Vierländer Bahn

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Vierländer Bahn
Kursbuchstrecke (DB): 110d
Streckenlänge: 12,4 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
   
0,0 Bergedorf-Nord (S-Bahnhof HH-Bergedorf)
   
nach Hamburg
Bahnhof ohne Personenverkehr
Güterbahnhof Bergedorf
Bahnübergang
Weidenbaumsweg
Brücke über Wasserlauf (groß)
Schleusengraben
Bahnübergang
Vierlandenstrasse
Bahnübergang
Neuer Weg
Bahnhof, Station
1,6 Bergedorf-Süd
   
nach Geesthacht
   
3.4 Pollhof
   
Curslacker Deich
   
6,2 Curslack-Neuengamme
   
Dove Elbe
   
Neuengammer Hausdeich
   
5,9 Anschluß KZ Neuengamme
   
Neuengammer Hinterdeich
   
6,3 Achterdiek
   
Gose Elbe
   
Kirchwerder Hausdeich
   
Norderquerweg
   
Fersenweg
   
9,3 Kirchwerder Nord
   
Abzweig nach Billwerder und nach Geesthacht
   
11,3 Zollenspieker Querweg
   
Süderquerweg
   
12,4 Zollenspieker


Bahnhof Bergedorf Süd

Als Vierländer Bahn wird die 1912 eröffnete Strecke zwischen den Hamburger Bahnhöfen Bergedorf-Süd und Zollenspieker bezeichnet. Zollenspieker liegt in den Vierlanden im Stadtteil Kirchwerder.

Haltepunkte waren Pollhof, Curslack-Neuengamme und Kirchwerder-Nord, in den 1930er Jahren auch Zollenspieker-Querweg am Süderquerweg nahe der Abzweigung der Hamburger Marschbahn nach Geesthacht und Billbrook.

Die Betriebsführung lag bei der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn, die in den 1920er Jahren auch die Infrastruktur übernahm. 1942 baute sie in Höhe des südlichen Endes der „Feldstegel“ in Neuengamme einen Abzweig mit Gleisanschluss zum Gelände des KZ Neuengamme. Teils wollte man die Häftlinge reibungslos und unauffällig transportieren, teils die von den Gefangenen in Zwangsarbeit produzierten Güter günstig und schnell transportieren. Es gab sowohl im KZ ansässige Hersteller als auch auswärtige Firmen, deren Niederlassung im KZ in ihren anderweitigen Produktionsablauf eingebunden war. Bekannt ist ein regelmäßiger Verkehr zur Veddel, für den die Hamburger Marschbahn Richtung Westen befahren wurde. Der französische Dramatiker Armand Gatti setzte dem dabei durchquerten Bahnhof Tatenberg ein Denkmal, indem er ein in den 1960er Jahren viel gespieltes Theaterstück nach ihm nannte, obwohl das Stück tatsächlich auf dem Gelände des KZ Mauthausen in Österreich nach 1945 unter Überlebenden spielt.

Der Personenverkehr wurde am 16. Mai 1953 eingestellt, der Güterverkehr zwischen Pollhof und Zollenspieker zum 27. Mai 1961.

1978 wurde das letzte Gleis – zwischen dem Anschluss an die Strecke Bergedorf-Süd–Geesthacht und dem Pollhof – abgebaut. Der ehemalige Bahndamm dient heute als Radwanderweg.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Stefan Meyer: 100 Jahre Eisenbahn zwischen Bergedorf und Geesthacht. Von der BGE zur AKN-Güterbahn. Lokrundschau, Gülzow 2006, ISBN 3-931647-21-8
  • Jürgen Opravil: Die Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn. Kurt Viebranz, Schwarzenbek 1978, ISBN 3-921595-01-0
  • Rolf Wobbe: Chronik der Vierländer Eisenbahn. Walter Flügge, Geesthacht 1984, ISBN 3-923952-03-1

[Bearbeiten] Weblinks

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