Video Display Controller

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VDC vom Typ TMS9918A

Ein Video Display Controller oder VDC ist eine integrierte Schaltung, die der Hauptbestandteil in einem Videosignalgenerator ist. Seine Aufgabe ist es, das Videosignal für den Fernseher oder den Monitor in einer Datenverarbeitungsanlage oder in einem Spielsystem zu erzeugen. VDCs waren in den alten Heimcomputer der 1980er Jahre, aber auch in einigen frühen Videospielsystemen üblich. Aktuelle Computersysteme verwenden stattdessen einen Grafikprozessor (GPU), der deutlich mehr Funktionen übernehmen kann und gewisse Berechnungen zur Bildaufbereitung selbständig übernimmt. Die tatsächliche Bildumwandlung geschieht im RAMDAC.

Das VDC war der Hauptbestandteil der Videosignalgeneratorlogik, aber manchmal gibt es auch andere unterstützende Chips, wie RAM, um die Pixeldaten zu halten und ROM, um Schriftarten zu speichern. In reinen Textsystemen übernimmt der VDC die Aufgabe, aus den Zeichenwerten im Hauptspeicher und der Schriftart die Buchstaben zu erzeugen. Einige VDCs konnten bereits einige Aufgaben mittels Schieberegistern und Paletten selbständig erledigen. Der Grafikprozessor des Nintendo Entertainment System war beispielsweise für die Darstellung der Sprites auf dem Bildschirm verantwortlich. Wenn kein zusätzlicher RAMDAC vorhanden ist, erzeugt der VDC die Timingsignale des Videosignals, also die Taktsignale für den Kathodenstrahl des Bildschirms.