Vielfarbige Wolfsmilch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vielfarbige Wolfsmilch
Vielfarbige Wolfsmilch (Euphorbia epithymoides)

Vielfarbige Wolfsmilch (Euphorbia epithymoides)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
Art: Vielfarbige Wolfsmilch
Wissenschaftlicher Name
Euphorbia epithymoides
L.

Die Vielfarbige Wolfsmilch oder Bunt-Wolfsmilch (Euphorbia epithymoides) ist eine giftige Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Die Vielfarbige Wolfsmilch ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze mit pleiokormem Rhizom, die Wuchshöhen von 30 bis 50 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind vorne abgerundet. Die Hüllbecherdrüsen sind gelb.

Die Hüllblätter sind hellgelb und werden später orange. Es werden Kapselfrüchte ausgebildet mit fadenförmigen, oben roten Warzen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mittel- bis Südosteuropa sowie die Türkei und Libyen. Hier ist die kalkholde Art in Trockengebüsch- und -waldsäumen zu finden.

In Österreich tritt die Art besonders im pannonischen Gebiet zerstreut bis selten auf. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, das Burgenland, Tirol, Kärnten (unsicher) und die Steiermark (dort nur unbeständig). In Oberösterreich ausgestorben, gilt die Art österreichweit als gefährdet und im nördlichen Alpenvorland als stark gefährdet.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Diese Art ist unter dem heute gültigen Taxon Euphorbia epithymoides von Carl von Linné 1762 beschrieben worden.[2] Die 1875 von veröffentlichte Beschreibung durch Anton Kerner von Marilaun unter dem Taxon Euphorbia polychroma ist ein Synonym.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Vielfarbige Wolfsmilch wird gelegentlich als Zierpflanze in Staudenbeeten genutzt. Sie ist seit 1805 in Kultur, es existieren zahlreiche Sorten.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Die Pflanze enthält Carbonsäureester des Ingenols, beispielsweise Ingenol-3-angelat, etwa der Decadiensäure und der Decatriensäure.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 460.
  2. Species Plantarum ed. 2, 2:656. 1762.
  3. Vielfarbige Wolfsmilch auf giftpflanzen.com

Quellen[Bearbeiten]

  • Eckehardt J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vielfarbige Wolfsmilch – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien