Via Imperii

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Via Imperii bedeutet Reichsstraße („die Straße, die vom Reiche kommt“).

Verlauf der Via Regia und der Via Imperii in Europa
Abschnitte Stettin-Zwickau und Nürnberg-Verona auf der Romweg-Karte des Erhard Etzlaub aus dem Jahr 1500

Sie ist eine der bekanntesten alten Fernhandelsstraßen und verlief in Süd-Nord Richtung von

zu den Hansestädten an der Ostsee bzw. Stettin (evtl. weitergeführt bis Danzig oder Königsberg). An ihrer Kreuzung mit der Via Regia entstand der „Ort bei den Linden“ – das heutige Leipzig. Bis Augsburg entspricht sie der Römerstraße Via Raetia.

Wie alle großen Straßen des Reiches hatte auch die Via Imperii eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, war durch Straßenzwang (Benutzung vorgeschriebener Straßen) privilegiert, gut ausgebaut und mit Zöllen belegt. Um 1430 wurden mit 6500 Frachtwagen pro Jahr über 90 Prozent des Fernhandelsverkehrs zwischen Augsburg und der Republik Venedig über die auch „untere Straße“ genannte Route abgewickelt.[1] Wie auf der Via Regia fanden Pilgerfahrten statt, unter anderem aus Altenburg.

Die gleichen Städte werden heute in Italien ab Verona durch die Staatsstraße 12 verbunden, in Österreich durch Brennerstraße und die Seefelder Straße über den Seefelder Sattel sowie in Deutschland durch die Bundesstraße 2 (Ausnahme: die Strecke zwischen Oberau und Augsburg entspricht der B 23 und der B 17 und die Route von Hof nach Leipzig dem Verlauf der B 173 und der B 93).

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Kühn: Die Via Imperii als Pilgerstraße. In: Unterwegs im Zeichen der Muschel. Rundbrief der Fränkischen St. Jakobus-Gesellschaft Würzburg, Nr. 52, Januar 2005, S. 13–14

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Martin Kluger: Die Fugger in Augsburg, S. 13 ISBN 978-3-939645-63-4. Leseprobe (PDF, 1 MB)