Victory (Band)
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Hard Rock, Heavy Metal | |
|---|---|---|
| Gründung | 1984 | |
| Website | http://www.victory-music.com | |
|
|
||
| Jioti Parcharidis (seit 2005) | ||
| Tommy Newton (seit 1984) | ||
|
Gitarre
|
Herman Frank (1986–1995, seit 2002) | |
| Fargo-Peter Knorn (seit 1984) | ||
| Achim Keller (seit 2006) | ||
|
|
||
|
Gesang
|
Pedro Schemm (1984) | |
|
Gesang
|
Charlie Huhn (1984–1988, 2003–2005) | |
|
Gesang
|
Fernando Garcia (1988–1996) | |
|
Gitarre
|
John Lockton (1984–1986) | |
|
Gitarre
|
Jake Paland (1996) | |
|
Schlagzeug
|
Bernie Van Der Graf (1984–1985) | |
|
Schlagzeug
|
Matthias Liebetruth (1996) | |
|
Schlagzeug
|
Fritz Randow (1985–1995, 2002–2006) | |
Victory war eine deutsche Hard Rock- bzw. Heavy Metal-Band aus Hannover, die ihre größten Erfolge in den 1980er Jahren feierte.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Die Entstehung
Victory entstand 1984 aus den Überresten der Band Fargo. Neben Bassist Peter Knorn und den beiden Gitarristen Tommy Newton und John Lockton war der Schlagzeuger Bernie Van Der Graaf mit von der Partie. Nachdem die Band anfangs noch mit Sänger Pedro Schemm arbeitete, wurde schon bald der ehemalige Gary Moore- und Ted Nugent-Sänger Charlie Huhn verpflichtet. Durch eine Empfehlung von Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker wurde die Band gleich zu Beginn ihrer Laufbahn unter die Fittiche von David Krebs' Management genommen.
[Bearbeiten] Die Erfolge
Das erste Album erschien 1985 bei CBS Records und erregte wegen des provokativen Coverartworks − ein kaum bekleidetes Model liegt auf dem Rücken und bildet mit seinen gespreizten Beinen den Anfangsbuchstaben des Bandnamens − einen Sturm der Entrüstung, vor allem in den USA. Der Hype funktionierte und das Album stieg in die Charts ein. Noch vor der ersten US-Tour wurde Schlagzeuger Bernie Van Der Graaf durch Fritz Randow (ex-Eloy) ersetzt. Neben 60 Konzerten spielte die Band unter anderem auch auf den beiden größten Festivals des Landes, dem Out In The Green in Oakland vor 60.000 und dem Texxas Jam vor über 80.000 Zuschauern. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde John Lockton durch den ehemaligen Accept-Gitarristen Herman Frank ersetzt.
Auch mit dem zweiten Album Don't Get Mad ... Get Even tourte die Band wieder durch Europa und Amerika und die Single „Check's In The Mail“ beschert ihnen einen Radiohit in den USA. Das dritte Album Hungry Hearts erschien 1987 und wurde erneut durch eine Tour durch Amerika und Europa präsentiert. Bei einem Konzert in Hamburg schnitt Victory ein Livealbum mit, das 1988 unter dem Titel That's Live erscheint. Nach der Veröffentlichung verließ Sänger Charlie Huhn die Band, um bei den wiedervereinigten Humble Pie einzusteigen. Bei der Suche nach seinem Nachfolger stellte sich unter anderem der Amerikaner Ted Bullet vor, doch er passte nicht zum Material von Victory und gründete statt dessen mit Henny Wolter und Ole Hempelmann die Band Thunderhead.[1] Den Gesang bei Victory übernahm schließlich der in Basel beheimatete Fernando Garcia.
Das vierte Album Culture Killed The Native erreichte in Deutschland Platz 19 der Charts und stieg auch in den USA wieder in die Hitparaden ein. Eine Europatour als Support für Gary Moore folgte, bevor Victory ihre erste Headlinertour durch Amerika starteten, inklusive ihrer ersten Konzerte in Kanada. Die beiden Singles „Never Satisfied“ und „Don't Tell No Lies“ erhielten erneut Airplay von Radio und MTV. Bereits 1990 erschien das zweite Studioalbum mit Garcia als Sänger. Temples Of Gold erreichte in Deutschland erneut die Top 20 und erschien in der Erstauflage mit einer sechs Songs umfassenden Live-EP, die in Los Angeles mitgeschnitten wurde. Eine weitere US-Tour folgte, bevor 1992 das Album You Bought It - You Name It erschien.
Victory gehörten mittlerweile neben den Scorpions, Accept, Helloween und Gamma Ray zu den erfolgreichsten deutschen Bands, trotzdem kündigten sie 1994 mit dem Doppellivealbum Liveline ihren Abschied an. Zwei Jahre später spielte die Band dennoch das neue Album Voiceprint ein. Herman Frank wurde durch den neuen Gitarristen Jake Paland ersetzt und für Schlagzeuger Fritz Randow kam Matthias Liebetruth, der einige Jahre später beim deutschen Metal-Urgestein Running Wild anheuerte. Der Erfolg blieb aber aus und die Band trennte sich erneut.
