erste Erfolge waren zum Beispiel die Gründung der VfB-Fan-Treffs mit Hilfe des Ausschusses.

Die Cannstatter Kurve des Stadions mit dem Fanbereich des VfB

Zur weiteren Verbesserung der Fankoordination wurde der VfB Anhängerverband Stuttgart e. V. gegründet. Der Fan-Ausschuss des VfB setzte sich mit der Gründung das Ziel, die 265 Offiziellen Fan-Clubs in einer Struktur zusammenzufassen. Auch einzelne Personen können dem Anhängerverband beitreten. Sowohl eingetragenen und somit rechtsfähigen, als auch nicht rechtsfähigen Fan-Clubs, die nur durch protokollierte Vertreter und eine Satzung legitimiert sind, ist der Beitritt möglich. Die OFCs bleiben dabei zwar autark, die Vergünstigungen gehen jedoch auf den Anhängerverband über. Dieser Verband ist das erste auf demokratischem Wege gewählte Organ, welches die OFCs beim VfB vertritt, und soll für den VfB die einzige anerkannte Fanvertretung werden. Momentan sind 171 offizielle Fanklubs, sowie 74 Einzelmitglieder im Anhängerverband zusammengeschlossen.

Durch die Werbung des Vereins für neue Vereins- und Fan-Club Mitglieder scheint sich nun der Kern der VfB-Fans erweitert zu haben, vom A-Block zum B-Block und in viele andere Bereiche der Cannstatter Kurve. Zwar ging der Zuschauerschnitt wieder zurück, nachdem der VfB sich 2006 nicht für den europäischen Wettbewerb qualifizierte, aber der erweiterte Kern war von diesem Rückgang weniger stark betroffen als die restlichen Zuschauerbereiche. Die Mitgliederzahlen der Fan-Clubs und des Vereins steigen zwar nicht mehr so rapide, aber die Tendenz nach oben bleibt vorhanden. So konnte kurz nach dem Gewinn des Meistertitels 2007 das 40.000. Mitglied vermeldet werden.[93]

Für Kinder und Jugendliche gibt es den VfB-Fritzle-Club, der 4- bis 16-jährigen VfB-Fans verschiedene Vergünstigungen bringt.[94]

Derbys, Rivalitäten und Freundschaften[Bearbeiten]

Das Stuttgarter Stadtderby[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stuttgarter Stadtderby
Direkte Ligaduelle[24]
Saison Plätze
Südkreisliga
1912/13 1.Kickers 6.VfB
1913/14 1.Kickers 7.VfB
1914/15 2.Kickers 7.VfB
Kreisliga Württemberg
1919/20 2.Kickers 5.VfB
1920/21 1.Kickers 5.VfB
1921/22 1.Kickers 2.VfB
1922/23 1.Kickers 6.VfB
Bezirksliga  
Württemberg/Baden 
1924/25 1.Kickers 5.VfB
1925/26 2.VfB 4.Kickers
1926/27 1.VfB 3.Kickers
Bezirk Württemberg
1927/28 1.Kickers 3.VfB
1928/29 2.Kickers 3.VfB
1929/30 1.VfB 6.Kickers
1930/31 3.Kickers 4.VfB
1931/32 2.VfB 7.Kickers
1932/33 1.Kickers 3.VfB
Saison Plätze
Gauliga Württemberg
1933/34 2.Kickers 3.VfB
1934/35 1.VfB 3.Kickers
1935/36 1.Kickers 3.VfB
1936/37 1.VfB 5.Kickers
1937/38 1.VfB 2.Kickers
1938/39 1.Kickers 2.VfB
1939/40 1.Kickers 2.VfB*
1940/41 1.Kickers 2.VfB
1941/42 1.Kickers 2.VfB
1942/43 1.VfB 3.Kickers
1943/44 2.Kickers 4.VfB
* 1939/40 spielte man in
getrennten Staffeln, die
Kickers holten sich jedoch
in der Meisterrunde vor
dem VfB die
Gaumeisterschaft
Oberliga Süd
1945/46 1.VfB 3.Kickers
1945/46 1.VfB 3.Kickers
1946/47 6.VfB 7.Kickers
1947/48 3.Kickers 5.VfB
1948/49 6.VfB 8.Kickers
1949/50 2.VfB 16.Kickers
1951/52 1.VfB 12.Kickers
1952/53 2.VfB 14.Kickers
1953/54 1.VfB 14.Kickers
1954/55 12.Kickers 13.VfB
1955/56 2.VfB 14.Kickers
1956/57 4.VfB 14.Kickers
1957/58 9.VfB 16.Kickers
1959/60 7.VfB 16.Kickers
2. Bundesliga Süd
1975/76 12.VfB 13.Kickers
1976/77 1.VfB 9.Kickers
Bundesliga
1988/89 5.VfB 17.Kickers
1991/92 1.VfB 17.Kickers
Stadtpokal von 1945

Vor allem in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts herrschte ein harter Kampf zwischen dem in Bad Cannstatt ansässigem VfB und den Stuttgarter Kickers aus Degerloch. Aber es war keine Konkurrenz zwischen sozialen Schichten. Die Basis bildete auf beiden Seiten hauptsächlich das ortsansässige Bürgertum.[9] Schon bei den Vorgängern des VfB, dem Kronen-Club und dem Stuttgarter FV liegen die Wurzeln der Rivalität zwischen dem VfB und den Kickers. Als die Kickers sich schon früh gegen Rugby entschieden, wechselten viele Rugby-Interessierte zum Stuttgarter FV.[95] Dies könnte man die Geburt der Rivalität nennen. Zu den Kindheitszeiten des Fußballs lagen die Kickers noch klar vor den Vorgängern des VfB und so musste der Kronen-Club in einem entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die oberste süddeutsche Spielklasse gegen die zweite Mannschaft der Kickers antreten. Zwar gewann der Kronen-Klub, doch wenige Tage später wurde das Spiel annulliert, da der eigentlich bestellte Schiedsrichter nicht anwesend war und der Verbandsschriftführer das Spiel leitete. Da der Kronen-Club von der Annullierung erst wenige Stunden vor der Neuansetzung bei einer Weihnachtsfeier erfuhr und dementsprechend viele Spieler nicht einsatzfähig waren, verlor der Klub das Wiederholungsspiel und fühlte sich dort gegenüber den Kickers ungerecht behandelt.[22]

