Victor-Augustin-Isidore Dechamps

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Gemälde: Victor-Augustin-Isidore Dechamps als Kardinal

Victor-Augustin-Isidore Kardinal Dechamps (* 6. Dezember 1810 in Melle; † 29. September 1883 in Mecheln) war ein katholischer Theologe, seit 1867 Erzbischof von Mecheln und damit Primas von Belgien, 1875 Kardinal .

Leben[Bearbeiten]

Zunächst war er Jurist und studierte später Theologie in Mecheln. 1834 empfing er die Priesterweihe, 1836 wurde er Redemptorist (Kongregation vom Heiligen Erlöser) in Sint-Truiden und Studentenpräfekt im Kloster Wittem. Zum Rektor in Lüttich wurde er 1840 berufen. 1865 wurde er durch Karl August von Reisach zum Bischof geweiht. Sein Wahlspruch lautete Per via cœli porta manes. Danach übernahm er das Bischofsamt des Bistums Namen und wurde 1867 zum Erzbischof von Mecheln. Pius IX. nahm ihn 1875 als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Bernardo alle Terme in das Kardinalskollegium auf und wurde gleichzeitig Primas von Belgien.

Dogma und belgischer Schulstreit[Bearbeiten]

Nach seiner Erhebung zum Primas der Bischöfe Belgiens unterstützte Dechamps tatkräftig die geplante Infallibilisierung von Papst Pius IX. auf dem Ersten Vatikanischen Konzil von 1869/1870. In seiner Amtszeit begann der erste belgische Schulstreit, der sich in der Folgezeit fortsetzte, er war ein Gegner der konfessionslosen Staatsschulen. Diese belgischen Schulstreitigkeiten veranlassten Papst Leo XIII. am 3. August 1881 zur Veröffentlichung der Enzyklika Licet Multa „über die Katholiken in Belgien"; dieses Lehrschreiben war direkt an den Primas von Belgien gerichtet.

Werke[Bearbeiten]

  • Christus und die Antichristen nach dem Zeugnisse der Schrift, der Geschichte und des Gewissens auf Deutsch bearbeitet von Johann Baptist Heinrich et. al.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Engelbertus Kardinal Sterckx Erzbischof von Mecheln
1867–1883
Petrus-Lambertus Kardinal Goossens