[Bearbeiten] Karrieren nach der Auflösung der Band
Während Tommy Newton sich als Produzent einen Namen machte, wurde Peter Knorn Manager von Uli Jon Roth, Glenn Hughes und Michael Schenker. Herman Frank hatte derweil die Band Moon'Doc gegründet und nahm insgesamt drei Alben unter diesem Namen auf. Der ehemalige Sänger Charlie Huhn stieg im Jahr 2000 bei der britischen Boogie-Band Foghat ein und Fernando Garcia sang im Jahr 2004 bei Wicked Sensation auf dem Album Exceptional und ab demselben Jahr bei der Schweizer Metalband Godiva. Im Jahr 2007 hatte er einen Gastauftritt beim Album Barra Da Tijuca. Fritz Randow trommelte in der Zwischenzeit für die englische Rockband Saxon und seit 2007 bei der deutschen Band Jane.
[Bearbeiten] Die Wiedervereinigung im neuen Jahrtausend
2003 erschien das Album Instinct in der klassischen Besetzung Charlie Huhn, Tommy Newton, Herman Frank, Peter Knorn und Fritz Randow. Victory spielten einige Konzerte in Russland, Bulgarien sowie auf dem Wacken Open Air-Festival in Norddeutschland. Da Sänger Huhn in Amerika lebt und sein Engagement bei Foghat nicht aufgeben wollte, gab es keine weiteren Tourneen. Huhn wurde schließlich durch den Sänger Jioti Parcharidis (Human Fortress) ersetzt.
Mit ihm nahm die Band das Album Fuel To The Fire auf, das Neuaufnahmen alter Bandlieder enthält. Es wurde Januar 2006 veröffentlicht. Gleichzeitig folgte der nächste Besetzungswechsel. Schlagzeuger Fritz Randow verließ Victory und wurde durch den ehemaligen PUMP-Drummer Achim Keller ersetzt. Mit ihm folgten Auftritte beim Bang Your Head und Sweden Rock-Festival sowie eine Europatour im Vorprogramm von Metal Church im Mai und Juni.
Im Januar 2007 erlitt Gitarrist Tommy Newton einen Herzinfarkt, von dem er sich schnell erholte. Nach drei abgesagten Konzerten fand am 23. Februar 2007 der Auftritt beim Festival „Break the Barrier“ in Bremen mit ihm statt.
Ende 2009 wurde das zehnte Studioalbum der Band eingespielt. Leider fand sich lange keine geeignete Plattenfirma dafür, so dass sich die Bandmitglieder anderen Aufgaben zuwandten. Herman Frank stieg wieder bei Accept ein und Tommy Newton bezog mit seinem Studio neue Räumlichkeiten.[2] Als 2011 schließlich ein Label gefunden war, entschied man sich, Don't Talk Science als Abschiedsalbum zu veröffentlichen und die Band damit aufzulösen.
[Bearbeiten] Diskografie
| Chartplatzierungen |
Alben
- Culture Killed The Native
- CH: 14 | DE: 29 | US: 178
- Temples Of Gold
- DE: 27 | CH: 33
- You Bought It - You Name It
- CH: 38 | DE: 59
[Bearbeiten] Studioalben
- 1985 Victory
- 1986 Don't Get Mad ... Get Even
- 1987 Hungry Hearts
- 1989 Culture Killed The Native
- 1990 Temples Of Gold
- 1992 You Bought It - You Name It
- 1996 Voiceprint
- 2003 Instinct
- 2006 Fuel To The Fire (Neuaufnahmen alter Bandklassiker)
- 2011 Don't Talk Science
[Bearbeiten] Livealben & Compilations
- 1988 That's Live (Live)
- 1992 The Very Best Of - Rock'N'Roll Kids Forever (Best Of)
- 1994 Liveline (Live)
[Bearbeiten] Singles & EPs
- 1986 Check's In The Mail
- 1987 Feel The Fire
- 1989 Never Satisfied
- 1989 Don't Tell No Lies
- 1990 Rock'N'Roll Kids Forever
- 1992 Rock-O-Matic
- 1992 Lost In The Night
- 1996 Deep Inside The World
[Bearbeiten] Videos & DVDs
- 1990 The Videos (VHS)
[Bearbeiten] Literatur
- Matthias Blazek: Das niedersächsische Bandkompendium 1963-2003 - Daten und Fakten von 100 Rockgruppen aus Niedersachsen, Celle 2006, S. 148 f. ISBN 978-3-00-018947-0
[Bearbeiten] Nachweise
- ↑ Thunderhead Headquarters
- ↑ ROCKS Nr. 23 (04/2011), S. 9.