Auch nach der Fusionierung zum VfB dominierten zunächst die Kickers. Schon 1909 wurden die Blauen Vizemeister und waren dem VfB zumeist voraus. 1922/23 schienen sich die Kickers sogar vom VfB abzusetzen, als sie als Tabellenerster der Kreisliga Württemberg die Qualifikation für die neue Bezirksliga problemlos schafften, während der VfB als Sechster scheiterte und sogar in die Zweitklassigkeit abrutschte. Doch der VfB kam nach diesem einen Jahr Zweitklassigkeit wieder zurück und so blieb dieses eine Jahr das einzige nach der Fusion des VfB, in dem die Kickers eine Klasse über dem VfB standen. Der VfB bot nun den Kickers Paroli und so konkurrierten beide Vereine immer wieder um die Württembergische Meisterschaft. Nach der Deutschen Vizemeisterschaft des VfB 1935 war der Verein dann endgültig auf Augenhöhe. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden beide Teams noch mehrmals Württembergischer Meister und blieben auf dem gleichen Level. Daher stimmt es nicht, dass das Überholmanöver des VfB in Verbindung mit dem Nationalsozialismus steht. Obwohl der VfB schon von jeher bessere Verbindungen zum Militär hatte und den Kickers schon vor der NS-Zeit jüdische Wurzeln zugeschrieben wurden,[9] wurden die Kickers später ebenso wie der VfB mit dem NS-Regime in Verbindung gebracht. So stellte zum Beispiel der Sozialdemokrat Paul Keller fest, dass sich beide Vereine sofort als erste der nationalsozialistischen Bewegung voll und ganz anschlossen.[32] Vor 1933 gab es beim VfB ebenso wie bei den Kickers jüdische Mitglieder, die in der NS-Zeit ausgeschlossen wurden.

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg stiftete der Stuttgarter Oberbürgermeister Arnulf Klett einen Bronzenen Löwen als Trophäe für ein Stadtturnier. Im Endspiel des Turniers besiegte der VfB die Kickers im ersten Kräftemessen nach Kriegsende.[96] Die Entscheidung um die Vormachtstellung in Stuttgart fiel erst in der Oberliga Süd. Zu Beginn spielten die Kickers genauso wie der VfB oben mit. Doch das Jahr 1950 war entscheidend für die Zukunft beider Vereine. Die Stuttgarter Kickers stürzten in die Zweite Oberliga Süd ab und standen somit zum ersten Mal eine Klasse unter dem VfB. Und eben in diesem Jahr in dem die Kickers den ersten großen Rückschlag erlitten, holte der VfB mit der Deutschen Meisterschaft den ersten großen Titel. Die Kickers erholten sich noch einmal und kamen zurück, doch fast jede Saison, die die Degerlocher in der Oberliga Süd bestritten, war für die Kickers ein Abstiegskampf, während der VfB seine erfolgreichste Zeit erlebte. Und so absolvierten die Kickers 1960 ihr letztes Spiel in der Oberliga Süd und spielten im Mittelfeld der Zweiten Oberliga, während sich der VfB 1963 für die erste Bundesligasaison qualifizierte. Nur 1988 und 1992 spielten die Kickers noch jeweils eine Saison in der Bundesliga, in der sie nie die Klasse hielten.

So war es keine Seltenheit, dass einer von den Blauen zum VfB, zu den Roten wechselte. Ein solcher „Überläufer“ hatte es nicht immer einfach – von beiden Seiten hatten Spieler und Funktionäre nach einem solchen Wechsel etwas zu befürchten. Früher war die Rivalität bedeutend härter als heute. Als zum Beispiel 1956 Rolf Geiger, der talentierte Stürmer der Kickers, zum VfB wechselte, erstattete der damalige Präsident der Kickers Philipp Metzler Selbstanzeige und behauptete, die Kickers hätten Geiger unter der Hand bezahlt. Die Rache war es ihm offenbar wert, eine Strafe für die Kickers hinzunehmen, um gleichzeitig Geiger vom DFB bestrafen zu lassen. Allerdings wurde Metzler für zwei Jahre gesperrt, während Geiger nur für neun Monate gesperrt wurde.[97]

Das Verhältnis zwischen beiden Vereinen wurde mit der Zeit zwar besser, doch immer wieder gab es Spannungen. So fand der ehemalige Kickers-Spieler Albert Sing an seinem ersten Arbeitstag als VfB-Trainer ein Kickers-Trikot in der Umkleide vor, welches ihm wohl deutlich machen sollte, dass er als Blauer nicht erwünscht ist.

Der damalige Kickers-Stürmer Jürgen Klinsmann erklärte nach einem harten Jugend-Derby gegenüber seinem damaligen Kickers-Präsidenten Axel Dünnwald-Metzler: „Eines schwöre ich: Zu denen geh ich nie!“[98] Einige Jahre später ließ er sich von diesem Schwur entbinden.

