Vidocq (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Vidocq
Originaltitel Vidocq
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Pitof
Drehbuch Pitof
Jean-Christophe Grangé
Produktion Dominique Farrugia
Musik Bruno Coulais
Kamera Jean-Pierre Sauvaire
Jean-Claude Thibaut
Schnitt Thierry Hoss
Besetzung

Vidocq ist ein französischer Mystery-Thriller mit (pseudo-)historischem Hintergrund des Regisseurs und Visual-Effects-Spezialisten Pitof aus dem Jahr 2001. Der Film erzählt einen fiktiven Fall des Kriminalisten Eugène François Vidocq, der von Gérard Depardieu dargestellt wird.

Handlung[Bearbeiten]

Paris 1830: Politische Unruhen verbreiten sich in den Straßen, und das Volk bereitet Aufstände vor. Doch auch in den Armenvierteln geht das Grauen um: Ein geheimnisvoller Verbrecher, „Der Alchemist“ genannt, entführt junge Frauen und lässt sie spurlos verschwinden. Frankreichs bester Detektiv Vidocq soll diese Verbrechen aufklären. In einer Glasbläserei kommt es zur Konfrontation mit dem Alchimisten, der eine verspiegelte Maske trägt. Vidocq unterliegt im Kampf, sich an der Kante eines Feuerschachtes festhaltend verlangt er, das Gesicht des Alchimisten zu sehen. Dann stürzt Vidocq in den Schacht und die Presse verkündet seinen Tod.

Kurz darauf erscheint der junge Journalist Etienne Boisset bei Vidocqs Partner Nimier und gibt sich ihm als Vidocqs offiziellen Biographen zu erkennen. Nimier berichtet, wie an einem Gewittertag zwei angesehene Herren von Blitzen getroffen wurden und bis auf die Knochen verbrannten. Die Polizei geht von einem politischen Mord aus. Doch bei seinen Ermittlungen traf Vidocq auf den maskierten Alchimisten. Etienne Boisset findet heraus, dass drei wohlhabende Männer auf ihrer Suche nach der ewigen Jugend von dem Alchimisten dazu überredet wurden, ihm Jungfrauen zu beschaffen. Mit deren Blut fertigte er seine Maske, die ihn in die Lage versetzt, die Seelen sterbender Menschen zu absorbieren. Boisset stößt auf einen alten Glasbläser, der die Maske des Alchemisten angefertigt haben will. Der Glasbläser gibt sich schließlich als Vidocq selbst zu erkennen, der sich versteckte, nachdem er das Gesicht des Alchemisten gesehen hatte. Es ist Etienne. Nach einem furiosen Kampf, bei dem der Alchemist fliehen und sich unsichtbar machen kann, wird er von Vidocq mit einem Splitter eines Spiegels durchbohrt und aus dem Fenster in die Seine gestürzt. Ob Etienne wirklich tot ist, bleibt offen.

Kritik[Bearbeiten]

„Von den verzerrten Grimassen der rasant geschnittenen Eingangsszene bis zum Finale im Spiegelkabinett, in dem der Alchimist mit seinen eigenen Waffen zur Strecke gebracht wird, entsteht eine düstere Welt des Schreckens, ein Bilderbuch der Hässlichkeit, ein Anti-„Amélie“. Vor allem beim zentralen Element der Geschichte, der spiegelnden Maske des unbekannten Mörders, erreichen die Effekte eine faszinierende Brillanz.“

film-dienst 2/2003

„In Rückblenden erzählte Recherche eines Detektivs, der 1839 mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Methoden einem durchtriebenen Mörder auf die Schliche kommen will. Düsterer, aufwändig inszenierter Fantasy-Krimi nach historischen Ereignissen, dessen opulente Bilderwelt trotz ihrer programmatischen Hässlichkeit den Atem raubt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Vidocq wurde im Jahr 2001 beim Sitges Festival Internacional de Cinema de Catalunya als bester Film sowie in den Kategorien Make-Up, Original-Soundtrack, Visual Effects und mit dem Citizen Kane Award für die beste Enthüllung ausgezeichnet.

Weiterhin erhielt er 2002 beim Fantasporto-Festival den Großen Preis des europäischen Fantasyfilms in Silber sowie den Preis für die besten Spezialeffekte.

Musik[Bearbeiten]

Am Soundtrack von Vidocq waren unter anderem die finnische Gruppe Apocalyptica und Matthias Sayer beteiligt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vidocq (Film) im Lexikon des Internationalen Films