VfL Bad Schwartau

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VfL Bad Schwartau
Vereinswappen des VfL Bad Schwartau
Voller Name Verein für Leibesübungen Bad Schwartau von 1863 e.V.
Abkürzung(en) VfL
Gegründet 1863
Vereinsfarben blau / weiß
Halle Hansehalle
Plätze 3.000
Präsident Uwe Poppendieck
Trainer Torge Greve
Liga 2. Bundesliga
2013/14
Rang 9. Platz
DHB-Pokal Viertelfinale
Website www.vfl-bad-schwartau.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National DHB-Pokalsieger
2001

Der Verein für Leibesübungen Bad Schwartau von 1863 e.V. ist ein deutscher Sportverein aus Bad Schwartau, der insbesondere durch seine Handballabteilung bekannt geworden ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde er im Jahre 1863 als Männerturnverein Bad Schwartau. Im Laufe der Zeit fusionierten damit der Schwartauer ATSV Eichenkranz von 1898, die Schwartauer Turnerschaft von 1910 und der Schwartauer Ballspielclub von 1912. Der VfL Bad Schwartau ist mit etwa 2.700 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein im Kreis Ostholstein.

Abteilungen[Bearbeiten]

Der Verein besitzt inzwischen 18 Abteilungen, darunter auch Badminton, Faustball, Orientierungslauf, Rhönradturnen, Musik und Walking.

Handball[Bearbeiten]

Herren[Bearbeiten]

1966 qualifizierte sich der VfL Bad Schwartau für die erste Spielzeit der Handball-Bundesliga, welche damals noch zweigleisig war.[1] Nach zwei Spielzeiten stiegen die Schwartauer wieder ab, schafften jedoch in der folgenden Saison den sofortigen Wiederaufstieg.[2] Der höchsten deutschen Liga gehörte der VfL bis 1976 an, nach der die Mannschaft in der Relegationsspielrunde Frisch Auf Göppingen unterlag.[3]

1980 stiegen die Schwartauer sogar in die Oberliga ab. 1986 stieg der VfL in die 2. Bundesliga auf, schaffte jedoch nicht den Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison stieg der VfL mit dem neuen Trainer Vlado Stenzel wieder auf. Nach der Verpflichtung von Erhard Wunderlich schaffte der VfL sich in der 2. Bundesliga zu etablieren.[3]

1989 übernahm Zvonimir Serdarušić das Traineramt. Unter seiner Leitung stieg der VfL 1990 wieder in die 1. Bundesliga auf. Nach der erfolgreichen Zweitligasaison verließ „Noka“ jedoch den Verein.[4]

Nach zwei Spielzeiten stieg die Mannschaft aus der Marmeladenstadt jedoch wieder ab. Nach dem Abgang von 14 Spielern schafften die Schwartauer jedoch die unerwartete Rückkehr in die höchste Spielklasse.[3] Hier verblieb das Team bis 1996. Nach zweijähriger Bundesligaabstinenz kehrten die Handballer jedoch wieder in die Eliteliga zurück.

In der Saison 2000/01 gewannen die Handball-Herren den DHB-Pokal. Nachdem die Bundesligamannschaft aus finanziellen Gründen 2002 mitsamt Manager und Geldgeber geschlossen zum neu geschaffenen HSV Hamburg wechselte, der auch Schwartaus Bundesligaplatz übernahm, wurde der Herrenhandball im VfL „von unten herauf“ neu aufgebaut. Seit der Saison 2002/2003 spielte das Team wieder in der drittklassigen Regionalliga Nordost; im Sommer 2006 scheiterte der VfL nur knapp (ein Punkt fehlte) am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ab dem Sommer 2007 wurde die Mannschaft vom Spielertrainer Thomas Knorr trainiert. Unter seiner Leitung schaffte der VfL in der Saison 2007/2008 den Aufstieg in die 2. Bundesliga und qualifizierte sich 2011 für die eingleisige 2. Bundesliga. Im Oktober 2011 übernahm Tobias Schröder nach einem missratenen Saisonstart den Trainerposten. Nach nur drei Monaten Amtszeit trat er aus privaten Gründen zurück.[5] Anschließend übernahm Torge Greve das Traineramt.[6]

Kader für die Saison 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Nat. Name Position Geburtstag seit Letzter Verein
1 DeutscherDeutscher Markus Noel TW 12.03.1987 2013 SV Henstedt-Ulzburg
32 DeutscherDeutscher Dennis Klockmann TW 02.09.1982 2014 Eintracht Hildesheim
2 DeutscherDeutscher Thees Glabisch LA 08.01.1994 2013 SC Magdeburg
4 DeutscherDeutscher Oliver Milde RL 09.07.1993 2014 Füchse Berlin
7 DeutscherDeutscher Christian Schwarz KM 09.07.1988 2013 TSV Altenholz
8 DeutscherDeutscher Toni Podpolinski RR 16.12.1986 2008 LHC Cottbus
18 DeutscherDeutscher Martin Waschul RL 02.08.1988 2012 Wilhelmshavener HV
19 DeutscherDeutscher Jan Schult RL 22.09.1986 2007 HSV Hamburg
20 DeutscherDeutscher Daniel Pankofer RM, RR 19.12.1980 2014 HC Erlangen
22 DeutscherDeutscher Dennis Tretow LA 30.05.1983 2004 Bramstedter TS
28 DeutscherDeutscher Tim Claasen RM, LA 02.08.1996
30 DeutscherDeutscher Christoph Wischniewski RA, RR 09.05.1987 2014 SV Henstedt-Ulzburg
38 DeutscherDeutscher Henning Quade KM 12.09.1988 2012 HSG Düsseldorf
77 DeutscherDeutscher Jasper Bruhn RA 14.08.1996 2012 NTSV Strand 08