Nicht nur in der Jugend waren diese Derbys hitzig. „Wenn wir heute nicht gewonnen hätten, hätte ich mich nicht mehr aus dem Haus getraut“, erklärte der ehemalige VfB-Direktor Ulrich Schäfer einmal.[98] Das letzte große Stadtderby in der Bundesliga war grundlegend für die weitere sportliche Entwicklung beider Vereine: In der Saison 91/92 ging es für den VfB um die Meisterschaft und für die Kickers um den Klassenerhalt. Nach 75 Minuten führten die Kickers mit 1:0, der VfB-Stürmer Fritz Walter brach wegen starker Magenschmerzen zusammen, weswegen der VfB sogar die Kickers einer Vergiftung bezichtigte. Trotz des Ausfalls von Walter drehte der VfB das Spiel in den letzten Minuten zu einem 3:1-Sieg; der VfB wurde am Ende der Saison Deutscher Meister und die Kickers stiegen ab. Die Rivalität zwischen dem VfB und den Kickers ging oft über den Fußball hinaus. So gab es zwischen den beiden Leichtathletikabteilungen immer wieder Differenzen. Trotzdem bildeten die beiden Vereine in dieser Sportart eine gemeinsame Startgemeinschaft.[99]

Das Baden-Württemberg-Derby[Bearbeiten]

Das Wappen von Baden-Württemberg

Die zwischen Württembergern und Badenern bestehende Rivalität findet sich auch auf der Ebene des Fußballs wieder; die beiden erfolgreichsten Vereine der beiden baden-württembergischen Landesteile, der VfB und der Karlsruher SC blicken auf eine lange Rivalität zurück. Bereits 1912, im wohl ersten Endspiel des frisch fusionierten VfB Stuttgart, bezwang der Verein den FC Mühlburg, den Vorläufer des VfB Mühlburg, der mit Phönix Karlsruhe zum KSC fusionierte und qualifizierte sich somit für die erste deutsche Spielklasse.

Vielfach forderte der KSC den VfB als erfolgreichsten Fußballverein Baden-Württembergs heraus – zumeist ohne Erfolg. Zu einer Verstärkung der Rivalität kam es durch den langjährigen KSC-Trainer Winfried Schäfer; mehrmals zeigte er öffentlich seinen Ärger, als er 1992 zum Ausdruck brachte, dass die guten Leistungen des KSC im Schatten der Meisterschaft des VfB nicht genug gewürdigt würden. Er beschuldigte den damaligen VfB-Trainer Christoph Daum sogar, dass er sich über den Aufwärtstrend des KSC lustig machen würde.[100] Nachdem der VfB wenig später im Europapokal der Landesmeister gegen Leeds United unglücklich durch einen Wechselfehler von Christoph Daum ausschied, erklärte Schäfer höhnisch: „Der Daum tönt aus Stuttgart, wir seien wie der Hund, der halt zwischendurch mal mit dem Schwanz wedelt. Warum hat er uns dann nicht als Blindenhund mit nach Leeds genommen.“[100] Schäfer kritisierte auch Sponsoren; Daimler-Benz warf er vor, den KSC-Spielern höhere Leasingraten als den VfB-Spielern abzuverlangen („Wir haben keinen Daimler, der uns das Stadion ausbaut.“).[100] In der Kritik standen auch Medienvertreter, wie jene des SDR, denen er vorwarf, VfB-Lobbyisten zu sein („Die sind rot angehaucht.“).[100]

Nachdem Winfried Schäfer nach all diesen Vorfällen VfB-Trainer wurde, kam es zu großen Spannungen sowohl zwischen Fans und VfB als auch innerhalb der Fanszene. Einige VfB-Fans reagierten auf die Verpflichtung Schäfers, indem sie ihre Dauerkarte zurückgaben.

Andere Rivalitäten[Bearbeiten]

Auch zu anderen Vereinen pflegen die Anhänger des VfB Rivalitäten; typische Beispiele sind der SC Freiburg, Hertha BSC, der FC Bayern München und der FC Schalke 04.

Die Rivalität zu den Berlinern ist durch deren Freundschaft mit dem KSC begründet. Diejenige mit dem ebenfalls badischen SC Freiburg ist vergleichsweise jung und wesentlich weniger intensiv als jene mit dem KSC und wird von VfB-Fans auch nicht als Derby bezeichnet. Zurückzuführen ist sie unter anderem auf das Fehlen anderer regionaler Derbys, nachdem der KSC in der Saison 1997/98 aus der Bundesliga abstieg.

Eine traditionsreichere Rivalität ist jene mit dem FC Bayern. Ein Bundesligaspiel zwischen den beiden Vereinen, die in jüngerer Vergangenheit als die beiden erfolgreichsten Süddeutschlands gelten, ist das so genannte Südderby. Spielerwechsel nach München gelten als unpopulär, so wollte Jürgen Klinsmann erst die Erlaubnis seines Vaters holen, ehe er beim FC Bayern einen Vertrag unterschrieb. Die Wechsel von Giovane Élber, Felix Magath und Mario Gómez waren bei Teilen der Fans ebenfalls umstritten.

In den letzten Jahren haben sich vor allem die Ansichten über den FC Schalke 04 verschlechtert. Schon als die Schalker Felix Magath nach Gelsenkirchen holen wollten, nachdem er mit dem VfB 2003 gerade Vizemeister geworden war, begannen die Spannungen zu wachsen. Vor allem der damalige Schalke-Manager Rudi Assauer und Magath, der noch eine Saison beim VfB blieb, setzten sich damals in der Öffentlichkeit auseinander. Zudem wurde es in Fankreisen negativ aufgenommen, dass auch der Manager Horst Heldt sowie Spieler wie Kevin Kurányi oder Marcelo Bordon zu Schalke 04 wechselten.

