Vickers Vimy

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Vickers Vimy / Vimy Commercial
Vickers Vimy
Typ: Bomber, Verkehrsflugzeug
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: Vickers
Erstflug: 30. November 1917
Indienststellung: Juli 1919
Produktionszeit: 1918 bis 1925
Stückzahl: 239[1]

Die Vickers F.B.27 Vimy war ein schwerer britischer Bomber des Ersten Weltkriegs. Das von R. K. Pierson entwickelte und bei Vickers gebaute Flugzeug war für Luftangriffe auf Ziele in Deutschland vorgesehen. Mit einer Vimy gelang zwei Piloten im Juni 1919 erstmals die Non-Stop-Überquerung des Atlantiks. Sie flogen in 16 Stunden 12 Minuten 3667 km, also etwa 225 km/h über Grund.

Nach dem Krieg wurde die Vimy zu einem Verkehrsflugzeug weiterentwickelt und erhielt den Namen Vimy Commercial.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Erstflug erfolgte am 30. November 1917. Es wurden nur wenige Exemplare vor dem Ende des Krieges an der Westfront eingesetzt. Die Vimy wurde im Nahen Osten von 1919 bis 1925 eingesetzt und dann durch die Vickers Virginia ersetzt. In Nordirland blieb sie bis 1929 im Einsatz. Hergestellt wurden verschiedene Varianten mit den Bezeichnungen Mk.I bis Mk.IV.

Die zivile Version Vimy Commercial wurde ab 1919 produziert, hauptsächlich für den Export. Sie flog zum ersten Mal vom Joy Green Airfield in Kent am 13. April 1919 mit der militärischen Kennzeichnung K107. Später bekam sie die zivile Registrierung G-EAAV. China bestellte im April 1922 100 Flugzeuge, der Auftrag wurde jedoch nie komplett ausgeliefert.

Rekordflüge[Bearbeiten]

Mit der Vimy erfolgten viele erste Fernflüge und Rekorde, inklusive des ersten Non-Stop-Atlantik-Überflugs. John Alcock und Arthur Whitten Brown flogen am 14. Juni 1919 von Neufundland ab und landeten am 15. Juni 1919 mit der Nase voran in einem Moor in Irland. Ihr Flugzeug steht heute im London Science Museum.

Ross Smith und Keith Smith flogen 1919 in mehreren Etappen als Erste von London nach Australien. Am 4. Februar 1920 flogen Pierre van Ryneveld und Quintin Brand von London nach Südafrika. Steve Fossett flog mit einer nachgebauten Vimy im Jahr 2005 über den Atlantik.

Militärische Nutzung[Bearbeiten]

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Technische Daten (Vimy Mk.I)[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 3 Mann
Länge 13,27 m
Spannweite 20,75 m
Höhe 4,76 m
Flügelfläche 123,5 m²
Leergewicht 3.222 kg
Startgewicht 5.670 kg
Höchstgeschwindigkeit 166 km/h in 2.166 m (6.500 Fuß) Höhe
Dienstgipfelhöhe 2135 m
Reichweite 1448 km
Triebwerke zwei 12-Zylinder-V-Motoren Rolls-Royce Eagle VIII, 270 kW (367 PS)
Bewaffnung 2 × 7,7-mm-Lewis-MGs (1 im Flugzeugbug, 1 in der Mitte des Flugzeugs) und bis zu 1.123 kg Bomben im internen Waffenschacht

Quellen[Bearbeiten]

  1. Enzyklopädie der Flugzeuge. Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1994, ISBN 3893500553.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Junkers W 33, erste Atlantiküberquerung von Ost nach West

Literatur[Bearbeiten]

  • C.F. Andrews, Eric B. Morgan: Vickers Aircraft since 1908. Second edition, Putnam, London 1988, ISBN 0-85177-815-1.
  • A.J. Jackson: British Civil Aircraft 1919–1972. Volume III. revised second edition, Putnam, London 1988, ISBN 0-85177-818-6.
  • Francis K. Mason: The British Bomber Since 1914. Putnam Aeronautical Books, London 1994, ISBN 0-85177-861-5.
  • Peter McMillan: The Vimy Flies Again. National Geographic, Volume 187, No. 5, Mai 1995, S. 4–43.
  • Jim Winchester (Hrsg.): Vickers Vimy. Biplanes, Triplanes and Seaplanes. (Aviation Factfile), Grange Books plc, London 2004, ISBN 1-84013-641-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vickers Vimy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Owen Thetford: By Day and by Night – Vickers Vimy. In: Aeroplane Monthly. Dezember 1992, S. 38.