Neuzugänge 2014/15[Bearbeiten]

Abgänge 2014/15[Bearbeiten]

Die Saisonbilanzen seit 2007/08[Bearbeiten]

Saison Spielklasse Platz Spiele Tore Diff. Punkte
2007/08 Regionalliga Nordost 1 30 1046:0795 215 53:07
2008/09 2. Bundesliga Nord 8 34 1067:1016 052 36:32
2009/10 2. Bundesliga Nord 6 32 1042:1030 012 35:29
2010/11 2. Bundesliga Nord 4 32 0948:0881 067 41:23
2011/12 2. Bundesliga 12 38 1064:1075 −11 35:41
2012/13 2. Bundesliga 5 36 0984:0953 031 39:33
2013/14 2. Bundesliga 9 36 0992:0974 018 39:33
Aufstieg in die 2. Bundesliga

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Damen[Bearbeiten]

Die Damenmannschaft spielte in den Spielzeiten 1979/80 und 1980/81 ebenfalls in der Bundesliga. Außerdem waren die Damen von 1997 bis 2001 zweitklassig. 2010 qualifizierten sich die Damen für die neugegründete 3. Liga. Ab der Saison 2012/13 kooperiert der VfL im Damen-Bereich mit dem Zweitligisten TSV Travemünde, woraufhin die Drittligamannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet wurde.[17][18]

Bekannte ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

Der VfL betreibt sehr erfolgreiche Jugendarbeit. Im männlichen Bereich kooperiert der VfL mit dem TSV Ratekau, dem NTSV Strand 08 und Lübeck 1876.[19] In der Saison 2012/13 spielt die männliche A-Jugend in der A-Jugend-Bundesliga und die weibliche A-Jugend in der Oberliga SH/HH.

  • 2005: männliche A-Jugend wurde NOHV-Meister
  • 2009: die männliche A-Jugend wird Vize-NOHV-Pokalsieger

Fußball[Bearbeiten]

Die Fußballabteilung des Vereins hatte ihre erfolgreichste Zeit in den 1950er Jahren, in der auch bis 1953 der spätere Oberligaspieler Atze Bornemann stürmte. Von 1951 bis 1953 und 1955 bis 1961 spielte man in der Amateurliga Schleswig-Holstein, der damals zweithöchsten Ebene im deutschen Ligasystem und zudem der höchsten Spielklasse des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. Letztmals trat der Verein im DFB-Pokal 1977/78 überregional in Erscheinung, als man die 1. Hauptrunde erreichte. Dort unterlag die Mannschaft beim BV 04 Düsseldorf mit 0:3. 2012 erreichte man als Aufsteiger aus der Kreisklasse A (Kreis Lübeck) in der Kreisliga Lübeck den 11. Platz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67
  2. www.bundesligainfo.de: Alle Vereine der Bundesliga 1966-2008
  3. a b c Chronik der Handballabteilung (Version vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)
  4. thw-provinzial.de: Zvonimir Serdarusic
  5. ln-online.de: VfL-Trainer Tobias Schröder tritt zurück
  6. handball-world.com: Torge Greve verlässt Altenholz und wechselt in Liga 2
  7. handball-world.com: Schwartau verpflichtet Torwart von Ligakonkurrenten, vom 20. März 2014, abgerufen am 20. März 2014
  8. hlsports.de: Einiges los beim VfL : Milde kommt – Kretschmer geht vom 26. März 2014, abgerufen am 26. März 2014
  9. handball-world.com: VfL Bad Schwartau holt erfahrenen Linkshänder vom 23. Mai 2014, abgerufen am 23. Mai 2014
  10. handball-world.com: Bad Schwartau schließt Kaderplanung mit "Glücksfall" ab vom 27. Mai 2014, abgerufen am 27. Mai 2014
  11. Jens Kürbis: Panzer wechselt zum Drittligisten Springe. In: Lübecker Nachrichten. 24. Mai 2014, S. 19.
  12. HSG Ostsee gibt heute ihr Debüt gegen Skövde. In: Lübecker Nachrichten. 7. August 2014, S. 19.
  13. Jens Kürbis: Überraschender Absprung. In: Lübecker Nachrichten. 26. März 2014, S. 19.
  14. Jens Kürbis: Fritsch löst Vertrag auf und kehrt nach Leipzig zurück. In: Lübecker Nachrichten. 20. April 2014, S. 25.
  15. Eisenach verpflichtet Ersatzmann für verletzten Sklenak In: Thüringer Allgemeine vom 3. Mai 2014
  16. Jens Kürbis: Stark gestartet, stark nachgelassen. In: Lübecker Nachrichten. 10. Mai 2014, S. 19.
  17. raubmoewen.de: Travemünde und Bad Schwartau machen gemeinsame Sache
  18. handball-world.com: Bad Schwartau zieht aus der dritten Liga zurück
  19. strand08.de, 1+1+1+1 muss nicht immer 4 sein, abgerufen am 12. November 2013