SSV Reutlingen

Ultras-Freundschaft mit dem SSV Reutlingen und AC Cesena[Bearbeiten]

Auf regionaler Ebene gibt es eine sehr enge Fan-Freundschaft zu den Fans des SSV Reutlingen. In Fankreisen wird der SSV oft als „der kleine Bruder des VfB“ bezeichnet. Vor allem die führenden Ultra-Gruppierungen beider Klubs pflegen einen engen Kontakt und unterstützen sich teils auch gegenseitig bei einigen Spielen.[101] Seit einiger Zeit gibt es auch eine Freundschaft zu den Gruppen des italienischen Clubs AC Cesena.

FC Energie Cottbus

Ehemalige Ultras-Freundschaft mit Energie Cottbus[Bearbeiten]

Die Freundschaft mit Energie Cottbus begann 2001. Enger wurde die Freundschaft nach dem letzten Spieltag der Saison 2002/03, als die schon abgestiegenen Cottbuser durch einen Punktgewinn bei Borussia Dortmund dem VfB zur direkten Champions-League-Qualifikation verhalfen. Nach dem letzten Spieltag der Saison 2006/07 feierten Fans beider Vereine gemeinsam die Meisterschaft des VfB. Mittlerweile wurde die Freundschaft von den damaligen Initiatoren offiziell als beendet erklärt, dennoch pflegt sie ein Teil der Fans weiterhin.

Kooperationen[Bearbeiten]

2005 unterzeichneten Erwin Staudt und Dieter Fröhlich, der Präsident des FC St. Gallen einen Kooperationsvertrag zwischen dem VfB und St. Gallen. In dieser Kooperation sollen sich die Vereine gegenseitig bei der Ausbildung von Spielern unterstützen und zum beidseitigen Nutzen Spieler austauschen. So wurden zum Beispiel schon einige Spieler des VfB, die noch keine Chance auf einen Stammplatz hatten, nach St. Gallen ausgeliehen. Auch mit der SpVgg 07 Ludwigsburg und dem MTV Stuttgart kooperiert der Verein. 2011 beschloss der VfB Stuttgart eine Jugendkooperation mit dem Oberligisten SSV Reutlingen und dem FSV Bad Friedrichshall.

Andere Freundschaften[Bearbeiten]

Um das Jahr 1995 bestand eine Fanfreundschaft mit Bayer 04 Leverkusen, doch diese ging schnell wieder in die Brüche. Zuvor waren die Stuttgarter Fans mit denen Eintracht Frankfurts eng verbunden. Auf internationaler Ebene pflegen VfB-Fans vereinzelte Kontakte zu Celtic Glasgow.

Sponsoren und Freundeskreis[Bearbeiten]

Sponsoren und Ausrüster des VfB Stuttgart seit 1975[102][103]
Zeitraum Ausrüster Sponsor Branche
1975–1976 Adidas kein Sponsor
1976–1977 kein Ausstatter bekannt Frottesana Textilien
1977–1978 Erima
1978–1979 Adidas
1979–1980 Erima Canon Elektronik
1980–1982 Adidas
1982–1986 Dinkelacker Brauerei
1986–1987 Sanwald Extra Brauerei
1987–1997 Südmilch Milchverarbeitung
1997–1999 Göttinger Gruppe Finanzen
1999–2002 Debitel Telekommunikation
2002–2005 Puma
2005–2010 EnBW Energie
2010–2012 Gazi Milchverarbeitung
2012– Mercedes-Benz Bank Finanzen

Die Geburt des Sponsorings beim VfB geht auf das Jahr 1976 zurück, als der VfB sich in der 2. Bundesliga am Abgrund befand. Damals wurde der Freundeskreis des VfB Stuttgart gegründet, welcher den Verein nicht nur finanziell unterstützte, sondern Tipps für die eigene Vermarktung des VfB gab und den Verkauf von Souvenirs startete. Zur Saison 1976/77 wurde dann das Textilunternehmen Frottesana zum ersten Trikotsponsor des VfB. Die Nachfolger dieses Unternehmens wurden Canon, Dinkelacker, Sanwald Extra, Südmilch, die Göttinger Gruppe, debitel und schließlich EnBW. Mit Beginn der Saison 2010/11 wurde Garmo mit seiner Molkereiproduktemarke GAZi für zwei Jahre Trikotsponsor des VfB. Zur Saison 2012/13 wurde die Mercedes-Benz Bank neuer Haupt- und Trikotsponsor des VfB. Die Länge des Kontrakts beträgt zwei Jahre und kann durch eine Option verlängert werden.[104]

Mit der Zeit wurde schließlich ein Sponsoren-Pool geschaffen, dessen Mitglieder sich als Offizieller Partner des VfB Stuttgart bezeichnen konnten. Erwin Staudt schuf dann schließlich die neu geordnete Sponsorenpyramide, in der Sponsoren als Premium Partner über den normalen Team Partnern und den in der Pyramide noch weiter unten befindlichen Servicepartnern steht. Bei Heimspielen werden derzeit 336 Laufmeter Bandenwerbung präsentiert. Ausrüster beim VfB ist Puma, nachdem die lange Partnerschaft mit Adidas 2002 beendet wurde.

Der VfB Freundeskreis verfolgt den Zweck, den Fußballsport im Allgemeinen und die Interessen des VfB Stuttgart im Besonderen, speziell dessen Jugendarbeit, zu fördern und zu unterstützen.[105] Die Jugendarbeit wird unter anderem durch eine regelmäßige Jahresspende sowie zusätzlichen Spendenzahlungen für Weihnachts- und Meisterfeiern gefördert.[106]

Der Freundeskreis wird geführt von einem ehrenamtlichen Vorstand. Dieter Hundt leitete den Freundeskreis während seiner 15-jährigen Tätigkeit als 1. Vorsitzender von 1988 bis 2003, welche mit seinem Wechsel in den VfB-Aufsichtsrat endete. Auf ihn folgte der derzeitige 1. Vorsitzende, Arnulf Oberascher, Vorstandsvorsitzender der Metallux AG mit Sitz in Leutenbach bei Stuttgart.[107]

Andere Abteilungen des Vereins[Bearbeiten]

Fußballschiedsrichterabteilung[Bearbeiten]

Die Schiedsrichterabteilung des VfB wurde bereits 1923 gegründet, wodurch der VfB zum ersten Verein in Deutschland mit einer eigenen Schiedsrichterabteilung wurde. Und so gehörten dem VfB in den 1920er Jahren in Süddeutschland am meisten Schiedsrichter an. Es existiert heute sogar eine Schiedsrichtermannschaft, die bei Freundschaftsspielen und Turnieren antritt. Aktueller Abteilungsleiter ist Alfred Schütter. Es gibt momentan 68 aktive und 13 passive Mitglieder in der Abteilung.

Faustballabteilung[Bearbeiten]

Die Faustballabteilung wurde 1937 gegründet. Die Wurzeln gehen sogar in die 1920er Jahre zurück. Schon damals nutzten Fußballer des VfB diese Sportart zum Ausgleich, die teilweise noch bei den Vorgängern des VfB, dem Kronen-Club und dem Stuttgarter FV, spielten. Der Verein stellt dort heute nur bei den Männern drei Seniorenmannschaften in den Altersklassen M40, M50 und M60.[108] Die Mannschaften spielen in dieser Randgruppensportart, zwar jeweils in den Verbandsligen, die die oberste Spielklasse darstellen. Allerdings folgen bei Erfolg in diesen Spielrunden noch weitere Runden, wie die Süddeutsche und die Deutsche Meisterschaftsrunde. Eine schlagkräftige altersklassenlose Mannschaft konnte die Abteilung bisher noch nicht stellen. Die einzigen Deutschen Meisterschaften in der Geschichte der Faustballabteilung des VfB holte die M50 in den Jahren 2004, 2005 und 2006 auf dem Feld und 2005 in der Halle.

Hockeyabteilung[Bearbeiten]

Auch die Geschichte der Hockeyabteilung reicht weit zurück. Sie wurde bereits 1919 gegründet. Der VfB stellt momentan drei Herrenmannschaften und zwei Damenmannschaften. Die erste Mannschaft der Damen spielt in der Halle in der ersten Verbandsliga und auf dem Feld in der Oberliga, der fünfthöchsten deutschen Spielklasse im Hockey. Die erste Herrenmannschaft spielt sowohl im Feld- als auch im Hallenhockey ebenfalls in der Oberliga. Diese Abteilung verfügt über einen zahlenmäßig starken Unterbau bis hinunter zur D-Jugend.

Leichtathletikabteilung[Bearbeiten]

Auch außerhalb des Fußballs gab es beim VfB Erfolge.

Die Leichtathletikabteilung war bereits bei der Fusionierung Bestandteil des VfB. Früher wurde die Abteilung oft von Fußballern zum Ausgleich genutzt. So war Max Buffle, der 1912 das Tor der ersten Fußballmannschaft hütete, auch als Diskuswerfer erfolgreich. Mit Helmar Müller hatte die Abteilung 1968 sogar einen olympischen Medaillengewinner in den eigenen Reihen. Die größten Erfolge der Leichtathletikabteilung waren:

  • Medaille bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt: Helmar Müller (Bronze 4 × 400-m-Staffel)
  • Medaillen bei Europameisterschaften (Freiluft): Karl Honz (Europameister 400 m 1974, 2. Platz 4 × 400-m-Staffel 1974), 1978 Martin Weppler (Europameister 4 × 400-m-Staffel), Yvonne Buschbaum (1998 und 2002 3. Platz Stabhochsprung)
  • Medaillen bei Halleneuropameisterschaften: Helmar Müller (1970 3. Platz 4 × 400-m-Staffel), Ulrich Strohhäcker (1970 3. Platz 4 × 400-m-Staffel), Dieter Hübner (1970 3. Platz 4 × 400-m-Staffel), Karl Honz (1973 2. Platz 4 × 400-m-Staffel, 1975 Europameister 4 × 400-m-Staffel), Falko Geiger (1973 2. Platz 4 × 400-m-Staffel), Herbert Wursthorn (1980 3. Platz 800 m, 1981 Europameister 800 m), Martin Weppler (1981 2. Platz 400 m), Sabine Zwiener (1990 2. Platz 800 m), Yvonne Buschbaum (1998 2. Platz Stabhochsprung)
  • Deutsche Meisterschaften: Neben zahlreichen Medaillen in Einzelwettbewerben waren die Staffeln des VfB Stuttgart erfolgreich. Die 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer war 1973 und 1974 Deutscher Meister, in der Halle war die Staffel 1969, 1970 und 1975 Meister. Noch erfolgreicher war die 4-mal-800-Meter-Staffel, die von 1982 bis 1986 Deutscher Meister war. In der Halle gewann die 3-mal-1000-Meter-Staffel 1981 und 1983–1985.

Tischtennisabteilung[Bearbeiten]

Die Tischtennisabteilung wurde erst 1949 gegründet und ist somit die jüngste sportliche Abteilung beim VfB. Der Verein startete mit zwei Mannschaften in der Kreisklasse und schon 1952 schaffte die erste Mannschaft den Aufstieg in die Oberliga und somit die höchste deutsche Spielklasse zu dieser Zeit. 1957 gelang abermals der Aufstieg in die Oberliga. Doch mit der Zeit verlor die Tischtennisabteilung immer mehr an Bedeutung und musste zwischenzeitlich sogar ihre Mannschaften zurückziehen. In den letzten zwei Jahren konnte die Tischtennisabteilung allerdings einige Neuzugänge gewinnen, so dass man in der Saison 2008/09 wieder vier Mannschaften melden kann. Die erste Mannschaft spielt in der Bezirksklasse, die anderen drei Mannschaften starten in den Kreisklassen A, B und C. Zudem tritt die Seniorenmannschaft in der Bezirksklasse an.

Handballabteilung[Bearbeiten]

Die Handballabteilung des VfB stellte einst mehrere Männer- und Frauenmannschaften, die vorzeigbare Erfolge wie die Württembergische Meisterschaft feierten und teilweise in der Bezirksklasse antraten. Ebenso wie die Hockeyabteilung wurde sie 1919 gegründet. In den achtziger Jahren brach die Abteilung ein, weil die meisten Spieler keine Perspektive mehr sahen, und so musste trotz aller Bemühungen die letzte Mannschaft 1985 aus dem Spielbetrieb zurückgezogen werden. Es verblieb nur Verwaltungsarbeit und die Hoffnung, dass die Abteilung eines Tages wieder auflebt.[109]

VfB-Garde[Bearbeiten]

Die VfB-Garde, ehemals Alte Garde, ist keine Sportabteilung. Sie wurde 1953 aufgrund des 60-jährigen Jubiläums des VfB gegründet. Es geht in dieser Abteilung hauptsächlich um Geselligkeit unter den Mitgliedern, die sich zum größten Teil aus ehemaligen Aktiven des VfB zusammensetzt. Gelegentlich gibt es auch repräsentative Aufgaben. Inzwischen ist die Garde, deren Mitglieder, die Gardisten, als Traditionsträger des Vereins gelten, eine feste Größe beim VfB.[109]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Die Geschäftsstelle des VfB Stuttgart 1893 e. V. VfB Stuttgart, 1. April 2014, abgerufen am 27. April 2014.
  2. VfB Stuttgart Leichtathletik. VfB Stuttgart, abgerufen am 27. April 2014.
  3. VfB Stuttgart Hockey. VfB Stuttgart, abgerufen am 27. April 2014.
  4. Faustball. VfB Stuttgart, abgerufen am 27. April 2014.
  5.  William Cail: County Football – Recollections of Northumberland Football. In: Francis Marshall (Hrsg.): Football – The Rugby Union Game. Cassell & Company, 1892, S. 447 (Online vom Internet Archive, abgerufen am 27. April 2014).
  6. Christoph Meyer: Cannstatt – Deutschlands erste Fußballstadt. Schwarzwälder Bote. 3. April 2013. Abgerufen am 27. April 2014.
  7. Edgar Rehberger: Ausstellung in Bad Cannstatt widmet sich der Geschichte des Fußballs. Schwäbisches Tagblatt. 19. April 2013. Abgerufen am 27. April 2014.
  8. Bad Cannstatt eine Wiege des deutschen Fußballs. Landeshauptstadt Stuttgart. 10. April 2013. Abgerufen am 27. April 2014.
  9. a b c d  Hardy Grüne: Mit dem Ring auf der Brust – Die Geschichte des VfB Stuttgart. 2. Auflage. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-593-8, Vorwort, S. 7.
  10. 1893 Gründung des "Fußballvereins Stuttgart". Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 4. Mai 2010, abgerufen am 9. April 2012.
  11. a b  Philipp Heineken: Erinnerungen an den Cannstatter Fussball-Club. Hermann Meister, Heidelberg 1930, S. 39, 86.
  12. Frank Rothfuss: Ein Fußball-Pionier aus Bad Cannstatt gründete den VfB. Stuttgarter Nachrichten. 13. Juli 2013. Abgerufen am 27. April 2014.
  13. Roland Binz: Räumliche Sozialisation und Fußball in Europa (PDF; 106 KB) Technische Universität Dortmund. Abgerufen am 27. April 2014.
  14. Michael Holzschuh: Vorbildliches Rugby-Match. Archiviert vom Original am 19. Juli 2011, abgerufen am 16. Juni 2013.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFV Stuttgart 1893 – Chronik 1900. In: Chronik des VfB Stuttgart. Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 15. Juli 2010, abgerufen am 24. August 2009.
  16. a b c d e f g  Harald Jordan: Dauer im Wandel. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 156, 162, 163, 167, 169, 170.
  17. Saison 1907. Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 15. Juli 2010, abgerufen am 27. April 2014.
  18. Saison 1911. Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 13. Juli 2010, abgerufen am 27. April 2014.
  19. a b c d e f  Hardy Grüne: Mit dem Ring auf der Brust. S. 17, 18, 38, 40, 93.
  20. Saison 1897. Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 22. September 2012, abgerufen am 2014.
  21. Der Cannstatter Kronenklub. VfB Stuttgart. Abgerufen am 27. April 2014.
  22. a b Vereinschronik Kronen-Club 1904 (Version vom 15. Juli 2010 im Internet Archive)
  23. Vereinschronik 1912 (Version vom 11. Juli 2010 im Internet Archive)
  24. a b Tabellen bis 1963 (Version vom 31. August 2010 im Internet Archive)
  25. a b c d e f g h i Zuschauerstatistik ist anhand vorhandener Zahlen hochgerechnet – Entnommen aus Mit dem Ring auf der Brust S. 255.
  26. a b c d e f g h i j Meisterschaftsendrunde ist in Zuschauerstatistik einbezogen – Entnommen aus Mit dem Ring auf der Brust S. 255.
  27. Vereinschronik 1914/15 (Version vom 13. Juli 2010 im Internet Archive)
  28. a b Vereinschronik 1917/18 (Version vom 10. August 2010 im Internet Archive)
  29. Vereinschronik 1922/23 (Version vom 11. November 2007 im Internet Archive)
  30. Vereinschronik 1927/28 (Version vom 11. November 2007 im Internet Archive)
  31. Vereinschronik 1929 (Version vom 11. November 2007 im Internet Archive)
  32. a b Vereinschronik 1945 (Version vom 11. November 2007 im Internet Archive): Wie alles anfing: „Sportkapitalisten“ auf Kohlezügen
  33. a b Peter Stolterfoht: Trikot mit braunen Flecken. Stuttgarter Zeitung, 6. April 2012, abgerufen am 24. Juli 2013.
  34. VfB-Lied (Version vom 2. Mai 2009 im Internet Archive)
  35. a b Vereinschronik 1944 (Version vom 11. November 2007 im Internet Archive)
  36.  Harald Jordan: Die Stadt und ihr Verein. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 254.
  37.  Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz – Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-593-37906-6 (Auch Band 519 der Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung, Auszüge online bei Google).
  38.  Hans Dieter Baroth: Stuttgart: Überreste des Stadions werden zu Brennholz. In: Hans Dieter Baroth (Hrsg.): Anpfiff in Ruinen. Fußball in der Nachkriegszeit und die ersten Jahre der Oberligen Süd, Südwest, West, Nord und Berlin. Klartext-Verlag, Essen 1990, ISBN 3884744542, S. 8–10.
  39.  Gerd Krämer: Die erste Meisterschaft. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 114.
  40. Centenary of Girondins de Bordeaux 1983 auf rsssf.com
  41. Vereinschronik 1988/89 (Version vom 11. November 2007 im Internet Archive)
  42. VfB plant radikalen Neuaufbau. dpa, 21. März 2000, abgerufen am 31. Juli 2012.
  43. VfB Stuttgart rechnet mit Mayer-Vorfelder ab. netzeitung.de, 31. Oktober 2002, abgerufen am 31. Juli 2012.
  44. Ein Verein rechnet ab. die tageszeitung, 31. Oktober 2002, abgerufen am 31. Juli 2012.
  45. Aufsichtsräte in der Bundesliga. kicker, 8. Mai 2000, abgerufen am 31. Juli 2012.
  46. Stuttgart: Mayer-Vorfelder soll vorzeitig abdanken. Die Welt, 2. Mai 2000, abgerufen am 31. Juli 2012.
  47. VfB Stuttgart: Auch Hansi Müller tritt zurück. Die Welt, 8. Oktober 1999, abgerufen am 31. Juli 2012.
  48. Rangnick zurückgetreten – kommt Magath? Der Spiegel, 23. Februar 2001, abgerufen am 31. Juli 2012.
  49. Dieter Hundt neuer Aufsichtsratsvorsitzender. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2002, abgerufen am 31. Juli 2012.
  50. vfb.de: Christian Gross freigestellt, 13. Oktober 2010
  51. Helmut Roleder und “Aktion VfB 2011″ gemeinsam zur MV auf aktion-vfb-2011.de vom 22. Mai 2011
  52. Gerd Mäuser neuer VfB-Präsident auf vfb.de vom 17. Juli 2011
  53. Der Kreis schließt sich. VfB Stuttgart 1893 e.V., 1. Juli 2011, abgerufen am 16. Juni 2013.
  54. Veränderung im Vorstand vom 10. April 2013 auf VfB.de
  55. Mandat niedergelegt. VfB Stuttgart, 17. Juni 2013, abgerufen am 17. Juni 2013.
  56. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt. VfB Stuttgart, 18. Juni 2013, abgerufen am 18. Juni 2013.
  57. Aufsichtsrat benennt Präsidentschaftskandidaten. VfB Stuttgart, 2. Juli 2013, abgerufen am 2. Juli 2013.
  58. a b Bernd Wahler ist Präsident. VfB Stuttgart e.V., 22. Juli 2013, abgerufen am 22. Juli 2013.
  59. Trennung von Bruno Labbadia. VfB Stuttgart 1893 e.V., 26. August 2013, abgerufen am 26. August 2013.
  60. Thomas Schneider ist neuer Cheftrainer. VfB Stuttgart 1893 e. V., 26. August 2013, abgerufen am 26. August 2013.
  61. Das Tor fällt zu spät vom 25. September 2013 auf VfB.de, abgerufen am 13. August 2013.
  62. Schade, schade, schade vom 29. August 2013 auf VfB.de, abgerufen am 13.November 2013.
  63. a b c d e f Schriftliche Auskunft per E-Mail vom 9. Juli 2012 durch Peter Schmid, Mitarbeiter der Historischen Abteilung des VfB Stuttgart
  64.  Hardy Grüne: Mit dem Ring auf der Brust. Die Geschichte des VfB Stuttgart. 1. Auflage. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-533-9, S. 254.
  65. Satzung des Kronenclub Cannstatt
  66. La Doce UG (Hrsg.): Initiative „Pro altes VfB Wappen“: Retro ist in. 20. April 2012, abgerufen am 5. Juli 2012.
  67. Tobias Schall: Das Ende des Wappenstillstands. Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, 19. April 2012, abgerufen am 5. Juli 2012.
  68. Michael Holzschuh: Verein FV Stuttgart 1893 Jahrgang 1894. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2012, abgerufen am 17. Mai 2012.
  69. Michael Holzschuh: Verein FV Stuttgart 1893 Jahrgang 1911. Archiviert vom Original am 1. Dezember 2012, abgerufen am 17. Mai 2012.
  70. Vgl.: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCommando Cannstatt (Hrsg.): Brustring. o.J., abgerufen am 28. April 2012.
  71. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVfB Stuttgart 1893 e. V. (Hrsg.): 1950. o.J., abgerufen am 10. Mai 2012.
  72. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVfB Stuttgart 1893 e. V. (Hrsg.): 1952. o.J., abgerufen am 10. Mai 2012.
  73. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVfB Stuttgart 1893 e. V. (Hrsg.): 1954. o.J., abgerufen am 10. Mai 2012.
  74. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVfB Stuttgart 1893 e. V. (Hrsg.): 1958. o.J., abgerufen am 10. Mai 2012.
  75. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVfB Stuttgart 1893 e. V. (Hrsg.): 1953. o.J., abgerufen am 10. Mai 2012.
  76. Henrik Lerch: VfB Stuttgart: Der Brustring und die Sponsoren. Stuttgarter Zeitung, 17. April 2012, abgerufen am 17. Mai 2012.
  77. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVfB Stuttgart 1893 e. V. (Hrsg.): 1998. o.J., abgerufen am 10. Mai 2012.
  78. Weiß-rote Legenden – Die Jahrhundert-Elf des VfB Stuttgart Webseite VfB Stuttgart, 2. April 2012, abgerufen am 6. Februar 2013
  79.  Gunter Barner: Die Amateure – erfolgreich, sympathisch und wertvoll. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 208.
  80. 6:1 – Stuttgarts Amateure nehmen Frankfurt auseinander vom 26. August 2000 auf spiegel.de
  81. "Bewegung tut gut" vfb.de, zuletzt abgerufen am 9. März 2014
  82. Stadion Aktuell 2002/03 Nr. 11 vom 23. Februar 2003 (PDF; 4,6 MB) S. 8.
  83.  Gunter Barner: Die großen, kleinen Roten. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 213.
  84. Die Fintenweiber in der taz vom 8. September 2007.
  85. Seit 30 Jahren beim VfB. VfB Stuttgart 1893 e.V., 1. April 2010, abgerufen am 16. Juni 2013.
  86. Eröffnungsfeier mit 300 Gästen in der neuen Mercedes-Benz Arena mercedes-benz-arena.de, abgerufen am 22. August 2012.
  87. Michael Holzschuh: Statistik. 2008, archiviert vom Original am 21. Oktober 2009, abgerufen am 16. Juni 2013.
  88. Besucherstatistik. VfB Stuttgart 1893 e.V., 2003, archiviert vom Original am 25. Februar 2004, abgerufen am 16. Juni 2013.
  89. 1. Bundesliga – Zuschauer. Olympia-Verlag GmbH, 2013, abgerufen am 16. Juni 2013.
  90. a b Zuschauer der 1. Bundesliga. weltfussball.de, 2014, abgerufen am 19. Mai 2014.
  91. Zuschauerzahlen. Gesellschaft für DFB-Online mbH, 2013, abgerufen am 16. Juni 2013.
  92.  Reiner Schloz: Harte Jungs und zarte Mädchen. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 260.
  93. Schallmauer durchbrochen. VfB Stuttgart 1893 e.V., 11. Juli 2007, archiviert vom Original am 21. Dezember 2010, abgerufen am 16. Juni 2013.
  94. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDas ist der VfB Fritzle-Club. VfB Stuttgart 1893 e.V., o.J., abgerufen am 16. Juni 2013.
  95. Vereinschronik 1902 (Version vom 13. Juli 2010 im Internet Archive)
  96. Schätze des VfB-Archivs: Der Bronzene Löwe In: Stadion aktuell Nr. 15 2006/07 S. 22 (PDF; 4,5 MB)
  97. Archiv Stuttgarter Kickers 1956/57
  98. a b Mehr als nur ein Spiel im Gras. Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 10. November 2007, abgerufen am 27. April 2014.
  99.  Harald Jordan: Leichtathletik – Eine uralte Domäne. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 220.
  100. a b c d Winni, schlag die Sauschwaben! Michael Holzschuh, archiviert vom Original am 11. November 2007, abgerufen am 27. April 2014.
  101. Freundschaft. Szene E Reutlingen 2005, abgerufen am 15. Januar 2012.
  102. Michael Holzschuh: Autogrammkarten. Archiviert vom Original am 5. März 2009, abgerufen am 13. August 2013.
  103. Henrik Lerch: Der Brustring und die Sponsoren. Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, 21. März 2013, abgerufen am 13. August 2013.
  104. Den Mercedes-Stern auf der Brust. VfB Stuttgart, 19. April 2012, abgerufen am 19. April 2012.
  105. VfB Freundeskreis Satzung 12. November 1992.
  106. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatZielsetzungen des Freundeskreises. VfB Stuttgart 1893 e.V., o.J., abgerufen am 16. Juni 2013.
  107.  VfB Stuttgart Marketing GmbH (Hrsg.): Seit 30 Jahren im Dienst der Sache. In: Business aktuell. Der Newsletter für Business Partner des VfB Stuttgart. Januar/Februar 2007, Nr. 21, Stuttgart Februar 2007, S. 3 (Seit 30 Jahren im Dienst der Sache, abgerufen am 16. Juni 2013).
  108. Faustball im VfB Stuttgart – eine Abteilung mit Tradition (MS Word; 2,0 MB)
  109. a b  Harald Jordan: Leben im Schatten des Fußballs. In: 100 Jahre. VfB Stuttgart, 1993, ISBN 3-9802290-4-1, S. 217/218.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: VfB Stuttgart – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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48.7895611111119.2347694444444Koordinaten: 48° 47′ 22″ N, 9° 14′ 5″ O